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Beiträge von Bettina Granegger

[6. November. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Taylor Swift: Red

Bei den CMA Awards vor wenigen Tagen ging Taylor Swift trotz dreier Nominierungen leer aus. Möglicherweise ein hinführendes Resultat, dass der so rasend hoch geschossene Stern ein klein wenig an Glanz einbüßen muss. Die Verkaufszahlen des Albums freilich zeigen andere Ergebnisse auf und die Künstlerin bleibt in alleroberster Liga, jedoch steht sie mit ihren 22 Jahren an einem Punkt im Leben, der noch auf eine klare Richtungsführung wartet.

Red jedenfalls bewegt sich zwischen Teenie-Pop und balladenhaftem Gesang mit eingebauten elektronischen Sound-Elementen im Stil der 80er Jahre – alles, nur kein Country! Wenngleich Taylor Swift sogar in Fernsehsendungen hierzulande noch immer dieser Musik zugeordnet wird und somit wahrscheinlich dem Image einen Dienst erweist, zeigt sie doch deren Jugendhaftigkeit auf, fernab vom eingestaubten Cowboy-Image.

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[10. Oktober. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Eventberichte]
Happy Birthday – 30 Jahre Country & Western Friends Kötz!

Es dürfte in Deutschland kaum einen weiteren Verein geben, der über eine derart lange Zeit konstant tätig besteht. Zwar machen sich auch in Kötz langsam die Zeichen der Zeit bemerkbar – das Publikum macht sich rarer, das Durchschnittsalter der aktiven Mitglieder steigt, doch noch denkt hier niemand an Rückzug.

Wie der 1. Präsident Peter Wroblewski im Interview berichtet, wird man sich den Gegebenheiten anpassen, Zielbestimmungen vielleicht neu definieren, vorausschauend arbeiten und dadurch möglicherweise Veranstaltungen anders planen. Jedoch sei das 30. Jubiläums-Festival im Jahr 2013 fest. Drum herum wird es weiter kleinere akustische Konzerte geben, sowohl im Kulturgewächshaus Birkenried als auch in Zusammenarbeit mit anderen Örtlichkeiten.

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[6. August. 2012 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Eventberichte]
Eine tatsächlich perfekte Vorstellung:<br />James Lann und seine Band am 4. August 2012 im Four Corners

Dieses Konzert fügte sich ein und brachte Gleichgewicht in das Four Corners-Konzept. Nachdem dort in diesem Sommer bereits namhafte Top-Stars in der Reihe auftraten, daneben nationale Bands die Samstagabende bestreiten, wurde durch den Texaner und seine Musiker die Bedeutung repräsentiert, dass die erstebenswertesten Live-Events eben nicht nur aus der amerikanischen Oberliga kommen müssen, sondern es auch dort ganz “normale” Bands gibt, die ihre Stärke hier beweisen können.

Es war in diesem Fall auch eine geniale Entscheidung, keinen Opening Act zu bennenen, um dem US-Künstler eine höhere Wertigkeit zu geben, als die, die ihm zusteht.

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[12. Juli. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: News]
Kris Kristofferson für zwei Konzerte in Deutschland

Vorstellen muss man ihn nicht, dieser Mann ist eine lebende Legende: Kris Kristofferson. Für zwei Shows kommt er diesen Herbst wieder nach Deutschland, vermutlich mit beständigem Programm und schlichter Authentizität. Seine Hits kennt jeder, sowohl die von ihm selbst interpretierten als auch die, die er für andere Künstler schrieb.

Seine Methode war und ist echt, ihn zu erleben, die Gewissheit, damit richtig zu liegen: 27. November im Theaterhaus Stuttgart und am 28. November in der Jahrhunderthalle Frankfurt.

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[3. Juli. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Eventberichte]
Hank III bestätigt sein intensives Selbstbild

Dieser Mann hat seine Werte verwirklicht. Sein Vorgehen ist schräg und unkonventionell, wiederum so schlicht und verständlich, dass er Menschen anspricht, die selbst wohl auch keinen bürgerlichen Verhaltensmustern folgen. Seine Musik jedoch bewegt sich zum Teil noch immer im Grundrahmen, den sein berühmter Großvater zu Lebzeiten vorgegeben hat.

