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Alle Beiträge von Friedrich Hog



Laurie Lewis: Blossoms

17. Juli 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: CD-Besprechungen

Laurie Lewis verkörpert Westcoast Bluegrass, ist die “Mutter” aller progressiven Bluegrass-Sängerinnen und legt mit “Blossoms” ein gehaltvolles Album vor, Nummer 17, zählt man “Blue Rose” von 1989 mit. Geboren wurde sie 1950 in Long Beach, Kalifornien. Inzwischen lebt sie im kalifornischen Berkeley. Ihre Tourneen führen sie regelmäßig auch nach Europa, mit ihrer Band oder im März 2010 im Duett mit Lebenspartner Tom Rozum.

Die Berkeley Folk Festivals in den 1960er Jahren hatten sie musikalisch inspiriert und geprägt, abends Konzerte, tagsüber die Nähe der Künstler spüren und erleben, die an einer Ecke für sich und einige Zuhörer gespielt haben, Doc Watson, Greenbriar Boys. Rasch startete sie mit Gitarre, die Fiddle wurde aber bald schon ihr Hauptinstrument. Die Bluegrass-Szene in der Bay Area zog sie magisch an.

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Kathy Kallick Band: Between The Hollow And The High-Rise

1. Juni 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: CD-Besprechungen

Gemeinsam mit Laurie Lewis hatte Kathy Kallick in den 1970er Jahren ihre Karriere gestartet, die Good Ole Persons sind noch in bester Erinnerung. Längst haben beide Frauen ihre eigenen Bands. Kalifornien ist für beide Dreh- und Angelpunkt, erfreulicherweise unternehmen sie nach wie vor Tourneen durch Europa. Die brandneue CD “Between The Hollow And The High-Rise” der Kathy Kallick Band ist außergewöhnlich gut gelungen, jedes Lied hat Alleinstellungsmerkmale und könnte als Single bestehen.

“Where Is My Cabin Home” und “Whistle Stop Town” stammen aus der Feder von Kathy Kallick und überzeugen durch eingängige Melodien und schöne Verbindungen progressiver Frauenpower mit der Tradition des Bluegrass aus den Appalachen im Osten. Als flottes Gospel-Quartett arrangiert ist “There’s A Higher Power” aus der Feder von Charlie & Ira Louvin. Kathy Kallick sing Lead, Tom Bekeny, Dan Booth und Greg Booth besorgen die weiteren Stimmen. Vervollständigt wird die Band im Übrigen von der wunderbaren jungen Fiddlerin Annie Staninec. Der “Panhandle Rag” erfährt in der Version der Kathy Kallick Band eine versierte instrumentelle Bearbeitung, die Melodie ist ohnehin markant und das Dobro von Greg Booth verleiht der Nummer eine angenehm warme Note, abgerundet von der Mandoline von Tom Bekeny und der Fiddle von Annie Staninec.

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Bühler Bluegrass Festival 2010

31. Mai 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Das 8. Internationale Bühler Bluegrass Festival am 14. und 15. Mai 2010 hat sich erneut als großartiger Erfolg erwiesen. Mit Singer-Songwriter-Legende James Talley, der Old Time Formation Uncle Earl und den Überraschungsgewinnern The Sons Of Navarone aus Belgien waren zum klassischen und modernen Bluegrass sowohl große Vielfalt, als auch hoher Unterhaltungswert hinzugetreten.

Die zweitägige Auslegung erweist sich als segensreich und bietet den Besuchern ausgedehnte Gelegenheit, Stadt und Umgebung zu ergründen. Am Samstag fand ein historischer Moment statt, als die German Bluegrass Music Association gegründet wurde, die rasch auf mehrere Dutzend Mitglieder angewachsen ist.

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Uncle Earl: Neo Old Time Music live in Europa zu erleben

4. Mai 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Mit viel Enthusiasmus wird in den USA von jungen weißen und farbigen Bands die Old Time String Band Music derzeit neu entdeckt. Die farbigen Carolina Chocolate Drops standen kürzlich wochenlang auf Platz 1 der Bluegrass Album Hitparade im Billboard mit ihrer aktuellen CD “Genuine Negro Jig”. Bei den weißen Formationen sind Uncle Earl eine der Vorreiter.

