Country Music in Deutschland: Wie soll’s weitergehen?
22. Februar 2008 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: Kolumnen & ReportagenCountry Music in Deutschland, bei diesem Thema teilen sich die Meinungen und scheiden sich die Geister – man kommt auf keinen gemeinsamen Nenner. Die “Szene” selbst steht sich seit Jahrzehnten selbst im Weg und diskutiert lieber “Alles” in Grund und Boden, ohne die wirklichen massiven Probleme, auch nur im Ansatz zu erkennen. Es liegt nicht nur an den unzähligen Verkleideten (ich meine nicht die mit Boots, Jeans und Stetson – das ist vollkommen in Ordnung), sondern die Indianer, Trapper, Sheriffs und Südstaatengenerale, die fast jedes Country-Event zur fünften Jahreszeit machen.
Oder jene Linedancer, die sich immer direkt vor der Bühne platzieren und eine Sicht auf den Künstler fast unmöglich macht. Es liegt auch nicht nur an den vielen schlechten Coverbands, die sich – weil woanders noch erfolgloser – in diesem Genre tummeln. Ebenso auch nicht nur an den nationalen Veranstaltern, welche nur drittklassige Künstler buchen, weil die ja so wahnsinnig günstig sind.
Ebenso ist auch nicht nur die GACMF schuld, weil sie wieder einmal keine Gala ins TV bekommt. Es sind die vielen, vielen Kleinigkeiten, die am Ende dazu beitragen, dass das Genre Country Music in Deutschland von der Masse der Menschen bewusst nicht wahrgenommen wird – traurig stimmt mich das – es könnte auch anders sein, ist es aber nicht.
In allen anderen Musikrichtungen, will ein Künstler immer besser sein als der Andere. Man kämpft bis zum Umfallen, um an einen lukrativen Plattenvertrag zu kommen. Letztendlich bricht man sich ja auch keinen Zacken aus der Krone, wenn man von Stadt zu Stadt tingelt, um auf sich und seine Musik aufmerksam zu machen. Wie gesagt, in anderen Genres, ist so etwas üblich. Das Musik-Business ist ein hartes Geschäft, man muss sich behaupten können, innovativ Denken, den Anderen immer einen Schritt voraus und an sich arbeiten, um am Ende auf der Gewinnerstraße zu sein.
Sie merken schon, dass fällt richtig auf – nicht wahr? In der Countryszene ist das nicht so. Die vielen Bands & Interpreten aus der Countryszene, verschicken zum Größtenteil nicht einmal Pressemitteilungen, oder versenden ihre Auftrittsdaten (Termine) an die zuständigen Medien. Sie sind sogar so faul, dass sie nicht einmal die Onlineformulare der Internetmagazine nutzen. Es sind nur sehr wenige Bands und Künstler die halbwegs professionell arbeiten. Die haben aber auch einen vollen Terminkalender. Die anderen Künstler bleiben auf der Strecke und suchen die Schuld bei den Medien und sagen – “Die machen ja nichts für mich” – ja wie auch?
Wie Sie lesen, liegt’s nicht immer nur an den Anderen, sondern meistens an einem selbst. Wenn sich nicht bald was ändert, dann “Gute Nacht” Country-Deutschland. Ende Februar wird Tom Astor 65 und Gunter Gabriel ist bereits 65 geworden. Das Durchschnittsalter von Truck Stop liegt – trotz Dirk Schlags – auch schon jenseits der 55. Und die wenigen sehr guten englischsprachigen Bands aus Deutschland, wie Doug Adkins, The Twang, The BossHoss, Slow Horses und auch Texas Lightning, um einmal die populärsten Vertreter des Genre beim Namen zu nennen, können die Misere auf Dauer nicht wirklich kompensieren – leider. Wenn wir keine sehr gute – funktionierende – “Countryszene” (inklusive Nachwuchsförderung) in Deutschland haben, wird’s weiterhin wenig US-Country-Stars auf deutschem Boden (Bühnen) geben – und – das ist noch viel wichtiger, keinen vernünftigen nationalen Nachwuchs – egal ob deutschsprachig oder englischsprachig.
Werfen wir doch einmal einen Blick nach Dänemark, Schweden und Norwegen, die Schweiz, Holland, Frankreich und natürlich das Vereinigte Königreich – sogar Polen. Die zeigen uns wie’s geht, da touren regelmäßig die großen Namen aus Nashville. Doch was machen die anders? Haben die mehr Festivals als wir? Nein! Haben die mehr Saloons als wir? Nein! Was ist dann aber der Unterschied? Die haben funktionierende Organisationen inklusive Medien – auch ausserhalb der Countryszene, die regelmäßig den Kontakt zur CMA, den Künstlern, den Labeln pflegen und somit auch “drüben” beachtet werden. Und – auch sehr wichtig: Country Music wird im normalen Mainstream-Radio gespielt. Ein wichtiger Punkt sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, wie verkauf ich meine Veranstaltung. Da zeigen unsere Nachbarn wie man so was professionell anpackt.
Ein Beispiel gefällig? Gstaad (Country Night) – Berner Oberland, in der Schweiz – wenn man dort als Medienvertreter zur Pressekonferenz eingeladen wird, hat man nicht das Gefühl bei einer Countryveranstaltung zu sein, sondern bei irgendeinem riesen Pop-Event. So professionell wird das Event von den Verantwortlichen (Marcel Bach und Ed Bouchard) verkauft. Das sind Welten gegenüber Deutschland. Da reisen Journalisten aus dem gesamten europäischen Umland an. Das ist Pressearbeit, wie man sich das hier ebenso wünschen würde. Das gilt ebenso für das Albisgütli in Zürich. 39 Tage Country Music pur – das gibt’s auf der ganzen Welt kein zweites Mal. Aber das ist Äpfel mit Birnen vergleichen, wir haben hier in Deutschland keine solchen Veranstaltungen. Doch, eine solche gute Veranstaltung mit internationalem Flair gibt’s – das Bluegrass Festival in Bühl. Seit Jahren organisiert und pflegt Walter Fuchs dieses Kleinod und versucht so gut es geht – das Wort “Country” vor den Medien zu verstecken. Walter Fuchs äusserte sich mir gegenüber, sobald er das böse Wort “Country” erwähnen würde, dann wäre es mit Sponsoren, guter Öffentlichkeitsarbeit und Akzeptanz vorbei – schlimm nicht? Übrigens, auch Mut zum Risiko wird belohnt, das Four Corner in Untermeitingen holt regelmäßig US-Top-Stars nach Bayern. Der Erfolg spricht für sich – ausverkauft waren (sind) die Konzerte von Paul Overstreet, Rick Trevino, Mark Chesnutt, The Wilkinsons und Tracy Lawrence.
Trotzalledem habe ich das Gefühl, dass wahrhaftig in den letzten Monaten ein Umdenkungsprozess stattfand und findet. Dieses Gefühl habe ich immer dann, wenn ich mit dem ein oder anderen TV & Radioredakteur spreche. Die finden plötzlich einen Keith Urban ultracool, ein Konzert von den Wilkinsons besuchten und supergeil fanden, die sich die Casting-Show von Stefan Raab angesehen haben und einen Tommy Roberts Jr. total erfrischend finden. Die wirklich sagten: “Wenn das die moderne Variante von Country ist, dann werde ich mich in Zukunft mit diesem Thema auseinandersetzen und nicht gleich voreingenommen “Alles” verteufeln wo Country drauf steht.” Ein schöner Schlußsatz wie ich meine … darauf sollten wir bauen und hoffen.
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Dieser Artikel wurde am 22. Februar 2008 von Dirk Neuhaus veröffentlicht. Dirk Neuhaus gehört zur Stammbesetzung von Country.de - Online Magazin und schreibt News, Biografien und CD-Besprechungen.
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Schon nach dem ersten Absatz frage ich mich, was für ein Clown den Artikel hier geschrieben hat. Der berschwert sich doch tatsächlich, wenn man in Western-Outfit zu einem Event geht… Dann regen ihn die Linedancer auf… Da hab ich gar nicht erst weiter gelesen.
Pass mal auf, ich bin selbst Linedancer und gehe mit Hut und Stiefeln zu den Events. Vor der Bühne habe ich höchstens mal Passanten oder Fox-Tänzern im Weg gestanden. Die Bühnen sind ja meist auch hoch genug.
