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Beiträge von Walter Fuchs
[22. November. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzert & Festival-Termine]

Bluegrass Music vom Feinsten zum 10-jährigen Jubiläum an zwei Konzerttagen und Open Air am Johannesplatz am 04. und 05. Mai 2012 – Es ist kaum zu glauben, aber das Internationale Bühler Bluegrass Festival, das größte und wichtigste Bluegrass Ereignis in Deutschland und eines der bedeutendsten in Europa, feiert 2012 sein 10-jähriges Jubiläum. Fassungslos steht man da und fragt sich, wo ist die Zeit geblieben? Die Antwort kennt der Lateiner: Tempus Fugit – Die Zeit läuft davon!

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[15. September. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Ricky Skaggs: Country Hits Bluegrass Style

Über 30 Jahre liegt es nun schon zurück, dass Ricky Skaggs an jenem 19. April 1980 in die amerikanische Country-Hitparade eingestiegen war. Es war der Beginn einer glanzvollen Karriere, die mit sage und schreibe 11 Tophits zwischen 1982 und 1989, die Erfolge in den Top 10 überhaupt nicht mitgerechnet, gekrönt wurde.

Doch beginnen vor ganz von vorne. Ricky Skaggs wurde, wen wundert es noch im nachhinein, in Kentucky geboren. Mit fünf Jahren begann er Mandoline zu spielen und trat bereits im Alter von sieben Jahren als Gast von Lester Flatt & Earl Scruggs in der Martha White Show im Fernsehen auf. Später fand man ihn in den Bands von Ralph Stanley und Emmylou Harris, aber auch als Sessionmusiker machte sich der inzwischen zum Multiinstrumentalisten auf Gitarre, Fiddle und Mandoline mutierten Ricky Skaggs einen Namen, zum Beispiel bei den Country Gentlemen. Dann gründete Skaggs seine erste eigene Band und zu einem seiner ersten Alben in den 1970er Jahren gehörte eine bemerkenswerte Duett-Produktion mit Keith Whitley.

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[6. September. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Specials]
Bill Monroe zum 100. Geburtstag

Als Bill Monroe, der Sänger, Mandolinenvirtuose und Bandleader, am 16. und 17.09.1946 die Castle Studios in Nashville gebucht hatte, um für Columbia 12 weitere Songs einzuspielen, da war er sich wahrscheinlich selbst nicht bewusst, dass er damit eine Zäsur in der Geschichte der amerikanischen Volksmusik einleiten würde.

Die Besetzung war zwar ähnlich wie jene erste Aufnahmesession für Columbia am 13.02.1945, doch diesmal fehlte die Akkordeonspielerin Wilene “Sally Ann” Forrester und für den Banjospieler David Akeman (Stringbean), der sein Banjo noch im alten Clawhammer-Stil spielte, war Earl Scruggs engagiert worden, der einen s.g. 3-Finger-Picking-Stil weiter entwickelte und damit eine schnelle, synkopierte Spielweise erlaubte.

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[20. August. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Various Artists: The 1861 Project (Vol. 1) – From Farmers To Foot Soldiers

Als Thomm Jutz im Jahre 2003 von Bühl (Baden) in die USA übersiedelte, um in Nashville zu arbeiten, da hätte kaum jemand einen grösseren Betrag darauf gewettet, dass er dort in der “Music City USA” Erfolg haben würde, in einer Stadt, in der jährlich Tausende grossartiger Talente versuchen, Karriere zu machen, an Strassenecken und in Kneipen musizieren und den Hut herumgehen lassen für ein paar Cents oder Dollars. Doch mit diesem Album scheint ihm der grosse Wurf gelungen zu sein.

Blicken wir zurück: Thomm Jutz, in Bühl geboren und aufgewachsen, studierte Musik, Schwerpunkt Gitarre, und konzentrierte sich zunächst auf Blues- und Rockmusik. Dann packte ihn der Virus der ländlichen Musik der USA, er träumte von Nashville (Tennessee). Einige Jahre lang verdiente er seinen Lebensunterhalt mit einem Tonstudio in der Nähe von Baden-Baden, dann folgte 2003 der Umzug in die USA.

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[8. Juni. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Specials]

In die kanadische Oldtime- und Bluegrass-Szene scheint Bewegung zu kommen. Nach der Boygroup “Redgrass”, einem Oldtime-Bluegrass-Trio, das in jüngster Zeit auch in Europa für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat, tritt jetzt ein kanadisches Damenquartett namens Oh My Darling ins Rampenlicht, das eine Oldtime-Music so glaubwürdig und ideenreich präsentiert, dass man meinen könnte, diese jungen Damen hätten die “Good Old Days, When Times Were Bad” noch miterlebt.

