Michael Peterson in Italien: Ein "Schmankerl" der besonderen Art
Voghera, in der Lombardei südlich von Mailand gelegen, war am letzten Wochenende Mittelpunkt für das einzige Michael Peterson-Konzert in Europa. Im Rahmen der Feierlichkeiten für den “4th Of July” gastierte er auf der “Cowboys’ Guest Ranch”. Michael Peterson fühlte sich in Italien sichtlich wohl. Dies spürte man bei seinem Konzert deutlich. Wie schon bei seinen Auftritten in der Vergangenheit in Gstaad, Northeim, oder gerade beim Country Music Festival in Nashville, er bleibt sich selber treu und nimmt sich für jeden Fan Zeit, egal ob vor, oder nach dem Konzert. Er ist bemüht, keinen Fan zu übersehen und sucht auch den Kontakt. Diese besondere Gabe ist es auch, die ein Michael Peterson-Konzert so einzigartig macht; er hat von Anfang an den richtigen Zugang zum Publikum.
Er war mit seiner eigenen Band angereist und legte pünktlich um 22 Uhr los. Im Repertoire hatte er seine Hits wie “To Good To Be True” oder “From Her To Enternity”, aber auch neue Songs von den aktuellen Alben “Grave To The Cradle” und “In Black”. Seine Stärke ist seine Stimme und die kommt besonders bei den ruhigen Nummern erstklassig zur Geltung. Allein seine Interpretation der beiden Klassiker “If Tomorrow Never Comes” (Garth Brooks) und “Galveston” (Glen Campbell) bereitete den Zuhörern eine Gänsehaut und ließ immer wieder Szenenapplaus aufkommen. (Wie Michael Peterson mir vor dem Konzert noch erzählte, wird seine nächste CD ein “Unplugged Album”. Hier darf man sich auf die gesanglichen und lyrischen Qualitäten des Künstlers freuen.)
Ob er seine Songs alleine oder mit Band vortrug, er hält immer die Spannung und den Druck hinter seinen Songs aufrecht. Bei den rockigen Nummern unterstrich sein Gitarrist Dave Raynor, besonders bei den Soloeinlagen, warum er zur ersten Liga zählt. Auch die anderen Mitglieder der Band: Bart Pike (Bass), Phil “BoBo” Benfield (Schlagzeug) und Dennis Wage (Keybord) zeigten ihr Können und Spielfreude. Michael Peterson und seine Band bildeten eine klasse Einheit und waren immer auf gleicher Höhe. Das Publikum dankte es mit Respekt und anhaltendem Beifall.
Angenehm zu beobachten war, dass die Tänzer ihre Aktivität auf den hinteren Teil der Tanzfläche beschränkten. Vor der Bühne zollten sie Michael Peterson und der Band ihre volle Aufmerksamkeit. Des Sound war sehr gut abgemischt, wenn auch vielleicht etwas zu laut; das Ambiente war mit der Cowboys’ Guest Ranch wunderbar ausgewählt. Ein besonderes Kompliment gebührt den Organisatoren für die räumliche Aufteilung der Reithalle. Die Dekoration war schlicht und die Verkaufsstände waren am Rande der Reithalle untergebracht, weit genug weg von der Bühne und in dezenter Beleuchtung gehalten. So standen Michael Peterson und seine Band immer im Mittelpunkt.
Ein weiterer, überraschend angenehmer Teil, war das Vorprogramm. Bevor Michael Peterson um 22:00 Uhr pünktlich loslegen konnte, heizten vier bis fünf DJ’s dem Publikum kräftig ein. Den Linedancern wird ja oft nachgesagt, dass sie es mit der Tanzetikette nicht so genau nehmen; hier wurde jedoch in vorbildlicher Harmonie getanzt – ob beim Liner, Couple oder Two-Step. Alle tanzten denselben Tanz und so wurde mit Spaß demonstriert, wie schön “Countrydance” sein kann – auch bei ca. 200 Leuten auf der großen Tanzfläche.
Als dann Michael Peterson auf die Bühne kam, schenkten ihm das Publikum und auch die Tänzer ihre Aufmerksamkeit. Es wurde nur noch im hinteren Drittel der Tanzfläche zur Musik von Michael Peterson getanzt, was weder störend noch aufdringlich wirkte.
Den Besitzer der “Cowboys’ Guest Ranch” Carlo Riccardi und den Organisatoren der Veranstaltung, allen voran Lyla Forgiarini, gebührt großer Respekt für das Geleistete. Hier wurde ein stabiles Fundament für die Zukunft gelegt, um weitere Festivals mit US-Künstlern den Musikfreunden zu präsentieren. Country Music in Vohgera / Italien, eine wirklich angenehme Erfahrung und immer eine Reise wert.






Dear All,
Thanks for coming to Italy, it was so good to see you enjoy Michael Peterson’s extraordinary performance.
Also, thanks for the review, we all appreciate.
Keep being fans and support Michael Peterson’s music!
Sincerely,
Lyla Forgiarini
CWE
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