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Owen Bradley

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Owen Bradley (Promo)

Von Westmoreland, Tennessee zog der vielseitige Musiker aus, um einer der einflussreichsten Männer im Music Buisness von Nashville zu werden. Am 21. Oktober 1915 geboren, startete der ideenreiche Künstler seine Karriere als Bandleader des Owen Bradley Quintets. Nicht Country- sondern Tanzmusik war sein Metier. Aber sogar in den Country-Charts wurde er mit einer Aufnahme verzeichnet, 1949 besetzte seine Version von „Blues Stay Away From Me“ Platz 7.

1935 hatte er beim Sender WSM in Nashville einen Job als Musiker und Arrangeur erhalten. Von dort aus bastelte er seine Tanzband zusammen und schrieb erste Songs. „Night Train To Memphis“, das ein Hit für Roy Acuff wurde, stammt von Bradley. Seine eigene Musiker-Karriere geriet bald in den Hintergrund, weil er als Produzent viel erfolgreicher wurde. Seine Band aber behielt er bis Mitte der 1960er Jahre bei.

Richtig los ging es, nachdem er 1947 zu Decca Records wechselte. Zunächst als Arrangeur und Produzent, später übernahm er die Position des Label Bosses von Decca bzw. dann MCA Nashville. Zu seinen Klienten gehörten Stars wie Ernest Tubb, Brenda Lee, Patsy Cline, Burl Ives, Kitty Wells, Red Foley, Loretta Lynn, Conway Twitty sowie viele zunächst unbekannte Talente. Ihnen allen verhalf er dank seines untrüglichen Feelings zu großen Karrieren. Sein Studio Bradley’s Barn, erlangte legendären Ruf als Hitschmiede.

Owen Bradley gilt als einer der Architekten des Nashville Sound, der die Country Music enorm veränderte und einem größeren Publikum näher brachte. Bradley scharte die Creme der damaligen Studiomusiker um sich. Auf der Basis der traditionellen Country Music und des Honky Tonk bekamen die Songtexte eine andere Qualität, der Sound wurde weicher, die Annäherung an Pop Music blieb unverkennbar. Steel Guitar und Fiddle wurden oft durch „strings“ und „voices“ ersetzt, durch Streicher und Background-Chor. Bradley’s Strategie lautete ganz einfach: es muss sich immer weiter entwickeln, Stillstand ist der Untergang. Danach handelte er selbst konsequent. Anfang der 1960er Jahre verkaufte er sein Studio in Nashville, zog vor die Tore der Stadt und baute ein neues „Bradley’s Barn“. 1980 zerstörte ein Feuer das Studio, er baute es an gleicher Stelle wieder auf.

Natürlich war Owen Bradley kein Allheilmittel und keine Garantie für Erfolg aber diejenigen, deren Karriere er entweder in Gang oder wieder in Schwung brachte, sind eindeutig in der Überzahl. Er war einer der Motoren, die den Weg bereiteten für die phänomenalen Erfolge der Garth Brooks und Shania Twain, der Country Music insgesamt. Sie bauten ihre Karrieren auf dem Fundament auf, das von Owen Bradley maßgeblich mitgebaut worden war. Nicht zuletzt deswegen wurde er schon 1974 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.

Zwar zog er sich Anfang der 1980er Jahre weitgehend aus dem Business zurück, ließ sich aber für ganz bestimmte Projekte doch wieder aktivieren. Dazu gehörte das bemerkenswerte Album „Shadowland“ der Kanadierin k.d. lang. Auch für die hoch veranlagte Mandy Barnett wurde er als Produzent tätig, leider erlangte sie nie die Bedeutung, die sie verdient hätte.

Am 7. Januar 1998 starb Owen Bradley in Nashville. Am stärksten in Erinnerung bleiben dürfte er wegen seiner Arbeit mit Patsy Cline und Loretta Lynn, deren Karrieren er wie kein anderer prägte. Sein Bruder Harold Bradley wurde übrigens ein ausgezeichneter Gitarrist, der viele Jahre zu den gefragtesten Musikern in Nashville gehörte.

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>