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George Strait kritisiert mit neuem Song das US-Country-Radio

George Strait und Jamey Johnson rechnen mit "Kicked Outta Country" mit dem amerikanischen Country-Radio ab.

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George Strait George Strait - Bildrechte: MCA Records

Schon im Jahr 2000 sang er zusammen mit Alan Jackson in „Murder On Music Row“, dass die Verantwortlichen der Musikindustrie die wirkliche Countrymusik umbringen. Damals war George Strait noch einer der meistgespielten Country-Stars in den Staaten, denn sonst hätte er ja nie die Rekordzahl von 44 Nummer-Eins-Hits erreichen können. Nun ist er selber davon betroffen, dass seine Lieder kaum noch gespielt werden. 2012 stand er zum letzten Mal in der Top 10, mit „Love’s Make It Alright“ und von seinem letzten Album „Cold Beer Conversation“ aus dem vergangenen Jahr schaffte keine Single den Sprung in die Top 20 der Country-Charts.

Das hat George Strait ganz offensichtlich mächtig geärgert. So hat er gemeinsam mit Songschreiber Jamey Johnson, der seinen Nr.1-Hit „Give It Away“ (Song des Jahres 2006, CMA) schrieb, eine gemeinsame musikalische Reaktion verfasst. Johnson hatte nach einem gemeinsamen Konzert George Strait gesagt, dass er ihm gerne einige seiner neu geschriebenen Songs schicken wolle, wenn er wieder ins Studio gehen würde. „Ich werde sie mir gerne anhören,“ erwiderte Strait, „aber die werden womöglich von den Radios nicht mehr gespielt.“ Darauf sagte Johnson: „Klar, dich haben sie auch aus der Countrymusik rausgeschmissen (kicked outta country).“ Das gab George Strait zu denken, dass er am folgenden Tag Jamey Johnson eine SMS schickte. „Kicked Outta Country ist ein Supersongtitel, entweder schreibst du das Lied, oder ich, oder wir beide zusammen!“ Und so machten sich die beiden gemeinsam ans Werk und schrieben das Lied.

Da wird sehr deutlich gemacht, wie brutal die Ablehnung durch die Macher sein kann. „I just got the news today, the record I sent them they threw it away. It don’t fit the format, don’t make the list. They said I’m too old, won’t even be missed,“ singt Strait zu Beginn. Dann zählt er auf, dass dieses Schicksal den Großen der Countrymusik widerfahren ist. George Jones, Merle Haggard, Waylon Jennings, Willie Nelson und Johnny Cash wurden nach Jahren des Erfolgs von den Playlists gestrichen. Doch so leicht lässt sich ein George Strait nicht entmutigen. Nun erst recht, so singt er, wird er richtigen Country machen, denn diese Musik wird eines Tages wiederkommen. „It don’t really matter, because I ain’t gonna change. ‚Cause getting kicked outta country won’t hurt a thing,“ ist der doch optimistische Schluss des Liedes.

„Kicked Outta Country“ und „You Gotta Go Through Hell“ sind die einzigen neuen Lieder auf der neuen „Strait Out Of The Box Part 2“, die seine Hit-Karriere von 1996 bis heute musikalisch zusammenfasst.

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1 Kommentar zu George Strait kritisiert mit neuem Song das US-Country-Radio

  1. Mario Westmeier // 1. Dezember 2016 um 18:22 //

    So ist es richtig George. Leider hat das was heute aus Nashville kommt nicht das Geringste mehr mit Country Music zu tun. Hoffentlich hat er Recht mit der Rückkehr zur wahren Country Music.

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