Als Hank Williams 1953 in seinem Auto in Knoxville (Alabama) starb, war ihm wahrscheinlich nicht bewusst, dass er der Auslöser für eine Bewegung war, die sich bis in die heutige Zeit fortsetzt. Sein Enkel ist nun bereits 10 Jahre älter als er zum Zeitpunkt seines Todes, Hank III hat damit angefangen, die zugrunde liegenden Funktionen zu übernehmen.

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[20. Juni. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Alan Jackson: Thirty Miles West

Im Grunde ließe sich dieses Album in einem Satz beschreiben: Das “ist” Alan Jackson! Würde man herausragende Besprechungen seiner vorangegangenen Werke hernehmen und den Titel ändern, könnte man damit nichts falsch machen.

Thirty Miles West ist ein weiteres Meisterwerk von zeitgenössischer Country Music, die ihren Charakter jedoch durch und durch bewahrt hat. Ein komprimiertes positives Bild dessen, was man sich als Liebhaber dieser Musik wünschen kann. Die Texte sind, wie immer, lebensnah und anwendbar. Ihre Inhalte nicht künstlich erzeugt, sondern aus beispielhaftem Erleben natürlich entstanden.

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[20. Juni. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Rebound: Deep River

10 Jahre ist es her, dass Bettina Bührer ihre Band Rebound gründete, die sich seither in wechselnder Besetzung, jedoch stetig stabilem Anspruch nicht nur in ihrer Heimat, der Schweiz, etabliert hat. Die Musiker mögen im Lauf der Zeit immer wieder gewechselt haben, der Stil aber ist noch heute der gleiche, denn die Bandleaderin gehört zu den Persönlichkeiten, die durchweg ihre klare Linie verfolgen.

Ihr Grundvertrauen in geerdete Country Music liegt verwurzelt in der Zeit vor den 1980ern, ihr tiefster Respekt gilt Künstlern wie Johnny Cash, Marty Stuart oder Loretta Lynn. Ihre eigene Musik spiegelt genau diese Charakteristik wider.

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[17. Juni. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Eventberichte]
29. Festival des höchsten Anspruchs:<br />30 Jahre Country & Western Friends Kötz e. V.

Als der gerade ein Jahr junge Verein vor 29 Jahren seine erste große Veranstaltung plante, stellte man diese auf drei grundsätzliche Säulen: Höchster Anspruch an die Musik, die Darstellung ihrer Vielfältigkeit und hervorragenden Service gegenüber den Besuchern und Teilnehmern. Über all diese Zeit (sehr wenige Ausnahmen bestätigen die Regel) kam in Kötz nur auf die Bühne, wer ein gewisses Maß an Hochwertigkeit seiner Darbietung erfüllt und dabei nach Möglichkeit die erweiterten Stilrichtungen der Country Music ausschöpfte. Auch zum diesjährigen Jubiläums-Festival machte man hier keine Ausnahme, sondern setzte das gewohnte Erfolgsprogramm fort.

Weder sintflutartige Regengüsse, die am Freitag den Camping-Bereich fluteten, ein Fußball-EM-Länderspiel noch ein erkrankter Tommy Cash, dessen Ausfall am Donnerstag eine spontane Umplanung erforderte (wir berichteten) stellten sich als unüberwindbar heraus.

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[5. Juni. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Eventberichte]
Eine zweite Chance<br />Jackson Taylor & The Sinners wieder im Four Corners

Keine andere Show im Four Corners (Untermeitingen, Bayern) hat je das Publikum derart gespalten, wie die von Jackson Taylor & The Sinners im März 2010 (wir berichteten). Einige verließen damals, von Frustration getrieben, die Music Hall vorzeitig, andere hielten zwar durch, fanden für sich dennoch die Erkenntnis “nie mehr”. Wieder andere jedoch waren, nachdem sie den dicken Brocken verdaut hatten, einfach nur fasziniert. Diese Tatsache gab auch dem Four Corners den Anschub, die nächste Möglichkeit wahrzunehmen, den Künstler noch einmal auf die dortige Bühne zu holen. Im Rahmen dieser Europa-Tour als einziger in Deutschland.

