Charlie Daniels: The Land That I Love
Patriotismus pur, mit diesen kurzen Worten wäre inhaltlich eigentlich schon fast alles über Charlie Daniels neuestes Werk gesagt. Nun, über die Bilder die Charlie Daniels mit seiner neusten CD “The Land That I Love” heraufbeschwört kann man geteilter Meinung sein. Die Einen mögen sie als kitschig und oberflächliche Schönmalerei empfinden; Andere wiederum werden sie sicherlich träumerisch geniessen. Auf jeden Fall sieht es stark danach aus als möchte Charlie dem Land, welches ihn über Jahrzehnte erfolgreich schaffen liess, ein musikalisches Denkmal setzen.
Die Songs auf der “The Land That I Love” sind nicht wirklich neu; es ist ein Sammelsurium seiner über Jahre produzierten patriotischen Songs. Musikalisch gesehen ist also alles beim Alten, Charlie Daniels Fans könnten also höchstens durch das Fehlen wirklich neuer Songs etwas enttäuscht sein. Dies hat natürlich auch einen grossen Vorteil; allfällige fragwürdige musikalische Experimente nach jahrzehntelangem erfolgreichem stiltreuem Schaffen entfallen. Der Charlie Daniels-Fan kommt also in dieser Beziehung voll auf seine Kosten. Teilweise akustisch instrumentierte Balladen wechseln sich ab mit Southern- oder Country-Rock Songs; wobei die letzteren beiden Stilrichtungen klar überwiegen. Der Renegade lässt grüssen.
Hier einige Anspieltipps: “What This World Need Is A Few More Rednecks” – Up-Tempo Country mit perfektem Zusammenspiel akustischer und elktrischer Gitarren. “Iraq Blues” – ein bisschen Kritik gehört wohl auch dazu, natürlich verpackt in ein perfektes, zum Thema passendes, Blueskleid. “Summer of 68″ – Rückblick in die Sixties, gemächlich plätschernder Country-Song. “American Farmer” – Country Rock vom Feinsten.
Fazit: Wer sich an einer geballte Menge “God Bless America” nicht stört, den für Charlie Daniels charakteristischen musikalischen Mix aus Southern-Rock, Blues und Country liebt, ist mit dem Album “The Land That I Love” bestens bedientet.
| Trackliste:
01. My Beautiful America (Recitation) |









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