Viele finden über Linedance den Weg zur Country Music. Wenn sie Linedancer sehen, finden sie das oft genug schön und fangen selbst damit an.
Die Szene steht sich dann selbst im Web, wenn in einem Country-Blog ein solcher Unsinn gepostet wird.
Hi Markus,
hast Du den Text wirklich richtig gelesen? Wenn nicht, dann einfach noch einmal von vorne. Ausserdem hört man nicht nach dem ersten Absatz auf.
Natürlich habe ich den Text gelesen, nicht nur den ersten Absatz. Ich habe auch die Ironie, die in diesem Artikel steckt, erkannt uns auch verstanden. Aber nicht jeder wird das so verstehen, wie es gemeint ist.
Und mit Verlaub, Tom Astor und Gunter Gabriel sind für mich Schlager-Fuzzys, die in “normaler” Musik nicht erfolgreich waren. Das wirft in meinen Augen auch kein besonders gutes Licht auf die Country-Music.
Also ich finde den Artikel gelungen, er trifft den Nagel auf den Kopf. Wir fahren schon lange ins benachbarte Ausland (Frankreich), um gute Country Music zu hören, von Bands wie “Texas Sidestep”.
Ich muß allerdings auch sagen, dass es auch gute Country Bands in Deutschland gibt, die sogar Förderpreise gewinnen, sich dann aber auf die Bühne stellen und die Line Dancer vollpöbeln.
Klar, nicht alle Line Dancer sind auch Country Fans, es sind aber immer noch genug Country Fans unter
den Line Dancern, die durch solche Aktionen vergrault werden. So z.B. erlebt bei “Amarillo”.
Da stellt sich dieser Sebbo auf die Bühne und sagt nach einer Stunde zu den Tänzern:
“Ihr hoppst jetzt seit einer Stunde hier in der Gegend herum, könnt ihr nicht mal eine Weile die Füße ruhig halten und unserer Country Music zuhören?” Wir sind Country Fans und tanzen eben auch gern zu dieser Musik.
Muß ich mich von solchen dahergelaufenen “Möchtegern Country Stars” so anpöbeln lassen?
Und wenn ich dann noch meine Meinung über die Qualität der gespielten Country Music abgebe, werde ich direkt von der Bühne herunter angemacht, ich solle doch erst mal ein großes Tablett mit Getränken von der Bar auf die Bühne stellen, dann würde sich dieser “Sebbo” weiter mit mir unterhalten.
Ich finde den Artikel jedenfalls sehr gut, er beschreibt genau den Zustand der Country Scene in Deutschland.
Eine Kolumne, zwei Meinungen dazu und treffend ist die deutsche Countryszene beschrieben. Ich freu mich Dirk, ein gutes Statement, das sehr treffend die Situation beschreibt. Dazu zwei Stellungnahmen, die total das bestätigen, was im Statement hauptsächlich kritisiert wird. Die Uneinigkeit, Intoleranz, oft auch Rücksichtslosigkeit und das gegenseitige Niedermachen jedweder anderer Meinungen.
Da geht es im ersten Kommentar bereits los mit “Clown” und “pass mal auf”, mit gewolltem Missverstehen und verdrehen der Aussage des Artikels ins Gegenteil. Ich dachte, ich seh nicht richtig, als ich das so las. Diffamierung und persönliche, beleidigende Anmache des Verfassers, der völlig sachlich versucht eine Diskussion in Gang zu bringen, die uns endlich mal ein bisschen weiter bringt, als zur gegenseitigen Anmache.
Ich frage mich, warum! Was soll das? Seid Ihr Beide nicht in der Lage mal sachlich auf die getroffenen Aussagen einzugehen? Muss da immer gleich über Tom Astor und Truck Stop gelästert werden? Muss da immer gleich die eigene Meinung als die allein seilgmachende hingeschrieben werden?
Warum setzt Du JackyD Dich denn nicht mit den im Artikel angesprochenen Problemen auseinander? Nein Du greifst eine Band, einen Leadsänger in Person, mit Behauptungen über Vorfälle an, die mit Sicherheit von anderen, die ebenfalls direkt dabei waren, ganz anders gesehen werden und entfachst damit hier eine Diskussion über Verhaltensweisen Einzelner, die nicht direkt nachvollziehbar sind von denen, die hier mitlesen und sich von der Diskussion neue Wege erhoffen.
Wie Dirk ganz treffend sagt, haben wir sehr wohl in Deutschland gute Bands, die sich entwickeln und sehr wohl in der Lage sind mit ihrer Music, ihrem modernen Auftreten, ihren eigenen Songs und ihrem großen Engagement eine Nachfolgeszene der alten Country-/Truckerbewegung zu erreichen. Ich möchte da, ohne Anspruch auf Vollständigkeit doch einige nennen:
Helt Oncale mit Band (War mal Bandleader bei Tom Astor)
Cripple Creek Band
Tommy Roberts
Nighthawk
Crossfire
Mark Merrit
Travis Truitt
Uli Möhring
Mandy Strobel
Marty Wolfe
und viele andere mehr.
Diese CountryKünstler erreichen einen Qualitätsstandard, der durchaus mit amerikanischen Künstlern und Bands mithalten kann. Dies sollten wir sehen und versuchen, es weiter zu befördern. Die Veanstalter müssen natürlich auf die Kasse sehen und darauf achten, dass nicht nur die Kosten am Ende gedeckt sind, sondern für die ganze Arbeit noch ein bisschen was übrig bleibt. Das ist heutzutage eben immer noch sehr schwierig zu erreichen, wie man bei “Northeim goes Country” und vielen anderen Veranstaltungen gesehen hat.
Ich frage mich immer wieder, wenn der Astor so schlecht ist, wieso hat er die immer noch höchsten Verkaufszahlen im CountryGenre´ in Deutschland. Mit TruckStop und Johnny Hill und Linda Feller gemeinsam bringen die als einzige es fertig, sich im nomalen Rundfunk- Fernsehprogramm als Country zu behaupten, von löblichen Ausnahmen wie Tommy Roberts bei Raab abgesehen. Nur diese Ausnahme war wohl doch leider lediglich eine Ausnahme. Still ist es wieder geworden nach dem Erreichen des 4. Platzes. Schade.
Wir alle sind gefragt, zusammen, und nicht gegeneinander, die Szene zu befördern. Und wenn die Linedancer merken, dass es noch andere Tänzer auf die Fläche zieht, dann haben sie genau so Platz zu machen wie umgekehrt. Haben doch alle ihren Eintritt bezahlt und niemand eine besondere Pacht für die Tanzfläche.
Der Veranstalter sollte bei jeder Vorplanung zur Veranstaltung daran denken, dass selbst bei genügend hoher Bühne eine Sichtbehinderung gerade für die gegeben ist, die in den ersten Reihen, die meist ernsten bis unfreundlich, konzentrierten Gesichter der Linedancer anzuschauen gezwungen sind. Da wäre es doch angebracht, die Tanzfläche dort hin zu verlegen, wo keine Sicht versperrt wird, Viellecht seitlich der Bühne oder im Saal.
Wir sollten die Veranstaltungen besuchen, die uns geboten werden. Wenn schon heimische Künstler vor fast leeren Häusern spielen, was soll dann bitteschön einen amerikanischen Topstar bewegen, hier in Deutschland seine Musik zu präsentieren. Ich selbst war bei Garth Brooks, Travis Tritt, Johnny Cash, den Highwayman und in einigen anderen Lifekonzerten. Dabei muss ich sagen, dass selbst ein Garth Brooks es nicht geschafft hat, die Dortmunder Westfalenhallen auszuverkaufen. Einzige Ausnahme, Johnny Cash in der Jahrhunderthalle in Frankfurt – Höchst. Die war voll.
Also Fazit, wir, die wir hier im Countrybereich immer wieder meckern, sollten erst mal an die eigene Nase fassen, uns fragen, was können wir selbst dazu beitragen um die Szene nach vorne zu bringen. Vielleicht mit weniger Meckern, weniger Anspruchsdenken und mehr Miteinander.