Die Motivation für die Entscheidung mag jene gewesen sein, die verborgene Genialität Taylors erkannt zu haben und ihn nicht auf seinen Alkoholgenuss zu reduzieren. Die Belohnung folgte, das Konzert am 2. Juni 2012 war ausverkauft und mit losgelöstem Vergangenheitsanker zeigte sich im gegenwärtigen Zustand die ganze Kraft der Musik.

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[31. Mai. 2012 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Kolumnen & Reportagen]
Der geniale Anti-Star: Cody Jinks (USA) beendet seine Deutschland-Tour

Februar 2008. Die Chefredakteure der Print-Magazine Western Mail sowie Wheel, Kai Ulatowski und Herbert Arnold, präsentieren auf der Country Music Messe in Berlin eine ihren Schilderungen nach sensationelle Entdeckung, die sie auf einer gemeinsamen Texas-Reise gemacht haben: Cody Jinks, Barkeeper und Musiker, habe lt. ihren Aussagen ein extremes Potential, das sie sofort erkannt hatten. Die komprimierte Besonderheit des Künstlers steht außer Frage, insofern muss die Meinung der beiden uneingeschränkt bestätigt werden.

Seine außergewöhnliche Selbstpräsentation wird vom deutschen Publikum auch direkt angenommen. Man erkennt in Cody Jinks jemanden, der die Verwirklichung seines inneren Empfindens und deren Ausdrücken durch seine Musik in aller Bescheidenheit und mit Konsequenz leben möchte, statt dem Zustand des Star-Ruhms und des kommerziellen Erfolges hinterher zu streben.

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[17. April. 2012 | 2 Kommentare | Von | Kategorie: Archiv]
Hank III für zwei Konzerte in Deutschland

Wie seinerzeit sein Großvater ist auch Hank III eine Lichtgestalt, der man sich kaum entziehen kann. Natürlich kann sich ein eingefleischter Country-Fan einreden, mit dessen Umgestaltung der Musik nichts anfangen zu können, völlig entziehen kann er sich jedoch nicht, denn die Art seiner Präsentation erstrahlt in ähnlich sanft provozierender Weise.

Shelton Hank Williams führt die Familientradition fort, formuliert den “einsamen Blues” neu und erstellt eine klare Übersicht über die Bereiche, die sich im Alternative Country wiederfinden. Eine entsprechende Zuordnung ist nicht möglich, vielleicht braucht es das auch nicht.

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[22. März. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Road Chicks: Bitter Sweet

Mit Vorurteilen hat eine Girl-Band, die sich auch noch Road Chicks nennt, mit Sicherheit des öfteren zu kämpfen. Warum man attraktiven jungen Frauen noch immer eher keinen fundierten künstlerischen Hintergrund zutraut, mag daran liegen, dass der Versuch, bei uns ähnliche Projekte zu erarbeiten, meist in die Hose ging und am Ende eher eine Art “Dixie Chicks für Arme” heraus kam.

In Nashville jedoch haben sich die Ladys längst durchgesetzt und der Einfluss scheint nun endlich in Europa angekommen zu sein. Die Österreicherin Alina Mahrhofer und die in Tschechien geborene Marketa Bednarova fanden sich 2010 und beschlossen, ihr zur Verfügung stehendes Können und die Begeisterung für Country Music im modernen Gewand zusammenzufügen.

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[7. März. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Archiv]

Der Luftkurort Fichtelberg befindet sich mitten im Naturpark Hohes Fichtelgebirge im Landkreis Bayreuth, dabei unweit der Grenze zu Tschechien. Die vor allem auch für den Wander- und Wintersport bekannte Region bezaubert durch ihre landschaftliche Schönheit. 1965 gründete der aus Fichtelberg stammende Josef Fischer am Ortsrand einen Reiterhof, den später seine Tochter Jutta zusammen mit ihrem aus Österreich stammenden Mann Gerd Mayr übernahm. Nachdem dieser unzählige Preise im klassischen Reitwesen gewonnen hatte, entdeckte er Mitte der 80er Jahre, inspiriert durch die Bekanntschaft mit dem damals populären Opern- und Rocksänger Peter Hofmann, seine Leidenschaft fürs Westernreiten und stellte den Betrieb nach und nach um.

