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Ein Weg führt immer in zwei Richtungen

[7. August 2008 | 6 Kommentare | Von | Kategorie: Kolumnen & Reportagen]

Es ist ein Thema, welches bei einigen nationalen Künstlern zwar wieder die Zornesröte ins Gesicht treiben wird, doch irgendwann ist einmal der Zenit erreicht und es sollte Tacheles geredet werden. Bei den nationalen Bands, Duos, einzelnen Interpreten scheint die “Nach mir die Sintflut”-Mentalität immer mehr in den Vordergrund zu treten. Webseiten (Country-Online-Magazine) und auch die Print-Magazine klagen seit Jahren gemeinsam über die arrogante Einstellung vieler nationaler Künstler. Jeder s.g. “Furz” soll über sie in den Medien stattfinden und am besten von den Redaktionen noch selbst recherchiert. Doch so kann’s doch nicht weitergehen. Die meisten machen so gut wie keine Promo, beantworten nicht einmal E-Mails (selbst nach mehrmaligen Anfragen) – die Kommunikation lässt echt zu wünschen übrig. Da sollen CDs besprochen werden (die gar nicht an die Redaktionen verschickt wurden), die Eventkalender sollen mit Terminen vollgestopft sein – die nicht bekannt sind? Wie soll das gehen?

Die Redaktionen aller Country-Medien (Print und Online) sorgen regelmäßig dafür, dass die Künstler unentgeldlich zu einem positiven Image-Gewinn kommen. Auftritte, CD-Verkäufe resultieren meistens davon, dass durch diese Medien gemachte Werbung (in Artikeln usw.) den Künstler einen, nachweislich, wirtschaftlichen Vorteil bringen.

Es ist einfacher mit einem Künstler aus Nashville zu kommunizieren, als hier in unserem Land mit einem nationalen Künstler in Kontakt zu treten. Aber was verlangen wir bloß? Promo, Pressemitteilungen, Termine rechtzeitig eintragen, das ist ein Haufen Arbeit, der natürlich viel Zeit kostet – für einen Künstler. Jetzt kommt’s aber erst – man addiere bitte die Zeit mal mit dem Faktor “x”. Wenn die Redaktionen diesen Part auch noch übernehmen sollten, sie wären nur noch damit beschäftigt, hunderte Termine einzutragen, Anfragen für Promomaterial zu verschicken oder Veranstaltungen zu besuchen.

Gut, mit einem Mitarbeiterstamm von ca. 10 bis 20 Redakteuren und zwei bis drei Technikern, sollte dies eigentlich kein Problem sein. Doch woher sollen die kommen? Es herrscht noch immer einhellig die Meinung, dass das Internet kostenlos sein muss. Nur wenige unterstützen die Medien und sind kooperativ. Doch die meisten Veranstalter, Saloons, Bands, einzelne Interpreten, stört es nicht, dass Wenige die Zeche von “Allen” bezahlen. Müssen dann Saloons schließen, Bands aufgeben, Events gecanceled werden, wird der schwarze Peter der Einfachheit halber, den Medien in die Schuhe geschoben.

Wir können jetzt nur für Country.de sprechen, aber es ist an der Zeit, dass einmal Namen genannt werden. Unser Magazin wird seit Jahren – in Form von Werbung, Sponsoring – von folgenden Unternehmen und Künstlern unterstützt: Larry Schuba & Western Union, Tom Astor, Truck Stop, Ariola, Universal Music Group, EMI, Dagmar, Katja Kaye, Mark Bender, Festival Interlaken, Truck Treff Kaunitz, Rubber Duck, Truck Grand Prix, Susan Kent, Dirk Maverick, AAR Travel, Akuma, AGR Television Records, Montana Highway, Western Outdoor Wear, Cri-Lex, Chevrolet, The Twang, Ulli Möhring, Sony BMG, Festival Greifensteine, Stadt Northeim.

Ohne deren Unterstützung, wäre ein Fortbestand des Country.de-Magazines nicht möglich. In diesem Sinne vielen Dank an die Genannten.

Team Country: Beate Dornfeld, Dirk Neuhaus, Stefan Leibeling, Manfred Vogel, Holger Bogen, Connie Williams, Tobias Brockly

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Larry Schuba (Solo)Lady Antebellum Tour 2012Country Festival Mannheim 2012

6 Kommentare »

  • Markus schreibt:

    Erfahrungsgemäß kommt man mit den “kleinen” Coverbands besser klar, und seien sie auch noch so unbekannt. Unter den s.g. Großen gibt es zwar auch Ausnahmen, aber die sind eher selten.