Die Musik dieser Formationen setzt regelmäßig dort an, wo auch Bill Monroe 1946 seinen Bluegrass aus der Taufe gehoben hat. Monroe hat durch das Hervorheben der einzelnen Instrumente im Wege des Einräumens von Soli und einem hohen “high lonesome” Gesang einen Standard geschaffen, der bis heute Gültigkeit hat, diverse Weiterentwicklungen eingeschlossen. Neu ist derzeit, dass junge Bands die String Band Music jener Zeit, also der 1920er bis 1940er Jahre zugrundelegen und eigenständige Fortentwicklungen schaffen, völlig unabhängig von Bill Monroe. Sie erfinden die Old Time Music neu, Neo Old Time nennt man dies.

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Liz Talley: More Than Satisfied

30. März 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: CD-Besprechungen

Nach ihrer CD “Road To You” legt die texanische Sängerin aus der Metropole Houston nunmehr erneut eine Perle texanischer Honky Tonk Music vor. Liz Talley greift auf bewährtes und neues Material zurück, bringt feine Steel Guitar und Fiddles zum Erklingen und wechselt meist zwischen mid-tempo und langsameren Stücken.

Honky Tonk Music muss mithin nicht unbedingt rauh und laut sein, sie kann auch den Herzschlag der 1950er und 1960er Jahre tragen, als Gefühle noch eine Rolle spielten und zum Ausdruck gebracht werden durften. Doug Deforest zeichnet als Produzent verantwortlich, er bedient auch den Bass, Tim Crouch ist an der Fiddle, der Mandoline und der akustischen Gitarre zu hören, Steel Guitar, Dobro und elektrische Gitarre spielt Robby Springfield. R.P. Harrell hat das Piano gut im Griff und das Schlagzeug wird von Mike Kennedy bedient.

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Laurie Lewis & Tom Rozum überzeugen mit gepflegtem Bluegrass

8. März 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Am Freitag, den 05. März 2010 gastierten auf Einladung der Country & Western Friends Kötz Laurie Lewis und Tom Rozum aus Kalifornien im Saal im Hotel zur Post in Leipheim. Die zahlreich erschienenen Besucher waren aus etlichen Teilen Süddeutschlands nach Leipheim gekommen, um dieses hochkarätige Duo aus dem Westcoast-Bluegrass live erleben zu können. Die virtuos vorgetragene Musik fand regen Zuspruch.

Der Bluegrass entstand 1946 in Kentucky, hat sich Dank Laurie Lewis vor Jahrzehnten bis Kalifornien ausgebreitet und findet offensichtlich auch in Europa mehr und mehr Beachtung. Er ist wesentlich jünger als der Jazz, kann mithin nicht auf eine so reichhaltige Geschichte in Deutschland zurückblicken wie jene amerikanische Musikform aus New Orleans, die schon in den 1920er bzw. 1930er Jahren Fuß fassen konnte.

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Billy Yates mit bisher bester Show im Four Corners

8. März 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Billy Yates ist seit rund 15 Jahren einer der besten Songschreiber in Nashville. Seit einigen Jahren bereist er regelmäßig Europa und beweist jeweils, dass mit echter Country Music, die Seele und Inhalte hat, das Publikum in Begeisterung versetzt werden kann. Mit seiner markanten Stimme, einem freundlichen, aber bestimmten Charisma und seinen Liedern, die von George Jones und anderen Größen aufgenommen werden, lässt er die Herzen höher schlagen.

Am Freitag, den 26. Februar 2010 war er wieder einmal im gut besuchten Four Corners in Untermeitingen aufgetreten, und lieferte dort seinen bisher besten Four-Corners-Auftritt ab.