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[7. März. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Tom & The Rat Cats: No. 1

Die stattfindende Rückbesinnung auf die reduzierte Ursprünglichkeit, ist eine wohltuende Gegenentwicklung zur immer moderner daher kommenden Country Music. Die grundlegenden Inhalte reichen aus, um den Stoff zu gestalten. Letztes Jahr beispielsweise erschien Dale Watsons Album “The Sun Sessions”. Die Faszination der “alten” Helden der frühen Country- und Rockabilly-Zeit, in der man sich noch nicht mit Definitionen des Stils beschäftigte, sondern die Musik einfach spielte, ist noch immer präsent.

Die frühen Werte zu erkennen und sie mit Leben zu erfüllen funktioniert durchaus auch hierzulande. Die Rat Cats, ein Trio aus Niederbayern, stellten nun ihr erstes Album mit dem passenden Titel No.1 vor, das sich ebenso schlicht und dabei genial präsentiert. Es reichen noch immer drei Instrumente, wenn man ihnen mit persönlichem Erfahrungsschatz und grundlegenden Fertigkeiten Leben einhaucht, das eben so klingt wie vor 60 Jahren.

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[29. Februar. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Die späten 1980er und frühen 1990er waren eine extreme kreative Phase der Country Music, in der Musiker auch den Mut hatten, ausgetretene Pfade zu verlassen und einen eigenen Stil zu prägen. Sogar, wenn der Preis dafür der war, damit nicht den größten kommerziellen Erfolg zu erzielen.

Eine Band aus dieser Epoche waren die Pirates Of The Mississippi, die sich um den aus Alabama stammenden Songwriter Bill McCorvey formierte. Zwar wurden sie nach dem Erscheinen ihres ersten Albums 1990 mit Preisen ausgezeichnet und konnte einige Lieder in den Charts platzieren, jedoch verschaffte ihnen ihr individueller rauer Stil lediglich einen Platz der Aufmerksamkeit und Wertschätzung bei Kritikern und Fans, jedoch nicht an der obersten Spitze der Verkaufscharts.

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[8. Februar. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Eventberichte]
Auf der Grundlage der Beständigkeit:<br />Billy Yates und Buddy Jewell im Four Corners

Wenn es darum geht, einzelne Bestandteile einer Veranstaltung zu einer Vollkommenheit zu verketten, hat man im Four Corners (Untermeitingen, Bayern) hierfür die nötige Routine. Möchte man an einem Montag Abend im Februar das Haus voll haben, bedarf es eines Angebots, das dann auch Gäste aus der ganzen Republik, sogar aus der Schweiz anlockt. Mit dem Programm dieser Show am 6. Februar 2012 wurde einmal mehr eine entscheidende Einzigartigkeit erreicht.

Mittlerweile etablierter Opener für Top-Acts in Untermeitingen ist Dan Coates, der mit Gabor Bardfalvi am Kontrabass mehr als sonst sein Comedy-Talent entfaltet und vom ersten Moment keinen Zweifel daran lässt, dass auch nachfolgend keine Unzufriedenheit aufkommen kann. Das Publikum ist gepackt und sieht dem Kommenden entspannt entgegen. Intensiv ist die Stimmung, als ohne vorherige Animation bei “Time Marches On” plötzlich alle mitsingen. Wenn so etwas passiert, läuft die Kette automatisch zum Ziel. So ist es dann auch.

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[23. Januar. 2012 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Das Hervorholen von Erinnerungen führte im Lauf der Geschichte schon zu den gefühlsintensivsten Texten. Doch oft sind es nicht die spektakulären Ereignisse, sondern solche, die vielleicht auf den ersten Blick banal erscheinen, die uns jedoch im Innern berühren.