Damit meine ich nicht dass alles Friede Freude Eierkuchen sein soll, sondern z. B.,
dass die Lindancer den ForeCornern Platz machen,
dass die Bands die Musik machen können, die sie wollen,
ohne von irgendwelchen Leuten dafür angemacht zu werden, doch endlich mal wieder was tanzbares zu spielen (selbst erlebt).
Die Bands spielen in der Regel nicht auf Linedance-Turnieren sondern bei Countryveranstaltungen für jedermann, auch für die Tänzer jeglicher Couleur. Tanzen heißt. “Musik in Bewegung umsetzten”, nicht “Bewegung in Musik umsetzten”! Für jeden Takt und jeden Rhythmus gibt es einen Tanz und zugehörige Schritte. Wer “Tanzen” kann, tanzt auf jede Art Musik.
Countrymusic ist viel mehr als Lindancing. Ich selbst mag es, wenn Linedancer bei meinen Auftritten tanzen. Dabei habe ich selbst erlebt, dass es für jeden Song auch einen Tanz gibt, so geschehen in Magdeburg im “Nashville” oder in Hanau in der “Dampflok”, wo die anwesenden Linedancer auf fast jeden von uns gespielten Song getanzt haben, die anderswo von den dortigen Linedancern kritisiert wurden.
Also Leute lasst es uns anpacken, lasst uns die weinigen Veranstaltungen, die noch geblieben sind gemeinsam unterstützen in dem wir hingehen, dort gute Laune verbreiten und RÜCKSICHTSVOLL miteinander tolle Musik genießen.
Meint
Bernie
Ich finde den Artikel von Dirk recht gelungen und kann ihm in einigen Gedanken vollstens unterstützen.
Bei Markus habe ich mich gefragt, was soll dies jetzt hier? Macht den Verfasser dumm an und beschwert sich dann noch über Künstler wie Tom Astor oder Gunter Gabriel. Gut, ich stehe selbst nicht derart auf ihre Musik, aber sollte man nicht auch etwas tollerant sein? Markus, bedenke mal eins, ohne Tom, Gunter, Larry, Linda oder den Jungs von Truck Stop wäre die/unsere Countrymusik nicht so populär geworden und so solle man doch dessen Schaffen auch würdigen. Wie schon Bernhard richtig meinte, wer hat denn außer ihnen noch vergleichbare Verkaufs- und Sendezahlen vorzulegen?
Bernhards Beitrag finde ich am treffendsten, weshalb immer nur gegeneinander, nein endlich mal miteinander, denn die Countryszene hat es schon schwer genug.
Leider gibt es nur sehr wenige Veranstalter, die ihre Events porfesionell organisieren und dies wird auch im Mutterland der Countrymusic USA registriert. Weshalb macht denn eine Dolly Parton während ihrer diesjährigen Europatournee einen großen Bogen um Deutschland bzw. weshalb bekommen gibt es in vielen Ländern Europas Countryevents mit US-Stars? Wie Dirk schon meinte, da dort richtig gute Arbeit vom erste Tag an geleistet wird und auch mitteinander gearbeitet wird. Da gibt es in Deutschland z.B. ein Fachmagazin (Name sei ungenannt), welches meinte, die Teilnahme von Tommy Roberts Jr. bei Stefan Raab würde ihre Leser nicht interessieren und so berichtete man nicht darüber. Gleicher Meinung war ein Dachverband der Countrymusic und solche Argumente verstehe ich ehrlich nicht. Wer nimmt sich das Recht, so über das Interesse seiner Leser zu urteilen, nur weil man miteinander nicht den rechten Draht findet? Vielmehr sollten in Deutschland mal die persönlichen Dinge in den Hintergrund gestellt werden. Und zweitens sollte man den Ball der Schuld nicht immerzu den Anderen zuschieben, denn dass die Medien ein Interesse an Countrymusik haben, beweisen auch einige zu gut. So wurde am Freitag bekannt, dass der TV-Sender 3sat seine Sendung “Country Roads” von 45min auf 90min erweitert oder ein gutes Bespiel ist auch Radio F aus dem Nürnberger Raum. Vor ein paar Wochen waren The Wilkinsons das erste Mal auf kurzer Europatournee, spielten vor ausverkauften Haus in Untermeitingen und statteten am Tag darauf dem Sender einen Besuch inkl. Interview ab. Die Redakteure waren von der kanadischen Familie derart begeistert, dass sie nun überlegen, ein Konzert mit ihnen zu veranstalten. Da solle man mal behaupten, die Medien hätten kein Interesse an Countrymusik. Die Countrymusik ist immer nur so gut, wie sie sich selbst verkauft und da haben viele Veranstalter anderer europäischer Länder uns sehr viel voraus. Egal ob ich da nach Gstaad (CH), Mragowo (PL), Interlaken (CH) oder Silkeborg (DAN) schaue, da haben viele Veranstalter hierzulande Nachholebedarf. Aber nicht nur Veranstalter, auch viele Künstler arbeiten nicht proffesionell genug. Da schau ich mir nur einige Webseiten an und da erkennt man schnell die Aktualität und somit Proffesionalität ihrer Arbeit.
Aber man sollte nicht immerzu nur jammern, denn es gibt auch viele gute Veranstaltungen und Künstler hierzulande und denen wünsche ich eine erfolgreiche Countrysaison 2008.
Sorry, aber nun muss ich mich ein wenig einmischen… hier werden einige Dinge durcheinander geworfen und mit falschen Fakten diskutiert, da kommt es mir teilweise hoch. Ich finde es schade, dass hier eine tolerante und heile Welt gefordert wird, die es einfach nicht gibt. Nicht mal in den geliebten USA! Fakt ist:
Die “Countryszene” ist uneinig und das ist ok so, das muss so sein, denn dafür ist das Spektrum von Country zu gross. Man wird nie alle unter einen Hut kriegen. Und es ist, lieber Bernhard, der hirnrissigste Vorschlag überhaupt, dass man “zu mehr deutschen Veranstaltungen gehen sollte, damit dann die US Stars kommen.” Wieso? Wieso sollte ich mich als zB. New Country Fan von Künstlern wie Brad, Keith, Garth, usw usw gezwungen fühlen, zu einem Atlanta-Konzert zu gehen? Wieso MUSS ich mir Deiner Meinung nach den Schrott in Northeim anhören, wenn ich die Künstler nicht mag? Das Lineup dort hat doch NICHTS mit dem zu tun, was ICH unter gutem Country verstehe. Du schreibst da eine Liste von Künstlern in Deutschland, wie Crossfire, Nighthawk usw usw und schreibst im selben Abschnitt, dass DIESE Plagiate den Standard der US Stars erreichen? Leidest Du schon länger an Realitätsverlust? Travis Truitt und Kenny Chesney auf einer Stufe? Oder ein Mark Merritt auf einer Stufe mit George Strait oder Alan Jackson? Die Leute auf Deiner Liste, die sind vielleicht in Deutschland einigermassen bekannt, aber doch niemals ein Vergleich mit den Künstlern in den USA. Genau diese Selbstherrlichkeit macht die Szene kaputt. Eingebildete Künstler, die meinen, sie wären die fetten Superstars und sich dann auch so benehmen. Allüren, wo keine berechtigt sind. Ekelhaft!
Nochmal zu den Fans… Du willst Zusammenhalt und Toleranz untereinander… aber das ist unrealistisch und das gibt es auch in den USA nicht. Wenn Du in Texas zum Cowboy Symposuium gehst und da die Musik hörst, da würdest Du Dich wundern. Das ist echte Cowboy Musik und diese Stars dort, die pissen auf allen Nashville-Kommerz. Und auch in den USA geht kein Bluegrassfan zu einem Keith Urban Konzert. Wieso sollte man hier nach Bühl gehen, wenn man die Musik nicht ausstehen kann? Bin ich ein schlechter “Countryfan”, weil ich nicht alle 65 Stilrichtungen des “Country” toll finde? Wieso sollte ich als New Country Fan sagen, dass Tom Astor toll ist, wenn ich seine Musik nicht ausstehen kann? Wieso heucheln? Das eine hat mit dem anderen NICHTS zu tun. Das Problem ist nur, dass alles “gleich” verkauft wird.