    Aber auch bei den lokalen Künstlern, die kaum 50 km über ihren “Stammsitz” herauskommen, gibt es so arrogante Schnösel …

  • Uwe schreibt:

    Was will man den auch anders erwarten? Auf Tom, Truck Stop und die anderen wird ewig geschossen. Die könnten nix, wären alle arrogant usw. Aber wenn ich hier die Namen lese, dann wundere ich mich wirklich wo die anderen alle sind. Will keine Namen nennen, aber echt beschissen die Einstellung der hier nicht aufgeführten. Brauch man sich über nix mehr zu wundern, wenn alles den Katzbach runter geht. Wer nichts macht, braucht sich auch nicht beschweren, wenn keine Sau über ihn spricht. Soll sich mal jeder den Schuh anziehen, der wo sich hier nicht findet.

  • Hans-Werner schreibt:

    Ein Beispiel für die “angeblich” toll funktionierende “Szene”. Viele leiden an Selbstüberschätzung und musikalischer Einfallslosigkeit. Diese Szene funktioniert nur dann, wenn professionell gearbeitet wird. Und dieses scheinen nur die oben genannten Künstler kapiert zu haben.

  • Wolfgang schreibt:

    Amüsant …. sehr amüsant :-)

    Da hat sich ja nichts geändert. Da reden ALLE von einem Miteinander, aber … mehr muss ich wohl nicht mehr sagen, oder? Es gibt doch gar kein Miteinander, oder gar professionelles Arbeiten. Wie denn auch? Die meisten in dieser so genannten Countryszene sind doch nichts weiter als (schlechte) Amateure. Viele von denen halten sich sogar für ganz toll und super wichtig. Und: Neid und Missgunst wurde in diesem Artikel nicht einmal angesprochen …

    So wie ich das beurteilen kann, wird sich das in Zukunft nicht ändern. Schade um die schöne Musik, aber mit so einer Einstellung, da wird’s nichts.

  • Big Valley schreibt:

    Also ich weiß nicht, die Genannten hatten Glück, dass sie vor Jahren von Presse und sonstigen Medien hochgejubelt wurden. Der Tribut – kein kleiner Veranstalter kann sich diese Musiker leisten.

    Wir arbeiten mit vielen Bands und es sind alles gute Musiker. Sicher stimmt es manchmal mit der PR nicht, vielleicht sollte man den Künstlern dabei helfen – denn nicht jeder Künstler kann sich ein Management leisten, und das ist gut so, denn sonst werden die Gagen weiter in die Höhe getrieben.

    Sicher gibt es auch Neid und Missgunst, aber die gibt es nicht nur unter den Musikern, sonder auch unter den Veranstaltern und deren Gästen.

    Also bleibt mal auf dem Teppich – sind nicht auch die Veranstalter gefordert, Termine bekannt zu geben und auch mitzuteilen, welche Künstler auftreten? Sind die Medien nicht gefordert, sich dann auch um solche Feste zu kümmern…das vermisse ich.

    Wenn ich ein Fest in einem Printmedium bekanntgeben möchte, geht das fast nur mit bezahlter Werbung, die können sich einige kleine Veranstalter wie wir aber noch garnicht leisten. Also wo seid ihr Pressemenschen??? Vorberichte nur für die großen Stars und langjährigen komerziellen Countryfeste?? Kein Wunder, dass immer mehr kleine Veranstalter und Saloons aufgeben müssen.

    Ihr, die ihr hier schreibt seit genau so gefordert, wie jede Band, jedes Pint- oder Online-Medium der Szene, aber statt dessen beschwert ihr Euch nur und laßt dumme Sprüche los. Na toll!

    Lieber Herr Neuhaus – wo kann ich bei Ihnen denn etwas über den Sweet-Country-September lesen, bei dem Leute wie C.C. Adams, Quare Beat und Marc Tyson auftreten???
    Der Termin dürfte ihnen bekannt sein, aber darüber schreiben oder gar mal nachfragen – davon halten sie wohl auch nichts. Also dann bitte auch nicht meckern!

    Gruß
    Rike

  • Team Country.de schreibt:

    Hallo Rike,

    es gab nicht einmal eine Pressemitteilung die uns erreichte. Fragen?

    Soviel zum Thema Promoarbeit …

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