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Bob Gallion

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Bob Gallion (Bildrechte, Hickory)

In den meisten Nachschlagewerken in Sachen Country Music taucht er gar nicht erst auf. Immerhin brachte er aber neun Singles in die Billboard Charts. Robert „Bob“ H. Gallion stammt aus Ashland in Kentucky, wo er am 22. April geboren wurde. Zu seinem Geburtsjahr reichen die Angaben von 1924 bis 1931, am wahrscheinlichsten ist 1929. Aufgewachsen ist er im angrenzenden Ohio und konnte schon vor der Einschulung gut Gitarre spielen. Nach dem Ende der Schulausbildung ergriff er den Beruf des Musikers.

Die Musikerlaufbahn kam in den 1940er Jahren in Gang, Gallion arbeitete bei diversen lokalen Sendern und als Studio-Musiker. Gelegentlich wirkte er beim Clinch Mountain Clan, der Band von Wilma Lee & Stoney Cooper, mit. Etwa 1952 hatte er mit den „Country Boys“ eine eigene Band, mit der er auch beim beliebten WWVA Jamboree in Wheeling auftrat. Allmählich ging es aufwärts, Mitte der 1950er Jahre war er beim Louisiana Hayride in Shreveport angekommen. Nun bekam er einen Vertrag bei MGM Records, ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Denn für einen Sänger, der lupenreine Honky Tonk Music machte, war das der falsche Zeitpunkt, weil Rockabilly und dann Rock’n’Roll die Unterhaltungsmusik dominierten. 1956 wurden in Nashville vier Songs aufgenommen, die Gallion alle selbst geschrieben hatte. Ein Hit war nicht dabei, auch nicht in den folgenden beiden Sessions. Gleichwohl zählen die Aufnahmen zum Besten an Honky Tonk Music, das in jenen Jahren auf dem Markt war.

„That’s What I Tell My Heart“ brachte ihn 1958 erstmals in die Charts, Platz 28 sprang dabei heraus. Gerade in die Top Twenty schob er sich mit dem John D. Loudermilk Song über eine gescheiterte Ehe: „You Take The Table And I’ll Take The Chairs“. Zwei Jahre später, jetzt beim Hickory Label, knackte er mit Helen Carter’s „Loving You (Was Worth This Broken Heart)“ die Top Ten, er blieb erst auf Position 7 hängen. Danach liefen „One Way Street“ und „Sweethearts Again“ auch ganz gut, dann verbuchte er mit „Wall To Wall Love“ auf Platz 5 seinen größten Hit.

Die Karriere als Sänger war ihm aber offensichtlich nicht so wichtig, denn er betätigte sich mit mindestens dem gleichen Eifer in anderen Bereichen der Musik. So nahm er schon 1959 einen Büro-Job beim Musikverlag Acuff-Rose an, zu dem er als Songschreiber schon einige Jahre gehörte. Er arbeitete dort in der Werbeabteilung. Für verschiedene Sender, darunter WGUN in Atlanta, Georgia, ging er als Discjockey auf Sendung.

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wandte er sich wieder der Schallplatte zu, er nahm einige Duette mit Kollegin Patti Powell auf und war gemeinsam mit ihr auf Tournee. Erfolge wurden die Aufnahmen aber nicht. Bis weit in die 1980er Jahre trat Gallion erneut beim WWVA Jamboree in Wheeling, West Virginia auf, zu dem er Ende der 1960er Jahre zurückgekehrt war. 1975 zog sich Bob Gallion selbst als Sänger aus dem Verkehr und arbeitete für eine Künstleragentur. Er starb am 20. August 1999.

Zu seinen Lebzeiten sind drei Alben von Bob Gallion erschienen, das einzige Solo-Album stammt aus 1971 und heißt „Happy Birthday My Darling“. Später folgten „Together And Alone“ sowie „Greatest Hits“ mit Patti Powell. Bear Family Records veröffentlichte 2000 insgesamt 20 Songs, die Gallion für MGM aufgenommen hatte. Titel: „Out Of A Honky Tonk“.

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>