Beiträge des Monats: Februar 2010
Ein ruhiges und schönes Konzert mit dem sie am Ende wieder einmal ihre Fans begeisterte, absolvierte Folk-Ikone Joan Baez dieser Tage in Mannheim. Im vollbesetzten Rosengarten spielte sie Songs aus all ihren Schaffensperioden und bewies damit einmal mehr ihre Ausnahmestellung.
Referenz an Johnny Cash
Einer der bewegendsten Momente ereignet sich gegen Mitte des Konzerts. “This Song is dedicated to Johnny Cash”, lautet ihre Ansage. Die Country-Legende wäre an diesem Freitag (26. Februar) 78 Jahre alt geworden. Der Saal applaudiert. Es folgt das bitter-süße Folk-Traditional “Long Black Veil”. Ein Song, den Cash stets im Programm hatte und auch auf der Liste der 100 Songs steht, die er seiner Tochter Rosanne Cash vermacht hat. Joan Baez zeigt mit der Verbeugung vor dem großen Kollegen auch auf, aus welcher gemeinsamen Tradition so unterschiedliche Musikertypen wie Cash und Sie geschöpft haben. Ihr gelingt es, sich das Lied – geschrieben aus der Sicht eines jungen Mannes – gefühlvoll anzueignen. Anrührende Augenblicke eines Konzerts, dessen dichte Atmosphäre sich aus der gelungenen Auswahl der durchweg langsamen oder midtempo-Stücken und der immer noch faszinierenden Performance der Künstlerin ergibt.
Klare Stimme, intensive Darbietung
Im November 2008 erschien mit “Untold Truth” das von Kritikern und Fans gleichermaßen hochgelobte Debütalbum von Kevin Costner & Modern West. Der aktuelle Silberling “Turn It On”, der seit dem 26. Februar 2010 im Handel erhältlich ist, knüpft nahtlos an das Vorgängeralbum an. Musikalisch und textlich ein wahrer Ohrenschmaus.
“Turn It On” ist ein großartiges Album mit lebensechten Country-Songs, aufgenommen von einer eingespielten und gewachsenen Band die einen ganz eigenen unnachahmlichen Sound besitzt – und mit Kevin Costner einen charismatischen Bandleader, Sänger und Gitarristen. Costner: “Das neue Album ist ein großer Schritt voran, wir alle sind besser geworden und wissen inzwischen intuitiv, was der andere fühlt. Vor allem wissen wir, das sich jeder auf den anderen verlassen kann. Ein großartiges Gefühl!”
Endlich! Im Juni dieses Jahres kommt Willie Nelson wieder einmal nach Deutschland. 3 Konzerte wird die Outlaw-Country-Legende hierzulande geben. Der 76-jährige tritt am 17. Juni in Berlin, am 19. Juni in Stuttgart und am 21. Juni in München auf.
Der Mann mit dem längsten Haupthaar der Branche ist ein Symbol des rastlosen, unangepassten Country-Musikers. Das heutige Genre des “Alternative Country” mit ihren berühmtesten Vertretern Ryan Adams, den “Bright Eyes” oder “Galexico” würde es wohl ohne Willie Nelson und seine Outlaw-Country-Freunde wie Waylon Jennings oder Kris Kristofferson heute so nicht geben.
Selbst Nashville war nach anfänglicher Verärgerung von den “Outlaws” begeistert. Mit seinem Hit “Red Headed Stranger” eroberte er 1975 die amerikanischen Single Charts. Das 1976 erschienene Album “Wanted! The Outlwas”, auf dem neben Nelson auch Waylon Jennings, Jessi Colter und Tompall Glaser zu hören sind, verkaufte sich als erstes Country-Album überhaupt mehr als eine Million Mal. 1979 wurde in Nashville sogar ein eigenes Museum für Willie Nelson eröffnet.
