Beiträge des Monats: Dezember 2008
Randy Travis, der am 4. Mai 1959 in Marshville (North Carolina) geboren wurde, wuchs in einer Grossfamilie von sechs Kindern auf. Sein Vater war Bäcker und seine Mutter arbeitete in einer Textilfabrik. Musik bestimmte aber immer die Welt der Traywicks. Randys Vater hörte in seiner Freizeit viel Musik, besonders “Country” lag ihm am Herzen. Tag und Nacht liefen bei ihm sämtliche Alben von Hank Williams über Jim Reeves bis hin zu Stonewall Jackson. Wie sagt ein Sprichwort so schön; der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. So blieb es nicht aus, dass Randy Bruce Traywick, so sein Geburtsname, die Country Music sprichwörtlich mit der Babyflasche aufsog.
Die ersten Versuche als Sänger machte er mit seinen Brüdern, sie nannten sich die “Traywick Brothers”. Später mit zehn Jahren blieben nur noch sein Bruder und Randy übrig, sie spielten als Duo in kleinen Clubs. Einige Jahre später, mit 16 Jahren, nahm er an einem Talentwettbewerb (Country City U.S.A) teil. Dies hatte zur Folge, dass eine Nachtclubbesitzerin auf ihn aufmerksam wurde. Die engagierte ihn und er spielte fortan jedes Wochende in diesem Club.
Im nächsten Jahr werden bereits zum 51. Mal die begehrten “Grammys” verliehen. Der Award gilt als die bedeutendste internationale Auszeichnung im Musik-Business. Seit 1959 wird er von der National Academy of Recording Arts and Sciences in Los Angeles (seit sechs Jahren im Staples Center) in 110 Kategorien an Künstler, Komponisten sowie Produzenten verliehen. Die Verleihung findet am 08. Februar 2009 statt.
Hier die Nominierten in den Country-Kategorien:
Jeder von uns kennt das Sprichwort “Übung macht den Meister”, genau dieser trifft den Nagel bei Sänger & Songwriter Chuck Wicks auf den Kopf. Man möge ihn selbst fragen. Obwohl er vor kurzem begann, die Country Music mit seiner Debütsingle “Stealing Cinderella” im Sturm zu erobern, Chuck benötigte mehrere Jahre in welchen er sein Leben durch Songwriting und Autoeinweisen auf Parkplätzen finanzierte. Seine wahre Kunst lernte er letztendlich durch Top-Songwriters von Music Row. Solch harte Arbeit trug Früchte mit “Starting Now”, Chuck’s RCA-Records-Debüt, welches zweifelsohne seine Talente als Sänger und Songwriter widerspiegelt. “Ohne die Geschäftswelt der Music Row und den vielen anderen Songwritern in und um die Stadt, wäre ich nie dort hingekommen wo ich jetzt bin”, gibt Chuck offen zu.
Während Wicks, der am 20. Juni 1979 das Licht der Welt erblickte, auf seiner Familienfarm in Smyrna, Delaware aufwuchs, vertiefte er sich immer mehr in eine breite Auswahl von traditionellem Country bis R&B, angeführt von einer Reihe verschiedener Einflüsse wie Alan Jackson, Kenny Rogers und Bryan McKnight. So sehr er Musik auch liebte, er dachte kaum einmal daran, eine Karriere daraus zu machen. Wie für viele amerikanische junge Männer war es der Sport, der seine Welt dominierte und er träumte von einer Profi-Baseballkarriere. Also packte er seine Koffer um beim Florida Southern Collage Baseball zu spielen. Während seines letzten Jahres allerdings überschattete der Wunsch sich der Musik zu widmen seine Baseball-Karriere. “Meine Passion für Country Music begann plötzlich alles andere in den Hintergrund zu stellen und ich begann mehr und mehr über Nashville zu hören und zu lernen”, erinnert sich Chuck. Schon während des Collages begann er aufzutreten. “Ich dachte, mit ein paar Trips nach Nashville würde ich schon herausfinden, wie ich in die Musik dort hereinkommen würde. Ich warf schliesslich das College zwei Klassen vor dem Abschluss hin und fand eine Ausbildung bei RCA (Radio Corporation of America).
Hören wir bei Chuck Wicks und Julianne Hough bald die Hochzeitsglocken läuten? So wie’s aussieht ist dies sehr wahrscheinlich. Hough gegenüber dem People Magazin: “Wenn alles so bleibt, wir uns weiter so einig sind, warum sollten wir dann nicht vor den Traualtar treten?” Wicks: “Wir waren über die Thanksgiving-Feiertage bei ihrer Familie in Las Vegas. Eine tolle Familie, es hat so wahnsinnig Spass gemacht. Ich hatte bereits das Gefühl, dass ich ein Teil dieser Familie bin. Einfach großartig das Ganze.” Einige Menschen im Umfeld der beiden “Verliebten” sollten sich langsam Gedanken über ein passendes Hochzeitsgeschenk machen!