Eröffnet wurde der Abend gegen 20:30 Uhr von Savannah aus Holland, die gewohnt zuverlässig, aber zunächst relativ lautstark aufspielten. Ihre Highlights waren mithin auch die leiseren Lieder wie “My Baby’s Gone” von den Louvin Brothers” oder Shawn Camp’s “K-I-S-S-I-N-G”. Dass sie aus der Feder von Billy Yates auch etwas spielten, z.B. “I Like My Music Country”, belegt schon, dass dieser ein riesiges Repertoire geschaffen hat, und nicht auf jedes seiner Lieder angewiesen ist. Sehr schön kam “When You Say Nothing At All” aus der Feder von Paul Overstreet herüber.

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Johnny Cash In The Round: John Francis und Mandy Strobel begeistern

16. Februar 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

In der sehr gut besuchten Holzwerkstatt Langenau haben der in Nashville, Tennessee lebende John Francis und der in Ulm beheimatete Mandy Strobel gemeinsam das Publikum zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Sie haben alle Erwartungen übertroffen und ihr Thema “Johnny Cash In The Round” sehr gut mit Auszeichnung bearbeitet. Insbesondere die Tatsache, dass die beiden Ausnahmekünstler sich erst 20 Minuten vor ihrem gemeinsamen Auftritt erstmals kennengelernt hatten, unterstreicht den sensationellen Erfolg des Duos.

Am Valentinstag, den 14. Februar 2010, war die Holzwerkstatt in Langenau gegen 17:00 Uhr mit erwartungsfreudigen Zuschauern gefüllt. Die Country & Western Friends Kötz hatten zu “Johnny Cash In The Round” eingeladen und John Francis und Mandy Strobel gebeten, gemeinsam mit nur je einem Werkzeug in der Hand, der jeweiligen akustischen Gitarre, den Spirit von Johnny Cash auf die Bühne zu zaubern. Die Künstler haben unterschiedlichen Bezug zu Cash, Mandy Strobel ist mit einer Baritonstimme ausgestattet, die jener von Johnny Cash verflixt nahe kommt, und er hat 2005 im Sun Studio in Memphis, Tennessee seine CD “The Way I Feel” aufgenommen, dort wo der “Man In Black” in den 1950er Jahren “I Walk The Line” und seine weiteren frühen Aufnahmen eingespielt hat.

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Country-Christmas im Schützenhaus Leipheim

7. Dezember 2009 | Von Friedrich Hog | Kategorie: News

Das jährliche Country-Christmas-Konzert der Country & Western Friends Kötz 1982 e.V. findet am Samstag, den 12. Dezember 2009 im Schützenhaus 89340 Leipheim statt. Es spielen ab 19:30 Uhr Mark Adams aus Kalifornien (USA) und die Countryband The Dixie Wheels aus Deutschland. Ferner gibt es ein weihnachtliches Rahmenprogramm.

Mark Adams hat mit seiner Band Rancho Deluxe im Jahr 2009 viele Fans in Europa hinzugewonnen. Country-Rock der klassischen Richtung im Stil von Gram Parsons ist seine Leidenschaft. Ehe die Band 2010 wieder nach Europa kommt, besucht Mark Adams Europa und eröffnet mit seinen herrlichen und markanten Liedern den Konzertabend.

Die Dixie Wheels aus dem Heilbronner Raum gehören längst zu den akzeptiertesten Countrybands Deutschlands, zumal mit Bernd Neuberger und Gerd Wienrank zwei erstklassige Tontechniker in der Band spielen, die seit Jahren für den exzellenten Sound beim renommierten Bluegrass Festival in Bühl zuständig sind.

Info-Hotline: Tel. & Fax: 0 82 21 / 3 46 71



Chris Jones & The Night Drivers: Cloud Of Dust

1. September 2009 | Von Friedrich Hog | Kategorie: CD-Besprechungen

Chris Jones & The Night Drivers sind wie ein sich ständig erneuernder Garten, Musiker kommen und gehen, es kommen aber immer gute Musiker nach. Chris Jones selbst hatte ja lange Jahre in der Lynn Morris Band und bei Whetstone Run gespielt, ebenso bei den Weary Hearts mit u.a. Butch Baldassari und Mike Bub. Schon vor 20 Jahren hatte er also die besten Mitmusiker um sich herum geschart.

