Die Hit-Giganten-Katastrophe
Ich habe wirklich hin und her überlegt, welche Überschrift ich wählen soll, um meinen Frust über diese unsägliche TV-Show “Hit-Giganten” (Country & Folk), die am Freitag, den 3. Oktober 2008 aufgezeichnet wurde, zum Ausdruck zu bringen. Katastrophe, ja so beschreibt man eine Situation, die vollkommen aus dem Ruder gerät. Die Fernsehleute von Sat.1 haben der Country Music in Deutschland einen Bärendienst erwiesen. Falsche Einblendungen von Künstlerdaten und Äusserungen der eingeblendeten “Promis”, waren gegenüber dem Rest der Show noch harmlos.
Viel schlimmer, die Vermischung – wieder einmal – von “Country & Western”. Die Worte “Cowboy, Westernstadt, Sporen, Bull Riding, Indianer, Pistole, Gewehr, Lieblings-Westernheld, Pferd, Winnetou und Old Shatterhand”, wurden mehr verwendet als “Musik, Country, Nashville, Lieblings-Interpret, Geschichte des Genre Country, die größten internationalen Musiker” usw. – sehr schade. Dafür wurde der Fluss Mississippi von fast allen “Experten” falsch buchstabiert, die Brüste von Dolly Parton angesprochen und ständig mit Pistolen rumhantiert und wirklich alles in “Grund und Boden” veralbert. Das Klischee wurde so bedient, wie es in vielen Köpfen der Menschen in unserem Land – fälschlicherweise – seit Jahren im Kopf rumgeistert. Noch was, viele eingeblendeteten “Promis” konnten das Wort “Country” nicht fehlerfrei aussprechen. Zur Info: Das heißt Country, nicht Kauntrie.
Anstatt einmal die Chance zu Nutzen um den Menschen da draußen zu zeigen, wie “geil” und facettenreich diese Musik ist, hat man lieber dutzende von Cowboys, Trappern, Revolverhelden, Indianer und Generäle aus einer Westernstadt eingeladen und in die erste Reihe gesetzt. Besser man wäre so schlau gewesen und hätte den ein oder anderen Experten eingeladen, der einen interessanten Beitrag zum Thema “Country & Folk” (so der Titel der Sendung) hätte leisten können. Alles wurde zum Größtenteil von den Protagonisten Balder, Kiewel, Zack (der war kaum zu ertragen) und Bürger Lars Dietrich, dermaßen durch den Kakao gezogen, dass man sich als “echter” Countryfan (und sehr wahrscheinlich auch als Westernfan) wirklich schämen musste. Viele Jahre harter Arbeit, von Menschen die seit Jahren am “besseren Image” dieses Genre arbeiten, wurden binnen zwei Stunden, solange soll die fertig geschnittene Sendung (ohne Werbung) dauern, zunichte gemacht.
Wie gesagt, für die vielen Menschen die seit Jahren die Country Music in diesem Land salonfähig machen, ein Schlag ins Gesicht. Wenn diese TV-Show im nächsten Jahr ausgestrahlt wird, dann “Prost Mahlzeit” … das kann man gar nicht mehr kompensieren. Ich freue mich über jede neue Countrysendung im TV. Doch hier wäre es ratsam gewesen, wenn man einen Experten zu Rate gezogen hätte, damit das doch interessante Thema “Country Music”, nicht zum “Faschings-Desaster” ausartet. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, warten wir ab, was die fertig geschnittene Sendung letztendlich hergibt.
Anmerkung: Es geht hier nicht um die vielen Musiker, die in der Sendung auftraten, die haben einen guten Job gemacht und versucht das Genre in ein gutes Licht zu setzen.
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Hallo Dirk!
Ich bin wirklich froh, dass du diesen Bericht online gesetzt hast und ich stimme dir da auch bis ins kleinste Details 100 %ig zu. Dem kann man wirklich nichts mehr hinzufügen.
Es war wirklich eine Katastrophe!
Gruß
Sarah
Hi Dirk!
Ein sehr guter und leider auch ein zu 100% zutreffender Bericht !!!
Ab Juni nächsten Jahres darf man sich in Deutschland wieder schämen “kauntriefan” zu sein und wir boots und Stetsonträger werden wieder unsere helle Freude auf Deutschlands Straßen haben, wenn wir in Sachen countrymusic mal wieder unterwegs sind, um unser sauer verdientes Geld unter die Leute zu bringen, das macht mich wirklich wütend, alle Aufklärungsarbeit für die Katz !!!
Schade, das eine Sache nicht vor Gericht gehen kann, um Klage einzureichen, wegen Rufschädigung oder was es in diesem Fall wohl eher ist, RUFMORD !!!
Ich bin einfach nur stinksauer und enttäuscht, wieder einmal hat man eine riesen Chance vertan, um unsere Musik bekannter und beliebter zu machen, stattdessen wird man jetzt in Zukunft wieder als ewig gestriger, verklärter, schnulzen hörender Cowboymusik fan angesehen, vielen Dank Sat 1, burn in hell !!!!
Countrywayne
Hi Dirk,
tja, Ignoranz ist immer schade und ärgerlich, aber ehrlicherweise wissen wir doch, daß wir 1. für unseren Musikgeschmack ohnehin kämpfen müssen, daran hat sich nichts geändert, und daß sich 2. die Protagonisten dieser unsäglichen Show selbst sowas von lächerlich gemacht haben, daß es fast schon wieder komisch anmutete. Über Themen, von denen man absolut keine Ahnung hat, sollte man eben schweigen, auch Fernsehsender sollte das irgendwann mal lernen.
