Beiträge des Monats: August 2008
Das hatte sich Toby Keith wahrscheinlich ganz anders vorgestellt. Am vergangenen Wochenende startete sein Film “Beer For My Horses” in 10 Kinos – St. Louis, Nashville, Oklahoma City, Buffalo, Indianapolis, Little Rock, Louisville, Milwaukee, Pittsburgh und Tulsa.
226.000 US-Dollar wurden nur eingespielt, das sind im Schnitt pro Kino gerade einmal 2.250 US-Dollar. Ein enttäuschendes Ergebnis, wenn man bedenkt, wie stark im Vorfeld die Werbetrommel gerührt wurde. Die Verantwortlichen Produzenten überlegen, ob sie die Anzahl der Kinos erhöhen, oder den Film absetzen und direkt auf DVD veröffentlichen.
Heute vor 60 Jahren, am 10. August 1948, erblickte Teddy Ibing in Bergen an der Dumme (Niedersachsen) das Licht der Welt. Bereits mit 13 Jahren stand der Bursche auf der Bühne, die für viele Menschen die Welt und die Erfüllung bedeutet. Er war Schlagzeuger in der Schülerband Dixieland, die auf Schützenfesten, Silberhochzeiten und Feuerwehrbällen spielte. 1970 zog er nach Hamburg und lernte dort den Musiker Lucius Reichling kennen, der ihn dazu riet, zur Country Music überzusiedeln. Teddy ist Gründungsmitglied der Formation Truck Stop, den “Cowboys von der Waterkant”. Heute feiert er seinen 60. Geburtstag. Happy Birthday und alles Gute Teddy Ibing.
Nach gut dreijähriger Alben-Pause ist es wieder soweit. Mit ihrer neuen CD und dazugehörenden Plattenvertrag in der Tasche beweist die aus Wedel bei Hamburg stammende Katja Kaye erneut, dass sie “Ihre Sprache” liebt. Nach ihrem Deutschen Debüt-Album “In meiner Sprache”, das 2005 herauskam, folgte nun ihr neuestes Werk mit dem Titel “Alles Echt”.
12 Songs finden sich auf der CD, wovon 8 Titel komplett, von der Musik bis zum Text, aus der Feder von Katja Kaye stammen. Katja Kaye: “Es geht bei den Songs um selbst Erlebtes und um Dinge, die ich gerne mitteilen möchte, die mir am Herzen liegen.” Bei 3 Stücken handelt es sich um amerikanische Coversongs, bei denen Katja Kaye jeweils den deutschen Text schrieb, diese sind: “Zieh Deine Schuhe aus” (Original-Werk: Louisiana Saturday Night), “Gib mir den Old Time Rock`n Roll” (Original-Werk: Old Time Rock & Roll) sowie “18 Räder und 12 Rosen” (Original-Werk: 18 Wheels and a Dozen Roses”). Ein Song ist komplett gecovert, und zwar handelt es dabei um den “Hamburg Song” (Die Stadt mit der Nase im Wind). Bei diesem Lied, eine Liebeshymne an die Stadt Hamburg, ist man der Versuchung nahe, den dortigen regierenden Bürgermeister auf Katjas Version dieses Songs aufmerksam zu machen.
Nach mehr als neun Jahren gehen Emily Robison (Dixie Chicks) und Charlie Robison getrennte Wege. Sie haben sich am Mittwoch im Bexar County Amtsgericht (Texas) scheiden lassen. Die Ehe wurde geschieden, da die Beiden sich im Laufe der Jahre immer mehr auseinanderlebten. Das Sorgerecht teilen sich die beiden Musiker, denn das Wohl der Kinder liegt ihnen besonders am Herzen. Emily & Charlie haben drei gemeinsame Kinder (Gus, Julianna und Henry).