Im Verlauf seiner weiteren Karriere wurde Nelson mit insgesamt neun Grammys prämiert, darunter für sein Lebenswerk und zuletzt 2008 für seine Zusammenarbeit mit Ray Price. Außerdem arbeitete er erfolgreich mit Ausnahmekünstlern wie Bob Dylan, Dolly Parton oder Neil Young zusammen.
In den 1980er Jahren war er Teil einer der berühmtesten “Bad-Boy Group” des amerikanischen Country und veröffentlichte zusammen mit Johnny Cash, Kris Kristofferson und Waylon Jennings als “The Highwaymen” insgesamt drei Alben und ging mit ihnen mehrfach erfolgreich auf Welttournee.
Besonders beeindruckend ist dabei die Bandbreite, die Willie Nelson bei seinem musikalischen Schaffen an den Tag legt. Die 2008 erschienene Country-Jazz Kooperation “Two Men with Blues” mit Wynton Marsalis oder sein 2009 veröffentlichtes Werk “American Classic”, auf dem der Altmeister mit swingendem Barjazz und einem Duett mit Norah Jones verzaubert, sind nur ein Auszug seiner Vielfältigkeit, untermauern aber deutlich seine musikalische Genialität.
Die deutschen Country-Fans können sich auf einzigartige Konzerterlebnisse freuen!
Willie Nelson in Concert (Berlin, Stuttgart, München) ![]()
Man hört oft ein Bedauern darüber, dass die Country Music unserer Tage – wieder einmal – zu sehr abdriftet in die lukrativen Pop- und Rock-Pfründe. Befürchtungen sind da, sie könnte irgendwann ganz weggespült werden. Auch ich gehöre zu denjenigen, die die Entwicklung bedauern, habe aber keine Befürchtungen um ihren Fortbestand. Dazu ist die Country Music im Kern zu vital. Die Geschichte zeigt, dass es fast turnusmäßig Selbstheilungsprozesse gegeben hat. Meist stellt sich ein Umdenken ein, wenn der Fan – der Kunde also – die gelbe Karte zeigt und deutlich macht, dass man dessen überdrüssig ist, was als “country” angeboten wird.
Bange muss es einem auch deshalb nicht sein, weil es nach wie vor Künstler gibt wie diesen Josh Turner. Jung, gut aussehend, mit reichlich Talent gesegnet und vor allem erfolgreich. Der junge Mann ist bemüht darum, so nah wie möglich bei den Wurzeln der Country Music zu bleiben und sie dennoch in einem modernen, attraktiven Kleid zu präsentieren. Das kommt an, das macht Mut.
Am Freitag, den 26. Februar 2010, erscheint das neue Album “Turn It On” von Kevin Costner & Modern West. Die erste Single-Auskopplung des Silberlings, “Let Me Be The One”, wird Costner (inkl. Band) am 27. Februar live bei “Wetten dass …” (die Show ist zu Gast in Erfurt und wird von Thomas Gottschalk moderiert) vorstellen.
Der Schauspieler und Musiker wird ausserdem als Wettpate fungieren und auf dem Sofa neben Stars wie Sophia Loren, Matthias Schweighöfer, Wladimir Klitschko und Inka Bause Platz nehmen. Neben Kevin Costner werden auch Jan Delay, Kiss und die Pet Shop Boys auf der Showbühne stehen.
Angefangen hatte es im Februar des Jahres 2000 mit einer bei Yahoo gehosteten kleinen Country-Fanpage, die nur ein paar kurze Nachrichten und den einen oder anderen Termin vorweisen konnte. Ich war mir aber bereits sicher, dass daraus mehr werden sollte. Um aber eine größere Leserschaft zu erreichen, musste ein auffälliger und einprägsamerer Name her. Der war mit der Domain www.NewCountryMusic.de schnell gefunden. Im September desselben Jahres erfolgte die Aufschaltung.