Rene schreibt:
“Markus, bedenke mal eins, ohne Tom, Gunter, Larry, Linda oder den Jungs von Truck Stop wäre die/unsere Countrymusik nicht so populär geworden und so solle man doch dessen Schaffen auch würdigen. Wie schon Bernhard richtig meinte, wer hat denn außer ihnen noch vergleichbare Verkaufs- und Sendezahlen vorzulegen?”
Genau das ist der Punkt. Aber eben der Negative. Wieso soll ich Leute würdigen, die mit ihrer täglichen Arbeit und ihrer Musik jeder moderner Countrymusik die Chancen verbauen? Sicher sind die Verkaufszahlen dieser Künstler ok, gönn ich denen, aber bleib mir vom Ohr mit dem Kack. Ich mag diesen Schlagercountry nicht, nein, ich hasse ihn, denn Tom, Gunter, Linda und Truck Stop sind direkt schuld, dass Leute wie Brad, Keith Urban, Kenny Chesney, Tim McGraw usw usw in Deutschland keine Chance haben. Seht das nicht als mangelnden Respekt… es ist eine Tatsache, dass hier in Deutschland Künstler eine Schublade “Country” prägen, die da eigentlich nur am Rande was zu suchen haben. Und das ist scheisse. Und wenn dann ein Astor ENDLICH mal ein ECHTES Countryalbum aufnimmt, wie zB. das “Duett” Album, dann floppt es, weil er seine Fans halt in einer Genreregion hat, die eigentlich gar kein Country kennen, sondern Humbta-Schlagerfans sind. Ich hab nix dagegen, jedem das seine. Aber solange Tom lebt, solange ist es für alle modernen US Künstler unmöglich, in Deutschland Fuss zu fassen. Solange es in Deutschland populär ist, Schlager und Country gleich zu stellen, solange ein Alan Jackson in einer Volksmusiksendung auftreten soll… solange gibt es keine echte Zukunft.
Dann zum Thema Fans/Linedancer… Ein Freund von mir ist letztens aus der Band ausgestiegen, wo er Gitarrist und Sänger war. Er sagte zu mir “Ich kanns nicht mehr ertragen, dass die besoffenen Leute da unten pfeifen, wenn wir mal 3 eigene Stücke am Stück spielen. Und erst recht kann ich es nicht mehr ertragen, dass ab Mitternacht die am schlimmsten Besoffenen vor der Bühne stehen und gröhlen, sie wollen Country Roads hören”. Bands und Künstlern wird hier kaum erlaubt, eine eigene Identität zu entwickeln. Das macht die Künstler kaputt. Es mag andere Linedancer geben oder andere Fans, aber diese sind oft in der Minderheit. Aber auch hier ist das Hauptproblem, dass man alles unter einen Hut bringen will… was ist den ein “Country Konzert”? Das kann ein Songwriterabend sein, oder eine Linedance-Party… oder ein Rockkonzert. Jedesmal ist der Künstler anders, aber auch die Fans sollten sich dann der Musik und dem Künstler anpassen. Wenn in Texas bei einem Songwriterabend in einer Bar bei lauschiger Musik einer vom Lagerfeuer aufsteht und nen Linedance startet, der wird erschossen… und das zu recht! Willst Du Linedancen, dann geh auf ne Linedanceparty. Will ich abrocken, dann geh ich zu Garth oder Keith Urban in die erste Reihe. Will ich Musik und Texten lauschen, dann geh ich zu Tony Arata ins Bluebirdcafe in Nashville (Dirk Neuhaus geht ins Wohnzimmer von Larry Schuba…. ).
Was will ich damit alles sagen? Schluss mit der Gleichmacherei und Harmoniegesülze, wo es keinen Grund dafür gibt. Manche Sachen wird man NIE unter einen Hut kriegen. Ich geh nicht zu Astor, nicht nach Bühl. Ist so. Ich fühle mich gut dabei und denke, dass ich trotzdem ein guter Countryfan bin.
Hört auf, die US Künstler in eine Diskussion über die deutsche Countryszene zu mischen. Vor allem die Niveauvergleiche sind unangebracht. Und macht die Giganten nicht schlecht, nur weil ihr keine Ahnung habt. Das Johnny Cash die Jahrhunderthalle einmal ausverkauft hat, boah toll. War in dem Jahr auch das einzige Konzert von Cash in Deutschland. Garth hat 1994 die Frankfurter Halle im April 2 mal ausverkauft und als er dann im Herbst desselben Jahres nochmal gekommen ist, u.a. nach Dortmund, Stuttgart und einige anderen Städte, da war halt Dortmund nicht voll… Cash hätte die Hallen auch nicht voll bekommen, wenn er in 4-5 Städten gespielt hätte. Viele Leute sind bei Garth aus dem Rheinland und Ruhrgebiet nach FFM angereist und deswegen kann es sich nicht jeder leisten, nach 4 Monaten nochmal in so ein (durch Lieberberg) überteuertes Konzert zu gehen… also immer aufpassen, was man vergleicht.
Marc
Hi Marc,
ich liebe u.a. die Musik von Garth Brooks, John Anderson, Keith Urban, George Strait und Alan Jackson – mag aber auch gleichermaßen einige sehr anspruchsvolle Songs von Larry Schuba. Also, bitte mich nicht hinstellen, als wenn ich ausschließlich deutsche Country Music mag – das ist faktisch falsch! Ich mag auch Rock, Pop, Blues und (Pop)-Schlager. Ich liebe Musik – Genreübergreifend, doch halt am liebsten amerikanische Country Music.
Mal zu Northeim: Slow Horses, The Twang, Silverwood, Night Run (eine der besten deutschen Bluegrass-Bands) The BossHoss und Michael Peterson (USA) – so schlecht war das auch nicht …
Es ist nicht die Diskussion, ob es schlecht ist… der Punkt der Diskussion ist, dass diese Sachen offensichtlich den Fan nicht interessieren. Wir führen hier keine Diskussion, was gut ist oder was schlecht.. es geht darum, was will der Fan? Und der Fan will halt die Superstars aus den USA und nicht einen alternden Peterson und schon gar nicht diese deutschen Bands, die doch, wenn man ehrlich ist, mit jedem gecoverten Song beliebter sind als mit einem ihrer eigenen Titel.
Also.. was lockt den Fan hervor? Grosse Namen. Selbst mittlere Namen funktionieren nicht…. Wilkinsons sind (bis auf HH) gut gelaufen, aber im Maßstab einer 300 Leute Halle. Tracy Lawrence funktioniert im 600 Maßstab. Kris Kristofferson in einem 1500 Maßstab. Keith Urban funktioniert in einem 2000 Maßstab, wenn er nicht gerade 2 Konzerte innerhalb von 4 Monaten geben will. Garth macht auch mal ne 6000 Halle voll, solange er nicht an 10 Orten in Deutschland spielt. Aber was macht Aufmerksamkeit? Die GROSSEN Namen.
Die Taktik der Veranstalter ist im Moment: Erst mal die kleinen, dann kommen vielleicht auch die grossen Künstler. Aber der Fan will es nicht. Also muss man umdenken. Man darf nicht klein anfangen, denn der Fan hat den kleinen zu oft eine Absage gegeben… und deswegen findet man auch keine Sponsoren und sonstige Unterstützer für “kleine” Sachen. Deswegen stirbt Northeim. Es will ein Gstaad Deutschlands sein, aber schau das Lineup an. Wenn man Gstaad JETZT Konkurrenz machen will, dann muss man Stars holen, die JETZT mit Gstaad mithalten können… klar, Gstaad hat auch mal klein angefangen, aber es hatte keine Konkurrenz. JETZT gibt es mit Gstaad aber eine Konkurrenz und deswegen wird es im Kopf der Fans immer einen Vergleich geben. Wenn ich als Fan finanziell gleichwertig die Auswahl habe zwischen Peterson in Northeim und Dwight Yoakam in Holland, dann fahr ich nach Holland… kein Nachdenken. Peterson ist nicht schlecht, versteh das nicht falsch, aber Yoakam ist 10 Nummern fetter.
All dieser Kleinkram bringt nix. Wenn einer für Country was machen will, dann muss er die fetten Stars holen. Er muss direkt mit dem ersten Festival (uns wenns nur ein Tag ist) so reinhauen, dass Gstaad vor Neid erblasst. Nur so lockt man die Leute an. Und keiner, wirklich KEINER der Stars in Deutschland schafft das. KEINER!