Doch im Gegensatz zu den Oldtime-Bands aus der Berklee School of Music in Boston, wie zum Beispiel “Crooked Still”, die wild experimentieren, um aus dem alten Sound des 19. Jahrhunderts etwas Neues zu entwickeln, entdeckt man in den ausschliesslich selbstgeschriebenen Songs der vier jungen Kanadierinnen starke Einflüsse keltischer, amerikanischer und französischer Musik, gewürzt mit einem Schuss jener Métis, den Nachfahren aus den Verbindungen europäischer Pelzjäger mit Indianerfrauen.

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[11. Mai. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Doyle Lawson & Quicksilver: Drive Time

Wer über 50 fantastische und musikalisch weit überdurchschnittliche Alben produziert hat, von dem erwartet man normalerweise kaum noch wesentliche Steigerungen oder gar Veränderungen. Nicht so bei Doyle Lawson, der offensichtlich immer wieder für eine Überraschung gut ist. Amerikanische Kritiker bewerten Lawsons derzeitig Band als seine beste aller Zeiten.

Kurz vor seiner Europa-Blitz-Tournee kam nun Doyle Lawsons neuestes Album auf den Markt mit eben dieser neuen Besetzung und man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Was diese Band in nur sieben Titeln (in den USA werden die gebotenen Titel weniger, dafür die ganze CD billiger) präsentiert, das verdient höchstes Lob.

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[28. April. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
The Roys: Lonesome Whistle

Das neue Album der Roys ist zweifellos eine Sensation und die Resonanz in allen Lagern, von Bluegrass bis Mainstream Hillbilly, ist überwältigend, denn was das Geschwisterpaar Elaine Roy und Lee Roy hier präsentiert, verdient alle Achtung. Die Songs, von den beiden selbst oder zumindest mitgeschrieben, sind intelligent und packend. Die Stimmen zwingen zum Zuhören und schon nach ein oder zwei Songs kommt man ins Grübeln. An wen erinnern denn diese Stimmen? Richtig, Dolly Parton und Ricky Skaggs sind die grossen Vorbilder von Elaine und Lee.

Doch keine Angst, hier wird nicht kopiert, die beiden haben schon ihre eigenen Qualitätsmerkmale und vor allem, es sind Songs, die man vorher noch nie gehört hat. Äusserst geschickt auch die musikalischen Arrangements, das geht von strictly Bluegrass bis hin zum akustischen Hillbilly Sound, jeder kann da etwas für sich entdecken und der Weg in alle Hitparaden ist offen.

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[15. April. 2011 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
The Grascals: Dance Til Your Stockings Are Hot And Ravelin’

Sixpacks scheinen nicht nur die Renner in den Getränkemärkten zu sein, nein, sie breiten sich neuerdings auch in der Bluegrass-Szene immer mehr aus – in Form von CDs mit sechs Titeln und ab und zu auch einem Bonustrack, wenn’s gerade rein passt.

Zum 50-jährigen Jubiläum der legendären Andy Griffith TV-Show haben die Grascals versucht, den musikalischen Hauch dieser langlebigen Sendung auf einem Album zu reflektieren. Das Ergebnis ist eine wunderbare Bluegrass Music mit einem leichten Old-Time-Duft gewürzt, und obendrein wird auch noch jener Werbesong der Firma Mayberry präsentiert – “Mayberry’s Finest”, mit dem man das Publikum zum Kauf von Mayberry’s Finest Food animieren wollte. Wie hiess das dann immer: “This program was brought to you by the fine folks at Mayberry’s Finest Brand Foods!”

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[15. April. 2011 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Valerie Smith: Blame It On The Bluegrass

Dieses neueste Album von Valerie Smith ist in jeder Hinsicht etwas ganz Neues: Es offeriert nur sechs Songs, es wurde aufgenommen im Internationalen Bluegrass Music Museum in Owensboro (Kentucky) und es wird auch von diesem Museum präsentiert. Warum es nur zu sechs Songs gereicht hat, ist nicht bekannt, vielleicht hat das Museum um 18:00 Uhr geschlossen und da waren eben erst sechs Titel im Kasten. Dafür kostet das Six-Pack-Album in den USA nur 10,- Dollar.

Dennoch, dieses Album hat es in sich. Der Titelsong beschreibt, wie man schon in frühen Lebensjahren der Bluegrass Music “zum Opfer” fallen kann. Ganz grossartig die beiden Gospel-Nummern “A Good Day, Lord” und herrlich swingend “No Vacancy”, dazu Valeries Stimme voller Emotionen und vor allem voller Soul. Nie zuvor klang ihre Stimme so fantastisch. Jeder dieser sechs Songs ist eine Kostbarkeit.