Populistische Meinungsmache um der Einschaltquoten willen macht leider auch vor ‘unserer’ Musik nicht halt. Sachverstand macht leider keine Quote, Häme und Lächerlichkeit bekanntermassen aber schon. Schade eigentlich, aber nicht überraschend.
Wir wissen, was wir davon zu halten haben, nicht wahr?
Und jetzt erst recht!
Gruß an alle unerschütterlichen Country-Fans,
Sylke
Es war leider nicht anders zu erwarten. Wer das Sendeformat kennt, konnte sich an drei Fingern abzählen, was da auf uns zukommt. In dieser Sendung ging es schon immer darum, gängige Klischees zu bedienen… Musikalische und imagemäßige Aufklärung war nicht zu erwarten.
Ich werde mich weigern, mir diese Sendung anzuschauen (wie eigentlich immer, egal welches Thema).
Und meine Umgebung weiterhin damit überzeugen, dass ich einfach “meine” Musik spiele, das Wort Country erst auf Nachfrage und nachdem die Musik für sich wirken konnte, in den Mund nehme und mich weiterhin als lebendes Anti-Klischee, ohne Kostüm, ohne Hut und einfach ganz “normal gebe…
Da muß ich nicht auf Aufklärung durch eine TV-Sendung warten.
Hallo Andrea,
wann immer ich Gelegenheit habe, werde ich dieses Outfit weiterhin tragen – ohne mich damit unwohl zu fühlen.
.
Deine Einstellung finde ich gut – und bzgl. des Senders kann ich diese auch nur unterstützen.
Was das Bedienen von Klischees angeht denke ich, daß das Problem auf der Seite derer liegt, die jeder ‘angesagten’ Mode bereitwilligst und fraglos folgen, und denen das konsequente Festhalten an einem bequemen, praktischen Outfit (wie Jeans, Stiefel, Weste und Hut – gerne ohne Rhinestones and Feathers) eher unheimlich zu sein scheint
Den meisten Menschen fällt es ja schwer, ‘unsere’ Musik einzuordnen, denn sie verstehen unter Country fast ausschließlich Cash und Denver, und ihr Horizont ist nicht weit genug für all’ die vielen Facetten, die Country vorzuweisen hat. Ein bißchen so, als würde sich die NDW auf Nena beschränken (ächz!).
Schade – aber eben für die, die’s nicht besser verstehen
Freundlichen Gruß,
Sylke
Tja, es geht ja auch nicht um Countrymusic und “gute Musik”, sondern um Einschaltquoten – wen wunderts! Das ist halt kommerzielles Fernsehen und das wollten viele so!
Hi Larry !
Schön, das Du Dich hier mal zu Wort meldest.
Ich gehöre zwar nicht zu Deinen riesen Fans, aber Du wärst mir an diesen Abend tausend mal lieber gewesen, denn ich mag zwei Deiner Songs besonders gerne, als das da wären “Danke” u. “Ich möchte so gerne mal nach Nashville”, die hätte ich wirklich gerne mal live gehört, schade!
Aber es ist wohl schon so, wie Du schreibst, denn ansonsten hätte auch ein Gunter Gabriel in die Sendung gehört, aber wahrscheinlich, seit ihr als “Typen” und das meine ich durchaus positiv, zu unbequem und nicht “glattgebügelt” genug!
So kann man nur hoffen, dass die meisten Zuschauer diese Sendung schnell vergessen und die Verantwortlichen von Sat.1 hier hoffentlich mitlesen und diese Sendung nicht ausstrahlen, aber den Gefallen werden sie uns mit Sicherheit nicht tun, leider. Aber sei es drum, wir Countryfans haben schon weit aus Schlimmeres überstanden, wir sind ja leidensfähig. *gg*
Countrywayne
Hallo,
ich habe die Sendung zwar nicht gesehen,
aber von Bekannten gehört, dass es wohl wirklich schlimm war,
es geht keinem der Verantwortlichen um die Musik,
da gehts grundsätzlich nur um die Quoten.
Nach der Ausstrahlung wirds für uns als Bands wieder etwas schwieriger,
denke ich, weil wir dann wieder ein Stück weniger für “voll” genommen werden,
das merk ich als Schlagzeuger ja schon, ich werde in meinen Alterskreisen, bin 19, nicht wirklich für normal angesehen, mir ist das egal, ich stehe hinter der Musik!, ich bin gerne Countryschlagzeuger, und werde dem auchweiterhin nachgehn, egal was kommt,
die Countryfans müssen zusammenhalten, dann wird es auch wieder besser!
Viele Grüße Pascal
Hi Leute. Also was Dirk da schreibt klingt ja grauenvoll. Ich hoffe (wie einige hier schon geschrieben haben) das irgendwer von sat1 das hier vlt liest. Das wäre mal ne chance gewesen endlich mal vorurteile von vielen Leuten aus dem weg zu räumen. Ich gehe jede Wette ein die meisten die in dieser Sendung ihre kommentare ablassen haben noch nie wirklich gute Country Songs gehört. Ich nehm jetzt als beispiel das von Countrywayne angesprochene “Danke” von Larry Schuba.
lg Manuel
Hallo zusammen.
