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Legende des Texas-Country in Südhessen

David Waddell & Hellbound Train begeistern mit Vanessa Novak als Support in der Kelterscheune in Rödermark.

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David Waddell & Hellbound Train - Live David Waddell & Hellbound Train - Live. Bildrechte: Thomas Waldherr

Ein Hauch von Musikgeschichte wehte durch die Kelterscheune im zwischen Darmstadt und Frankfurt gelegenen Rödermark. Auf der Bühne stand ein Weggefährte der ganz Großen des Texas-Country. David Waddell hat schon mit Townes van Zandt, Guy Clark, Billy Joe Shaver und Willie Nelson zusammengearbeitet und war mit dem tragisch ums Leben gekommenen Blaze Foley befreundet. Nun war er auf Initiative von Carmen und Kai Nees, die an einem Buch über Blaze Foley arbeiten, sowie dem „Red Rooster Blues Club Rödermark“ nach Südhessen gekommen.

Doch bevor die Legende aus Texas die Bühne enterte, zog die Darmstädter Americana-Singer-Songwriterin Vanessa Novak mit ihren hörenswerten Songs die Zuschauer in ihren Bann. „Home (Is Where My Heart Is)“ oder „Bound To Change“ erzählen trefflich über Situationen aus dem Leben, die jeder kennt. Verbunden mit dem tollen Gitarrenspiel entstand so ein ganz eindringliches Hörerlebnis das mit großem Beifall quittiert wurde.

Und dann zog David Waddell alle Register. Mit seiner gut geölten Tourband „Hellbound Train“ gab er dem Publikum mehr als zwei Stunden druckvolle Countrymusik der besten Art. Solide, schnörkellos, stetig zwischen „Boom-tschicka-boom“ und „Bakersfield“ pendelnd und vor allem richtig mitreißend. Das ging in die Beine und so wurde sich in den hinteren Reihen auch fleißig mit Two Step und Line Dance bewegt.

Davids eigene Songs beschwören oftmals die klassischen Country- Mythen wie den „Working Man“ oder den „Outlaw“. Mit „Hard Times For The Working Man“ folgt Waddell ganz klar der großen Country-Legende Merle Haggard. Mit „Lady And The Outlaw“ der Gesetzlosenromantik. Mit „Truck Broke Down“ sowie dem gemeinsam mit Billy Joe Shaver geschriebenen „Mother Trucker“ hat er auch Trucker-Songs im Repertoire. Waddell erfindet an diesem Abend die Countrymusik nicht neu, aber er bringt das Beste in ihr zum Leuchten. Denn auch traurige Honky-Tonk-Balladen wie „I Can’t Win“ oder „True Blue“ gehören zum musikalischen Gepäck des in South Carolina geborenen und in Texas musikalisch groß gewordenen Waddells.

Nach einer Pause geht es mit einem Unplugged-Set weiter. Waddell und Gitarrist Mark Wise sitzen nun da als Duo mit ihren Gitarren, und es entsteht ein ganz intime Atmosphäre. An dieser Stelle spielt David dann auch „Oval Room“, das Spottlied Blaze Foleys für Ronald Reagan, das auch perfekt in die Jetzt-Zeit und auf Donald Trump passt. Anschließend kommt die Band wieder und die Stimmung steigert sich stetig bis zum Abschluss-Song „Hellbound Train“. Für zwei Zugaben kommt dann Vanessa Novak wieder auf die Bühne und gemeinsam schmettert man die Johnny Cash-Klassiker „Folsom Prison Blues“ und „Ring Of Fire“.

Am Ende sind sowohl die Stamm-Zuschauer des Blues-Clubs, als auch die Country-Freunde, die Waddell angezogen hat, absolut zufrieden. Schade, dass man sowas hierzulande so selten zu hören bekommt. Umso mehr gilt der Dank der Initiative aus Rödermark!

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