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„Sneaky“ Pete Kleinow

Pete Kleinow, geboren am 20. August 1934 in South Bend, Indiana. Das Porträt des Sängers und Songschreibers.

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Sneaky Pete Kleinow "Sneaky" Pete Kleinow. Bildrechte: Rhino Records

„Sneaky“ Pete Kleinow bekam den Beinamen „Jimi Hendrix of the Steel Guitar“ – das sagt einiges aus über diesen Musiker. Er war es, der die Steel Guitar in der Rockmusik etablierte. In Musiker-Kreisen gilt er als Genie, die breite Öffentlichkeit hat kaum Notiz von ihm genommen.

Peter E. Kleinow kam am 20. August 1934 in South Bend, Indiana auf die Welt. Für Musik interessierte er sich, so lange er denken konnte. Besonders angetan hatte es ihm die Hawaii Guitar wie Jerry Byrd sie spielte. Mit 17 kaufte er sich ein solches Instrument und lernte im Rekordtempo, es zu spielen. Tagsüber verdiente er seine Dollars beim Straßenbau, abends spielte er mit unterschiedlichen Bands in lokalen Clubs und Bars. Dort bekam er den Spitznamen „Sneaky“, was so viel heißt wie heimlich.

1960 verlegte Kleinow seinen Wohnsitz nach Kalifornien und produzierte Werbe-Jingles. Und er bastelte an speziellen Effekten. Bald gehörte er auf diesem Gebiet zu den gefragten Spezialisten für Film und Fernsehen. Er sorgte für die Spezial-Effekte u.a. beim Film-Hit „Die wunderbare Welt der Gebrüder Grimm“ (1962) sowie der TV-Serie „The Outer Limits“.

Natürlich spielte er weiter bei Live-Gigs die Steel Guitar. Kleinow gehörte dazu, als sich der Bakersfield-Sound langsam entwickelte. Man holte ihn ab 1965 zu Platten-Aufnahmen, bald war er der meist beschäftigte Steel-Gitarrist an der Westküste. Als Erste verpflichteten ihn die Ventures für eine Session, in den vielen Jahren danach spielte er die Steel Guitar bei Aufnahmen der Rolling Stones, von Joe Cocker, Delaney & Bonnie, Little Feet, Frank Zappa, John Lennon, The Bee Gees, Fleetwood Mac, The Eagles, The Everly Brothers, Joan Baez, Stevie Wonder, Spencer Davis, Joni Mitchell, George Harrison, Steve Miller Band, Ringo Starr, Linda Ronstadt, um nur die bekanntesten Künstler zu nennen.

Als Chris Hillman und Gram Parsons die Byrds im Country-Sound aufleben lassen wollten, gehörte Pete Kleinow dazu obwohl Roger McGuinn gegen eine ständige Steel Guitar in der Band war. Deshalb kam es ganz schnell zur Trennung. Parsons und Hillman starteten mit Kleinow eine neue Band: The Flying Burrito Brothers. Sie gelten als Pioniere des Country Rock, weil sie diese Stilarten verbanden und Gospel wie Soul einbezogen. Bei drei Alben der Gruppe gehörte Kleinow zu den beteiligten Musikern. Dann konzentrierte er sich auf die Studio-Arbeit, die seine ganze Zeit in Anspruch nahm.

Mitte der 1970er Jahre gehörte Kleinow zeitweise wieder einer Band an, diesmal hieß sie Cold Steel. Im Laufe der vielen Jahre hat Sneaky Pete nur drei Solo-Alben aufgenommen: „Sneaky Pete“ (1979), „The Legend And The Legacy“ (1994), „Meet Sneaky Pete“ (2001).

Anfang der 1980er Jahre kehrte er zu der Arbeit zurück, mit der er zu Beginn seiner Karriere so erfolgreich war: Spezial-Effekte. Er wirkte bei solchen Welterfolgen mit wie The Terminator, The Terminator 2, Gremlins, The Empire Strikes Back.

Aber es zog ihn auch immer wieder ins Musik-Studio und auf die Bühne zurück. 2000 gründete Kleinow die Gruppe „Burrito Deluxe“, mit der er drei Alben aufnahm. Seinen letzten öffentlichen Auftritt als Musiker hatte er 2005 bei einem Gram Parsons-Tribute in Joshua Tree, Kalifornien, wo Parsons gestorben war.

„Sneaky“ Pete Kleinow starb am 6. Januar 2007 in einem Pflegeheim bei Petaluma, Kalifornien, wo er aufgrund seiner Erkrankung an Alzheimer seit 2006 lebte. In Erinnerung bleiben wird er als der Steel-Gitarrist, der dieses Instrument über die Country Music hinaus, in der Rockmusik salonfähig machte, wo man sie bis dahin eigentlich nicht haben wollte.

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>

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