Was soll man groß anderes sagen, als: Typisch SAT.1!
Einziger Trost ist, da es eben bei SAT.1 und nicht z.B. beim Marktführer RTL läuft wird sich die Aufmerksamkeit in Grenzen halten. Ich jedenfalls werde mich auch ab Sommer 2009 nicht schämen Country-Fan zu sein. Dann erstrecht nicht. Die Sendung wird floppen und dann kann man dem Quatsch wenigstens mit Zahlen und Fakten entgegenwirken…
Schönes Restwochenende zusammen!
Hi!!
Habe die Kommentare gelesen und kann mir gut vorstellen, was da abging. Bei der Besetzung auf der Couch, die blöden Kommentare von irgendwelchen Leuten, die wahrscheinlich nicht wissen wer Garth Brooks oder Reba McEntire sind.
Egal – wir wissen was gute Musik ist, nur schade, dass man sie dem breiten Publikum nicht gebührend präsentieren kann. Schade, es wurde eine grosse Chance vertan.
Keep it country
Jochen
Hallo,
ich finde es immer wieder schade, dass Country in Deutschland so fast schon lächerlich gemacht wird.
Für mich als großen Johnny Cash – Fan steht das Debakel insbesondere schon ins Haus. Er gehört zwar absolut in diese Sendung… aber weit über “Ring of Fire” wird der Fokus nicht hinausgegangen sein, nehme ich an.
Und natürlich gibt es so viele Facetten, die Country-Music allgemein hat, egal ob das jetzt ein fehlender Gunter Gabriel ist, oder ein Buck Owens (den kennt in Deutschland NIEMAND!) oder ein George Jones oder ein Kris Kristofferson… oder ein Waylon Jennings, Dave Dudley, Johnny Horton, Charley Pride.
Die Chance, das wahre Gesicht der Country-Music in Deutschland bekannt zu machen, wurde mal wieder fahrlässig aus der Hand gegeben.
Naja.
Tja – mal ehrlich Leute, wer hätte was anderes erwartet?
Wenn ich ein redlich ahnungsloser bis geschmacksfreier TV-Produzent wäre und eine solche Show im Auftrag irgendeines Senders zu machen hätte – ich hätte im Internet recherchiert wie auch sonst für jede andere Show, und ich wäre dabei auch bald auf Country.de gelandet: Mit Lass-uns-reiten-Bildern vom Valley (s.o. auf dieser Website), mit “Country-Hans kriegt ein Kind mit Country-Sieglinde” unreflektiert à la Bunte oder Gala, mit CD-Hypes von kindischen Titeln wie “Der Sheriff hat heute Geburtstag” (solch einen Titel kann nicht einmal der begnadetste Musiker wieder wettmachen), mit 10% Sheriff-Stern-Trägern und halbnackten Indianern auf sogenannten Festivals und all dem ganzen Hobo-Zeugs, über das wir seit zehn Jahren nicht einmal mehr beim Fasching gelacht haben, plus einem versteinerten Tom Astor, der sich inzwischen auf seinen selbstproduzierten Galas seine Titel selbst überreicht (und das für Weihnachtsschlager, die man auch in Ruhpolding statt in Nashville aufnehmen hätte können) – und was hätte ich gemacht als TV-Produzent? Genau das, was jetzt passiert ist: Diese Sendung auf Sat1 – nichts anderes.
Warum wundert Ihr Euch – genau dieses Ghetto habt Ihr Euch selbst erarbeitet, selbst oder im Gefolge der Autoren hier, deren Webdesigner und wie sie alle heißen, die in ihrem ambivalent-missionarischen Halbeifer wohl eher wie die Zeugen Jehovas anmuten denn als Musik-Liebhaber, immer jammernd ob des Untergangs der Welt oder zumindest jammernd über die Missachtung ihres so herrlichen Besserwisser-Musikgeschmackes, für den man sogar Kid Rock missbraucht – aber erst nachdem seine Platte seit 2 Jahren draußen ist und inzwischen millionenmal gekauft wurde.
Guten Morgen sag ich da nur, denn der Sheriff hat heute Geburtstag, hurrahurra und howdy, und Country-Dagmar hat mal wieder ein Kind oder ‘ne CD, egal ob er/sie überhaupt singen oder Gitarre spielen kann, Hauptsache ein Stetson ist auf dem Cover, und hurrahurra, auch Bon Jovi hat Country-Einflüsse, das haben wir festgestellt, und bei der indischen Hochkultur hat man auch festgestellt, dass sie arische Ursprünge hat.
Selbst schuld lieber Herr Gesangsverein, sag ich da nur.
Ich liebe vielfältige Musik, auch Country, darunter Chris Le Doux (apropos: zu Garth Brook Lieblingsband gehört auch Kiss – soviel zum missverstandenen wie selbstgeschaffenen Ghetto) und vieles anders, altes und neues – aber wegen Sat1 würde mich niemand plötzlich anders anschauen oder ich mich verarscht fühlen.
Anders gesagt: Was für einen Quatsch veranstaltet Ihr hier eigentlich? Wollt Ihr ewig leiden? Jammern, weil Euch keiner verstehen will (warum auch?), statt einfach Musik zu lieben?
