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Alle Beiträge von Walter Fuchs



Randy Kohrs: Quicksand

17. Februar 2010 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Seit 12. Januar 2010 ist Randy Kohrs‘ langerwartetes fünftes Solo-Album auf dem Markt und wer die diesjährigen Grammynominierungen aufmerksam durchgelesen hatte, der hat auch festgestellt, dass Randy wieder an Jim Lauderdale’s aktuellem Album als Produzent beteiligt war. 2008 hatte es sogar zu einem Grammy gereicht mit Lauderdale’s Album “The Bluegrass Diaries”.

Randy Kohrs ist ein begnadeter Resonatorgitarrenvirtuose und ein ausgezeichneter Sänger und Produzent. 1994 war Randy Kohrs nach Nashville gekommen, hatte wie so viele andere Musiker am Lower Broadway in einer Kneipe begonnen, in seinem Falle war es “Maggie Magee’s”, heute “Nashville Crossroads”. 1995 wurde er von Hank Williams III für dessen Band entdeckt und wenig später ging Kohrs mit Tom T. Hall auf grosse Tournee. Doch als Hall aus gesundheitlichen Gründen ab 1997 nicht mehr touren konnte, schloss sich Randy Kohrs für die nächsten zwei Jahre der Band von David Parmley an, nur, um wiederum für zwei Jahre in der Band von Holly Dunn zu arbeiten. Der zwei-jährige Rhythmus schien sich einzupendeln. Daneben war Randy Kohrs als Resonatorgitarren-Virtuose längst in den Studios von Nashville ein begehrter Session-Musiker.

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Einziges Konzert in Europa: Gibson Brothers im Staatstheater Oldenburg

30. Januar 2010 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Konzert & Festival-Termine

Bluegrass Music in Deutschland ist eine gelebte Leidenschaft für Spezialisten und Individualisten – nicht wirklich aber etwas, womit die breite Masse viel anfangen könnte. Das ist zwar einerseits schade, dass diese Musik hier eher ein Nischendasein führt und nicht, wie in ihrer Heimat USA, zumindest bei akustisch orientierten Musikfans etabliert ist und sich daher jenseits des großen Teichs eine entsprechende Anhängerschaft sowohl bei Musikern als auch bei Fans entwickeln konnte.

Andererseits hat uns dieser Umstand hier in Deutschland jedoch eine kleine, aber feine Szene beschert. Wer hierzulande einmal seine Liebe zum Bluegrass entdeckt hat, wurde und wird seit Jahrzehnten mit sehr individuellen musikalischen Highlights versorgt.

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Covered Grass: “C.G.”

22. Januar 2010 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Das Leben schlägt manchmal schon seltsame Kapriolen. Da gründet in den USA eine legendäre Bluegrass-Bassistin zusammen mit ein paar Jazz-Musikern eine neue Band: “Missy Raines & The New Hip”. Und was dabei herauskommt ist Jazz. In Deutschland passiert ähnliches: Ein von Bluegrass begeisterter Banjospieler beschwatzt vier Jazzmusiker und überzeugt sie schliesslich, mit ihm eine Bluegrass-Band zu gründen. Und was dabei herauskommt ist eine wunderbare, astreine, moderne Bluegrass Music aus der Gänsehautabteilung.

Das Wunder passierte vor etwa drei Jahren im Grossraum Köln und seither tingelt die Gruppe Covered Grass, so genannt, weil man bis jetzt keine eigenen Songs geschrieben hat und deshalb mehr oder weniger bekannte Songs “covered”, durch den genannten Grossraum von Colonia Rhenania.

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8. Internationales Bühler Bluegrass Festival 2010

19. Januar 2010 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Konzert & Festival-Termine

Schon beim 1. Internationalen Bühler Bluegrass Festival im Jahre 2003 war sie mit dabei, die niederländische Band 4 Wheel Drive und zum 8. Festival im Mai 2010 wird sie die Besucher dieses inzwischen etablierten Ausnahme-Events wieder begeistern. 2010 wird die Band 23 Jahre alt und von den damaligen Gründungsmitgliedern aus dem Jahr 1987 ist keines mehr mit dabei. Dies ist bei so langlebigen Bands nicht aussergewöhnlich. Bemerkenswert ist dagegen schon, dass die Gruppe ihr musikalisches Niveau nicht nur halten konnte, sondern auch gesteigert hat. Trotz des Personalwechsels ist “4 Wheel Drive” eine Band mit Tradition, in Jahren gereift, mit einem unverwechselbaren Sound und einer beispiellosen Spielfreude.

Nicht umsonst wurde die Formation 2002 von der European Bluegrass Music Association (EBMA) zur besten Bluegrass Band Europas gewählt und repräsentierte deshalb beim “World Of Bluegrass Festival” der International Bluegrass Music Association (IBMA) in Louisville (Kentucky) den europäischen Kontinent. Später, 2006 und 2007, gewann die Band auch jeweils beim EWOB Festival in den Niederlanden den begehrten “Audience Popularity Award”.