Die Jungs von Montgomery Gentry sind sehr experementierfreudig. Sie haben dem Hip Hop- (Country) Künstler Colt Ford ihre aktuelle Single überlassen, um eine zeitgemäße – an die Jugend – gerichtete Version zu produzieren. Nun haben sie die “geremixte” Single “Roll With Me” auf ihrer offiziellen MySpace-Seite veröffentlicht. Troy Gentry’s Meinung über den Mix ist durchweg positiv: “Der Song hat jetzt mehr “drive” und ist halt so ganz anders als das Original.” Eddy Montgomery: “Ich sehe die Single bereits in den anderen Musikgenres. Nicht-Country-Fans werden erstaunt sein, was so alles geht.” Den Remix von “Roll With Me” finden Sie hier: Montgomery Gentry’s MySpace-Seite
Der Country Music haftet bei uns in Deutschland immer noch ein bestimmtes Klischee an, das seit Jahrzehnten mehr oder weniger energisch angegangen wird – mit allenfalls mäßigem Erfolg. Landläufig stellt man sich einen Countrysänger immer noch in glitzerndem, kitschigen Kostüm vor, der altbacken, ein wenig unbeholfen und unbedarft simple, von Gefühlsduselei triefende Lieder vorträgt. Mit einer beinahe schon strafbaren Ignoranz wird dabei nicht zur Kenntnis genommen, dass sich das Bild vor allem in den USA grundlegend geändert hat. Das, was dort heute als Country Music produziert und verkauft wird, was die Charts dominiert – es hat mit der Country Music wie man sie sich hierzulande zurecht legt, nicht das Geringste mehr zu tun. Weder optisch noch inhaltlich. Gleichwohl, es gibt sie natürlich noch, jene Künstler, die alle Klischees in sich vereinen. Man verehrt sie heute wie damals aber es ist nur noch Nostalgie, die sie interessant bleiben lässt. Von der Zeit und den mit ihr einher gehenden Entwicklungen wurden sie entweder überrollt oder haben sich ganz bewusst dagegen gesperrt. Seien wir ehrlich, all diejenigen Countryfans, die etwas älter sind, die noch die 1950er und 1960er Jahre mitgemacht und in lebhafter Erinnerung behalten haben – sind froh und freuen sich wenn sie Gelegenheit haben, einen jener Künstler noch zu hören, die – einem Dinosaurier gleich – die Vergangenheit der Country Music lebendig erhalten. Denn die meisten jener Urgesteine haben uns inzwischen für immer verlassen oder sich zumindest aufs Altenteil zurück gezogen.
Porter Wagoner war einer dieser letzten großen “Hillbillies”. Ungeheuer seine Verdienste um die Country Music, denn ohne Persönlichkeiten wie ihn, hätte diese Musik nie auch ihren kommerziellen Höhenflug antreten können. Er hat die komplette Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg nicht nur mitgemacht sondern sie auch ein gutes Stück weit mitbestimmt. Kontinuierlich rückte er in der Hierarchie weiter auf bis er ganz oben angekommen war. Wagoner darf sich als legitimer Nachfolger eines Roy Acuff fühlen, nicht nur in der Grand Ole Opry sondern was die Country Music-Tradition allgemein angeht. Sein Wort gilt, sein Einfluss ist nicht unerheblich – sein künstlerisches Lebenswerk mehr als beeindruckend. “Hillbilly” – das war lange Zeit in den USA ein Schimpfwort – es kümmerte einen Porter Wagoner nie sonderlich – er war stolz darauf, ein solcher zu sein. “Hillbilly” – das war noch schlimmer als “Rockabilly”. Denn landläufig galt als “Hillbilly” ein Sänger, der wie ein Zirkuspferd und in fantasievollen, mit falschem Glimmer bestickten Klamotten auf der Bühne stand (wer es sich leisten konnte, ließ sich solch ein Kostüm vom legendären “Nudie” anfertigen), der in einem ländlichen Dialekt einfältige, harmlose Witzchen erzählte und mit nasaler Stimme Lieder sang, die vor Gefühlsduselei tropften, über immer die gleichen Themen wie Liebe, Familie, Heimat. Für Diejenigen, die sich für etwas Besseres hielten, weil sie sich in die Stadt abgesetzt hatten, klang das allzu bieder und einfältig. Jetzt, nach dem Ende des 2. Weltkrieges war einiges in Bewegung gekommen in den USA. Wer sich auf den Weg gemacht hatte, in der Stadt nach Wohlstand zu suchen, die soziale Leiter einige Sprossen höher zu klettern, der wollte nicht unbedingt auch noch an seine Herkunft erinnert werden. Dem vermeintlichen Erfolg konnte man die eigene Herkunft und am Ende auch Gefühle opfern.