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Elizabeth Cook: Balls

25. August 2009 | Von Friedrich Hog | Kategorie: CD-Besprechungen

Nach der gelungenen ersten CD “Elizabeth Cook” vom 27. August 2002 und der absolut grandiosen Nachfolge-CD “This Side Of The Moon” von 2004 sind einige Jahre vergangen im Leben von Elizabeth Cook. Nach fünf Jahren erschien 2009 ihre dritte CD “Balls”. Ein großer Wurf in jeder Hinsicht, gesanglich erstklassig, dazu die wunderbaren Lieder, zum Teil mit einem gewissen Augenzwinkern verfasst, nach wie vor schreibt sie so gut wie alles selbst. Harry Stinson (Marty Stuart) bedient das Schlagzeug, Richard Bennett und Kenny Vaughn (Marty Stuart) sind für die Gitarren zuständig, die Hintergrundgesänge werden von Rodney Crowell und Nanci Griffith besorgt. Rodney Crowell zeichnet auch als Produzent verantwortlich.

“Times Are Tough In Rock’n'Roll” bringt es auf den Punkt: Für ehrliche Arbeit wird man heute nicht mehr vernünftig bezahlt, das ist in der Musik nicht anders als anderswo, jeder versucht nur, den anderen übers Ohr zu hauen und die Menschen jagen einander das Geld ab. Wo bleibt hier die Lebensqualität? Honky Tonk Music in Reinkultur erreicht uns in “Don’t Go Borrowing Trouble”, hier lässt sich Tanzen, aber das Zuhören lohnt sich ebenso. Im Partykleid muss man manchmal die richtigen Voraussetzungen mitbringen, damit es wirkt, so oder so ähnlich geht “Sometimes It Takes Balls To Be A Woman”, dabei sieht man bei Elizabeth Cook gar nichts, das auf solche Rundungen wie bei Dolly Parton oder Loretta Lynn schließen lässt, was aber durchaus mehr als angenehm ist.

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Internationales Bluegrass Meeting in Birkenried

24. August 2009 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Pressemitteilungen

Die Country & Western Friends Kötz 1982 e.V. laden von Freitag, den 04. September bis Sonntag, den 06. September 2009 zum Internationalen Bluegrass Meeting ins Kulturgewächshaus Birkenried, 89423 Gundelfingen-Birkenried ein.

Nach fast 29 Jahren und 172 Ausgaben gibt Eberhard Finke aus Ulm die Redaktion der Fachzeitschrift Bluegrass Bühne in jüngere Hände, bleibt ihr als Autor aber treu. Aus diesem Anlass gibt es ein dreitägiges Bluegrass Meeting, das am Freitag, den 04. September 2009 ab 20:00 Uhr mit einem Konzertabend beginnt. Es spielen Amy Gallatin & Stillwaters feat. Roger Williams am Dobro (USA).

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Lucky Seven: Zweitägiges Bühler Bluegrass Festival

5. Mai 2009 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Erstmals in der Geschichte des Internationalen Bühler Bluegrass Festivals fand am 01. und 02. Mai 2009 die Veranstaltung zweitägig statt. Angesichts der hochkarätigen Künstler und des zahlreich erschienenen Publikums darf die Ausdehnung auf zwei Tage als voller Erfolg gewertet werden. Für die Jahre 2010 und 2011 stehen bereits die Daten fest.

Es war schon lange Wunsch von Oberbürgermeister Hans Striebel, das Bluegrass Festival in seiner Stadt auf zwei Tage auszudehnen. Nachdem dieses Jahr der Freitag vor dem klassischen Festivalsamstag ein Feiertag war, lag es nahe, jetzt das Festival auf zwei Tage auszulegen. Mit 460 Gästen am Freitag, den 01. Mai 2009 und einem nahezu ausverkauften Samstag wurden die Veranstalter in ihrer Entscheidung bestätigt.

