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Der Mai ist gekommen – Country In The Spring

Country In The Spring im Hotel Schützenhof.

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Country In The Spring Country In The Spring. Bildrechte: Michael Förschges

Am ersten Samstag im Mai – im Kalender war es der 06.05.2017, versammelten die regionalen Country- und Linedancefans in Eitorf zur dritten Auflage des Country In The Spring Events im Hotel Schützenhof. Gleich neun Acts standen auf dem Programm, so dass der Start schon um 16.30 Uhr erfolgte.

Um miteinander warm zu werden und ein bisschen die Stimmung anzuheizen, startete das Event mit einem Linedance-Workshop unter der Anleitung von Thunder Gomes aus Geldern. Dort trainiert er die Thunder Boots Linedancer im besonderen Catalan-Stil. Für das ihm zugestandene Zeitfenster von rund 30 Minuten hatte er sich eine einfache Choreografie ausgesucht. Erlernt wurde der Tanz „You Ain’t Dolly“ zum gleichnamigen Song aus der TV-Serie Nashville. Und schon 30 Minuten später klappte es auch mit Musik und im Takt – so gesehen hat Thunder wohl alles richtig gemacht.

Der erste Künstler, der uns mit seiner Musik unterhalten durfte, war eine Künstlerin, die erst eine Handvoll Auftritte in ihrer bisherigen Karriere absolviert hat. Sie fällt somit eindeutig unter die Rubrik Newcomer; die Rede ist von Countrygirl Julie Carpenter. Die junge Dame kommt trotz ihres Soloauftrittes und dem damit verbundenen Umstand, dass die Musik zu den Songs von der CD kam, sowohl bei den Countryfans als auch bei den Künstlern gut an. Highlight von Julies Auftritt waren sicherlich die beiden Duette mit Eddy Gee und T.J. Andrews. Und schon waren die dreißig Minuten für Julie um und sie verabschiedete sich mit der traditionellen Version von „Jolene“.

Fliegender Wechsel ohne große Herausforderung an die Tontechnik, da der nächste Künstler ebenfalls seine Band in Form einer silbernen Scheibe bei sich hatte. Steve Montana – aus dem Bergischen Land nach Eitorf in den Rhein Sieg Kreis eingereist – hat sein Set von einer halben Stunde der Stilrichtung Rockabilly und ein wenig von Elvis gewidmet. So präsentierte er u.a. „Blue Moon Of Kentucky“ oder auch „Ridin‘ My Thumb To Mexico“.

Ähnlich wie sein Vorgänger an diesem Abend stammt auch T.J. Andrews aus dem Bergischen Land und auch er hatte seine Musik in digitaler Form dabei. Musikalisch lautet T.J.s Motto Country & More und so besteht sein Repertoire neben Country-, auch mit einigen Oldie-, oder Rock‘ n Roll-Songs. Dass er mit dieser Mischung an diesem Samstagabend ins Schwarze getroffen hat, zeigte der Applaus nach seiner Version des Klassikers „The Gambler“. Neu arrangiert und ein bisschen aufgepeppt kam dieser Oldie von Kenny Rogers zu neuen Ehren. Und auch T.J. verabschiedete sich nach seinem Set von 30 Minuten von der Bühne, jedoch nicht ohne vorher dem Publikum die Forderung nach einer Zugabe zu erfüllen.

Nicht weit entfernt vom Bergischen ist das Sauerland – die Heimat von Tom Reno. Tom betrat die Bühne bewaffnet mit seiner Gitarre und der Begleitband auf CD. Sein Set enthielt neben englisch-sprachigen Songs auch deutsche Titel. Mit „Ich möcht‘ so gerne ma Nashville“ sprach der Cowboy sicherlich vielen aus dem Herzen. Und apropos Herz: „Heartaches By The Number“ passte da auch gut mit in die Tracklist für seinen Auftritt.

Da es Programm nun mit einer Band weitergehen sollte, bedurfte es einer kleinen Umbaupause und einem Soundcheck. Damit dies nicht zu Lasten der Anwesenden geht, überbrückte unser Lindedance-Instruktor Thunder Gomes die Zeit erneut mit einem keinen Workshop. Passend zur Situation auf der Bühne konnten die Linedance-Fans nun den Tanz Keep Cool erlernen auf „Close To My Heart“ von Rune Rudberg. Und auch hier stand die Choreografie innerhalb einer halben Stunde und es blieb sogar noch Zeit die Schritte ein wenig zu vertiefen.