Die Resonanz auf das NewCountryMusic.de-Portal war gering. Es gab Tage, da waren die Besucherzahlen nicht einmal zweistellig. Es dauerte einige Zeit, bis die Leser das Portal fanden – und, was viel wichtiger war, wiederkehrten.
Mit internationalen News, CD-Besprechungen und Biografien sowie interessanten Specials, konnten immer mehr Interessenten gewonnen werden. Die Besucherzahlen lagen mittlerweile bei einigen hundert pro Tag. Mit Ausschaltung der Domain www.Country.de (2003), die sich optimal in den Suchmaschinen platzieren konnte, gelang jedoch ein Quantensprung. Innerhalb kürzester Zeit verdreifachten sich die Besucherzahlen. Aktuell erreicht Country.de mehrere tausend Besucher pro Tag.
Seit Dezember 2007 ergänzt ein interaktives Weblog den aktuellen Newsbereich von Country.de. Mit der Umstellung auf ein modernes Content Management System im Jahr 2008, entstanden ein neues Logo und ein benutzerfreundlicheres Layout.
Natürlich geht das nicht ohne Hilfe. An dieser Stelle bedanke ich mich bei unseren Redakteuren, die während der letzten zehn Jahre Informationen aus der Country Music-Szene sammelten, um News, Biografien und Specials auszuarbeiten. Allen voran Dirk Neuhaus und Manfred Vogel, die von Anfang an zum Team gehörten und zusammen hunderte von Artikeln für Country.de geschrieben haben. Ihrer unermüdlichen Mitarbeit ist es zu verdanken, dass Country.de diesen hohen redaktionellen Standard hält.
Im Laufe der Jahre stießen noch Stefan Leibeling, Tobias Brockly (2005 – 2009), Thomas Waldherr, Frank Rickal und der Bluegrass-Experte Walter Fuchs dazu. Auch ihnen und unserem Techniker Frank Bültge meinen herzlichsten Dank.
Ein weiterer besonderer Dank gilt dem Versandhandel “World of Western”, der seit 2005 unser Hauptsponsor ist und bereits bis Ende August 2011 seine finanzielle Unterstützung zugesagt hat. Auch unsere Anzeigenkunden tragen mit Ihren Aufträgen maßgeblich zur Qualitätssicherung der Website bei. Auch Ihnen gilt unser Dank.
Es geht also immer weiter voran. Das Country.de-Team hat sich für die nächsten Jahre viel vorgenommen, um Ihnen, liebe Leser, aktuelle und interessante Neuigkeiten zur Verfügung zu stellen. Es bleibt also spannend … vielen Dank für Ihre Treue!
Seit 12. Januar 2010 ist Randy Kohrs‘ langerwartetes fünftes Solo-Album auf dem Markt und wer die diesjährigen Grammynominierungen aufmerksam durchgelesen hatte, der hat auch festgestellt, dass Randy wieder an Jim Lauderdale’s aktuellem Album als Produzent beteiligt war. 2008 hatte es sogar zu einem Grammy gereicht mit Lauderdale’s Album “The Bluegrass Diaries”.
Randy Kohrs ist ein begnadeter Resonatorgitarrenvirtuose und ein ausgezeichneter Sänger und Produzent. 1994 war Randy Kohrs nach Nashville gekommen, hatte wie so viele andere Musiker am Lower Broadway in einer Kneipe begonnen, in seinem Falle war es “Maggie Magee’s”, heute “Nashville Crossroads”. 1995 wurde er von Hank Williams III für dessen Band entdeckt und wenig später ging Kohrs mit Tom T. Hall auf grosse Tournee. Doch als Hall aus gesundheitlichen Gründen ab 1997 nicht mehr touren konnte, schloss sich Randy Kohrs für die nächsten zwei Jahre der Band von David Parmley an, nur, um wiederum für zwei Jahre in der Band von Holly Dunn zu arbeiten. Der zwei-jährige Rhythmus schien sich einzupendeln. Daneben war Randy Kohrs als Resonatorgitarren-Virtuose längst in den Studios von Nashville ein begehrter Session-Musiker.
