Hillbilly Deluxe: File Under Country
Sie bezeichnen sich selbst als “Germany’s hardest working Country Band” – die Behauptung mag dahingestellt bleiben. Zumindest haben sie an diesem Album kräftig gearbeitet. Was sich gelohnt hat, denn dies ist solide, handwerklich gut gemachte Country Music. Zehn der zwölf Songs wurden selbst geschrieben – auf die beiden Cover-Versionen (“Jackson” und “Six Days On The Road”) hätte man verzichten sollen. Im Vergleich mit den Originalen und anderen Versionen schneidet man einfach schlechter ab.
Da hören sich die eigenen Songs der Band durch die Bank besser an und ein Vergleich mit anderen Versionen ist ausgeschlossen. Bei “Marie Laveaux” handelt es sich nicht um den großen Bobby Bare-Hit sondern ebenfalls um ein Eigengewächs von Hillbilly Deluxe. Die Songs erzählen das, was man von “country” erwartet – Geschichten und Geschichtchen aus dem Alltag, musikalisch geschickt verpackt mit unterschiedlichen Steel-Elementen. Der Sound ist auf die Band zugeschnitten, es gibt Honky Tonk, Cajun, mal eine Prise Johnny Cash Beat, auch dezente Swing-Einflüsse und meist flott.
Eingespielt wurde das Album ohne Gastmusiker – gut so. Damit kann die Band diesen Sound auch live anbieten. Gesanglich steht Leadsänger “Mr. Rufus T.” im Vordergrund mit seiner leicht angerauten Stimme. Gelegentlich ergänzt Sängerin “Ino” als Harmoniestimme den Sound, durchaus attraktiv gemacht. Insgesamt ein unterhaltsames Album und astreiner, gradliniger Country Music. Und live ist bei Hillbilly Deluxe gute Laune garantiert – und das sogar mit eigenen Songs.
Hillbilly Deluxe besteht seit ca. drei Jahren. Die Bandmitglieder kommen aus Köln und Umgebung und hören auf die illustren Namen Mr. Rufus T. (Vocals, Guitars, Lapsteel, Mandolin, Rubboard, Harp, Banjo), Ino (Vocals, Tambourine), Lil’ Flo (Guitars), Big John (Bass, Background Vocals) und KayEm (Drums, Percussion).
| Trackliste:
01. Feeling Fine |








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