Wenn man es schaffen könnte, einen Finanzier zu finden, dem es aus ideologischen Gründen egal ist, 3-4 Jahre rote Zahlen zu schreiben, der Perspektive sieht, DANN hat man eine Chance. Und wenn so ein Festival einmal 5-6 Jahre läuft mit den grossen Namen, erst dann haben auch mittlere und kleine Künstler eine Chance.
Also, die Reihenfolge ist falsch… man versucht hier derzeit, klein anzufangen und dann gross zu werden. Aber ich sehe den Erfolg nur, wenn man gigantisch anfängt, mit viel Risiko, aber auch mit dem Mut und der Hoffnung, dass man in 5 Jahren über den Berg ist. Und wenn man dann einen Namen hat, dann wird es zum Selbstläufer.
So… nun braucht es also 2-3 Leute, die arbeitslos und reich sind, dass sie Zeit haben, sich 8 Stunden am Tag um Geldgeber und um einen Traum zu kümmern. Man muss da über ein Jahr Vollzeit dran planen. Wenn sich da Leute finden, dann gibt es im Sommer 2009 irgendwo, am besten Mitten in Deutschland und zur Sicherheit im US-GI Gebiet (also um FFM oder Mannheim) ein Countryfestival, wo am Samstag folgendes Lineup steht:
Kenny Chesney, Carrie Underwood, Brad Paisley, Rascal Flatts
Die Namen sind willkürlich ohne Wertung in der Reihenfolge.. ich will zeigen, WAS ich unter A-Stars verstehe. Ich bin sicher, dass nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus dem Umland, sogar aus Gstaad, Fans anreisen. Ich sehe kein Problem, bei einem solchen Lineup mind. 5000 Leute aus ganz Europa anzulocken. Und ich denke, dass Fans für so eine Sachen auch 100 Euro fürs Ticket zahlen.
Problem: Werbung muss Europaweit laufen. Man darf nicht nur an Deutschland denken… Europa ist klein, ein Winzling zum Rest der Welt. Man muss sich nicht fragen: “Wie krieg ich die Deutschen, die nach Gstaad fahren dazu, zu mir zu kommen.”, sondern die Frage ist: “Wie kriege ich die Gstaader zu mir… und die Holländer und Belgier und Franzosen und Polen und und und.. ” Ein solcher Festivaltag muss EINMALIG sein, wenn ein Kenny kommt, dann darf er nur BEI MIR spielen und nicht auch noch bei 2 anderen Festivals. Wenn er auch noch zusätzlich nach Gstaad geht, dann kommt keiner aus der Gegend zu mir. Wenn Kenny auch in Frankreich spielt, dann kommt kein Franzose zu mir. ICH muss zumindest mit MEINEM Lineup für DIESEN speziellen Sommer das Mittelpunkt Europas sein. Dann brennt die Hütte.
Wie gesagt… die Idee ist sehr sehr einfach… der Finanzplan nicht. Man muss investieren. Man muss anzeigen schalten, man muss vielleicht sogar mal Spots fürs TV machen (hat Garth auch gemacht, sonst wären seine Konzerte nicht ausverkauft gewesen… ) Man muss es aufziehen, als wenn es kein Country wäre.
Schaut Euch an: Led Zeppelin Wiedervereinigungskonzert in London vor wenigen Monaten: 20.000 Tickets verkauft, MILLIONEN Interessenten… weil es etwas EXKLUSIVES war… es ist Spitzenklasse. Und so muss man auch endlich im Country denken… in Regionen der Spitzenklasse.
Marc
Gut kommentiert und argumentiert Marc – keine Frage!
Am Wochenende gibt Tracy Lawrence ein Konzert in Hamburg. Soviel wie ich weiß wurden bereits im Vorverkauf ca. 600 Tickets verkauft, das sind 10 Mal soviel wie bei Dwight Yoakam letzten Auftritt in Deutschland. Ausserdem ist Tracy Lawrence ein A-Künstler. Noch vor 6 Monaten hatte der Mann eine No.1 in den Billboard Country Charts.
Schade, dass Dein Geschmak ja ganz anders gelagert ist. Ich habe Dich weder in Gstaad (die hatten immer Stars die nach Deinem Geschmack waren) jemals getroffen, weder bei den Wilkinsons, Mark Chesnutt, Chely Wright, Dwight Yoakam, Kristofferson und und und.
Ich werde mir Mal Gedanken machen, wie wir es hinkriegen und dir ein Konzert “BACKEN” was Deinen Ansprüchen gerecht wird.
Noch ‘ne Frage – dieses Jahr ist Dierks Bentley in Europa – fährst Du hin?
Nun werd nicht persönlich und bringe meine Konzertbesuche ein… DU bist der Macher von einem grösseren Countrymagazin und DU warst auch nicht bei den Wilkinsons, soweit ich weiss. Du kennst meine privaten Argumente und meinen derzeitigen Wohnsitz, wie auch meine privat finanzielle Lage. Deswegen finde ich Deine Frage hier daneben. Ich frag Dich ja auch nicht, wo Du bei den Keith Urban Konzerten warst. Du redest von Einzelkonzerten… ICH rede von einem Konzert mit 4 Künstlern. Wenn ich die Chance gehabt hätte, Chely Wright, Mark Chesnutt, Dwight Yoakam und Tracy Lawrence an EINEM ABEND zu sehen, dann würde ich fürs Ticket auch 150 Euro zahlen… aber ich hätte auch nur EINE Übernachtung und EINE Anfahrt zum Konzertort. Die Nebenkosten sind doch das, was viele Fans davon abhält, zu ALLEN Konzerten zu gehen.
Ausserdem habe ich Dwight nicht mit Tracy verglichen, sondern mit Peterson. Und trotz der guten letzten Singles sehe ich Tracy Lawrence nicht als A-Klasse…. die A-Klasse sind die, welche in den USA ein Stadion alleine voll machen. Das sind die Chesneys, Urban, Strait, Jackson, usw…. zu einem A-Star gehört nicht nur eine Chartplatzierung, sondern Medienpräsenz. Schau, Taylor Swift hat seit Monaten ihr Album in den Top3. Trotzdem macht sie hier in Europa keine Presse und würde nichts ziehen. Man muss da also immer auch noch andere Faktoren mit berücksichtigen.
Deswegen rede ich auch nicht von einem Einzelkonzert, sondern wenn, dann sollten es direkt 3-4 auf einem Abend sein…. eine gute Mischung halt.
Ausserdem kommst Du wieder mit Argumenten, die ich in meinem ersten Beitrag schon widersprochen habe…. bin ich ein schlechter Fan, wenn ich nicht zu Dierks fahre? Wenn er mir nicht der Ticketpreis und die Anfahrt und die Unterkunft in Frankreich alleine wert ist? Er ist es nicht… Wäre neben Dierks noch 2-3 andere Namen dabei, dann sähe es anders aus.
Aber MEIN Geschmack steht nicht zur Debatte. Du wirst immer Leute finden, die bei JEDEM Lineup sagen: “Das ist es mir nicht wert”. Man muss einfach aufhören zu versuchen, ALLE unter einen Hut zu kriegen, sondern einfach nur, SO VIELE WIE MÖGLICH. Weil ALLE klappt nie.
Marc
Och Marc,
nun sei aber nicht gleich eingeschnappt.
Ist halt blöd, wenn NIE die Künstler kommen die Dir gefallen – Pech.
Und soviele A-Künstler an einem Abend – das gab’s noch nicht einmal in Gstaad.
Wegen Keith Urban: Das auch ich, nicht immer überall sein kann ist klar.
Nochmal zu den deutschen Bands: Wenn die nicht die Möglichkeit bekommen – wie sollen sie A-Künstler werden? In Deutschland gibt’s auch Pop-Künstler die Hallen füllen – und die sind vielleicht aus Sachsen. Alles hat zwei Seiten, aber ALLES an US-Künstlern festmachen, wäre ebenso verkehrt. Eine gesunde Mischung wäre schön. Es sieht doch so aus, als wenn zum Beispiel der Anfang (Tracy, Mark, Chely und Wilkinsons) gemacht wäre. Wer weiß, wie’s weiter geht! Ich hoffe, dass ein Tracy Lawrence erzählt: Das war cool in Deutschland lieber Tim (McGraw), mach das doch auch einmal!