Es ist sein erstes Soloalbum nach acht Jahren und sein fünftes insgesamt. Timothy B. Schmit, legendärer Sänger und Bassist der Eagles, kommt im Titel des Albums lateinisch daher: “Expando”, was soviel bedeutet wie Wachstum und Erweiterung. Expando hieß aber auch das Wohnmobil seiner Eltern. Dieses konnte man mit einer Kurbel ca. 2 Meter verlängern.
Der 62-jährige Timothy B. Schmit blickt auf Erfahrung seiner frühen Folk- und Rockzeit und lässt diese in die Arrangements einfließen. Bei den Songs, mal rockig, groovig und akustisch gehalten, kommen Instrumente wie Ukulele, Banjo, Mandoline und sogar Bläser zum Einsatz.
Justin Moore und seine Frau Kate geben die Geburt ihres ersten Kindes bekannt. Töchterchen “Ella Kole” erblickte das Licht der Welt am 11. Februar 2010. Mutter und Kind sind wohlauf. Der Vater kann es noch gar nicht richtig fassen: “Die Geburt meiner Tochter ist mit Abstand das Unglaublichste, was ich jemals in meinem Leben erlebte.”
Justin und Kate, verheiratet seit 2007, müssen sich in den USA derzeit mit unangenehmen Fragen auseinandersetzen. Sie entschlossen sich zu einer Kaiserschnitt-Geburt, ohne medizinische Notwendigkeit. Als Justin Moore in einem Interview erzählte, dass sie die Geburt auf die Minute planten – damit er seine Tour-Termine wahrnehmen könnte, waren die jungen Eltern ein gefundenes Fressen für die Presse!
In der sehr gut besuchten Holzwerkstatt Langenau haben der in Nashville, Tennessee lebende John Francis und der in Ulm beheimatete Mandy Strobel gemeinsam das Publikum zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Sie haben alle Erwartungen übertroffen und ihr Thema “Johnny Cash In The Round” sehr gut mit Auszeichnung bearbeitet. Insbesondere die Tatsache, dass die beiden Ausnahmekünstler sich erst 20 Minuten vor ihrem gemeinsamen Auftritt erstmals kennengelernt hatten, unterstreicht den sensationellen Erfolg des Duos.
Am Valentinstag, den 14. Februar 2010, war die Holzwerkstatt in Langenau gegen 17:00 Uhr mit erwartungsfreudigen Zuschauern gefüllt. Die Country & Western Friends Kötz hatten zu “Johnny Cash In The Round” eingeladen und John Francis und Mandy Strobel gebeten, gemeinsam mit nur je einem Werkzeug in der Hand, der jeweiligen akustischen Gitarre, den Spirit von Johnny Cash auf die Bühne zu zaubern. Die Künstler haben unterschiedlichen Bezug zu Cash, Mandy Strobel ist mit einer Baritonstimme ausgestattet, die jener von Johnny Cash verflixt nahe kommt, und er hat 2005 im Sun Studio in Memphis, Tennessee seine CD “The Way I Feel” aufgenommen, dort wo der “Man In Black” in den 1950er Jahren “I Walk The Line” und seine weiteren frühen Aufnahmen eingespielt hat.
In Leverkusen ist eine einmalige Aktion zur Rettung des Frauenhandballs angelaufen. Nachdem die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen eine drastische Kürzung ihres Etats hinnehmen müssen, haben sich Freunde und Förderer des Handballs in der Stadt zu einer Rettungsaktion zusammengeschlossen. Daran wird sich auch die Band Texas Heat beteiligen.
