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Yesterday Once More – oder … Wie kommt HLM ins Bergische Land?

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Ein Sonntag Anfang August. Versteckt in Kürten-Eichhof, im Herzen des Bergischen Landes „Willie’s Little Saloon“. Von der Straße her kaum auszumachen, zufällig wird man dieses „bergische Honky Tonk“ kaum finden. Im Hinterhof tut sich eine Welt auf, die man dort nicht vermuten würde. Eine Miniatur-Kulisse im Western Touch. Mit einer Bühne draußen und einer weiteren drinnen im Saloon.

Wie der Name schon andeutet, in der Tat eine kleine Lokalität. Dies ist das „Basislager“ des Country Clubs Montana, dort finden seit 2009 die Clubtreffen statt, dort herrscht am Wochenende echte Honky Tonk-Stimmung. Willi und Maggie, die Hausherren, sorgen liebevoll dafür, dass sich Besucher rundum wohl fühlen.

An diesem Sonntag ist ein besonderer Frühschoppen angesagt, ein Urgestein der deutschen Country-Szene und ein echter „Honky Tonker“ gibt sich die Ehre: Hermann Lammers Meyer. Nach Gigs in Bad Salzuflen und Dinslaken nimmt er auf dem Heimweg den Umweg über Eichhof gern in Kauf. Leichter Nieselregen verhindert das Open Air Feeling, aber drinnen ist es umso gemütlicher. Die Bühne ist klein aber fein, eine komplette Band hätte hier wohl kaum Platz. Das überschaubare Publikum sorgt für die richtige Stimmung, sofort fühlt man sich in die texanische Provinz von Gruene, New Braunfels oder Luckenbach versetzt oder in die Hügel von Virginia. Sowohl was die Musik, als auch das Ambiente und die Typen betrifft.

HLM ist sofort in seinem Element. Hier will man die Musik hören, die ihm am Herzen liegt und die aus selbigem kommt: waschechte, traditionelle Country Music. Honky Tonk-Songs, Western Swing, Uriges (sogar in Plattdeutsch), Balladen, Humorvolles. Gelegentlich auch mal in Deutsch. Die Musik kommt dabei aus der Konserve (HLM: meine Sony-Band), anders geht es auch gar nicht. Halbplayback nennt man das auf Neudeutsch. Der Emsländer spielt all seine Routine aus, improvisiert, geht auf Zurufe aus dem Publikum ein, fühlt sich sichtbar wohl. „Das ist zwar eine kleine aber richtig feine Sause hier“, schmunzelt HLM. „Du spürst sofort, die Leute wollen meine Musik hören, Steel Guitar, Fiddles. Mit meiner Sony-Band kann ich den Sound auch in diesen kleinen Saloon bringen. Hier fühle ich mich wohl, hier kann ich mit den Leuten schnacken. Natürlich ist das finanziell nicht lukrativ aber danach frage ich hier nicht.“
Fast drei Stunden dauert das Spektakel. Zwischendrin wird HLM von Smokey Weston und Dean Wolf (beide richtig gute Sänger) abgelöst, mitunter stehen sie gar zu Dritt am Mikrofon. Und dann kommt auch noch die Sonne raus, der Wettergott erweist sich als Honky Tonk-Fan.

HLM: „In diese Gegend komme ich ja sonst sehr selten. Für mich ist es ein prächtiger Abschluss des Wochenendes. Ich finde es großartig, dass es solche Lokalitäten noch gibt, dass es Menschen gibt, die sich mit so viel Liebe zur Musik und zum Detail einbringen.“

Hermann Lammers Meyer bewies einmal mehr, dass er „einer von ihnen“ ist. Ein Musiker, der weiß, wie schwer es ist, für „seine“ Musik ein Publikum zu finden und der diese Musik trotzdem unbeirrt weiter spielt. Weil er gar nicht anders kann, wie er immer wieder beteuert. Nicht von ungefähr schätzt man ihn deswegen in der Heimat dieser Klänge besonders, in der Musikerszene von Texas und Tennessee. Aber auch im Bergischen Land, nicht nur in „Willie’s Little Saloon“, wo er hoffentlich demnächst mal wieder zum Frühschoppen vorbeischauen wird.

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Über Manfred Vogel (625 Artikel)
Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.