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“Bluegrass Jamboree”, der überwältigende Einstand eines Bluegrass Festivals in Offenburg

15. Dezember 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Konzertberichte

Es war am Samstagabend, 12. Dezember 2009, ein Treffen der Nationen in der zu einer Konzerthalle umgebauten Reithalle der ehemaligen Ihlenfeld-Kaserne. Vor der Bühne weit über die Hälfte Elsässer, der Rest Deutsche, ein leerer Platz war in der über 400 Besucher fassenden Halle kaum zu entdecken. Auf der Bühne Engländer und Amerikaner.

Da ging jenem Besucher das Herz auf, der 1949 in eben diesem Offenburg in einer vom Krieg noch schwer beschädigten Wohnung die ersten Bluegrass-Klänge aus einem alten Volksempfänger vernahm und wie vom Blitz davon getroffen war. Der Sender hieß AFN, die Sendung “Hillbilly Gasthaus”. Dass ihn seine Mitschüler deshalb für verrückt hielten, störte ihn nicht. Und nun, nach 60 Jahren, dieses Ereignis, diese Begeisterung für eine Musik, für die sich damals nach dem 2. Weltkrieg hierzulande kaum jemand erwärmen konnte. Es war eben die Zeit der Big Bands mit viel Blech und nicht die Ära der Saitenbands seit Elvis und den Beatles.

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Rüdiger Bloemeke “Live in Germany – Spurensuche im musikalischen Entwicklungsland”

21. Oktober 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Specials

Dieses Buch schliesst eine empfindliche Lücke in der deutschen Musikliteratur und man wundert sich, dass es erst jetzt erscheint, 26 bis 60 Jahre nach den Ereignissen und Erlebnissen, die in diesem 223 Seiten starken Buch von Rüdiger Bloemeke beschrieben werden.

Worum geht es? Nach dem Ende des 2. Weltkriegs brachten die U.S. Amerikaner, in abgeschwächter Form auch die Engländer, eine Musik nach Deutschland, welche die meisten Deutschen, vor allem die Jüngeren, vorher nie gehört hatten. Es war der Jazz, die damals stark vom Jazz beeinflusste populäre Musik und die Country Music, die seinerzeit noch “Hillbilly” oder “Country & Western Music” hiess.

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Roland Heinrich: Lichterloh

14. Oktober 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Um es gleich vorwegzunehmen: Dieses neueste Werk von Roland Heinrich ist keine leichte Kost. Bei seiner letzten CD aus dem Jahre 2005 “Einsam und Ausgebremst – Lieder von Jimmie Rodgers”, da hatte man noch die bekannten Rodgers-Songs im Ohr und die Texte lagen klar ausgebreitet vor dem Zuhörer. Man konnte sich zurücklehnen. Dies ist bei dem neuesten Werk, das am 02. November 2009 veröffentlicht wird, nicht mehr ganz so einfach.

Die Geschichten die erzählt werden wirken oft verschnörkelt, um nicht zu sagen kryptisch, man wird zum Zuhören gezwungen und findet sich immer wieder unvermittelt in Roland Heinrichs alter Heimat, dem Ruhrgebiet, irgendwo zwischen Oberhausen, Mülheim und Essen. Da gibt es die Fensterbrettmelodie mit dem Blick auf die Bude an der Ecke und einem musikalischen Bezug zu Jimmie Rodgers “Blue Yodels”, da erlebt man eine flüchtige Begegnung mit einer fremden Frau im ICE oder man ist im Zeitraffer mit dabei auf einer Fahrt nach Essen, die am Ende der letzten 40 Treppenstufen zum Vergessen führt.

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Special Consensus: Signs

10. September 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Die Bluegrass-Band Special Consensus wurde im Frühjahr 1975 in Chicago (Illinois) gegründet. Im Jahr 1979 ging das erste Album in Produktion und ab 1984 erlangte die Gruppe durch ihre landesweiten Fernsehauftritte in den USA einen überregionalen Bekanntheitsgrad. Über die Jahre hinweg gab es natürlich immer wieder Wechsel in der Besetzung. In den 90er Jahren war zum Beispiel am Bass Andrea Roberts, an der Gitarre Chris Walz und Colby Maddox spielte Mandoline. Der ruhende Pol war jedoch immer der Banjospieler Greg Cahill. Als die Band dann im Jahre 2000 ihr 25-jähriges Jubiläum feierte, da hatte Cahill als Chef der Formation eine Superbesetzung zusammen mit Tim Dishman, Chris Walz und Josh Williams, der später in der Band von Rhonda Vincent auftauchte und inzwischen seine eigene Gruppe leitet. Und genau mit dieser Besetzung trat “Special Consensus” zu jener Zeit auch im Hotel “Schweizer Hof” in Baden-Baden auf.