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The Wilders: Konzert in Leipheim

12. Februar 2009 | Von Friedrich Hog | Kategorie: News

Die Country & Western Friends Kötz 1982 e.V. präsentieren am Samstag, den 14. Februar 2009 im wunderschönen Saal des Hotels zur Post in 89340 Leipheim schwungvolle akustische Musik aus den Bereichen Bluegrass, Oldtime, Honky Tonk, Hank Williams & Rockabilly. Es spielen um 20:00 Uhr The Wilders (USA).

Mit wenigen Worten kann man die Musik der Wilders aus Kansas City, Missouri zusammenfassen. Die Eindrücke, die sie hinterlassen, sind jedoch äußerst vielschichtig. Ihre dynamischen Show mit einer energiegeladenen Mischung aus Old Time, Honky Tonk, Hank Williams und Rockabilly lässt mit Sicherheit sofort den Funken überspringen.

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Tempted: Marty Stuart & Connie Smith glänzen im Albisgütli

3. Februar 2009 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Mit Marty Stuart & Connie Smith startete am 30. & 31. Januar 2009 das 25. Internationale Country Music Festival im Züricher Schützenhaus Albisgütli. Sieben Wochen wird es dauern, mit wöchentlich fünf Tagen Livemusik, unvorstellbar für deutsche Verhältnisse. Am Samstag, den 31. Januar startete die Musik um 19.30 Uhr mit zwei Sets von Heinz Flückiger & Band (CH).

Im Anschluss betraten Marty Stuart & The Fabulous Superlatives die Bühne, denen immerhin Harry Stinson am Schlagzeug (einer der besten Schlagzeuger Amerikas, spielte z.B. bei “Guitar Town” von Steve Earle Schlagzeug) und Kenny Vaughan an der Gitarre angehören. Marty Stuart legte los mit “Sundown In Nashville”, den er naturgemäß häufig erlebt hat. Seine Position 2 aus den Country Charts von 1991/1992, “The Whiskey Ain’t Workin’” durfte nicht fehlen, ehe er sich mit großer Geschwindigkeit auf die “Rock Island Line” begab.

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Tabea Anderfuhren & Aaron Till: Konzert in Großkötz

30. November 2008 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Die junge Sängerin Tabea Anderfuhren aus der Schweiz und der bekannte Fiddler Aaron Till aus den USA waren am Samstag, den 29. November im Rahmen ihrer einmonatigen gemeinsamen Europatournee zu Gast in Großkötz. In der dortigen Sportgaststätte sangen und spielten sie für ein entzücktes Publikum, das die Gäste nicht ohne mehrere Zugaben weiterreisen ließ.

Aaron Till war von 1998 bis 2006 der Fiddler in der Band von Mark Chesnutt. In den 1990er Jahren gehörte Chesnutt zu den erfolgreichsten Hitjägern der Countryszene in Amerika. Als Begleitmusiker von Todd Fritsch hatte Aaron Till im August 2006 in der Schweiz gespielt und die dort aktive Countrysängerin Tabea Anderfuhren kennengelernt, deren damaliger Fiddler von Aaron Till geschwärmt und Tabea auf diese Weise zum Konzertbesuch bewegt hatte. Nach dem Gastspiel von Todd Fritsch hatte Tabea Aaron Till angesprochen. Seither ist kaum ein Tag vergangen, an dem die beiden nicht miteinander korrespondiert haben oder gemeinsam auf Tournee waren. Tabea Anderfuhren hat im Rahmen eines Besuchs in Nashville, Tennessee ihre CD “Who Can Ever Tell” eingespielt, produziert von Aaron Till, der auch als Musiker agierte und befreundete Topmusiker mit an Bord brachte, die im Übrigen u.a. auf der diesjährigen Grammy-CD “The Bluegrass Diaries” von Jim Lauderdale mitwirken.