Ihr seid so armselig. (womit ich nicht alle meine, die hier unterwegs sind – aber die werden das, was ich sagen will, wohl auch verstehen)
Als zweiter Entdecker Amerikas, nach den Nordmännern aus Skandinavien (Wikinger), riskierst Du ‘ne ziemlich große Klappe
Auf dieser Webseite findet sich das wieder, was den amerikanischen “Country” ausmacht. Dazu darf auch ruhig ein Gebirgszug gehören …
Angeprangert habe ich als Verfasser dieses Artikels lediglich die Verschmelzung “Country & Western”. In der genannten Sendung, wie ich bereits im Artikel erwähnte, wurde mehr über den “Wilden Westen” philosphiert, als sich mit Musik beschäftigt.
Hier als Anonymer kräftig um sich zu schlagen ist genau so armselig und zudem feige.
Ein bisschen “Countrystyle” (Hut, Boots, Jeans) tut keinem weh. Doch manche übertreiben es mit der Liebe zum Genre. Oder können nicht mehr richtig unterscheiden. Das sind die Leute, die am Ende dieser Musikrichtung den Todesstoss versetzen.
Zu Kid Rock und Country. Albern zu schreiben, dass hier erst seit er Millionen verkauft über ihn als Countrysänger geschrieben wird. Berichte und News über ihn findet man hier schon seit geraumer Zeit.
Das im nationalen Countrybusiness eine Schieflage existiert ist auch mir klar. Doch am allerschlimmsten empfinde ich nicht die Musik, sondern dass es anscheinend in den Köpfen vieler Menschen eigentlich “Western & Country” heißt …
Immer die gleiche Diskussion, die sich immer wieder im Kreise dreht- und das seit Jahren. Dabei gibt es eigentlich ein ganz einfaches Patentrezept für alle, die sich immer noch Illusionen machen, was Country in Deutschland (sein) kann:
Fahrt rüber in die Staaten, schaut euch Konzerte & Locations an, dann klären sich zwei wichtige Fragen, auf denen alles andere aufbaut, von ganz alleine:
Frage 1: Warum kommen US – Countrystars der Kategorie 1 selten oder nie nach Deutschland / Europa?
Antwort: Weil sie es nicht nötig haben.
Frage 2: Kann man Countrymusic made in USA nach D / EU “verpflanzen” und kann sie hier eins zu eins so funktionieren wie “drüben”?
Antwort: Nein – man kann Sänger, Musiker und ihre Crews ins Flugzeug setzen, aber nicht die Mentalität und das Lebensgefühl.
Dort, wo sich Countrymusik außerhalb der USA etablieren will, wird sie einen nationalen Sonderweg gehen müssen. Der kann & wird überall anders aussehen, was logischerweise immer Diskussionen über das wie & wohin (Stil, Sprache etc.) mit sich bringen wird.
Mit besten Grüßen
Michael (in einem früheren Onlineleben: Lonesome Wolf)
PS:
@ Dirk,
Es ist relativ unlogisch, ein interaktives Angebot wie einen Blog zu betreiben, und sich dann über “anoyme Schreiberlinge” zu echauffieren. Es ist in der Bloggerszene nun mal Usus, Nicknames zu verwenden und ohne Mailadresse zu posten – wer das nicht mag, kann die Kommentarfunktion seines Blogs auch einfach deaktivieren.
Niveau – und substanzloses “Über die Fläche” – Kritisieren (“Ich sitz`vor meinem PC und wußte schon immer alles besser”) ohne irgendeinen positiven Lösungsansatz kennt man aus den einschlägigen Foren schon seit Jahren – weswegen sind die letzten der Sache wohlgesonnenen User auch schon vor gefühlten 100 Jahren dort verschwunden sind.
@ Chr.Columb.
Hier unter einem Nick posten und an anderer Stelle das eigene Geschreibe bejubeln – findest du das nicht sehr albern?
Ein reichlich amüsierter
Michael
Hallo. Alles gute zum 8 jährigen. Hier gehts ja ganz schön ab. Wunderst dich jetzt bestimmt das ich hier was schreibe. Grüß mal Mama schön.
Hallo Dirk!
Für mich steht unter dem Artikel ein ganz grosses Fragezeichen: Gibts neuerdings eine selbsternannte “Country-Musik-Fan”-Elite, von der “wir Country-Szene-Fans” noch nichts wissen? Die Musik war doch in Ordnung, wie Du schreibst.
Die Leute, dessen Outfits Du u.a. kritisierst, sind z.T. seit mehreren Jahrzehnten die deutsche Country-Szene, und ohne sie wären nur für ein paar wenige selbsternannte Country-Musik-Spezial-Kenner nicht unzählige Radio-Musiksendungen gelaufen. Es sind die Cowboys, Cowgirls, Hobbyisten, und auch halbnackte Indianer gehören dazu. Das ist Lebensgefühl, und zwar unseres, hier in Deutschland, und wir sind keine 1:1-Kopie der Szene in USA, weil wir selbstbewußt sind. Und tolerant.
Ich selbst gehöre zu den Country-Line Dancers, ein Klischee, das offensichtlich bei der TV-Produktion übersehen wurde. Wir brauchen keine Öffentlichkeit, die weiß gar nicht, wo wir sind, und wir haben z.B. in umgebauten Fabrikhallen an Sonntagen einen Riesen-(Line Dance)-Spaß bei Mineralwasser und Country-Musik. Schau doch mal bei uns rein und hör auf zu knurren!