Bernd Wolf, Frontmann der Band und Stammgast bei den Heimspielen der Handballdamen des TSV Bayer 04, genannt “Die Elfen”, hat zum Song “Let’er Roll” von der aktuellen Texas Heat CD “One-Trick Pony” einen auf die Elfen zugeschnittenen deutschen Text geschrieben. Dieser Song mit dem Titel “Wir helfen den Elfen” wird ab 07.03.2010 auf CD erhältlich sein. Die CD kann man dann bei den Heimspielen der Elfen kaufen und beim Förderverein – www.rettetdieelfen.de sowie direkt bei der Band – www.texasheat.de bestellen.
Der Erlös aus dem Verkauf geht zu 100 Prozent an den Förderverein. Die Band wird den Song im Rahmen des nächsten Heimspiels am 07.03.2010 in der Smidt-Arena in Leverkusen erstmals präsentieren. Außerdem wird Texas Heat den Song auf der Country Music Messe in Berlin live spielen. Die CD wird natürlich auch am Texas Heat-Stand auf der CMM erhältlich sein.
Bernd Wolf zur Aktion: “Ich habe selbst früher bei Bayer 04 Handball gespielt und eine männliche C-Jugend trainiert. Heute spielen zwei meiner Kinder dort im Jugendbereich Handball, beide sind glühende Fans der Elfen, und ich kann nicht tatenlos zusehen, wie eine große Handballtradition einfach den Bach runter geht. Immerhin sind unsere Elfen Deutscher Rekordmeister und aktueller Vizemeister, und unsere Torfrau Clara Woltering wurde gerade zur Handballerin des Jahres gewählt. Da ist es für mich Ehrensache, die Band in den Dienst der Rettungsaktion zu stellen. Ich danke meinen Bandkollegen, die diese Aktion mittragen und bitte alle Country Fans um ihre Unterstützung durch den Kauf der CD.”
Am Freitag kollidierte ein Pickup-Truck mit einen von Trace Adkins Tourbussen. Die Fahrer des Pickups verstarben noch an der Unfallstelle. Von den neun Insassen des Tourbusses, mussten fünf zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Adkins selbst war nicht an Bord des Busses.
Der Pickup-Truck durchbrach, aus derzeit noch ungeklärter Sachlage, die Mittelleitplanke und fuhr frontal in den Tourbus. Nachdem sich der Sänger vom Zustand seiner Musiker (und des Fahrers) erkundigt hatte, entschloss er sich das Konzert, welches am Abend des Unfalls stattfinden sollte, “unplugged” zu geben. Die nächsten beiden Konzerte wurden vorsorglich verschoben und sollen später nachgeholt werden.
Manchmal dauert’s länger – diese Erfahrung musste auch Joe Nichols machen. Das ist nichts Ehrenrühriges, denn wenn sich der Erfolg erst nach einer Durststrecke und harter Arbeit allmählich einstellt, wird er meist dauerhafter. Deshalb ist es nicht zu verstehen, warum in so manchem Bericht über Nichols das erste Album aus dem Jahre 1996 keine Erwähnung findet und man sein erstes Album für Universal South aus dem Jahre 2002 als sein Debüt bezeichnet.
Fakt ist, dass sich Nichols erst ab 2002 so richtig in Szene setzen konnte. Denn das Album enthielt die Single “The Impossible” (kletterte bis auf Platz 3 bei Billboard) und seine erste Nr. 1 “Brokenheartsville”. Das Album selbst wurde mit Platin ausgezeichnet. Seither gehört Joe Nichols zu den Stars der traditionelleren Country Music. Doch dazu war ein langer Anlauf mit so manchem Schlagloch zu bewältigen gewesen …
Was die Countryszene in Deutschland derzeit mehr denn je braucht, sind neue Impulse und neue Hoffnungsträger. Ansätze dazu gibt es schon, ob sie sich entwickeln und letztlich durchsetzen können, wird sich zeigen. Ein Hoffnungsträger heißt Carina Hager. In München beheimatet, versucht sie mit ihrem Umfeld seit einigen Jahren beharrlich etwas aufzubauen, das Qualität hat, Authentizität und möglichst erfolgreich werden soll.
