2. Country Family Weekend in Niederlausitz
4. Juni 2009 | Von Ulrike Rilke | Kategorie: KonzertberichteSo, unser kleines Festival ist vorüber. Das Zelt ist abgebaut, das Sweet Home hat seine Pforten bis September wieder geschlossen. Es war ein schönes Fest, dank unserer Gäste und unserer tollen Musiker. Der Freitag war Anreisetag. Langsam, nacheinander trudelten die Gäste ein. Auch Doug Adkins kam am Nachmittag, allerdings auch noch nicht mit der kompletten Band. Viele unserer Gäste, aber auch ein Teil der Musiker saßen in Staus fest. Wer uns kennt weiß, alles halb so schlimm, wir müssen ja nicht auf’n Zug.
Gegen 20:45 Uhr stand dann Doug Adkins mit Scarlett, Matt Wegener, Heiko Ahrend und Bernd (was für eine Formation!) auf der Bühne. Es war einfach eine super-formschöne Show, alle Gäste waren begeistert von dem, was uns diese fantastischen Musiker boten. Zwischen den Sets sollten auch die Line Dancer auf ihre Kosten kommen. Romy Grosser von der Crazylegs (Scharfenberg) hielt ihren ersten Workshop ab, der viel Zuspruch bei unseren tanzenden Gästen fand. Dann gab es die erste amerikanische Versteigerung, eine CD von Doug Adkins wurde für das Kinder- und Jugendcamp Zappendorf angeboten. Unsere Gäste ließen sich nicht lumpen und die CD wechselte für sage und schreibe 68 Euro den Besitzer. Als Romy dann zur späten Stunde noch einen Spasstanz mit dem Publikum machte, merkte man die Fröhlichkeit, die über dem Waldbad lag.
Der erste Abend war rundum gelungen, aber sowohl Doug als auch wir hielten unser Versprechen, nach dem Gig ging es für Doug ab an Lagerfeuer. Dort wartete schon unser “Big-Valley-Haus-Musiker” sowie ein schweizer Gast (seines Zeichens selbst Musiker) und schon zogen die Klänge der Gitarren und Dougs Stimme alle ihren Bann. Gaaaaaanz weit nach Mitternacht verklangen die Melodien und es kehrte im Morgengrauen Ruhe ein.
Der Samstag Morgen fing daher für die meisten ein wenig später an. Nach einem herzhaften Frühstück schwangen die Ersten schon das Tanzbein. Danach erklärte uns die stellvertretende Vorsitzende des Kinder- und Jugendcamps was dort für die Kids gemacht wird. Dann hatten die Flying Boots Halle ihren Auftritt, leider nicht in der versprochenen Anzahl von Tänzern. Auch an den Aktionen des Tages für das Camp beteiligte sich der Club nicht. Wir versteigerten eine DVD von Joshua Carson – der Erlös 33,- Euro. Diese Gelder werden von uns an das Jugendcamp überwiesen.
Am Nachmittag lehrte Romy erneut neue Tänze und dies tat sie mit viel Know-How und sehr viel Geduld. Dafür sind wir ihr sehr dankbar. Das Abendprogramm hieß dann: Travis Truitt & Friends live on Stage (hier nochmals ein herzliches Dankeschön, für das kurzfristige Einspringen und vor allem dankeschön an Travis Tochter Michelle). Wieder einmal waren wir fasziniert, mit welcher Leidenschaft und welchem Können die Musiker unsere Gäste unterhielten. Die Stimmung war im vollen Zelt ausgelassen und super gut.
Travis und Tom ließen es sich natürlich auch nicht nehmen mit ihren Instrumenten ans Lagerfeuer zu kommen. Dort saßen wir dann mit vielen, vielen Gästen bis ca. 3:30 Uhr und genossen die handmade Music in vollen Zügen. Viele erlebten einen Sonnenaufgang vom Allerfeinsten und die romantische Stimmung war einfach traumhaft.
Sonntags stand einiges auf dem Programm. So wurde schon kurz nach dem Aufstehen (für viel war das weit nach 11 Uhr) ein Workshop mit Micha auf dem Programm. Ganz spontan hatte sie sich (eigentlich stand sie mit ihrem kleinen Verkaufsstand im Zelt) angeboten, noch ein wenig mit den Linern zu tanzen. Und wie sie tanzten, die Schweißperlen standen unseren Tänzern auf der Stirn. Auch die Kinder und Jugendlichen (hiervon war eine große Zahl unsere Gäste) beteiligten sich rege daran.
Um ca. 15:00 Uhr kam dann unsere musikalische Überraschung auf die Bühne: Die Silverhill Bluegrass Band! Die Jungs machten eine tolle Stimmung und einfach irre gute Musik. Man sah nur strahlende Gesichter, daran konnte nicht mal der heftige Regenschauer etwas ändern. Mehr als zwei Stunden guter Bluegrass-Sound heiterten unsere Gemüter auf und der Applaus war groß.
Dann war erst mal Zeit zum Verschnaufen. Etwas trinken und bei den Bad Cowgirls wurde sich dann erst mal gestärkt, bevor Barry P. Foley alle verzauberte. Ein Mix aus Countryballaden und fetzigen Rhytmen brachte jeden zum Tanzen, egal ob Line Dance oder Two Step. Es herrschte ausgelassene Stimmung. Diese Stimmung brachten die Gäste dann mit ans Lagerfeuer. Dort unterhielt uns Barry bis 4:00 Uhr mit Musik und vielen kleinen Anekdoten aus seinem Leben. Nur schwer trennten wir uns von ihm bzw. er sich von uns am frühen Morgen.
Am Montag schauten wir alle zufrieden auf einen gelungenen Country-Urlaub zurück. Viele Gäste blieben bis zum frühen Nachmittag, man redete miteinander, man verabredete sich für September und als es dann still wurde in unserem Sweet Home kehrte auch ein wenig Melancholie ein. Nun hieß es warten – bis wir am 18. September 2009 wieder die Pforten des Waldbades Crinitz für ein weiteres romantisches Countrywochenende öffnen können.
All unseren Gästen, Helfern und vor allem all unseren Musikern wollen wir an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön zu rufen und kommen wieder einmal zu dem Schluß: Der liebe Gott, der muß ein Cowboy sein. Bilder findet ihr in den nächsten Tagen auf der Homepage von www.bigvalley.eu
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Dieser Artikel wurde am 04. Juni 2009 von Ulrike Rilke veröffentlicht. Hi, ich bin der organisatorische Kopf der Big Valley Interessengemeinschaft Country PUR und die gute Seele des Westernstores Rollender Freddy (www.rollenderfreddy.de.vu) und liebe nicht nur die Countrymusic, sondern auch das Lebensgefühl. Ich lebe mit meiner Familie (2 Kinder 13 und 16), meinem Mann, unserem Hund und unserem Kater in der schönen Niederlausitz am Rande des Spreewaldes. Wer mehr erfahren möchte schaut auf unsere Homepages oder fragt mich einfach.
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