Keep It Country! RedHat Ilse
ich höre gerne den ein oder anderen countrysong,sei es tim mc graw olivia newton john dolly parton garth brooks um nur einige zu nennen ,ich sammel die hg cd serie von anfang an,und wenn ich das hier lese,kann ich nur hoffen,dass das thema countrysound nicht völlig daneben geriffen ist,und womöglich cotton eye joe und ähnl als country msuic angepriesen wird…
RedHat an Eisbär – ich versuchs ja zu verstehen. Höre Country, und zwar nur Country, bin aber keine Expertin. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ein Song Country ist und ich ihn in meine Line Dance Fibel aufnehmen will, frage ich Leute, von denen ich annehmen darf, dass sie es beurteilen können. Zuletzt war es der Kiss Me In The Car von John Berry. Zu Songs von Tim McGraw und A.J. tanze ich Line und zum Cotton Eye Joe auch.
Und was bitte unterscheidet jetzt den Cotton Eye Joe von den anderen, ausser dass er sehr viel älter ist und deshalb nicht der New Country Fasson entspricht?
LG RedHat
Tach auch, bin durch Zufall hier auf der Seite gelandet. Normal würde ich lesen und wieder gehen.
Aber irgendwie hab ich mal das Bedürfnis zur Country Music und euren Anmerkungen meinen Senf dazu zu geben.
@Dirk: Es heißt Country & Western und nicht andersrum. Bin Erbsenzähler
Was hat Country mit Western zu tun ?? Mehr als ihr denkt. Woher ich das wissen will??
Weil ich nicht nur Country Musiker bin sondern auch einer dieser Deppen die in US Civil War Uniform rum rennen, mit halbnackten abends am Lagerfeuer sitzten und eben diese Musik, welche einige Western nennen, spiele.
Living History oder Civil War Reenactor nennt sich sowas, und dabei befasst man sich mit der History der USA, wozu auch die Country Music gehört.
Viel schlimmer als Sat 1, denen ich jegliche Ahnung ab erkenne oder Irgendwelche “ich bin ein Star” Pappnasen, die lustigerweise in witzigen Kostümen rum sitzen und mal nen ballerman um den Zeigefinger trillern, find ich Country Fans die ihr eigenes Genre schlecht reden.
Wenn alle die Country Music hören auch dazu stehen, Events besuchen und sich im Radio Country
Music wünschen würden, säh die Country Welt etwas besser aus.
@Eisbär: Cotton Eye Joe ist ein uraltes Lied, welches es schon zur Civil War Zeit gab.
Klischees findet man nur bei Medien-gepuschten Bands wie Texas Lightning, die sogar Abba Songs spielen und witzigerweise mit Kleidchen und Stetson den Leuten Country so präsentieren, wie es am meisten Geld einbringt.
In diesem Sinne, take care,
Franse ( Cadi Country Rock! )
@ Franse
Das mit “Western & Country”, war als Wortspiel gedacht …
Zu Living History & Civil War Reenactor und Country Music:
Hat seine Berechtigung, wenn es bei einer dieser Veranstaltungen ist. Aber ein Südstaaten-General und oder Trapper beim “Tracy Lawrence-Konzert”, das muss und “sollte” nicht sein. Das ist, was den “Normalo” da draussen nämlich abschreckt und dieses Genre in ein falsches Licht stellt.
Gruß
Dirk
Hi Dirk – das könnte ne längere Diskussion werden . . . Ich liebe die Szene, die einige Musikfreunde so abwerten, über alles. Und ich werde in jedem offenen Forum was dagegensetzen, wenn es Menschen nicht ausreicht, sich an ihren eigenen Vorlieben zu erfreuen. Dafür müssen andere nicht abgewertet werden. Ich finde es sehr unfreundlich, sich aussuchen zu wollen, “mit wem man gesehen wird”.
Howdy RedHat
http://www.ilse-koempel.de
@ RedHat
Ich glaube Du bist Dir über die Tragweite, sowie Problematik, welche ich anspreche nicht im klaren.
Konzert ist Konzert.
Civil War usw. ist Civil War
Eine ganz ehrliche Frage: “Was hat ein Südstaaten-General, ein Indianer und Trapper (die in Deutschland nicht Zuhause sind und in den USA so seit 150 Jahren nicht mehr zugegen sind) auf einem normalen “Countrykonzert” zu suchen?”
Hat irgendwer von Euch schon einmal Konzerte von Tim McGraw, Kenny Chesney und Garth Brooks (oder wenn auch immer) gesehen? Wenn ja, dann sollte Euch klar sein, dass im Heimatland Eurer heißgeliebten Musik, der USA, solche Gestalten ganz wenig bis gar nicht auftauchen.
Bitte versteht, ich habe nichts gegen diese Bürgerkriegsnachspieler und dergleichen. Nur sollten die beim Dixie Chicks-Konzert ihren “Halfter” und “Henrystutzen” zuhause lassen!
Das ist der Grund warum in Deutschland die Countryszene als “Karnevalsverein” verschrieen ist. Solange sich das nicht ändert, wird’s ewig so bleiben. Denkt drüber nach … ob ihr belächelt, oder als Musikgenre akzeptiert bzw. ernst genommen werden wollt.
Gruß
Dirk
@Dirk: Deine abwertende Wortwahl und die Art wie du über Menschen und deren Hobby schreibst, die du nicht mal zu kennen scheinst, lassen für mich Intoleranz durchblicken.