Mit ihrer Gruppe “Simple Union” ist sie bereits auf einem vielversprechenden Weg. Hier dürfen wir demnächst auch ein neues Album erwarten. Unterdessen hat sie mit Coral Pink ein zweites Standbein gestartet. Zunächst mit Franz Offergeld als Duo begonnen, wurde durch Drummer Hannes Weigend ein Trio daraus. Wohin die Reise gehen soll, wird mit diesem Album angedeutet.
Die auch in Deutschland beliebte US-Sängerin Chely Wright (39) hat einen neuen Plattenvertrag unterschrieben. Ab sofort ist sie bei Vanguard Records unter Vertrag. Dort wird am 4. Mai 2010 auch ihr neues Album “Lifted Off The Ground” erscheinen.
Produziert wurde die CD von keinem geringen als Rodney Crowell. Chely Wright hat 11 Songs zum Album beigesteuert, eines davon zusammen mit Crowell. Fünf lange Jahre mussten die Fans auf neue Musik der sympathischen Sängerin warten. Ihr “Metropoliten Hotel” erschien im Jahr 2005.
Wright, die mit Hits wie “Single White Female” und “Shut Up And Drive” in den 1990er Jahren für Furore sorgte, wurde 1995 von der Academy of Country Music zum besten weiblichen Newcomer gekürt.
Übrigens: Ein Buch hat Wright auch geschrieben. “Like Me” heißt es und erscheint parallel zur CD bei Random House. Das Buch gewährt einen Blick ins Leben von Chely Wright. Erzählt von Höhen und Tiefen in ihrer Karriere und zeigt auch eine sensible – private Chely Wright. Das Buch gibt’s leider nur in englischer Sprache!
Am 19. und 20. Februar 2010 findet im American Store Niebel in Schloß Holte-Stukenbrock ein großes Country-Benifizkonzert statt. Die Initiatoren Jesse Tayler und Klaus Niebel haben für beide Tage u.a. Gunter Gabriel und Michael Heck verpflichten können. Schirmherr der Veranstaltung ist Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (Schloß Holte-Stukenbrock).
Los geht es am Freitag, den 19. Februar ab 19:30 Uhr mit: Gunter Gabriel und Band, Rio Carter, Mr. John Kampen, Smokie J. Jones und Jesse Tayler. Einlass ist ab 19:00 Uhr. Der Eintritt (gleichzeitig Spende) beträgt 10,- Euro.
Weiter geht es am Samstag, den 20. Februar ab 18:00 Uhr mit: Michael Heck, Cody, Mr. John Kampen,
Smokie J. Jones und Jesse Tayler mit Band. Einlass ist ab 16:00 Uhr. Der Eintritt (gleichzeitig Spende) beträgt 10,- Euro.
Moderation und Gesang an beiden Tagen – Mr. Buddy 01 & Lars. Der hauseigene Line Dance-Club,
die Princess – Boots aus Schloß Holte organisieren zu diesem Anlass eine außergewöhnliche Tombola. Der erste Preis ist ein Shetland-Pony. Gestiftet von Carsten Friedrichs aus Rieberg.
Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Erdbeben Hilfe des Deutschen Roten Kreuz zu Gute. Übrigens, das Deutsche Rote Kreuz wird direkt bei der Veranstaltung vor Ort sein. Alle Künstler, die Niebel-Crew, freiwillige Helfer und Sponsoren freuen sich auf dieses Event, und auf regen Zulauf.
Auf ihrer Deutschland-Tour machte Holly Williams am 4. Februar auch Station in Frankfurt. Dem Publikum bot sie ein Konzert mit intimer Musik und schönen Momenten, das leider viel zu schnell schon wieder zu Ende war.