Ich muss mich schon sehr wundern, wie hier von Marc argumentiert wird und mit welchen Wörtern er versucht, seinen Standpunkt von Countrymusik darzustellen. Vielleicht ist dies in der Kölner Gegend so üblich, denn deine Homepage ist ja teils ähnlich gelagert.
Ich dagegen distanziere mich von solchen Darstellungen, da sie mir einfach unter die Gürtellinie gehen und mir zeigen, wie engstirnig Marc´s Denken ist (z.B. “Aber solange Tom lebt, …”) und verabschiede mich aus dieser Diskussion.
Rene
Mein lieber Marc,
leider kann ich so einige Dinge die Du hier schreibst nicht wirklich nachvollziehen. Du schreibst von –
Zitat:
“Und es ist, lieber Bernhard, der hirnrissigste Vorschlag überhaupt, dass man “zu mehr deutschen Veranstaltungen gehen sollte, damit dann die US Stars kommen.” Wieso? Wieso sollte ich mich als zB. New Country Fan von Künstlern wie Brad, Keith, Garth, usw usw gezwungen fühlen, zu einem Atlanta-Konzert zu gehen? Wieso MUSS ich mir Deiner Meinung nach den Schrott in Northeim anhören, wenn ich die Künstler nicht mag? Das Lineup dort hat doch NICHTS mit dem zu tun, was ICH unter gutem Country verstehe. Du schreibst da eine Liste von Künstlern in Deutschland, wie Crossfire, Nighthawk usw usw und schreibst im selben Abschnitt, dass DIESE Plagiate den Standard der US Stars erreichen? Leidest Du schon länger an Realitätsverlust? ”
Da frage ich mich, wo denn dieser Realitätsverlust stattfindet. Wenn du einen so hohen Qualtitätsanspruch an die dargebotenen Leistungen der hier beheimateten Bands und Künstler stellst, dann muss ich mich ernsthaft fragen, was ein Marc Bates dann auf einer, wie auch immer gearteten Bühne zu suchen hat. Das was ich bisher von Dir gesehen bzw. gehört habe ist dem von Dir selbst gesteckten Anspruch “(Das Lineup dort hat doch NICHTS mit dem zu tun, was ICH unter gutem Country verstehe.)” in keiner Weise adäquat.
Ich denke Leute mit Deinem Leistungsniveau sollten sich bei Kritik gegenüber anderen Künstlern, wie ich sie oben benannt habe, doch etwas zurückhaltender äußern. Wenn Du von “Plagiat” schreibst, dann muss man Dir konstatieren, dass Du nicht mal ein gutes Plagiat bist. Wenn Du davon sprichst, dass Tom Astor ein Hindernis dafür ist, dass sich gute Countrymusic in Deutschland durchsetzt, dann bitte schau Dir nur einmal Dein “MySpace” Video an. Da sieht man, wo diese Hindernisse sind. Zu sehen hier:
http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=195762504
In keiner Weise habe ich von toleranter heiler Welt gesprochen, sondern lediglich dazu aufgefordert, durch gegenseitige Rücksicht bei den Veranstaltungen dafür zu sorgen, dass alle dort Eintritt zahlenden Besucher auf ihre Kosten kommen. Es ist mir sehr bewußt, dass es nicht möglich ist, alle unter einen Hut zu bringen. Nur solche unqualifizierten Äußerungen, wie sie Eingangs von Markus und JackyD losgelassen wurden, können nicht unwidersprochen im Raum stehen bleiben. In diesem Kontext und nur in diesem Kontext ist meine Stellungnahme zu verstehen.
Aber, wenn man, wie Du Marc immer wieder Dinge falsch verstehen will und aus dem ursprünlichen Zusammenhang reißt, dann kommt natürlich so´n Stuß raus, wie Du ihn immer wieder verzapfst und weswegen Du in fast allen Foren nicht mehr willkommen bist.
Bernie
Da hab ich dann auch noch was vergessen. Genau das was Du als Festival-Highlight beschreibst, 4 – 5 große Namen, dann wird´s schon gehen, wurde 1998 oder 99 ich wieß es nicht mehr genau, in Stuttgart in der Schleierhalle versucht.
Dort gab es
- Travis Tritt
- Marty Stuart
- Trisha Yearwood
- Charly Daniels
Auch hier gab es, trotz großem Werbeaufwand und Einladungen sogar an die Redaktionen der Lokalsender, keine ausverkaufte Schleierhalle. Deshalb wurde die geplante Serie (1 oder 2 Jahresrhythmus) dann auch nicht weitergeführt. So viel zu Deinen aufgestellten Thesen.
Bernie
Howdy!
Wenn ich den Artikel und die Kommentare so lese, hat es denn Anschein, als ob wir uns wieder mal im Kreis drehen, das wird sich wohl nie ändern.
Meiner Meinung nach gibt es gibt kein 100% Konzept für eine rundum gelungene Countryveranstaltung, denn die Bedürfnisse der Linedancer, “nicht Textversteher-weil englisch”, “Countrytradionell / pop / rock/ punk / schunkel” und was weiß ich noch alles, unter einen Hut zu bringen halte ich für schier unmöglich, das wird nie etwas!
Dann kommt noch dazu, das sich die Forenbetreiber untereinader selber nicht “grün” sind, weil jeder von jedem meint, er wolle ihm etwas von seinem Kuchen wegnehmen, anstatt zusammen zu halten und etwas großes wie z.B. Gstaadt zu ermöglichen, kocht jeder sein eigenes Süppchen und lässt kein gutes Haar an dem jeweils anderen, wie soll der normal user darauf noch reagieren?
Der ist eigentlich nur arm drann, denn er möchte sich nur informieren, möglichst viele, tolle live Konzerte mit den großen Stars aus den USA, hier in Deutschland erleben und neue, nette gleichgesinnte Freunde seiner Musik kennen lernen, mehr nicht!
Alles andere kostet Zeit und Nerven und bewirkt bei dem arbeitendem fan nur, das er schlechte Laune und Stress hat und das kann es ja wohl nicht sein, denn hier geht es um sein hobby, da will er abschalten und Spaß haben und auf gar keinen Fall einen Kleinkrieg führen müssen, nur weil er mal auf eine Veranstaltung hinweißt, bei der der Forenbetreiber kein Geld verdient.
Ich dachte lange Zeit immer, das es darum geht countrymusic in Deutschland bekannter u. beliebter zu machen, aber weit gefehlt, es geht nur um Kohle und um nichts anderes, wer etwas anderes behauptet ist für mich ein Fantast!
Aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben, was ich nie verstehen werde ist die wirklich miserable Werbung für die Hamburger Konzerte, denn immer zum Anfang des neuen Jahres, gibt es bei Bild, Hamburger Abendblatt, Hamburger Morgenpost, riesige Seiten mir Vorankündigungen für kommende Konzerte, aber “unsere” Termine sind dort nie aufgeführt, obwohl alles über den selben Konzertveranstalter läuft und von der rechtzeitigen Plakatierung will ich erst gar nicht anfangen.
Es reicht einfach nicht, immer die selben, meist mittellosen Countryfans anzusprechen, die sind froh, das es vielleicht einmal im Jahr für Berlin zur Countrymesse reicht, ansonsten begnügen sie sich halt mit den o.g. Musikern u. Bands.
So habe ich auch mal angefangen, heute läuft mir bei den meisten semiprofessionellen Countryacts kalter Schweiß über den Rücken, nicht weil die so gut sind, eher das Gegenteil, grottenschlecht!
Diese dritt u. viert klassigen Countrycoverbands schrecken neue Besucher eher ab, als das sie neue fans für unser Genre schaffen, denn jeder der halbwegs gut hören kann, der wendet sich mit grauen ab und interessiert sich nie wieder für countrymusic, den locken auch keine großen Namen mehr in ein Konzert, der ist nämlich für alle Zeit geheilt und das ist für mich auch der Hauptgrund für das mangelnde
Interesse zukünftiger Konzertbesucher.
