Ryan Bingham – neuer Star des Alternative Country
7. März 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: SpecialsMan könnte ihn durchaus als “Wunderkind” bezeichnen. Nach seinen beiden erfolgreichen Alben “Mescalito” und Roadhouse Sun” ist dem 28-jährigen Ryan Bingham nun mit dem Ocscar-nominierten Filmsong “The Weary Kind” und der Mitwirkung am Soundtrack zu “Crazy Heart” endgültig der Durchbruch gelungen.
Vom Rodeo-Zirkus zum Musikbusiness
Eigentlich könnte auch seine Lebensgeschichte als Vorlage für einen Film dienen. Bingham streunte als Jugendlicher alleine durch das Grenzgebiet des US-amerikanischen Südwestens. Lebte mal hier mal dort, fand hin und wieder Zuflucht bei Verwandten. Über Wasser hielt er sich dabei durch die Mitwirkung bei Rodeo-Shows. Er ritt auf Bullen und übernachtete in seinem Truck. Zur Musik kam er durch die Jukebox in der Raststätte eines Onkels. Dort hörte er Bob Dylan, Marshall Tucker und Bob Wills. Ein Mariachi-Musiker aus der Nachbarschaft brachte ihm das Gitarrespielen bei und bald hatte er kleine Auftritte in Bars.
Mit “Lost Bound Rails” und “Wishbone Saloon” brachte er quasi im Selbstverlag zwei Alben heraus, ehe er bei Lone Star Music das Album “Dead Horses” veröffentlichte. Lost Highway Records – die Nashville Adresse für Alternative Country – wurde auf ihn aufmerksam und nahm ihn unter Vertrag. Mit “Mescalito” gab er sein Major-Label-Debüt, produziert wurde es von “Black-Crows”-Gitarrist Marc Ford.


