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From The Roots To The Fruits

Americana im Pädagog: Bluesmusik und Dylan-Songs begeistern beim Jahresauftakt.

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Delta Danny, Dan Dietrich, Thomas Waldherr (Bildrechte, Thomas Waldherr)

Mit einem großartigen Doppelkonzert ist Americana im Pädagog ins Jahr 2016 gestartet. Im gut gefüllten Gewölbekeller des Darmstädter „Theater im Pädagog“ teilten sich an diesem Abend die Lokalmatadoren Delta Danny und Dan Dietrich die Bühne.

Delta Danny steht für die Blues-Roots: Ursprünglicher Country-Blues aus dem Mississippi-Delta und Chicago-Blues stehen auch an diesem Abend im Mittelpunkt ihrer Darbietung. Sie interpretiert Klassiker von Robert Johnson wie „Sweet Home Chicago“ oder „I’m Ready“ von Willie Dixon und trägt mit „Mr. Crump“ sogar einen Song von W.C. Handy, dem „Vater des Blues“ vor. Mit ihrer androgynen Erscheinung, ihrer rauchigen Stimme und ihrem fantastischen Gitarrenspiel – virtuos mit Zupfen und Picken und Anschlag! – schlägt die kleine, zierliche Musikerin das Publikum an diesem Abend in ihren Bann. Ohne viele Worte strebt sie von Bluessong zu Bluessong, legt dort ihre ganze Kraft hinein und erntet dafür reichlich Applaus. Nur zweimal schweift sie etwas vom originären Blues ab, als sie den in den Pubs dieser Welt eigentlich totgespielten Klassiker „Whisky In The Jar“ in einer Bluesfassung gekonnt wieder zum Leben erweckt und das gospelige Dylan-Meisterwerk „Knockin‘ On Heavens‘ Door“ zu etwas ganz eigenem macht. Es wird ein leises Stück voller Schwermut und Endlichkeit. Und mit diesem Song weist sie dann schon auf den zweiten Teil des Abends hin.

Denn nun kommen die „Fruits“. Der Singer-Songwriter Dan Dietrich hat sich im Herbst letzten Jahres einen lang gehegten Traum erfüllt: Eine Tournee nur mit Bob Dylan-Songs. Sein Programm „Dan plays Dylan“ begeistert auch an diesem Abend im Pädagogkeller das Publikum. Seine Versionen sind nah genug am Original um wieder erkannt zu werden, und gleichzeitig eigenständig genug, um den Klassikern neue Seiten abgewinnen zu können. So spielt Dietrich eine so noch nie gehörte, erstaunliche, rhythmisch akzentuierte Version des Anti-Kriegs-Klassikers „Masters Of War“ und bringt seine Fassung von „All Along The Watchtower“ in einige Entfernung zu den bekannten Versionen von Dylan und Jimi Hendrix. Nur bei „Blowin‘ In The Wind“ bleibt er ganz nah an der Urfassung und nutzt es dadurch zum „Sing-Along“ im Keller. Doch nicht nur die großen Hits hat er im Gepäck, sondern auch die weniger bekannten Stücke. Faszinierend seine eindringliche Version des uralten, aber dennoch erst vor wenigen Jahren veröffentlichten Dylan-Songs über einen Schwarzbrenner, den „Moonshiner“. Ein weiterer Höhepunkt ist eine Überraschung. Dan verwebt sein eigenes Stück „Suffice It To Day“ mit Dylans Underground-Hymne „Subterranean Homesick Blues“ und erntet spontanen Applaus des verblüfften Publikums.

Seinem umjubelten Auftritt folgt dann ein letzter gemeinsamer Song. Noch einmal erklingt Dylans „Knockin‘ On Heavens‘ Door“ majestätisch von der Bühne des Theater im Pädagog. Dietrichs einleitendes, beeindruckendes Mundharmonika-Solo erinnert an eine andere tolle Fassung des Songs vom Meister selbst, als er 1986 auf einer Australien-Tour mit Tom Petty den Song mit Harmonikatönen eröffnete. Und so endet ein toller Konzertabend mit zwei ebenso starken wie unterschiedlichen Musiker, die ihre Publikum bestens unterhalten haben, in einem ergreifenden Finale.

Weiter gehts bei „Americana im Pädagog“ am Donnerstag, den 7. April 2016 (20.00 Uhr/ 10,- Euro), mit der Singer-Songwriterin SONiA. Vorbestellungen und Vorverkauf telefonisch unter 06151 – 66 01 306, im Netz auf www.paedagogtheater.de und per E-Mail an theaterimpaedagog@gmx.de

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