Das Repertoire von “Special Consensus” umfasste schon immer ältere Standardtitel gemischt mit neuen Kompositionen der Bandmitglieder. Auch Titel aus anderen musikalischen Genres wurden immer wieder bluegrass-mässig verarbeitet, wie z.B. Irving Berlins “Blue Skies”. “Special Consensus” schliesst damit geschickt die Lücke zwischen den traditionellen und den progressiven Bands.

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Carrie Hassler & Hard Rain: CHHR 2

15. August 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Spätestens seit der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums 2006 muss man die Sängerin Carrie Hassler in die Speerspitze der modernen Bluegrass Music einbeziehen. Zweifellos steht sie mit ihrer Band “Hard Rain” auf Augenhöhe mit Gruppen wie den “Infamous Stringdusters” oder der schwedischen Formation “The G2 Bluegrass Band”. Carrie Hassler ist dabei keineswegs so experimentell wie “Cadillac Sky”, “Bryan Clark” oder “Missy Raines” mit ihrer Bluegrass-Jazz-Band, doch sie gehört genau so wie die Infamous Stringdusters einer neuen Bluegrass-Generation an, die unter anderen Bedingungen aufwuchs als die Gründerväter der Bluegrass Music des vergangenen Jahrhunderts.

Hinter der Musik von Carrie Hassler steckt eine unheimlich treibende Kraft, die ihre Energie nicht nur aus dem klassischen Bluegrass-Stil zu ziehen scheint, sondern auch aus der Rockmusik. Was sich im klassischen Bluegrass-Stil mehr an den Chicago-Stil des Jazz, bei dem die Improvisationen der einzelnen Instrumente wie die Perlen einer Halskette aneinandergereiht wurden, angelehnt hatte, das klingt bei Carrie Hassler, wie auch bei vielen anderen jungen Bluegrassbands, mehr nach kollektiver Improvisation, ähnlich wie im alten New Orleans Stil des Jazz.

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Albert & Gage: Dakota Lullaby

29. Juni 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Sie können, wenn sie wollen, auf allen musikalischen Hochzeiten tanzen. Und sie wollen recht oft, auch auf diesem neuen und damit sechsten gemeinsamen Album: Christine Albert und Chris Gage. Doch so unterschiedlich die 12 Stücke auch musikalisch, stilistisch angelegt sind, so ist diese CD dennoch ein Werk mit einem durchlaufenden roten Faden, denn die Songs stammen alle aus der Feder eines alten Freundes von Chris.

Chris selbst sagt dazu: “Seit 1975 habe ich die Songs von Tom Peterson immer wieder auf den Bühnen der Welt gesungen. Doch ich musste wohl zunächst 10.000 andere Songs hören, um die Schönheit von Toms Songs klar zu erkennen.” Ja, und diese Songs von Tom Peterson gehen tatsächlich alle unter die Haut, sie haben Tiefgang, sie packen den Zuhörer. Dazu die verschiedenen Arrangements, die exakt auf die Aussagen der einzelnen Stücke abgestimmt sind und natürlich die herrlich wandelbaren und anpassungsfähigen Stimmen von Christine und Chris.

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Bryan Clark: Gossip, Inspiration And Slander

21. Juni 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Mit der zunehmenden Popularität der Bluegrass Music in den USA registriert man, dass der Nachwuchs talentierter Musiker sich nicht mehr nur auf die Jungs und Mädels vom Land beschränkt, sondern dass sich mehr und mehr Musiker aus den Großstädten der Ostküste wie Boston oder New York City vom High Lonesome Sound aus Kentucky angezogen fühlen. Der grosse Unterschied ist allerdings, dass dieser neue Bluegrass-Nachwuchs nicht mehr mit dieser Musik irgendwo in den Bergen aufgewachsen ist, sondern dass er oftmals über Rockmusik, Pop und Jazz und einem abgeschlossenen Musikstudium sich plötzlich vom akustischen Sound der Bluegrass Music angezogen fühlt. Dass diese urbanen Virtuosen dann einen neuen Sound kreieren und von traditionellen Spielformen oft nur noch wenig übrig bleibt, ist logisch und folgerichtig. Diese Musiker haben einen anderen Background und bringen letztendlich die Bluegrass Music ein Stück weiter, sie entwickeln und beleben diesen Stil.

Zu diesen Musikern der neuen Bluegrassgeneration gehört der Gitarrenvirtuose, Sänger und Komponist Bryan Clark. Er wuchs in Texas auf mit der Musik von Joni Mitchell, Neil Young und den Beach Boys, später kamen starke Einflüsse von Guy Clark und Townes Van Zandt dazu, und auch Steve Earle und Bob Wills hinterliessen gravierende Spuren in der musikalischen Entwicklung.