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Flaco Jimenez & Los Texmaniacs in Untermeitingen

10. Oktober 2008 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Flaco Jimenez & Los Texmaniacs waren angesagt am Samstag, den 04. Oktober 2008 im Four Corners in Untermeitingen. Barry P. Foley hatte als Opening Act versucht, die Kälte aus der Music Hall zu vertreiben, sehr schön ist seine selbst verfasste neue Single “Airport Love Story”. Inzwischen wohnt der amerikanische Singer & Songwriter nicht mehr in Stuttgart, sondern in Franken.

Los Texmaniacs heizten sodann ein, ein Quintett zwischen Blues, Rock, Tex-Mex und Country. Ein funky gespielter E-Bass, elektrische Gitarre eines farbigen Bluesman und vielseitig bedientes Schlagzeug verlangten dem Publikum einen großen Ausflug weg vom Country in andere Gegenden amerikanischer Roots Music ab, wie sie ergänzt durch Bajo Sexto und Akkordeon aber im heimatlichen San Antonio, Texas gerne gespielt wird. Sehr dynamisch, kraftvoll und laut startete die Formation mit “It Was Good While It Lasted”. Cumbia in spanischer Sprache, Tex-Mex bei “Open Up Your Heart” und Blues gaben sich die Ehre.

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Emmylou Harris in Stuttgart

24. September 2008 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Berlin, München, Stuttgart innerhalb von drei Tagen, so gestaltete sich die Deutschland-Tournee von Emmylou Harris & The Red Dirt Boys im September 2008. Ins Vorprogramm geholt hat sich Emmylou ihre langjährige Freundin Kimmie Rhodes aus Spicewood, Texas. Gemeinsam gestalteten sie am Donnerstag, den 18. September 2008 einen in jeder Hinsicht stimmigen Liederabend im weitestgehend vollbesetzten Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart.

Pünktlich um 20.00 Uhr betraten Kimmie Rhodes, ihr Ehemann Joe Gracey, mit dem sie seit 25 Jahren verheiratet ist, und ihr Sohn Gabriel Rhodes die Bühne. Kimmie fühlte sich sichtlich wohl im schönen Ambiente und meinte, sie könne gar nicht glücklicher sein, schließlich sei sie mit ihrer Familie zusammen, während sie auf Tour ist. Kimmie Rhodes an akustischer Rhythmusgitarre, Gabe Rhodes an der akustischen Leadgitarre und Joe Gracey am elektrischen Bass bildeten eine eingespielte Einheit, die mit den feinfühligen Liedern von Kimmie bestens umgehen konnte. Ihre Musik erzählt vom heimatlichen “West Texas Heaven” oder von Themen im ebenfalls heimatlichen Umfeld der Grenze zu Mexiko, “Contrabandista”. Gabe’s Bottleneck Guitar erweckte “I Just Drove By” zu echtem Leben und die Gefühle standen beim melodiösen “Just One Love” im Vordergrund. Der wunderschöne Titelsong ihrer sehr gelungenen aktuellen CD “Walls Fall Down” ist in einer Umgebung und Zeit entstanden, die Texas feindselig zeigt gegenüber Mexiko, indem die noch amtierende US-Regierung unter George W. Bush die Grenzbefestigungen im Wege des Baues einer acht Fuß hohen Mauer verstärkt, damit die Menschen noch mehr voneinander getrennt werden, als das ohnehin schon der Fall ist. Kimmie steuert mit der Erkenntnis dagegen, dass Mauern fallen und hofft natürlich, durch ihre Musik entsprechende Anregungen geben zu können. Kimmie und Gabe überzeugten im gesanglichen Duett bei Townes Van Zandt’s “If I Needed You”. Ihre Komposition “God’s Acre” handelte von einem Friedhof in North Carolina. Die Stimme von Kimmie Rhodes ist jener von Emmylou Harris nicht unähnlich, klingt sehr klar und frisch und ist daher eine echte Bereicherung auf jeder Bühne, am 25. April 2009 kann man Kimmie Rhodes im Pfleghofsaal in Langenau bei Ulm einen kompletten Abend lang live erleben und genießen.