Wer Kinder hat, wird diese Momente kennen und sich auch Jahre später immer wieder an bestimmte Plätze des Lebensweges zurück versetzt fühlen. Ihre Fragetechniken und das gedankliche Umsetzen von für sie wichtigen Begebenheiten erstaunen uns jeden Tag neu. Auf diese einfache Weise entstand 2003 eines der herrlichsten Lieder des letzten Jahrzehnts, dessen Autor zu Recht Aufmerksamkeit fand.

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[5. Oktober. 2011 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Kevin Fowler: Chippin’ Away

Oft bewegen sich Künstler mit ihrer Arbeit in einer Zone zwischen Kommerz und Geheimtipp. Bereits das 5. Studioalbum hat Kevin Fowler nun heraus gebracht, Chart-Erfolge verbucht und dennoch ist sein Aktionsraum noch immer eher in der texanischen Szene angesiedelt. Jedoch kommt seine Musik bei jenen an, die die Grundlage geschaffen und sich sensibilisiert haben für diese spezielle Richtung.

Wer Fowler für sich entdeckt hat, will mehr. Noch vor Veröffentlichung der aktuellen CD warteten auch Bands hierzulande, die man vielleicht als etwas unabhängiger und mutiger einordnen kann, sehnsüchtig darauf, davon neues Material für sich ziehen zu können. Texas Music steht für sich und bedarf keiner weiteren Motivationshilfe.

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[2. Oktober. 2011 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Country Express: Feel The Music

Salzgitter im Südosten Niedersachsens zählt nicht zu den Städten, die durch herausragende Ereignisse oder Sehenswürdigkeiten hervorstechen. Dennoch ist sie als Industriesitz nicht unbedeutend für die Region des Harzvorlandes, glänzt durch Bescheidenheit und stilles Wirken. Dies könnte sinnbildlich für eine Band stehen, die bis auf den Sänger (Gerold Hinrichs kommt aus der Nähe von Osnabrück) dort angesiedelt ist und nunmehr, gegründet von Lead-Gitarrist Oliver Scharf, bereits seit 15 Jahren klassisch gediegene Country Music “unters Volk” bringt.

Da aktuell seit letztem Jahr neben Bassistin Andrea Hauser mit Melanie Arlt eine weitere weibliche Unterstützung Country Express komplettiert, ging man daran, mit dieser Besetzung nun ein Album aufzunehmen. Unter Einhaltung der Bandphilosophie entstand eine harmonische Zusammenfügung von Songs, die nicht nach dem Maßstab der momentanen Nachfrage geschaffen wurde, sondern vielmehr nach dem eigenen Wohlbefinden. Lieder, die den einzelnen Musikern, vor allem jedoch den beiden Vokalisten, nahe stehen. Nur nach solchen Wahrnehmungsregeln kann vermutlich gehandelt werden, will man sich selbst widerspiegeln.

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[19. Juli. 2011 | Kommentare deaktiviert | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Roxanna Red & The Wildwoodboys: If You Love A Rose

Es sieht so aus, als hätte sich in der nationalen Country-Szene ein Prozess in Bewegung gesetzt, der darauf hinzielt, Alben auf den Markt zu bringen, die das Neue geradezu spürbar machen. Gute Musik gab es hierzulande schon immer, doch scheint in diesem Jahr eine besondere Welle der Hochwertigkeit ihren Einfluss auszubreiten. Nun kommt auch vom Niederrhein ein Werk, das die Dominanz von Sinn und klarem Verhalten aufzeigt.

Andrea Ebbers alias Roxanna Red präsentiert sich in ihren Songs als Lady. Ein Country-Girl zwar, doch eines, das nicht in geflickten Jeans auf die Bühne geht, sondern ihren besonderen edlen Stil darstellt. Dennoch sind ihre Lieder erdgebunden und erzählen von den Lebensbedingungen, die uns eben nicht immer auf nur auf der Sonnenseite begegnen. Eine moralische Befriedigung vielleicht, ein Aufarbeiten von inneren Dialogen und persönlichen Verbindungen. Sie hat für sich beschlossen, ihre Erfahrungen darin umzusetzen und die Unterstützung ihrer hervorragenden Musiker sowie befreundeter Songwriter zu nutzen.

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