Hank Williams lll: Rebel Within
Der 1972 in Nashville, Tennessee geborene Schlagzeuger, Sänger, Gitarrist und Songschreiber Hank lll hat musikalisch ein nicht ganz einfaches Erbe mit in die Wiege bekommen. Als Enkel des legendären Hank Williams und Sohn von Hank Williams Jr. wird doch einiges an songschreiberischen, wie entertainerischen Qualitäten von ihm gefordert. Diesen Erwartungen gerecht zu werden dürfte sicherlich nicht ganz einfach sein. Vielleicht hat Hank lll gerade aus diesem Grund zwischendurch nach Alternativen gesucht und sich in Stilrichtungen wie Country-Punk oder Death Metal “verirrt”.
Hat aber nicht Papa Jr. bereits in den 1980er Jahren schon seinen Hang zu härteren Sachen demonstriert? Nun es kommt einem vor als wären im dritten Hank beide Seelen vereint, wenn auch die des Rebellen eher überwiegt. Diese Charakteristik passt auch zu seinem neusten Werk. Was er hier jedoch beweist, sind seine Fähigkeiten gute Country-Songs zu schreiben. Von den 12 Songs stammen elf aus der Feder von Hank lll.
Die Texte befassen sich zwar hauptsächlich mit Alkoholthemen, aber dies ist in der Country Music ja definitiv kein Novum. Stilistisch ist “Rebel Within” klar dem traditionellen Country zu zuweisen. Fingerpickings der Top-Klasse duellieren sich mit virtuosen Fiddeln im Honky Tonk und Train Groove.
Hier einige Anspieltipps: “Gettin’ Drunk And Fallin’ Down” – traditioneller Honky Tonk-Song der durchaus auch der Feder von Hank Sr. stammen könnte. “Running For A Mountain” – moderner Bluegrass in welchem sein Gitarrist Johnny Hiland sein Können eindrücklich demonstriert. “Lost In Oklahoma” – schöner traditioneller Country-Song, frei von rebellischen Einflüssen. “Rebel Within” – passend zum Titel des Songs zeigt uns Hank, mit zum Glück kurz gehaltenen Death Metal-Gesangseinlagen, dass er seinem Image als Rebell immer noch gerecht wird.
Fazit: Wer gute traditionelle Country Music liebt, ist mit dem neusten Album von Hank lll bestens bedient. Seine rebellischen Ausschweifungen halten sich in Grenzen, hier ist klar das Motto “Back to the roots” angesagt.
| Trackliste:
01. Getting’ Drunk And Fallin’ Down |









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