Solange wir, die fans und gerade auch die Forenbetreiber nicht endlich aufhören uns gegenseitig zu bekriegen, solange werden sich auch keine großen, öffentlichen Medien, geschweige denn Konzertveranstalter finden, die bereit sind, sich ernsthaft mit unseren Wünschen und Vorschlägen auseinander zu setzen!
Countrywayne
Bernie, Du bist ein armer Kerl, der meine Beiträge nicht lesen kann, ohne persönlich zu werden. Ich stelle hier nicht MEINE Leistung zur Debatte. Ich BIN ein Plagiat. JEDER Coverkünstler in Deutschland ist ein Plagiat. Das DU mich für schlecht hälst, who cares, ich nicht. Ich will nicht jedem gefallen. Ich hab meine Fans, Du hast Deine Fans. Wir sollten also diese persönliche Ebene hier lassen. Oder hast Du keine sachlichen Argumente? Du bist billig… auch der Hinweis mit den anderen Foren ist billig. Da leg ich keinen Wert drauf. Ich halte mich halt gerne in Foren auf, wo man offen seine Meinung sagen darf und so man auch “Mist” zu was sagen darf, der “Mist” ist. Inzwischen hab ich sogar von fast all diesen Forenanbietern die Einladung, wieder zu kommen, weil sie eingesehen haben, dass nicht ICH alleine das Problem war. Oder meinst Du, dass Dirk Neuhaus im Suff mir hier den Account freigeschaltet hat? Aber weisst, Bernie… einige Deiner engsten “Freunde” und “Bekannten” halten Dich für stur, diskussionsunfähig, belehrungsresistent und selbstherrlich. Vielleicht solltest Du mal den Balken in Deinem Auge entfernen, anstatt fanatisch auf meinen Splitter hinzuweisen. ICH hab zumindest nie irgendwo behauptet, ich wäre fehlerfrei. Und ich mache meine Musik als Hobby und will damit kein Geld machen. Deswegen ist auch mein Niveau ok. DU bist nur verbittert, weil Du nach all den Jahrzehnten der Anstrengung immer noch da bist, wo Du bist. Immerhin haben es inzwischen einige Leute geschafft, Dir die fixe Idee aus dem Schädel zu prügeln, dass Du “Englisch” singen kannst. Mach Du nun Deine neue Schiene, die kannst Du gut. Das passt zu Dir und Du solltest immer das machen, was zu Dir passt.
Was ICH für Ansprüche stelle, dass steht hier auch nicht zur Debatte. Vor allem meine Ansprüche gegenüber anderen Künstlern. Ich kenne einige dieser Leute, zB. auch Crossfire… und ich weiss, dass die NIEMALS behaupten würden, dass sie den Standard der Superstars aus den USA haben. Das behauptest DU aber.
Nochmal… es sollte in dieser Diskussion nicht um Anfeindungen gehen, sondern sachliche Argumente. Und sachlich argumentiert gibt es in Deutschland KEINEN Künstler, der US-Top Niveau hat. Und nochmal: JEDER, der covert, ist ein Plagiat. Du hast den Begriff negativ ausgelegt, aber sorry… das ist DEIN Problem.
Also… was will der Fan? Offensichtlich will er nicht regelmässig die Leute sehen, die oben von der deutschen Szene erwähnt werden. Sonst würden Crossfire jedes Jahr eine Tour durch Deutschland machen in Hallen grösser 1000 Leute. WAS will also der Fan? Schau mal in Foren, wo immer wieder so ein Thema aufkommt… der Fan will einen Alan Jackson, will man Strait sehen, vielleicht ncoh mal einen Garth Brooks… oder Brad Paisley… Tracy Lawrence ist ok… guter Künstler, aber nicht die Spitze.
Und das Argument, dass die deutschen Künstler nie A werden können, wenn sie keine Chance haben… erstmal muss Country, also moderner neuer Country, nicht dieser Schlagerkram, ÜBERHAUPT eine Chance kriegen. Chance kriegst Du nur durch Aufmerksamkeit, diese nur durch Presse. Und die kriegt man nur durch die A Stars aus den USA. Alles andere interessiert hier doch keinen Menschen.
@Rene: Tom hat selbst mal gesagt, dass er weiss, dass er in der deutschen Medienlandschaft einer neuen, modernen Countrygilde im Weg steht. Er hat zugegeben und selbst bedauert, dass die Presse beim Wort “Country” immer an ihn denkt. Er findet das selbst nicht toll.. nur kann er es nicht ändern. Es ist nun mal so und ich fürchte (und das ist ein Fehler der Presse, nicht von Astor), dass sich das zu seinen Lebzeiten nicht ändern wird. Deswegen ist die Aussage “erst wenn Astor tot ist, dann bewegt sich vielleicht was” eigentlich ein gutes Sinnbild, was er selbst schon bestätigt hat.
Was das Festival in Stuttgart angeht… damals, Ende der 90er, gab es im Sog nach Garth einen Hype an Countrystars… die Stars, die Du da erwähnst, waren auch in den Jahren vorher schon einzelnd da… damals war der Fan satt… er konnte wählen. Damals wurde auch keine gute Werbung gemacht, was nützen da LOKALSENDER… es muss national gehen und darüber hinaus… im TV, im radio, Plakate, überall… HEUTE ist die Situation anders… ich bin sicher, dass dieses Lineup heute mehr verkaufen würde als damals. … wobei: Keiner der 4 Leute ist A-Klasse… weder Travis, noch Marty, noch Trisha noch Charlie… keiner von denen ist ein Stadionfüller in den USA. Es ist selbst da doch nicht einfach… selbst ein George Strait füllt die Stadien nur, weil er jedes Jahr Super-Special Guests hat… So ein Konzert sollte es hier dann auch mal geben. Die Namen und die Werbung muss so gross sein, dass selbst “Nicht Country Fans” da hin gehen.
Marc
PS: Vielen Dank für die Werbung für meine Myspace-Seite…. Also ich hör bei dem Video weniger schiefe Töne als bei den Demosongs von Atlanta damals… und diese Demos waren Studioproduktionen, hier das in dem Video, das ist LIVE mit einer billigen Cam aufgenommen. Ich finds schön, nicht perfekt, nicht super, aber eben nett… die Tänzer wohl auch. Und der Veranstalter hat nicht mal Geld dafür zahlen müssen, weil ich weiss, dass meine Leistung derzeit noch kein grosses Geld wert ist. ICH kenne mein Niveau.
AUA.. mir tut es tierisch weh, aber ich muss CW grossteils recht geben…. diesen “Kleindenken” hilft nicht. Die Fans sind satt, immer die gleichen Gesichter zu sehen…
Das heisst nicht, dass diese Coverbands keine Basis haben und keine Existenzberechtigung… wenn einer ne Linedanceparty schmeissen will, wieso nicht ne Coverband? Es gibt in Deutschland auch sehr sehr gute Coverkünstler, die muss es einfach auch geben. Nur sollte man diese Bands und Künstler nicht grösser machen, als sie sind.
Ansonsten… THINK BIG! Die Fans lechzen nach den grossen Namen… also bringt sie rüber… im Sog der Grossen haben die Kleinen dann auch eine Chance.
Marc
Howdy!
Meinen Respekt Countrywayne!!!!!!!
Das nenn ich doch mal einen anständigen Artikel und eine wirklich gute Darstellung der Problematik.
100 % ige Zustimmung!
Und wenn man nur ein Teil dessen umsetzt, sollte es doch wirklich nicht so schwierig sein, die Deustsche Countryszene etwas voran zu bringen.
Keep it Country!
Sarah
Howdy Sarah!
Dein Lob freut mich sehr!
Schön das dir mein Artikel so gut gefallen hat, hoffen wir mal das er etwas bewegt, aber ich glaube ja eher nicht, lasse mich aber gerne eines besseren belehren, smile.
Countrywayne
Na, da schlagen die Wellen ja mal wieder hoch. Also Leute, Countrymusic ist eine breitgefächerte Angelegenheit, da passen nicht alle unter einen (Western-)Hut, das tun die Fans in anderen Stilrichtungen auch nicht. Mit einigem hat der Autor des Beitrages recht, aber eben nicht mit allem.
