Bastard Sons Of Johnny Cash: Road To Texacali
Zunächst aber hielt Connuie Nelson, damalige Ehefrau von Willie Nelson, die Steigbügel. Ihr gefiel diese frische, freche, originelle Musik und verhalf ihnen zu Auftritten. Als dann ein Band mit der Musik der Jungs bei Johnny Cash landete, zeigte der sich sehr angetan und erteilte der Gruppen samt dem ungewöhnlichen Namen seinen Segen. Und das Märchen geht weiter. John Carter Cash, selbst ein Musiker, der ungewöhnliche Wege geht, produzierte das erste Album der Bastard Sons Of Johnny Cash, das unter dem Titel „Walk Alone“ veröffentlicht wurde. Damit war der Start für eine rasante Karriere gelungen. Die Alben „Distance Between“ und „Mile Markers“ folgten, deutlich über 200 Auftritte pro Jahr ließen keine Langeweile aufkommen. Wie schon gesagt, zwei Tourneen führten die Bastard Sons Of Johnny Cash auch nach Europa. Und sie kommen im September wieder.
Dazu dann dieses famose Album, dessen Sound man nicht beschreiben sollte, man muß es einfach hören. Viele Original-Songs, eine Menge davon aus dem Road-Milieu. Richtig fetzige Stücke aber auch besinnliche, gar traurige Lieder. Man hört mehr Steel Guitar als bei mancher Nashville-Top-Ten Produktion. Die Gruppe wird in kein Korsett gezwungen, sie darf ihren Emotionen freien Lauf lassen – und das nutzt man. Mit zumeist auch noch eigenen Songs. So bringen die Bastard Sons Of Johnny Cash frischen Wind, den die Country Music so gut gebrauchen kann.
Fazit: Hier wird nicht versucht, über den prominenten Namen Karriere zu machen, sondern etwas Ureigenes zum Erfolg zu führen, etwas, das auf Talent, Können und Selbstbewusstsein aufgebaut ist. Mit der Veröffentlichung dieses Albums präsentiert sich die Gruppe erfreulicherweise auch live in unseren Breitengraden. Diese Gelegenheit sollte man nicht ungenutzt lassen.
| Trackliste:
01. Texas Sun Bonus Track: Viva Las Vegas (live) |



