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Clinton Gregory

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Clinton Gregory

Was hat man sich von diesem Ausnahmetalent alles versprochen! Eine Bilderbuchkarriere hätte es werden können. Das Talent hat er immer noch, es führte ihn bisher aber nicht zu der Karriere, die verdient gewesen wäre. Einmal mehr ein Beweis, dass sich so etwas nicht planen lässt, dass Talent allein nicht ausreicht. Man benötigt einiges mehr, vor allem viel Glück.

Clinton Gregory erblickte am 1. März 1964 in Martinsville, Virginia, das Licht der Welt. Mit auf den Lebensweg bekam er das „Fiddler-Gen“, denn erstklassige Musiker mit diesem Instrument finden sich genug in der Ahnengalerie der Gregorys. Wundert es da, dass Clinton Gregory bereits mit 5 Jahren ebenfalls die Fiddle beherrschte und mit 6 bei Bluegrass Festivals für Furore sorgte? Zwölf Jahre war er alt als er in der Grand Ole Opry auf der Bühne stand. Zusammen mit seinem ebenfalls fiddlenden Vater, der zur Haus-Band der Opry gehörte. Er lernte die Stars dieser Institution kennen, die ihn immer wieder ermunterten, Berufsmusiker zu werden.

Nach dem Ende des Engagements von Gregory Senior kehrten sie zurück nach Virginia. Über seinen 1992 verstorbenen Daddy sagt Gregory: „Er hat mich und mein Spiel geprägt, er brachte mir bei, die klassischen Fiddle-Melodien auch klassisch zu spielen. Von ihm habe ich mitbekommen, Musik zu verstehen, nicht nur sie zu spielen.“ Gleichwohl war man daheim nicht immer eines Sinnes, was Clinton Gregory dazu veranlasste, sich nach North Carolina zu orientieren, wo er bei den Geschwistern John und Audrey Wiggins in deren Elternhaus lebte und auch mit ihnen musizierte.

1987 zog es ihn zurück nach Nashville. Wenn er Country Music beruflich machen wollte, musste er dort vor Ort sein. Er tourte in den Bands von Dennis Robbins, den McCarters und Suzy Bogguss und war bei deren Plattenaufnahmen mit im Studio. Nicht zu seinen Talenten gehörte es, sich selbst ins rechte Licht zu setzen, er blieb meist im Hintergrund. So dauerte es mehrere Jahre, bis man erkannte, dass Gregory nicht nur ein Super-Fiddler war sondern auch eine prächtige Country-Stimme hatte. Step One Records merkte das und veröffentlichte 1990 das Album „Music ‚N Me“. Während die erste Single noch nahezu unbeachtet blieb, stieg er danach mit „Couldn’t Love Have Picked A Better Place To Die“ bis auf Platz 64. Man hätte erwartet, dass die Country Fans auf einen solchen Künstler nur warteten, einen Sänger mit herzerfrischender, klassischer Country Music und der genau dazu passenden Stimme. Doch war dem nicht so. Die Top Twenty schaffte er mit keiner seiner Singles. Am erfolgreichsten schlugen sich noch „(If It Weren’t For Country Music) I’d Go Crazy“ (Nr. 26), „Play Ruby Play“ (Nr. 25) und „Who Needs It“ (Nr. 29).

Drei Alben erschienen bei Step One, danach folgten weitere zwei für Rock Bottom Records und eines bei Polydor. Den Durchbruch zum Country Star schaffte Clinton Gregory leider nicht, er musste sich mit einer untergeordneten Rolle begnügen. Aber er opferte einem möglichen größeren Erfolg zuliebe nicht seine musikalische Überzeugung und blieb bei dem, was er als Country Music empfindet. Damit hielt er sich zumindest als Live-Künstler bis heute im Gespräch und Geschäft. Als fingerfertiger Instrumentalist und prächtiger Sänger versteht er es, seinem Publikum einige Stunden unbeschwerte Unterhaltung zu offerieren. Und aufgeben wird er nicht. Anfang 2012 erschien bei Twang Thang Music in Nashville eine neue Single mit dem Titel „In The Meantime“. 2013 folgte das Album „Roots Of My Raising“. Danach tauchte Gregory noch einmal mit einer Single auf. Die Titel: „Some Real Good People“ (Duett mit Collin Raye) und „You Can’t Hide High“ – gemeinsam mit Ira Dean, dem ehemaligen Mitglied von Trick Pony. Derweil ist Gregory weiter unterwegs, oft mit Kollegen wie Gene Watson, die sich musikalisch im gleichen Fahrwasser bewegen. Oder aber mit seiner „Clinton Gregory Bluegrass Band“.

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>