Wir sind in Deutschland, und hier gestaltet sich die Country Szene anders als in den USA.
Aber solang es engstirnige Leute gibt bei denen Country ein schmaler gerader Strich ohne wenn und aber ist, wird das eh nix großartiges werden.
Country Music ist für alle die sie mögen, ob „Bürgerkriegsnachspieler“, „Normalos“ oder „dergleichen“.
Wenn ich mit meinen Jungs Mucke mache, freue ich mich über jeden der kommt und Spaß hat.
Da ist es egal welche Kleidung er trägt oder was er darstellt.
Aber vielleicht hast du ja glück, und in Zukunft werden Country Fans genormt.
Take care, und noch viel Spaß bei, „wer darf in der Öffentlichkeit zur Country Veranstaltung“.
Franse
Lieber Franse,
mir eine abwertende Wortwahl zu unterstellen grenzt ja schon an Boshaftigkeit …
Bitte tut was IHR für richtig haltet, aber toleriert bitte, dass die Mehrheit der “Country Music-Liebhaber” dies eben nicht so zelebrieren wie ihr. Es ist mühselig darüber zu diskutieren, wenn nicht verstanden werden will. Die Sache: “… ja bei uns ist halt anders als in den USA …” dann müsst ihr damit leben, dass weiterhin mit dem Kopf geschüttelt wird!
Du schreibst so schön: “Wer darf zur “Countryveranstaltung” – jeder … der nicht den ganzen Tag “Cowboy und Indianer” spielt … es ist nämlich eine Musikveranstaltung. Keiner hat was gegen “Boots, Hut und Jeans, Buckle, etc.), aber als General … nee, muss nicht sein! Ein erwachsener Mann, der mit einem “Colt” zum Konzert läuft – Gott beware!
Damit möchte ich das Thema auch beenden …
Dirk ist ja hier nicht der Einzige, der hier im Forum die Meinung vertritt, dass Hobbyisten auf Country-Konzerten nicht erwünscht sind. Eine direkte Anrede gerät deshalb leicht zur Konfrontation und nimmt Schärfe an, das ist einer sachlichen Diskussion abträglich.
In meinem ersten Kommentar habe ich ja gefragt, ob es eine selbsternannte Country-Musik-Fan-Elite gibt, von denen die übigen Country-Musik-Fans nichts wissen. Diese Frage ist beantwortet worden:
Ja, es gibt sie! Und sie tragen genau wie Hobbyisten, die vergangene Zeiten nachempfinden, auch ihr Kostüm, bestehend aus Boots, Buckles & Belts, and Stetsons. Damit empfinden sie das moderne Amerika nach.
Ich versuchs ja zu verstehen. Aber wo ist der Unterschied?
LG RedHat
Zitat von Ilse: “Ich versuchs ja zu verstehen. Aber wo ist der Unterschied?”
Neuzeit … Autos, Bahn, Flugzeug, die Moderne!
Vergangenheit … Gewehre, Pistolen, Bürgerkrieg, Armee, Revolverhelden, Pferde = Wilder Westen!
Ich muss in der heutigen Zeit nicht als Trapper, General oder dergleichen auf Jagd bzw. in den Krieg zeihen – das ist lange vorbei.
Nachspielen, den Menschen zeigen wie schwer und bedrohlich die Zeit war – das ist toll. Aber ein Schauspieler, der zieht sich nach seinem Auftritt in der Oper, Theater auch um und geht dann Heim. Der läuft nicht so zu einer Ausstellung, zum Klassikkonzert als König Arthur.
Wer als Trapper im Tipi leben will, der darf das ruhig. Obwohl jemand von vor 150 Jahren sehr gerne mit jemanden wie uns getauscht hätte – warme Räume, gute Gesundheit, Kühlschrank, vernünftige Klamotten. Dennoch denken halt einige Leute, sie bräuchten in Deutschland ein Bowie-Messer und eine Pistole – wofür nur?
So, und jetzt habe ich mich weiß Gott genug in Erklärungen versucht … ich stelle hiermit meinen Bedarf an der Diskussion ein.
@ Dirk – ich hatte gehofft, dass Du vielleicht mal jemand anderem Raum im Forum geben würdest, aber Du nimmst den Ball sofort selbst an und willst dann das Spiel abbrechen, weil Du keine Lust mehr auf Diskussion hast. Ich glaube aber, dass es sich lohnt, Deine Einstellung zu hinterfragen. Hier gehts nicht ums Überzeugen und Rechthaben, hier gehts ums Verstehen.
Hast Du meine Frage vielleicht mißverstanden, weil Du den Hinweis auf die Moderne gegeben hast?
Dass Boots, Belt & Buckle und Stetson moderne amerikanische Kleidung ist, steht ja ausser Zweifel.
Wir tragen also Kleidung, die nicht zu unserem eigenen Kulturkreis gehört, um eine amerikanische (Country-)Kultur darzustellen.
Und wenn ich das richtig verstehe, sind wir damit ebenfalls Hobbyisten. Moderne eben. Ich verstehe nicht, was daran anders sein soll.
LG RedHat
@Dirk: Nenn es Boshaft. Leuten mit andern Lebenseinstellungen, Hobbys und Vorlieben verbieten zu wollen, so auf eine Veranstaltung zu gehen wie sie es gerne möchten, nenn ich absolut intollerant.