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Dale Watson: The Truckin’ Sessions – Volume 2

2. Juni 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Als Dale Watson’s Album “The Truckin’ Sessions” 1998 veröffentlicht wurde und viele deutsche Trucker, die damals regelmässig die RPR Country Time sonntags zwischen 22:00 und 24:00 Uhr hörten, von dem Song “Good Luck ‘N’ Good Truckin’ Tonite” begeistert waren, da waren die Truckdriving Songs schon so etwas wie eine sentimentale Erinnerung an die grosse Zeit dieser Themen-Songs in den USA.

Damals, Anfang der 1960er Jahre, hatte die mächtige Welle der Truckdriving Songs in Amerika eingesetzt mit den Songs von Dave Dudley, Red Sovine, Dick Curless, den Willis Brothers oder Red Simpson. In den 1970er Jahren sprang dann der Funke auch auf Deutschland über und wie nicht anders zu erwarten, machte man hierzulande aus den Country-Songs mit Truckerthemen schlicht und ergreifend die “Truckermusik”. Dass dabei auch ab und zu recht gute Titel auftauchten, ändert nichts an der Tatsache, dass diese “Truckermusik” buchstäblich zu Tode geritten wurde.

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10. Spring Bluegrass Festival Willisau

22. Mai 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Konzertberichte

Man kann sich kaum etwas Gegensätzlicheres vorstellen als die beiden dominierenden Bluegrass Festivals in Westeuropa: Willisau in der Schweiz und Bühl/Baden in Deutschland, jedes dieser Festivals mit ganz eigenem Charakter und eigener Atmosphäre. Bühl mit seinem Bürgerhaus im Zentrum der Stadt, einem Konzertsaal mit vorzüglicher Akustik, zwei grossen Foyers, einem einladenden Vorplatz und dem benachbarten Stadtgarten zum Jammen.

Das Festival Willisau dagegen im Schweizerischen Landwirtschaftlichen Museum Burgrain weit ausserhalb bei Alberswil auf einem kleinen Hügel gelegen inmitten einer malerischen Landschaft, wie man sie auch irgendwo in Virginia oder North Carolina finden kann. Die Atmosphäre also total ländlich, ideal zur dargebotenen Musik passend, denn in einer solchen Umgebung hat sie sich ja einmal entwickelt, die Old Time Music und die daraus resultierende Bluegrass Music.

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Bühler Bluegrass Festival 2009 erstmals an zwei Tagen

2. Dezember 2008 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Konzert & Festival-Termine

Die Pressekonferenzen der Internationalen Bühler Bluegrass Festivals scheinen zu den Sternstunden des Bühler Oberbürgermeisters Hans Striebel zu gehören, denn immer wieder erlebt man ihn dabei mit strahlendem Lachen und in guter Stimmung, die sich sofort auf die anwesenden Mitarbeiter und Journalisten überträgt. Schliesslich gehört das seit 2003 so erfolgreiche Bluegrass Festival zu den Highlights im jährlichen Bühler Kulturbetrieb. Neben Jazzfestival, Novemberlicht oder Zwetschgenfest hebt sich das Bluegrass Festival durch seine internationale Anerkennung und seine Spitzenstellung in Deutschland als eine Art Unikat besonders ab. Nachdem dann auch noch in den vergangenen beiden Jahren der grosse Publikumszuspruch an die Grenzen des Bürgerhaus Neuer Markt gestossen war, schien es nur logisch und folgerichtig, das bisher eintägige Festival auf zwei Tage zu erweitern. Dabei haben beide Tage, Freitag und Samstag, denselben hohen Stellenwert, das heisst, an beiden Tagen wird auf höchstes künstlerisches Niveau geachtet.

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Die Jugend entdeckt die Bluegrass Music

18. März 2008 | Von Walter Fuchs | Kategorie: News

Der Trendbericht von der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt am Main klingt mehr als positiv. Musikinstrumente stehen bei der Jugend wieder hoch im Kurs, der Trend geht weg von der Elektronik und hin zu akustischen Instrumenten, zu Gitarren, Mandolinen und Schlagzeugen. Wenn man gleichzeitig registriert, dass es in den deutschen klassischen Mandolinen- und Gitarrenorchestern, die ja zeitweise vom Aussterben bedroht waren, junge Musiker gibt, die plötzlich die Bluegrass Music entdecken und damit grosses Aufsehen erregen, dann ist dies ein weiteres positives Signal. Für die Bluegrass Szene in Deutschland könnte diese Hinwendung zur “unplugged” Musik als interessanter Impuls für die Zukunft vermerkt werden und wenn die Ohren des Publikums wieder sensibler werden, dann kann dies auch nur von Vorteil sein.