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Neil Young & Crazy Horse: Americana

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Bärtige, ernste junge Neo-Folker liegen derzeit voll im Trend. Viele davon langweilen nur in Moll, ohne Folk und American neue Akzente geben zu können. Ihnen sei nun gesagt: „Ihr habt Euren Meister gefunden!“ Niemand anders als Garagenrock Veteran Neil Young legt mit „Americana“ die bislang verwegenste, gewagteste und beste Platte des gleichnamigen Genres in diesem Jahr vor. Zusammen mit seiner Stammband Crazy Horse hat der Kanadier 11 Folk-Klassiker in seiner eigenen Art aufgenommen. Quietschend, kraftvoll, treibend und krachend und dennoch voller Gefühl und Authenzität.

Fast 10 Jahre ist es her, dass Neil Young und die Mannen von „Verrücktes Pferd“ nicht mehr gemeinsam auf Platte musiziert haben. Umso fantastischer ist das Ergebnis. Es reiht sich ein in die großen Folk-Revival-Platten der weiteren beiden amerikanischen Rockhelden: Bob Dylans 1992er Album „Good As I Been To You“ und Bruce Springsteens „Seeger Sessions“ von 2006. Dylan hatte die Klassiker puristisch inszeniert, Springsteen die Songs in sein Mainstream-Rock-Idiom gekleidet. Neil Young und Crazy Horse präsentieren „Garagen-Rock meets Folk-Klassiker“. Die alten Herren zerlegen die alten Songs in ihre Einzelteile und setzen sie neu zusammen.

Und die Songs aus dem „alten, gefährlichen Amerika“ werden plötzlich wie neu. Schließlich hat sich so manches in den USA seitdem nicht verbessert: Der schnelle gesellschaftliche Absturz der Menschen in ökonomischen Krisenzeiten, die starke Präsenz von Tot und Gewalt in der Gesellschaft. Und dazu ein fundamentalistischer Glauben, der die Menschen blendet und oftmals Hass sät.

Den Auftakt macht „Oh Susanna“. Der eigentlich tot gespielte Liederbuch-Klassiker wird in einer musikalisch sehr kryptischen Form wieder belebt. „Clementine“ ist eine Version von „Oh My Darling Clementine“ mit einer bösen Pointe. „Tom Dula“ ist eine klassische Mörderballade, hierzulande in der Fassung „Tom Dooley“ von „The Kingston Trio“ bekannt geworden. Die Melodie von „Gallow Pole“ klingt bei aller elektrischen Verstärkung doch wohlbekannt, folgt die hier verwendete Version in ihrer Melodie der klassischen Aufnahme von Odetta. Am nächsten dran am Original ist hier Woody Guthries „This Land Is Your Land“, Neil Youngs Gruß zum 100. Geburtstag des Folk- und Protestheros aus Oklahoma.

Den Abschluss bildet eine wahnwitzige Version von „God Save The Queen“. So macht Bildung Spaß, erfahren wir dadurch doch, dass die Melodie der britische Hymne der von „My Country, ‚Tis Of Thee“ gleicht, das bis 1931 die Funktion einer Nationalhymne der USA hatte, ehe „Star Spangled Banner“ zur einzigen offiziellen Hymne wurde.

Neil Young & Crazy Horse sind unverwüstlich und wirken auf diesem Album auch in ihrer Lust auf Neues schier unersättlich. Sie finden Neues in Altem und geben dem Alten eine aktuelle Relevanz. Und dem Hörer ein ganz großes Vergnügen.

Fazit: Ein Meisterwerk!

   
Americana
CD: „Americana“
Veröffentlicht: 2012
Label: Reprise Records (Warner)

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Trackliste:

01. Oh Susannah
02. Clementine
03. Tom Dula
04. Gallows Pole
05. Get A Job
06. Travel On
07. High Flyin‘ Bird
08. Jesus‘ Chariot
09. This Land Is Your Land
10. Wayfarin‘ Stranger
11. God Save The Queen

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