Dann hieß es Bühne frei für Gary Niggins & The Coalminers. Die aus Hamm in Westfalen stammende Formation umfasste vier gestandene Cowboys mit ihren Instrumenten. Gary an der Akustik-Gitarre und als Leader natürlich auch Leadvocals wurde unterstützt durch E-Gitarre, upright Bas und Drumset. Mit Songs wie „Ring Of Fire“, „Jambalaya“ oder „Ghostriders In The Sky“ waren hier vertraute Klänge zu hören. Schön anzusehen waren auch die Showeinlagen in den diversen Songs, bei denen die Musiker ihre Instrumente als Turngeräte umfunktionierten. Das man bei dem Aufwand mit Aufbau und Soundcheck nicht nur 30 Minuten für die Jungs eingeplant hatte war nachvollziehbar und so gestanden die Veranstalter Silke und Otmar Schwarz der Combo satte 60 Minuten zu.

Noch während die Jungs von Gary Niggins ihre Instrumente von der Bühne räumten, ging es im Programm weiter mit einer Solo-Künstlerin – Caty Andrew. Ihr Set begann mit einer Statusmeldung: „I Feel Lucky“. Wie immer man diese Mitteilung interpretieren möchte, Caty war an diesem Abend stimmlich leicht angeschlagen. Dieser Umstand hatte aber keine großen Auswirkungen auf ihr Programm. Auch Caty hatte ihre Band digital im Gepäck – dies war aber für die Tontechnik von Peter Scholzen kein Problem. Immerhin war das ja an diesem Abend der Standard. Aber auch a capella konnte Caty das Publikum an diesem Tag überzeugen. Als der Zuspieler streikte, gab es kurzerhand eine rein akustische Version von „Hallelejuah“ zu hören.

Der Wechsel auf die nachfolgende Künstlerin verlief problemlos, da Catys letzter Song ein Duett mit ihrer Kollegin Jamy Sheene war. Und damit nicht genug – es war auch eine Premiere des Songs „Couple Of Country Girls“. Unter dem Motto „But Kickin‘ Country Music“ rockte die Lady nicht nur auf der Bühne sondern fegte auch wie ein Wirbelwind durch den Saal. Dass sie aber auch leise Töne anschlagen kann, demonstrierte sie mit einem Tribut an Loretta Lynn und dem Song „Coal Miners Daughter“. Überflüssig zu erwähnen, dass Jamy auch ohne eigene Musiker angereist war.

Auch der nächste Künstler hatte nicht nur seine Gitarre im Gepäck. Mit Eddy Gee trat nun ein niederländischer Sänger auf die Bühne. Seine halbe Stunde war gut gefüllt mit einer ausgewogenen Mischung aus eigenen Songs und Covertiteln. Mit „Happy Man“ machte Eddy mit einem eigenen Titel direkt klar, wie er die Stimmung im Saal sah. Und die Fans im Saal honorierten auch den Umstand, dass Eddy auch mal die CD aus ließ und einfach nur mit seiner Akustik Gitarre ein paar Songs performte – zum Beispiel „High Lonesome Sound“. Als Eddy sich nach einer halben Stunde verabschieden wollte, wurde ihm dies durch Zugabe-Rufe erschwert. Also gab es noch einen Song als Abschluss – Eddy, seine Gitarre und die Countryfans als Background-Chor. Und welcher Song eignete sich dafür besser als John Denvers ewiger Klassiker „Country Roads“.

Als letzter Künstler des Events trat nun noch Jay Wagner auf. Wie üblich bei Solokünstlern trat auch er mit musikalischer Unterstützung von CD auf. Mit Titeln wie „Rocky Top“ und „Proud Mary“ ging Jay kein großes Risiko ein und setzte in seinem Set auf Klassiker. Aber auch er hatte einen eignen Song mit im Gepäck. Mit einem Klassiker endete dann kurz vor Mitternacht die dritte Auflage von Country In The Spring. „Will The Circle Be Unbroken“ könnte für die allgemeine Hoffnung auf ein Wiedersehen auf einem der kommenden Events in Eitorf oder sonst wo in der Republik.

Zum Schluss noch ein paar Sätze zur Thematik Livemusik mit Bands im Gegensatz zu Solokünstlern mit Musik aus der Konserve. Hier hat jeder seine eigene Meinung und das ist auch OK so. Aber wenn eine Veranstalter eine möglichst große Bandbreite an verschiedenen Stilrichtungen präsentieren will und das zu vertretbaren Eintrittspreisen, ist es fast unmöglich eine Abendveranstaltung mit mehreren Bands durchzuführen. Und wer weiß, was aus den Solisten von heute in der Zukunft wird – seien wir doch froh über Jede und Jeden, der sich mit Countrymusik on stage beschäftigt.

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