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Beiträge des Monats: März 2007
[30. März. 2007 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Eine CD-Box der Superlative – die New Country Collection: 60 Songs für zur Zeit unter 10 € – schon fast unvorstellbar, aber dennoch wahr. Die Leser eines Country Music Magazines bekamen die Möglichkeit an einer Umfrage teilzunehmen, in der sie gefragt wurden, welche persönlich favorisierten Songs sie sehr gerne auf einem New Country-Sampler wiederfinden würden. Das ließen sich die Fans nicht zweimal sagen, innerhalb kurzer Zeit hatten sie die ersten Vorschläge per E-Mail an die zuständige Redaktion geschickt. Am Ende gingen einige hundert Vorschläge ein, aus denen es später 60 Titel auf den Sampler schafften.

Tja, wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual … so einfach war’s denn doch nicht. Man konnte zwar die Wünsche entgegen nehmen sowie auswerten, doch so einfach rauf mit den Songs auf den Sampler, das funktionierte nicht. Die Sache ist schnell erklärt. Die Titelauswahl war selbstverständlich labelübergreifend, so musste am Ende der ein oder andere Song noch vom Sampler geschmissen werden, da das zuständige Label die Freigabe zur Veröffentlichung nicht schnell genug weitergab. Trotzdem wurde hier nicht einfach lieblos ein “Sampler” zusammengestellt und willkürlich das genommen was sonst die Label so anbieten, sondern darauf geachtet, dass nur die gewünschten Toptitel den Weg auf die Tonträger schafften. Eine Idee die erfolgreich, zusammen mit dem Fan, umgesetzt wurde.

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[20. März. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Jimmy Buffett: Take The Weather With You

Das bereits 2006 in den USA erschienene Album wurde Ende März 2007 auch in Deutschland veröffentlicht. Mit Recht. Jimmy Buffett bereichert seit mehr als 30 Jahren die Musikszene – er ist ein musikalisches Chamäleon. Nie auf eine Richtung festzulegen, experimentierfreudig und stets in der Lage, Dinge miteinander zu verbinden, von denen man annimmt, das ginge gar nicht.

Die Idee zu diesem Album, so ist im Booklet zu erfahren, entstand bei einem Trip nach Patagonien im südlichen Argentinien. Da entschloss sich Buffett spontan, mit einem Freund weiter bis ans südliche Ende der Welt zu reisen, zu schauen, wie es dort aussieht und eine Party zu feiern (siehe Titel 2 der CD). Von da an entwickelte sich das Album nahezu von selbst.

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[15. März. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

“Act Naturally” ist ein Song, den man auch außerhalb der Country Music bestens kennt, denn immerhin war das ein Hit mit den Beatles. Gleichwohl kommt das Lied aus der Country Music und wurde zuerst von seinem Autoren Johnny Russell veröffentlicht. Der schwergewichtige und mit großartigem Humor ausgestattete Russell war von seinem Liedchen überzeugt, sein Problem lag darin, dass er lange Zeit der Einzige war. Denn er bot “Act Naturally” an wie saueres Bier und erst der Zufall führte ans Ziel.

Gern erzählte Johnny Russell, die Idee sei aus einer Verlegenheit entstanden. Eigentlich habe er sich mit einer Freundin verabredet, diese Verabredung aber absagen müssen, weil man ihn für eine Studio-Session gebucht hatte. Scherzhaft aber er das Date mit der Begründung abgesagt, man wolle ihn zum Film holen und einen großen Star aus ihm machen. Darüber hätten sie beide sehr gelacht. Später dachte er, man könne ein Lied aus der Idee machen. Gedacht, getan und überall angeboten. Niemand biss an, das Lied passe nicht in den Trend. Seine mit ihm befreundete Kollegin Voeni Morrison allerdings fand das Ding gut und sorgte dafür, dass “Act Naturally” bei Buck Owens landete (wofür sie auch als Co-Autorin eingesetzt wurde). Auch Owens mochte das Lied gar nicht – wohl aber seine “rechte Hand” Don Rich. Der ließ nicht locker, summte die Melodie immer wieder bis auch Buck Owens einstimmte. Und “Act Naturally” aufnahm. Vier Wochen stand der dann auf Platz 1, insgesamt hielt sich “Act Naturally” 1963 mehr als ein halbes Jahr in den Charts. Zwei Jahre später nahmen dann die Beatles den Song auf, Ringo Starr trat dabei als Sänger in Erscheinung. Für Johnny Russell bedeutete das einen “warmen Regen” an Tantiemen. 1989 erschien schließlich noch eine Duett-Version von “Act Naturally” als sich Ringo Starr und Buck Owens zusammen taten. Ein richtiger Hit allerdings wurde das nicht mehr.

[10. März. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Dem Nashville-Establishment gegenüber war sie immer mißtrauisch und folgerichtig entfernte sie sich mehr und mehr von den dortigen Praktiken. Mary Chapin Carpenter entschloss sich irgendwann, sich nicht mehr dem Druck auszusetzen, für die Charts produzieren zu müssen, sondern sie selbst zu sein. Sehr zur Freude von Liebhabern qualitativ hoher akustischer Musik. Kaum eine Künstlerin im Country / Folk-Bereich versteht es, so inhaltlich ausdrucksstarke Lieder zu schreiben und sie so kompetent zu singen. Mal ist sie politisch und nimmt Stellung, mal beschäftigt sie sich mit einer Naturkatastrophe wie dem Hurricane Katrina.

Melancholie ist eine ihrer besonderen Stärken, sie schafft es immer wieder, verborgene oder verdrängte Ecken in der Seele des Zuhörers aufzuspüren. In manchen Momenten erinnert sie mich an den Kris Kristofferson der letzten Jahre, der aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Hier wie da kommen auch die anrührenden, poetischen Momente. Und immer wieder die tröstende, Mut machende Botschaft rüber, dass viele Menschen Pech im Leben haben und dennoch nicht untergehen, wenn sie an sich glauben und ihr Schicksal in die Hand nehmen.

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