Vor über einem Jahr hat James Martinez eine 20 Millionen-Klage bei Gericht eingereicht, in der er behauptet, dass die Songschreiber Mike Reid und Craig Wiseman bei ihrem Song “Everywhere”, gesungen von Tim McGraw, bei seinem Song “Anytime, Anywhere, Amanda” gewaltig abgekupfert hätten. Wie der Internetdienst TMZ.com berichtet, wurde die Klage jetzt von Texas nach Nashville verlegt, dem Wohnsitz von McGraw. Die Anwälte der Songschreiber wiegeln ab und behaupten, dass die Vorwürfe vollkommen haltlos sind. Da wird das Gericht wohl am Ende entscheiden müssen, ob der Titel ein Plagiat ist, oder nicht.
Es ist ein Thema, welches bei einigen nationalen Künstlern zwar wieder die Zornesröte ins Gesicht treiben wird, doch irgendwann ist einmal der Zenit erreicht und es sollte Tacheles geredet werden. Bei den nationalen Bands, Duos, einzelnen Interpreten scheint die “Nach mir die Sintflut”-Mentalität immer mehr in den Vordergrund zu treten. Webseiten (Country-Online-Magazine) und auch die Print-Magazine klagen seit Jahren gemeinsam über die arrogante Einstellung vieler nationaler Künstler. Jeder s.g. “Furz” soll über sie in den Medien stattfinden und am besten von den Redaktionen noch selbst recherchiert. Doch so kann’s doch nicht weitergehen. Die meisten machen so gut wie keine Promo, beantworten nicht einmal E-Mails (selbst nach mehrmaligen Anfragen) – die Kommunikation lässt echt zu wünschen übrig. Da sollen CDs besprochen werden (die gar nicht an die Redaktionen verschickt wurden), die Eventkalender sollen mit Terminen vollgestopft sein – die nicht bekannt sind? Wie soll das gehen?
Die Redaktionen aller Country-Medien (Print und Online) sorgen regelmäßig dafür, dass die Künstler unentgeldlich zu einem positiven Image-Gewinn kommen. Auftritte, CD-Verkäufe resultieren meistens davon, dass durch diese Medien gemachte Werbung (in Artikeln usw.) den Künstler einen, nachweislich, wirtschaftlichen Vorteil bringen.
Die neue Truck Stop-CD “Leb’ dein Leben” erscheint am 26. September 2008. Leider sind weitere ausführliche Infos (Titelanzahl, Komponisten usw.) zum neuen Studioalbum zurzeit noch nicht bekannt. Eines ist allerdings bereits sicher, dass Countrylegende Charlie McCoy (USA), arbeitete schon mit Elvis Presley, Simon & Garfunkel, Johnny Cash, Bob Dylan und Roy Orbison zusammen, als Gastmusiker auf dem neuen Silberling zu Hören sein wird. Das Album, welches nur neues Material von den “Cowboys von der Waterkant” beinhalten wird, erscheint beim neuen Label Gloriella (Jack White).
Es hat noch nie eine reine Duett-CD vom “King of Rock’n'Roll” – Elvis Presley gegeben. Doch das wird sich ab dem 14. Oktober 2008 ändern. Dann erscheint der Silberling “Elvis Presley Christmas Duets”, gefüllt mit den schönsten Weihnachtsliedern. Doch es kommt noch besser: Carrie Underwood, Martina McBride, Gretchen Wilson, Sarah Evans, LeAnn Rimes, Anne Murray, Amy Grant, Karen Fairchild und Kimberly Schlapman (Little Big Town) und Wynonna Judd singen mit dem King im Duett.
Wie kann das sein? Im Jahr 1971 stand Elvis Presley im Studio, um ein Weihnachtsalbum einzusingen. Seine Stimme wurde einzeln auf Tonband aufgenommen, ohne Chor, ohne Musik. Das macht sich die heutige Computertechnik zu Nutze. Die oben genannten Sängerinnen haben ihren Part im Studio gesungen und Elvis’ Stimme wurde per Computer zugespielt.