Gut das es genug Country Veranstalter gibt, die den Spielkindern gerne Platz zur verfügung stellt um einsicht in ihr Hobby zu geben.
Ich klinke mich aus der Diskusion jetzt aus. Mit intolleranz und engstirnigkeit kann man nicht diskutieren.
Hier wird doch versucht eine Scene so zu begradigen das die neuen selbsternannten Elite Cowboys sich nicht schämen müssen.
Da werden dann gerne mal ander denkende ausgeschlossen.
take care, Franse
Hi Franse,
ich möchte hier ganz klar mal auf Dirks Seite stellen. Ich les hier schon eine Weile mit und finde auch, dass man sowas klar trennen sollte und sogar muss.
Hier mal ein Link: http://www.de.wikipedia.org/wiki/Reenactment
Ich trau mich schon gar nicht mehr mal mit meiner Freundin auf eine Veranstaltung zu gehen. Muss man sich ja für die Countrymusic schämen. War vor kurzem in Kaunitz, sonst eigentlich eine gute Veranstaltung, wenn da nicht immer genau solche, von Dirk angesprochene Leutz rumspringen würden. Gott sei dank in der Minderzahl. Wie bereits hier mehrfach angesprochen, so Boots und Hut sind doch OK. Aber diese ganze Verkleidung, ts, ts, …
Hier kann sich gar niemand für die Country-Szene schämen, denn es ist nicht “unsere”. Wir nehmen an der amerikanischen Country-Szene teil. Ich werd in den nächsten Monaten mal bei Amerikanern umfragen, wie die unsere “Stetsons” und historischen Outfits erleben, obs da einen Unterschied gibt.
LG Ilse
Hi – möchte aber noch einen Gedanken dranhängen, solche Diskussionen führen ja ins Nichts, weil jeder bei seinen Überzeugungen bleibt. Und ich bitte, das Folgende nicht provokativ zu verstehen:
Gleichgesinnte gründen ja meist Vereinigungen irgendeiner Art, und durch die Möglichkeiten des Internets können Mitglieder nicht nur untereinander gut kommunizieren, sondern eine hohe Anzahl von Mitgliedern hilft ja auch bei der Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit, zu der natürlich auch diverse Medien beitragen. Und wenn nun bei den “Stetsons” der Wunsch besteht, lieber kleiner und dafür nach eigenem Ermessen feiner, gibts sicher Sendenischen für diesen Bedarf.
Als Beispiel möchte ich meine wer-kennt-wen.de-Gruppe Line Dancer’s Freud/Leid nennen. Die ist seit April auf rund 400 Mitglieder angewachsen, die sich aus Line- und Couple Dancers, Musikern, Choreografen, Veranstaltern u.a. zusammensetzen und von zahlreichen Externen mit Rat und Tat unterstützt wird. Wenn ich nun eine durch Forumdiskussion erarbeitete Frage, eine Bitte, oder auch ein Lob zum Beispiel zur Choreografie eines Line Dance an den Urheber weitergeben möchte, schreibe ich eine Mail, erwähne die Gruppe, und erhalte meist innerhalb von 24 Stunden Antwort wie gerade vom Weltklasse-Choreografen-Duo Metelnick & Biggs in USA. Oder als anderes Beispiel das Reizthema Veranstaltungs-TÜV in meinem Forum, mit der höchsten Beteiligung überhaupt, erst zum starken Widerwillen einiger Veranstalter, und inzwischen habe ich mehrere Anrufe erhalten, dass man doch gute Informationen beziehen konnte und einige davon auch umsetzt.
Ich beschreibe das nur so ausführlich, weil ich deutlich machen möchte, dass dies für bestimmte Gruppierungen der Country-Musik-Szene vielleicht auch eine Möglichkeit sein könnte, eine Mediendarstellung nach ihren Wünschen zu erreichen.
Ich denke, dass alle, die nach einer eigenen Szene streben, ihre Energien nicht in Abwertungen anderer vergeuden sollten. Bei genügend genügend Leuten mit gleichen Interessen sind vielleicht Konzerte mit Dress Code möglich, so wie sich die Line Dance Szene allmählich in Line Dance Partys ohne Western-Outfits/mit NON-Country Musik und die klassischen Country-Nights mit Western-Outfits/mit CW-Musik teilt. Und wer ausreichend tolerant ist, hat das Vergnügen, beide besuchen zu können.
See ya ! RedHat
Stellt man sich hier ernsthaft die Frage, ob ein erwachsener Mann als Wyatt Earp zum Konzert gehen muss? Das kann doch nicht euer ernst sein, oder? Der gehört nach Pullman City, dort machts Sinn. Und jetzt soll mir keiner kommen mit – … ja aber ich kann doch rumlaufen wie ich will. Nee, eben nicht. Da schleift die Pistole bis zum Boden. Vor wem will der sich beim Konzert schützen? Etwa mir, ich trage aber keine Waffen – und schon garnicht zur Schau.
@Franse: Du solltest mal überlegen wie sowas aussieht, wenn erwachsene Männer wie “Revolverhelden” rumrennen. Ich war schon einige Male in den USA, bei keinem Konzert ist mir jemals so einer aufgefallen! DAS gibt’s wirklich nur hier, da wo die großen Männer noch kleine Jungs sind.
Ich muß jetzt mal kurz meinen Senf dazugeben.