Julianne Hough, geboren am 20. Juli 1988, ist eine professionelle US-Emmy-nominierte Standardtänzerin und Country-Sängerin. Das Fernsehmagazin 20/20 beschreibt sie als “eine der allerbesten Tänzerinnen dieses Planeten”. Julianne gewann mehrere internationale Auszeichnungen und ist die jüngste professionelle Tänzerin, die je an der TV-Wettkampfsendung “Dancing with the Stars” teilnahm. Während des ersten Jahres gewann sie den Haupttitel dieser Show dank ihrem gleichzeitigen Training für ihren Amateurtanzpartner, dem olympischen Speed-Skater Apolo Anton Ohno. Im nächsten Jahr verteidigte sie ihren Titel erfolgreich; diesmal mit Indianapolis 500-Champion Hélio Castroneves und schaffte hiermit den Ausgleich mit Wettkampfsgefährtin Cheryl Burke durch die Archivierung von direkt aufeinanderfolgenden Titeln. Hough erschien dann in der sechsten Saison mit “Dancing with the Stars” mit dem Schauspieler und Komödianten Adam Corolla.
Julianne wuchs mit vier weiteren Geschwistern einer Mormonenfamilie in Salt Lake City, Utah, auf. Alle vier ihrer Großeltern waren ebenfalls Tänzer und demzufolge lernten sich auch ihre Eltern als Tanzpartner in einem Universitäts-Ballsaal in Idaho kennen. Obwohl Julianne schon im Alter von drei Jahren zu tanzen begann, kam es nie zu einem Konkurrenzkampf mit ihrem drei Jahre älteren Bruder Derek. Beide traten lediglich zu Vorführungszwecken bei DWTS (Dancing with the Stars) und DWTS Tours zusammen auf die Bühne. Juliannes offizielles Training begann im Center Stage Performing Arts Studio in Orem, Utah, wo sie zusammen mit Justin Murillo und anderen im iberoamerikanischen(spanisch-lateinamerikanischen) Ballsaal trainierte.
Am Donnerstag, den 04. Dezember 2008, wird ab 22:45 Uhr im Cinemaxx in Braunschweig, die aktuelle DVD “Ten Year Ride” von The Twang erstmals öffentlich aufgeführt. Die Band rückt vorraussichtlich als Quartett an und nimmt auch die ein oder andere Gitarre mit. Wer also Marshall beim Solo-Spielen in Extreme-Close-Up auf die Finger schauen will, wer wissen möchte, was Allen Hill auf dem Bühnenboden suchte, wer erleben möchte, wie souverän sich “Sauron” Handsome Hank nach “Hobbiton” Twang County wagt, oder wer beim 10-Jahres-Konzert in den ersten fünf Reihen stand und sich schon immer einmal auf einer großen Kinoleinwand sehen wollte, der sollte sich am Donnerstag auf den Weg machen. Karten gibt es bereits jetzt an der Kinokasse des Cinemaxx und sie kosten Nullkommanix.
Die Pressekonferenzen der Internationalen Bühler Bluegrass Festivals scheinen zu den Sternstunden des Bühler Oberbürgermeisters Hans Striebel zu gehören, denn immer wieder erlebt man ihn dabei mit strahlendem Lachen und in guter Stimmung, die sich sofort auf die anwesenden Mitarbeiter und Journalisten überträgt. Schliesslich gehört das seit 2003 so erfolgreiche Bluegrass Festival zu den Highlights im jährlichen Bühler Kulturbetrieb. Neben Jazzfestival, Novemberlicht oder Zwetschgenfest hebt sich das Bluegrass Festival durch seine internationale Anerkennung und seine Spitzenstellung in Deutschland als eine Art Unikat besonders ab. Nachdem dann auch noch in den vergangenen beiden Jahren der grosse Publikumszuspruch an die Grenzen des Bürgerhaus Neuer Markt gestossen war, schien es nur logisch und folgerichtig, das bisher eintägige Festival auf zwei Tage zu erweitern. Dabei haben beide Tage, Freitag und Samstag, denselben hohen Stellenwert, das heisst, an beiden Tagen wird auf höchstes künstlerisches Niveau geachtet.