Es gibt in Deutschland gute Band, große US-Künstler können sich die Veranstalter die Countryfeste organisieren nicht wirklich leisten, da es sich bei den Veranstaltern meist um kleine Vereine oder eben um private Leute handelt und keiner der Countryfans für ein Event als Eintritt 50 oder gar noch mehr Euros bezahlen möchte. Aber es gibt gute Künstler, die man auf die Bühne bekommt und für die Country noch Country ist.
Es liegt wirklich viel an den Veranstaltern, daß unsere deutschen Countryfest nicht mehr das sind, was sie eigentlich sein sollten – ein Treffen von Freunden für Freunde. Country ist eine Lebenseinstellung und nicht einfach nur Linedance. Sicher gehört für viele Linedance einfach dazu, aber in der Zwischenzeit verkommen fast alle Countryfeste zu Linedance-Events und die Band die auf der Bühne steht, ist den meisten Linern eigentlich egal, solange die Band die Musik spielt auf die die Linedancer tanzen können. In der Pause schnell die Club-CD zum Dj gebracht und dann ertönt da alles, nur meist kein Country mehr – das ist traurig. Ich sehe das etwas anders. Ich mache ein Countryfest, also wird auch nur Countrymusic gespielt – egal ob von der Band oder meinem DJ. Wer Linedance tanzen möchte, kann das gerne tun, aber nicht vor der Bühne, denn andere wollen wirklich lieber die Künstler auf der Bühne sehen und nicht Vorder- oder Rückenansicht der Tänzer. Wir arbeiten mit zwei Tanzflächen, damit alle zum Tanzen Platz haben – nicht nur die Linedancer. Ich denke es liegt an die Konzepten der Veranstalter – da ist der Wurm drin.
Aber warum sollte ich mich über “Wyatt Earp” auf einem Countryfest aufregen, nein bestimmt nicht, wer zu diesen Outfits steht ist mir jederzeit herzlich willkommen. Trapper und Indianer gehören auch dazu, warum laßt ihr den Leuten nicht ihren Spaß. Das ist es nämlich was es sein soll – Spaß, Entspannung, Freude und auch Hobby.
So…jetzt habt ihr meine Meinung, wer mehr drüber erfahren will schaut einfach auf meine Homepage.
Big Valley
howdy folks
mit grosser verwunderung habe ich den artikel des herrn neuhaus gelesen.
mir scheint es das der gute mann gar nicht weiss wovon er spricht zu mal er sich widerspricht!!!!
wie oft heisst es country und western?
ja ich gehe als trapper oder als mexicaner oder auch wenn es erwünscht wird als abraham lincoln auf eine veranstaltung.
ich liebe country musik , wobei man sich die frage stellen muss was ist das überhaupt?
new country, wird auf jeder veanstatltung gespielt kennt fast jeder,
bei bluegrass hört es aber schon langsam auf leider
cajun bekommt man hier fast gar nicht zu hören
ebensowenig wie mariachi oder tex-mex schade aber nun gut.
ich mag an musik zb crabshack colorado five,dusty woodfield,aber auch truckstop shania twain, garth brooks und viele andere.
zur fünften jahres zeit sprich fasching oder karneval wie herr neuhaus es nennen möchte
gehören wir etwa nicht auf ein country und westernevent????
erscheint zu vergessen das es oft texte über cowboys, über goldgräber eben über alles was es im westen sind ebenso könnte er trucker verteufeln!!!
einfach nur lächerlich!!!!!!
das einzige was mir in seinem artikel gefallenhat ist der aufruf zur toleranz ich möchte euch gerne einladen mal die veranstaltung der geronimo-linedancer zu besuchen zu pfingsten
linedancer
square dancer
und hobbyisten zusammen zu besuchen denn erst anschauen und dann kann man sich über andere gruppen die es in der countryscene gibt das maul zerreissen.
lieber dirk hast du mal mit einigen leuten von uns gesprochen die es nicht ganz so streng sehen, denen es wichtig ist sich mit freunden am lagerfeuer zu treffen , über cds zu reden , n whiskey zu trinken sich über das ein oder andere event auszutauschen?
gibt es dir nicht zu denken das selbst veranstalter wie niebel und andere veranstalter zb pullmancity, oder templin sich freuen wenn wir kommen um auch den normalen besucher zu unterhalten?
komm doch einfach bei einer veranstaltung zu mir an mein zelt oder an mein tipi und ich stelle dir eine menge leute vor die mehrgleisig fahren die historisches westernhobbi machen aber zeitgleich nichts unversucht lassen um unbekannte countrybands oder einzelinterpreten zu fördern ihnen ohne vermittlungsprovi auftritte verschaffen.
deine aussage uns als karnevalsfuzzies zu bezeichen ist mehr als eine beleidigung!!! ich erwarte eine entschuldigung von dir.
denn wir alle jede gruppe egal ob line-. square-,olstyle dancer, der turnschuh cowboy und normal country fan jeder trucker wir alle sind die country und westernscene
liebe grüße euer lobo
Hallo mal an alle Dortmunder und Umgebung, im Volksgarten Mengede findet die 1te Open Air Country Party statt. Für weitere Infos schaut doch einfach auf die HP,….Start ist der 16.5. ab 19 Uhr Einlass.
Einen Gedanken muss ich doch noch hinzusetzen, auch wenn es, im Bezug zum Alter dieses Artikel nicht lohnt (erstaunlich wie stark frequentiert von den Fans doch diese Seite ist ;-) ) … denn der Artikel lässt doch völlige Unkenntnis des Verfassers erkennen (wie er sich auch sonst nur in seinen eigenen Klischees bemüht ;-)), wie die Countryszene in Deutschland und anderen teilen der Welt entstand. Es waren nämlich die Westernfilme die schon zu Stummfilmzeiten begeisterten, es war die Wild West Show von William F. Cody, der zu Kaiserszeiten die Deutschen begeisterten (selbst den Kaiser).
Die späteren Völkerkundesdarstellungen … eben all das, was man unter “wilden Westen” verstand. Sich mit Buckles, Steson und verzierten Gürteln zu verkleiden (alles Utensillien die aus der Vermarktung und Verfälschung der Cowboykultur während der Stummfilmzeiten, Rodeos und singenden Cowboys stammen!), aber gleichzeitig die Wurzeln zu verleugnen, ist, als würde man sich auf einem Volksmusikfest über Krachlederne und Dirndls echauffieren, oder auf einem Bikertreffen sich über Harleys, weil man doch mit diesen Rockerklischees so gar nichts zu tun haben möchte.
Das sich in den USA auch heute die Szenen getrennt haben, liegt am modernen Business der Countrymusik, die genau die Wurzeln verwässerten, um auch junges Publikum bzw. aus anderen Musikszenen anzulocken. Daran ist nicht auszusetzen, aber diese “Moderns” sollen sich bitteschön nicht als Elite aufspielen und als Erfinder von etwas, was sie nur ausschlachten und zu Grabe getragen haben, aber sie können wohl beruhigt sein, denn die meisten Reenactors, Hobbyisten oder Authentiker haben in der überwiegenden Gesamtheit schon lange durch diese Leute der Countryszene den Rücken gekehrt, angewiedert von der Selbstanmassung, Selbstdarstellung und Kommerzilisierung ,die mit der Modernisierung der Countryszene einherging.
Menschen brauchen auch Träume und Klischees und viele sind durch Westernfilme etc. zur Countryszene gekommen und sind durch historisches Interesse dann zum Westernhobby gegangen, ohne aber der Musik den Rücken zu kehren, wieviel Mühe und Arbeit dahintersteckt, um ein historisch einwandfreies Gewand anzufertigen. Entsprechende Kleidung zusammen zu tragen und historisch korrekt zu ändern (bei vielem, was man heute als Westernhobbyist von der Stange bekommt :-() als “Fasching” und “Verkleidung” abzutun ist schon ein deutliches Zeichen, für die Denkweise von Herrn Neuhaus … Leute wie sie, Herr Neuhaus, haben die Szene entzweit und kaputtgemacht, aber wenn es ihrer arroganten Selbstdarstellung zu gute kommt, mögen sie glücklich damit werden, aber bitte tragen sie keine Boots, Stetsons oder Buckles, denn das ist dann wirkliches verkleiden, bei jemanden der so wenig Respekt und Kenntnis der Countryszene besitzt, wie sie einst war und wie sie entstand.