Bei meinen alljährlichen Reisen in die USA , nutze ich so oft es geht die Möglichkeit zu einem Konzertbesuch. Dadurch hatte ich das Glück u.a. Clint Black, Brooks and Dunn, Big and Rich, Brad Paisley, Reba McEntire, Tracy Lawrence und Clay Walker zu sehen.
Mir ist dabei aufgefallen ,daß die Amerikaner völlig normal gekleidet zu den Konzerten gehen.
Ganz wenige tragen einen “Cowboyhut” und tragen dazu Hemd und Jeans.
Also zum “Karneval” (wie bei uns) geht dort keiner.
Durch diese übertriebene Verkleidung in Deutschland wird die Countrymusik oft in lächerliche gezogen.
Aber es soll ruhig jeder machen wie er es will.
MfG Peter
Lach … warum überhaupt eine Diskussion??? Ehrlich, mir ist es sowas von scheissegal, ob ich ausgelacht, oder verarscht werde, weil ich Country höre, oder ob die Music an sich nicht für voll genommen wird.
Ich höre sie trotzdem. Was juckst mich, was andere darüber denken?
Schaut mal zur Volksmukke, die werden auch nur ausgelacht, aber die haben Erfolge. Obwohl es angeblich auch keiner hört. Warum?? Weil sie sich nichts von dem Gelaber annehmen, was andere verzapfen.
Aber kaum greift einer das goldene Kalb Country an, schon gibts riesen Diskussionen. Lasst uns unsere Musik hören und gut. Muss sie denn anerkannt sein???
Django
Wann kommt jetzt diese verteufelte Sendung im Fernsehen?
Am 10. Juli 2009 ab 20:15 Uhr bei Sat1.
Man kann über diesen Artikel geteilter Meinung sein
Das sich Klischees halten, wird niemand ändern können, noch dazu bei Liedern (Traditionals) die gerade aus jener Zeit stammen, die hier einige so gerne ausklammern wollen. Ich kann mich noch gut erinnern, als Hilly Billys, Western-Hobbyisten, American Car-Fans, Country und Square Dance-Fans eine gemeinsame Familie waren, wo man auch voneinader lernte, wo der Countryfan auch beim Hobbyisten mal was zur US-Geschichte auf einem Treffen erfahren konnte (an der ja Deutsche einen entscheidenden Anteil hatten!), oder sich Gelegenheitsbesucher näher mit einer sie interessierenden Richtung der Country & Westernszene mehr beschäftigen konnten.
Aber dann kam der Kommerz und Moden wurde kreiert, niemand wollte plötzlich mehr was mit dem anderen zu tun haben, jeder wollte “Elite” sein … und seitdem sterben die Festivals, weil sich die schnelllebigen Moden eben schnell selbst beerdigen und man mit den Wurzeln der Country & Westernszene nichts mehr zu tun haben möchte … das sind die Schmuddelkinder, die sollen in ihren Reservaten bleiben … das tun sie immer mehr, und deshalb werden die Festivals auch immer mehr nur zum Schauplatz von 1-Tages-Fans. Es herrscht keine gemischte Atmosphäre mehr, es herrscht nur noch elitäre schizoide Gleichmacherei von Leuten die meinen sie wären allein die Verkörperung der Country and Westernszene!
… anbei, ein Halfter bekommt ein Pferd um, und einen Henrystutzen gibt es bei Karl May! Vielleicht sollte man sich erstmal mit der Geschichte auseinandersetzen, bevor man die, welche sich damit beschäftigen, diese durch ein authentisches Kostüm auch optisch vemitteln (natürlich gibt es auch genug “Faschings Wild West-Darsteller) damit auch Interesse für ihr Hobby und die Geschichte fördern wollen, denunziert. Aber geschichtliches Auseinandersetzen (gerade mit der deutsch-amerikanischen Geschichte) ist sicher für Leute, die sich nur für Awards, Top Tens und neue Moden, die über den Teich schwappen, interessieren, wohl zu viel verlangt!
Natürlich ist sowas bei einem reinen Country-Konzert vielleicht wirklich etwas deplatziert, aber bei einem Country-Festival finde ich, sollte jede Richtung des Hobbys und der Countryszene vertreten sein. Oder sollen Westernreiter und Square Dancer in Zukunft auch zu Huase bleiben?
Und natürlich auch American Car-Fans oder Harleyfahrer, die haben ja schliesslich auch ihre “Reservate”. Was diese “Waffen” angeht, die gehören als Dekoration eben mit zum historischen Kostüm, wenn jemand ein entsprechendes trägt … bei einem ist es eben eine Rüstung, oder ein überdimensioniertes Buckle.
Natürlich wird man in den USA wenig “Verkleidete” auf Countrykonzerten finden, da dort die Szenen schon lange auseinanderdivigiert sind. Sowohl die CW Reenactors, als auch Cowboy-Kulturisten, oder Colonials ihre eigenen Events haben, dort gibt es aber auch eine größere Gemeinde in allen Sparten, wo sich dieses lohnt.
Aber die ohnehin schon kleine Gemeinde der Country & Westernfreunde auch noch aufzuspalten ist mehr als kontraproduktiv! Oder dann bitteschön auch keine Countryevents mehr in Westernstädten wie Eldorado oder Pull Man City, denn das passt dann ebenso wenig. Aber da sind diese Elite Countryfans plötzlich tolerant und dulden, dass man sie in diese “Reservate”, mit ihren modernen Verkleidungen einlässt!
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