Am kommenden Mittwoch, den 03. Dezember 2008, sendet 3sat eine Aufzeichnung der CMA Awards 2008. Die Sendung beginnt um 11:30 Uhr und wird in 16:9 Breitbild ausgestrahlt. 3sat sendet die internationale Fassung. 90 Minuten, werbefrei, mit allen Highlights der diesjährigen Live-Award-Show aus Nashville, Tennessee. Moderiert von Brad Paisley und Carrie Underwood. Eine Wiederholung der Show folgt im Januar 2009. Wir werden Sie frühzeitig über den Termin informieren.
In diesem Monat gibt’s Neues von Kevin Costner, Charlie Louvin, Keith Urban und Randy Houser. Die wohl interessanteste CD, weil man’s eher nicht vermutet, wird vermutlich die Country Rock-Scheibe von Kevin Costner sein. Den meisten Lesern dürfte er mehr als Schauspieler in Erinnerung sein. Doch sein Silberling ist ein richtig gutes Stück Country Music, welches man sich ruhig einmal zu Gemüte führen sollte. Aber auch die neuen Silberlinge von Louvin und Houser sollten in keinem gut sortierten CD-Schrank fehlen. Da Keith Urban zurzeit nicht in unserem Lande tourt, ist die Live-DVD von ihm eine gute Überbrückung, bis Urban mal wieder bei uns Konzerte gibt.
| Datum, Künstler, Titel, Label |
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| 02.12.2008 – Kevin Costner & Modern West: Untold Truths (Universal South) | |
| 02.12.2008 – Randy Houser: Anything Goes (Universal South) | |
| 05.12.2008 – Keith Urban: Love, Pain and the Whole Crazy World Tour Live (EMI) | |
| 09.12.2008 – Charlie Louvin: Sings Murder Ballads & Disaster Songs (Tompkins Square) | |
Wie die Bildzeitung in ihrer aktuellen Online-Ausgabe berichtet, wurde Gunter Gabriel am Herzen operiert. Wie kam es dazu? Der Countrybarde erlitt nach einem Besuch eines BAB-Konzertes eine schwere Herzattacke. Ein Freund hat den Sänger sofort in die Uni-Klinik gefahren, dort wurden ihm sofort in einer Not-Operation zwei “Stents” gesetzt. Es stand wohl so schlimm um den Sänger, dass seine Familie ans Krankenbett gerufen wurde. Gabriel bezeichnet die Herzattacke als einen gewaltigen Schuß vor den Bug und will in Zukunft auf jeden Fall kürzer treten. Schon vor einigen Jahren erlitt der Sänger eine Attacke und gilt seitdem als Risikofall. Im nächsten Jahr will Gunter Gabriel eine neue CD veröffentlichen, dass, so sagt er, kann ich nur wenn ich gesund bleibe. Als lieber Gunter, wir werden alle nicht jünger … schalt ruhig ein Gang zurück!
Toby Keith verbrachte die 1990er Jahre als gestandener, ja proletarischer Country-Star mit beachtlichem Hitlistenerfolg, ohne die Fähigkeit sich nachhaltig durch einen eigenen Stil aus den neotraditionellen Country-Größen wie Garth Brooks oder Alan Jackson herauszukristallisieren. Dies alles änderte sich jedoch im Jahr 2002, nachdem Toby entsetzt mit ansehen musste wie das World Trade Center beim Terroranschlag des 11. September 2001 in Flammen aufging.
Mit seinem resultierenden, extrem patriotischen Song “Courtesy of the Red, White and Blue (The Angry American)” und der politisch und moralisch fraglichen Textpassage “…we put a boot in your ass …” goss er eher Öl ins Feuer seiner wutentbrannten Landsleute, als dass damit im ansonsten offiziell eher Schimpfwort-prüden Lande seine Karriere gefährdet worden wäre. Es geht sogar noch einen Schritt weiter: selbst nicht so Countrymusik-verbundene Amerikaner kennen Toby als “den Typen mit dem Cowboystiefel-im-Ar…-Lied”. Der Song wurde zur größten politischen Herausforderung in der Countrymusik seit Merle Haggard in 1969 mit dem Song “Okie from Muskogee” die 1968er Studenten- und Hippiebewegungen im patriotischen Sinne als “unamerikanisch” proklamierte. Solch ein gewagter Song jedoch half Toby Keith zum angestrebten Durchbruch im eigenen Stil.



