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Hermann Lammers Meyer: Nashville Is Rough On The Living

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Er hat es wieder getan! Ein Album ganz nach seinen Vorstellungen produziert, maßgeschneidert von ihm für ihn. Country Music der traditionellen Spielart ganz im Sinne seiner Vorbilder Willie Nelson, Ray Price oder Jimmy Dickens. Dementsprechend auch die Auswahl der Songs, unter die er ein halbes Dutzend eigene gemischt hat, die dorthin passen wie die berühmte Faust auf’s Auge. Wer Hermann Lammers Meyer kennt, der weiß, was ihn erwartet, wer ein HLM-Fan ist, der erwartet genau dieses.

Mich verblüfft es immer wieder, wie zielsicher Herman The German sich die Songs für ein Album aussucht, denn diese Songs charakterisieren ihn als Künstler wie als Menschen. Da sind Balladen – meist traurige – und auch mal eine Recitation (ein mehr gesprochener denn gesungener Text). Da sind flotte Titel mit fetzigen Fiddles und Banjo. Und es gibt Wortspielereien und auch einen Song voller Sarkasmus wie den Titelsong. So etwas kann nur der unvergleichliche Shel Silverstein schreiben. Wobei „Nashville“ stellvertretend für das Business und die Gesellschaft weltweit steht. Diese Aufnahme im Duett mit Johnny Bush und die Backgroundstimme von Sandra Caroll ist den Kauf der CD allein wert. Überhaupt Sandra Caroll – sie verleiht dem Album zusätzliche Würze und sorgt für höchst unterhaltsame Abwechslung.

Aufgenommen wurde das Album einmal mehr in seinem geliebten Texas und dem für HLM gewohnten Umfeld. Ihm ist es gelungen, die Steel Guitar Legende Buddy Emmons zu reaktivieren, Johnny Bush ist schon so etwas wie ein Bruder geworden und natürlich sind auch seine längst in den Staaten heimisch gewordenen norddeutschen Landsleute Rolf Sieker und Jürgen Koop mit von der Partie. Die Musiker Bobby Flores, Jim Loessberg, Dave Biller, George Chambers, Jake Hooker und Randy Reinhard besitzen in Texas (und nicht nur dort) klangvolle Namen. Kein Wunder, dass sich HLM in diesem Umfeld sauwohl fühlt und sich so richtig entfalten kann. Selbst in den Staaten hat HLM inzwischen eine treue Fan-Gemeinde, denn ein Album wie dieses sucht man auch dort vergeblich.

Fazit: Was fällt noch auf an diesem Album? Hermann Lammers Meyer wird mit zunehmendem Alter mit seinen eigenen Songs immer gehaltvoller, wobei ihm immer noch der Schalk im Nacken sitzt und er auch das Kind im Manne weiterhin aufblitzen lässt. Genau das macht ihn als Menschen so sympathisch und als Künstler so unverwechselbar wie unverzichtbar. Warum findet ein solches Album in den Medien nicht die Beachtung, die es verdient hätte? Schämen wir uns zu sehr, dass wir nicht zugeben wollen, Country Music zu mögen, bei der nicht nur, aber immer wieder, vor allem das Herz gefragt ist und im Mittelpunkt steht?

   
Nashville Is Rough On The Living
CD: „Nashville Is Rough On The Living“
Veröffentlicht: 2010
Label: DA Music

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Trackliste:

01. Honky Tonk Hearts
02. Kiss The Children
03. Little Jack Daniel
04. Home Of The Damned
05. (Nashville is) Rough On The Living (mit Johnny Bush)
06. Magic In A Song (mit Sandra Caroll)
07. Fiddlin‘ Man
08. (I’ll CVome) Runnin‘ Back To You
09. To Make A long Story Short
10. Too Old For Nothing
11. Puttin‘ Tears To A Tune (mit Sandra Caroll)
12. Death Row (mit Johnny Bush)
13. I Just Can’t Let You Say Goodbye
14. Nashville Blues (mit Sandra Caroll)
15. She Loves Lefty (mit George Chambers)

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Über Manfred Vogel (631 Artikel)
Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.