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Kim Carson begeistert in Leipheim

18. August 2008 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Im gut besuchten Schützenhaus Leipheim begeisterte am Donnerstag, den 14. August 2008 die Kim Carson-Band. Die extreme Wetterlage sorgte mit ihren Vorboten dafür, dass das Konzert nicht “Open Air”, sondern im Saal stattfand. Dort stellte sich von Anfang an eine einzigartige Harmonie zwischen Musikern und Publikum ein, die schon typisch ist für Kim Carson, schließlich verbringt die Sängerin aus Texas bzw. Louisiana jedes Jahr mehrere Monate in Europa, jeweils nicht ohne bei den Countryfreunden in Kötz vorbeizuschauen.

Wie eine alte Vertraute wird Kim Carson inzwischen beim Kötzer Verein jedes Jahr aufgenommen, so auch am Donnerstag, als um 20.30 Uhr pünktlich ihr Konzert im Schützenhaus Leipheim begann. Mit gewohnt prägender Spielfreude eröffnete Kim Carson mit dem Willie-Nelson-Klassiker “Whiskey River” den Abend, der typische Honky Tonk Music im mid-tempo-Stil bot, wie sie in vielen Dance Halls und Kneipen in Texas oder Louisiana zu hören ist. Getanzt wurde in Leipheim nur am Rande, das Zuhören stand offenbar im Vordergrund. Das lohnte sich bei der angenehmen Lautstärke und dem warmen Klang der Musik, der schönen Stimme von Kim, und ihren Liedern mit Wiedererkennungswert. Im “I-10 Westbound Blues” berichtete Kim von den Staus auf dem amerikanischen Highway, der ihre Ost-West-Fahrten immer wieder begleitet, vielleicht sollte sie sich mal ein Flugticket leisten, so ihre Quintessenz. Mit Jessi Colter’s “I’m Not Lisa” brachte Kim eine ergreifende Ballade über einen Mann, der von seiner Frau mit der Realität konfrontiert wird, dass sie eben sie ist und nicht Lisa, von der er offenbar träumt. Johnny Falstaff aus Houston, Texas, der wie im Vorjahr die elektrische Gitarre bediente, sang u.a. “alten” Ray Price, den Buck Owens Klassiker “Above & Beyond” und die Eigenkomposition “Shine”. Seine sehr schöne Stimme wurde mit viel Beifall belohnt, zumal er die authentische frühe Honky Tonk Music sehr überzeugend rüberbringt.

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Kreni: Virtuos und spielfreudig in Vöhringen-Illerberg

2. August 2008 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Das Alte Sportheim in Illerberg erlebte am Donnerstag, den 31. Juli 2008 hochklassigen Bluegrass aus Tschechien. Die jungen Musiker der Band Kreni zeigten auf den sechs klassischen Instrumenten dieser Stilrichtung der Country Music Können und Spielwitz. Ihre Improvisationen rissen das zahlreich erschienene Publikum zu Szenenapplaus hin, was die Band entsprechend beflügelte und von 20 Uhr bis weit nach 23 Uhr aktiv hielt.

Auf dem Weg zum französischen Bluegrass Festival in La Roche-sur-Foron machten Kreni Station in Illerberg. Ihre Musik ist dem traditionellen Bluegrass zuzuordnen, sehr sauber gespielt auf Mandoline, Banjo, akustischer Gitarre, Kontrabass, Fiddle und Resonatorgitarre. Fünf junge Musiker von denen drei auch gesanglich einzeln bzw. in mehrstimmigem Satzgesang aktiv werden, bilden Kreni. Sie brachten Lieder aus ihren drei bisher veröffentlichten CDs – “Tohle Já Znám” (August 2003), “Leaving Home” (Mai 2005) und “For Sale” (Mai 2007) – wie “How Can You Live Without Love”. Dazwischen ließen Kreni auch Klassiker des Genres erklingen, z.B. “Love Please Come Home To Me” oder “I’m A Rambler”: verlieb Dich nicht in mich, denn ich werde weiterziehen.

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