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Don Walser

In der texanischen Country Music ist er eine Legende. Immer noch, obwohl er seit 2006 nicht mehr unter uns weilt: Don Walser.

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Don Walser Don Walser. Bildrechte: New West Records

Der waschechte Texaner Don Walser stammte aus dem Städtchen Brownfield, wo er am 14. September 1934 geboren wurde. In der Schule tat er sich besonders hervor, wenn es um Musik ging. Noch ehe er das Teenageralter erreichte, spielte er prima Gitarre und sang dazu. Im Alter von 16 Jahren startete er mit den Panhandle Playboys seine erste eigene Band. Der Name deutet an, wo sie beheimatet waren, in dem Teil von Texas nämlich, den man gern den „Pfannenstil“ (panhandle) nennt. Aus diesem Gebiet mit den größeren Städten Amarillo und Lubbock stammen ungewöhnlich viele gute Musiker. Auch Buddy Holly, mit dem er einige Veranstaltungen im gleichen Programm bestritt.

Doch Don Walser schloss sich nicht dem neuen Trend an, der da Rock’n’Roll hieß, er blieb daheim in Texas und machte bodenständige Honky Tonk Music. Im war es wichtiger, im gewohnten Umfeld zu sein, eine Familie zu gründen und sein Geld erst einmal in einem herkömmlichen Beruf zu verdienen. Er arbeitete erst als Mechaniker, später als Buchhalter bei der National Guard. Dem Lockruf, zugunsten einer Plattenkarriere nach Nashville oder Kalifornien zu gehen, ist er nie erlegen. Dass er damit möglicherweise eine große Chance zu einer Karriere als Plattenstar vergab, darüber zeigte sich Don Walser stets im Klaren. Er hatte seine Prinzipien und denen blieb er treu – mit allen Konsequenzen.

In Texas freilich wusste man ihn, sein verhalten und vor allem seine Musik zu schätzen. Mochte man ihn anderswo auch kaum oder gar nicht kennen, in Texas wurde und blieb Walser ein Publikumsliebling. Mehrere Jahrzehnte lang hatte Don Walser entweder eine eigene Band oder gehörte anderen Bands an, mit denen er pausenlos im Südwesten unterwegs war. Natürlich nahm er auch Schallplatten auf, es gibt mindestens zehn Alben von ihm. Auch wenn keine seiner Produktionen in die Charts von Billboard einzog, verkaufte er erstaunliche Stückzahlen bei seinen Gigs oder im Versandhandel.

Für seine Live-Auftritte ließ sich Don Walser immer wieder etwas einfallen. Besonders geschätzt seitens des Publikums blieb der Umstand, dass Walser Lieder aus den 1940er und 1950er Jahren aufgriff, sie ein wenig auf sich zuschnitt und so aus einem Cowboy Song schon mal ein Honky Tonk Song wurde. Kaum einen Auftritt konnte er beenden, ohne nicht wenigstens einmal seine Jodel-Künste demonstriert zu haben.

Mitte der 80er Jahre sorgte sein Arbeitgeber, die National Guard (ihr gehörte er bis 1994 an), ungewollt dafür, dass Don Walsers Musiker-Karriere einen Schub bekam. Er wurde nach Austin versetzt und war damit mitten drin in einer Musik-Szene, die sich stets im Aufbruch befand, in der sich immer etwas Neues tat. Mit seiner Band, die jetzt The Pure Texas Band hieß, erlangte er Kult-Status. Und erst mit 60 Jahren und nach seiner Pensionierung konzentrierte sich Don Walser erstmals nur noch auf die Musik. Jetzt erst begann er seine „Plattenkarriere“, wenn man das so bezeichnen möchte. Bis dahin hatte er lediglich ein Album veröffentlicht. Jetzt im Rentneralter und gegen Ende seiner Karriere wurden ihm die Aufmerksamkeit, Anerkennung und Ehrungen zuteil, die er längst vorher verdient gehabt hätte. Seit er in Austin wohnte, bekam Walser Zulauf nicht nur von den Traditionalisten sondern auch von jungen Menschen aus der alternativen Musik. Er selbst blieb bei seiner gnadenlos traditionellen Honky Tonk und Western Swing Music und wurde dennoch oder gerade deswegen auch in anderen Bereichen der Musik angenommen.

2003 musste sich Don Walser aus dem Live-Geschehen krankheitsbedingt weitgehend zurückziehen, von dem, was über Jahrzehnte sein Lebenselixier gewesen war. Am 20. September 2006 starb er an den Folgen von Diabetis.

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>

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