Waylon Albright Jennings und das “O”
20. September 2009 | Von Harald Harland | Kategorie: SpecialsBei dem Namen Jennings denkt man an den 2002 verstorbenen Waylon Jennings. Ein Sänger, der mit Weggefährten wie Willie Nelson, Johnny Cash und Kris Kristofferson 1985 die Highwaymen gründete. Er zählt zu den Begründern der Outlaw-Bewegung, die in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gegen die herrschende Nashville-Politik aufbegehren und am Ende die Countrymusik vor der Eintönigkeit Nashvilles retten. Waylon Albright Jennings ist allerdings nicht der eben beschriebene Waylon Jennings, der mit bürgerlichen Namen Waylond Arnold Jennings hieß, sondern sein Sohn aus der Verbindung mit Mirriam Johnson (Jessi Colter).
Wie in den oben beschriebenen 70er Jahren ereignet sich im auslaufenden 20. Jahrhundert eine Gleichförmigkeit der Countrymusik zu Gunsten des Mainstream in Form des Country-Pop. Ein Affront gegenüber jeden wahren Countrymusikliebhaber. In den 70er entstand daraus die Outlaw-Bewegung und 2005 soll sich ähnliches durch “Waylon” Jennings’ Sohn, der sich “Shooter” Jennings nennt, wiederholen. Sein Debüt-Album “Put The “O” Back In The Country” ist eine klare Ansage: Mehr eigene Ideen in der Musik umsetzen! Sich nicht von einem Plattenlabel abhängig machen! Mehr “O”utlaw in die Countrymusik! Die Musik des Titelsongs stammt übrigens von Neil Young, der Text von Shooter und Band.