Den Auftakt an diesem Abend in der urigen “Brotfabrik” in Frankfurt-Hausen macht der kanadische Musiker Colin Moore. Mit rauer Stimme arbeitet er sich in Singer-Songwriter-Manier durch sein Repertoire und gibt überwiegend nachdenkliche, ruhige Songs zum Besten. Eine ordentliche Darbietung, man möchte dem Künstler jedoch raten, auch einmal mutiger zu sein und es wagen, allzu gut beschrittene Wege des Musizierens zu verlassen.
Lady Antebellum haben es geschafft. Mit ihrem neuen Album “Need You Now” schafften sie den direkten Sprung an die Top-Position der Billboard Top 200 (alle Genre). Mit über 480.000 verkauften Einheiten ist zudem klar, wie populär diese Band gegenwärtig in den USA ist.
Die großen Stars wie Lada Gaga, Susan Boyle, Barry Manilow und das “Best Of” von Michael Jackson, haben hier das Nachsehen, müssen sie sich doch mit wesentlich weniger Verkäufen, als auch mit den schlechteren Platzierungen zufrieden geben. Wenn das kein grandioser Einstieg ist, nicht wahr? Und noch was: Ihr selbstbetiteltes Debüt-Album rangiert derzeit auf Platz 15.
Selbstredend, dass das Trio mit “Need You Now” auch die Billboard Country Album Charts anführt. Platz 2 belegt dort das aktuelle Album “Fearless” von Taylor Swift. Platz Nr. 3 geht dann wieder an Lady Antebellum. Ihr 2008er Debüt “Lady Antebellum” verkauft sich immer noch sehr gut!
Das aktuelle Album “Need You Now” bestellen bei: Amazon | JPC
Sein bisher erstes und einziges Konzert in Deutschland gab Phil Vassar am 1. Februar 2010 im Four Corners (Untermeitingen) und machte in diesem Rahmen entschieden deutlich, dass er, wenngleich nicht kommerziell in der Oberliga zu finden, in seiner sehr speziellen musikalischen Welt zu den Besten gehört.
Auch diesmal bekam der Gast für sein Ticket nicht einfach die Show eines Top-Stars geboten, sondern ein abendumfassendes Gesamtpaket bemerkenswerter Country Music. Vom Auftritt der Schweizerin Britta T. bekam ich durch schneebedingt spätes Ankommen nur noch das Ende mit, wurde jedoch von einer unglaublich ruhig-zufriedenen Stimmung in der Music Hall empfangen, die sicher auch durch sie bedingt war.
Jeff Bridges brilliert als in die Jahre gekommener Gitarren-Cowboy. Kongenialer Soundtrack von T-Bone Burnett und Stephen Bruton.
In den USA hat er bereits bei den Golden Globes abgeräumt, bei uns läuft er am 4. März an: “Crazy Heart” – die Geschichte eines heruntergekommenen Country-Stars. Jeff Bridges wurde für seine Verkörperung der Hauptfigur Bad Blake ebenso ausgezeichnet wieder Filmsong “The Weary Kind” von T-Bone Burnett und Ryan Bingham. Mit “Crazy Heart” ist dem Regisseur und Drehbuchautor Scott Cooper ein authentischer, lakonischer und tragikomischer Musikerfilm gelungen, der auch hierzulande nicht nur Countrymusicfreunde überzeugen wird.
Ein alter Wolf kämpft mit sich selbst
Schon seit einigen Jahren ist Bad Blake, einst überjubelter Stern am Country-Himmel, auf dem Weg nach unten, gefangen im ewigen Kreislauf zwischen Alkoholsucht und Misserfolg. Mittlerweile muss er sich mit Auftritten in den obskursten Spelunken begnügen. Doch mit der Journalistin Jean – gespielt von der hinreißenden Maggie Gyllenhaal – bekommt er eine neue Chance. Er verliebt sich in die alleinerziehende Mutter und die lässt sich auf ihn ein und nimmt sich seiner an. Wie der alte Wolf darum kämpft, wieder auf die Beine zu kommen, schildert Coopers Streifen ebenso unprätentiös wie berührend.
Starke Schauspielerleistungen


