Beiträge des Monats: Dezember 2006
Die Geschichte erzählt von der 16-jährigen Katy McLaughlin, die der Familientradition treu bleiben will und später die Ranch ihrer Familie im heutigen Wyoming führen will. Aber Katys Vater hat andere Pläne für seine Tochter und besteht darauf, dass sie ein Studium beginnt.
Eines Tages findet Katy (Alison Lohman) ein Wildpferd-Fohlen, welches sie Flicka nennt. Das Mädchen beschließt, das Wildpferd zu trainieren und ein Reitpferd aus ihm zu machen. Flicka und Katy sind sich ähnlicher, als es dem dickköpfigen Mädchen lieb ist. Wie sie selbst hegt auch Flicka ein tiefes Misstrauen gegenüber Autoritäten und ist nicht bereit, ihre Freiheit kampflos aufzugeben. Wegen seiner rebellischen Art und seiner Herkunft gilt der Hengst Flicka allerdings als unzähmbar und wild. Das Mädchen beschließt, das Wildpferd zu trainieren und ein Reitpferd aus ihm zu machen. Da es gerade nicht günstig um seine Farm bestellt ist, erwägt jedoch Farmer Rob McLaughlin (Tim McGraw) das problematische Pferd abzugeben. Seine Tochter Katy hingegen möchte das Vertrauen des rebellischen Pferdes für sich gewinnen und ihrem Vater beweisen, dass sie sehr wohl im Stande ist, die Farm einmal weiterzuführen.
Die Thematik dieses Klassikers ist in diesen Tagen wieder aktueller denn je. Bereits 1947 geschrieben verdeutlicht das Lied, dass das so genannte “Raucher-Problem” seit Generationen in der Diskussion steht. Aus diesem Grunde aber auch, weil es einfach ein richtig guter Song ist, wird “Smoke Smoke Smoke” immer wieder aufgenommen. So auch von Texas Lightning. Ich hatte das Glück, beide Autoren noch kennen zu lernen, ehe sie starben (beide übrigens nicht aufgrund von Nikotinkonsum). Tex Williams war der ideale Interpret für diesen Song. Mit seiner dunklen, tiefen Stimme verlieh er ihm genau die richtige Würze. 1947 stand er damit sowohl im Country- wie im Pop-Bereich auf Platz 1 in USA, es war gleichzeitig Capitol Records erster Millionseller überhaupt. Bei jedem Auftritt des in Illinois geborenen und besonders im Western Swing erfolgreichen Künstlers gehörte dieser Song zu den Höhepunkten. Tex Williams starb am 10. Oktober 1985.
Fast auf den Tag genau zwei Jahre früher (20.10.1983) bereits war Merle Travis gestorben, der die Idee zu dem Song hatte und ihn auch größtenteils schrieb. Travis, aus der Kohleregion von Kentucky stammend, verstand es vorzüglich, sowohl Spott als auch Sozialkritik, Satire und Augenzwinkern in seine Songs zu packen. “Divorce Me C.O.D.” und “Sixteen Tons” seien hier genannt. Aber eben auch “Smoke Smoke Smoke”. Travis nimmt nämlich gegen das Rauchen Stellung nicht etwa aus gesundheitlichen Gründen sondern weil Raucher in jeder noch so unpassenden Situation erst mal eine Zigarette anstecken müssen. So lässt er den Erzähler, der auch kein Nichtraucher ist, dann von den unterschiedlichsten Begebenheiten berichten, in denen er sich darüber maßlos geärgert hat, weil Jemand erst mal Eine anstecken musste, dadurch für Verzögerung und unnötige Spannung sorgte. Das nervt ganz einfach … und so heißt es im Refrain dann folgerichtig:
Die Idee ist weder neu noch originell! Man nehme überwiegend bereits bekannte Songs von anderen Interpreten und bringe sie in neuem Gewand und gebündelt auf einer CD wieder raus. Dabei fehlt oft der besondere Pfiff. Nicht so bei Mark Chesnutt, einem der letzten, authentischen Honky Tonk Spezialisten des Genres. Wenn er den Mund aufmacht und seine Stimmbänder aktiviert, kommt dabei Country Music pur raus. Er hat es verstanden, sich die genau zu ihm passenden Songs auszusuchen. Würde man andere Versionen nicht kennen, man könnte meinen, diese Songs stammten allesamt von ihm. Gradlinig geht Chesnutt seinen musikalischen Weg mit ebenso kerniger wie gefühlsbetonter Interpretation. Er bedient sich dabei der Songschreiber-Qualitäten solcher Größen wie Leon Payne, Allen Reynolds, Hank Williams Jr., Tommy Collins, Merle Haggard, Toy Caldwell oder Johnny Paycheck.