Aktuell bietet das deutsche MP3-Download-Portal Akuma.de seinen Kunden – besser gesagt denen, die es werden sollen – Country-Songs kostenlos an. Bedingung für dieses Kooperationsangebot mit den Plattenfirmen ist eine kostenlose Registrierung bei Akuma.de, einem Musikdienst, der ausschließlich auf MP3 ohne * Kopierschutz setzt. Unter den verschenkten Songs befindet sich auch der Country-Klassiker “Lucille” von Kenny Rogers, in einer neuen Version ebenso der Keith Urban Song “Making Memories Of Us” (Live). Der legale Musikdienst repräsentiert momentan über 70.000 Künstler mit über 130.000 Alben bzw rund 1,4 Mio Songs.
* Songs werden ausschließlich im bekannten MP3-Format in hoher Klang-Qualität, und zwar mit einer Bitrate von 320 kBit/s angeboten. Die MP3-Stücke sind kompatibel zu allen MP3-Playern.
Heute vor genau 40 Jahren erblickte die kanadische Countrysängerin (und neuerdings wohl Moderatorin) Terri Clark das Licht der Welt in Montreal. Die Liebe zur Musik wurde der sympathischen Musikerin quasi in die Wiege gelegt. Schon ihre Eltern zogen über’s Land und spielten in regionalen Clubs. Später wurden sie sogar überregional bekannt und platzierten sogar einige Hits in den Charts. Da fällt der Apfel halt nicht weit vom Stamm. Auch die junge Terri fand “über kurz oder lang” ihren Weg zur Musik, zur Country Music. Millionen ihrer Alben gingen über den Ladentisch und heute gehört sie zu den ganz Großen im Geschäft und kann auf einige Gold- und Platinauszeichnungen zurückblicken. Bereits im Jahr 1996 wurde sie von der CMA mit dem “Horizon Award” ausgezeichnet. Happy Birthday und alles Gute für die Zukunft.
Die 32-jährige Melissa Lawson ist der neue Nashville Star. Die aus Arlington (Texas) stammende Mutter von fünf Kindern, setzte sich im Finale gegen Gabe Garcia durch. Jetzt winkt ein Plattenvertrag (Warner Bros.), eine Menge Geld und ein Auto. Ihre erste Single “What If It All Goes Right” wird am kommenden Donnerstag veröffentlicht. Leicht wurde es der Sängerin, in der mittlerweile sechsten Auflage des Contests, nicht gemacht. Die Konkurrenz in diesem Jahr war sehr groß und überdurchschnittlich talentiert. Doch am Ende kann halt nur einer die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen.
Das Alte Sportheim in Illerberg erlebte am Donnerstag, den 31. Juli 2008 hochklassigen Bluegrass aus Tschechien. Die jungen Musiker der Band Kreni zeigten auf den sechs klassischen Instrumenten dieser Stilrichtung der Country Music Können und Spielwitz. Ihre Improvisationen rissen das zahlreich erschienene Publikum zu Szenenapplaus hin, was die Band entsprechend beflügelte und von 20 Uhr bis weit nach 23 Uhr aktiv hielt.
Auf dem Weg zum französischen Bluegrass Festival in La Roche-sur-Foron machten Kreni Station in Illerberg. Ihre Musik ist dem traditionellen Bluegrass zuzuordnen, sehr sauber gespielt auf Mandoline, Banjo, akustischer Gitarre, Kontrabass, Fiddle und Resonatorgitarre. Fünf junge Musiker von denen drei auch gesanglich einzeln bzw. in mehrstimmigem Satzgesang aktiv werden, bilden Kreni. Sie brachten Lieder aus ihren drei bisher veröffentlichten CDs – “Tohle Já Znám” (August 2003), “Leaving Home” (Mai 2005) und “For Sale” (Mai 2007) – wie “How Can You Live Without Love”. Dazwischen ließen Kreni auch Klassiker des Genres erklingen, z.B. “Love Please Come Home To Me” oder “I’m A Rambler”: verlieb Dich nicht in mich, denn ich werde weiterziehen.