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[15. März. 2011 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Specials]

“Es war der wichtigste Moment in der Geschichte der Country Music”. Dies hat Johnny Cash einst über die längst legendären Aufnahmesessions von Bristol aus dem Jahre 1927 gesagt. Dabei waren die “Field-Recordings” von Bristol keineswegs die ersten Aufnahmen in deren Mittelpunkt die ländliche Volksmusik des amerikanischen Südens stand. Was war also das Besondere an jenen Sessions vom 25. Juli bis 5. August 1927 in der Kleinstadt Bristol, durch deren Mitte sich die Staatsgrenze von Virginia und Tennessee zieht? Zur Erklärung sei ein kleiner Rückblick erlaubt.

Sieht man einmal von den ersten Aufnahmen des Vaughan Quartet, einem Gospel Quartett, aus dem Jahre 1921 ab, so kam die erste offizielle Aufnahmesitzung mit ländlicher Südstaatenmusik im Juni 1922 nur deshalb zustande, weil die beiden Old-Time-Fiddler Eck Robertson und Henry Gilliland nach New York City gereist waren. In den Büros der Victor Talking Machine Company waren sie mit der dringenden Bitte vorstellig geworden, Schallplatten einzuspielen zu dürfen. Um die beiden schnell wieder loszuwerden, wurden vier Stücke aufgenommen, zwei davon wurden veröffentlicht, darunter “Arkansas Traveler”.

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[26. August. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Im Jahre 2008 brach das Duo Jamie Dailey und Darrin Vincent zusammen mit seiner Band mit einem Knall in die Bluegrass-Szene ein. Dailey, der mit seiner wunderbaren Tenorstimme jahrelang in der Band von Doyle Lawson aufgefallen war und Darrin Vincent, der bei Ricky Skaggs gesungen und musiziert hatte, hatten sich zusammengetan und schon ihr erstes Album brachte ihnen den “Emerging Artist of the Year Award” ein zusätzlich zur “Entertainer of the Year”-Auszeichnung.

Dies war ein sensationeller Einstieg und seither fahren die beiden einen Erfolgskurs, der nicht abzureißen scheint. Die geschmeidigen Stimmen der beiden Frontmänner passen tatsächlich ideal zusammen, auch wenn sie zu oft ins etwas Süßliche abgleiten. Doch in den USA kommt das Duo unheimlich gut an und auch dieses neueste Album stieg nach seiner Veröffentlichung sofort auf Position 1 der Billboard Top Bluegrass Album Charts ein und verweilte dort neun Wochen, ja sogar in den Billboard Country Album Charts stieg die Produktion auf Platz 19 ein.

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[23. August. 2010 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Specials]

Es waren einst die Reflexionen des Alltags, die kleinen Geschichten und Impressionen, die den Charme der Country Music ausmachten. Nur wenig ist davon im heutigen kommerziellen Trubel dieser Musik davon übrig geblieben. Einer, der an der Tradition des Geschichtenerzählens noch festhält, lebt ausgerechnet in Deutschland. Es ist der Sänger, Gitarrist und Komponist Mandy Strobel, der unter Amerikanern aufgewachsen ist und ein feines Gefühl für die Kleinigkeiten des Lebens mitbringt.

Zwischen Oktober 2009 und April 2010 hatte sich Mandy immer wieder im Creek Studio in Nashville aufgehalten und dort zusammen mit dem Musiker und Produzenten Brent Moyer dieses neue Album produziert, das durch einen feinfühligen transparenten Laid-Back-Sound fasziniert. Mandy Strobel selbst Gesang und Rhythmusgitarre, während Brent Moyer diverse Gitarren, Dobro und Bass bedient. Als Duettpartner findet man in dem einen oder anderen Stück Katja Kaye und Joe Sun. Die Texte stammen von Ron Davis, die Musik dazu hat Mandy geschrieben.

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[12. August. 2010 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Es hatte spätestens ab Mitte der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts damit begonnen, dass amerikanische Bluegrass-Bands mehr und mehr den Swing entdeckt und verstärkt Swing-Nummern in ihr Repertoire geschmuggelt hatten, sehr zum Vergnügen der Besucher des Bluegrass-Heiligtums “Station Inn” in Nashville, und ich erinnere mich noch lebhaft an den Jubelschrei eines Besuchers, als der Fiddler Stuart Duncan zu swingen begann: “Der swingt ja wie einst Stephane Grappelli”. Ja, genau so war es und seither erwartet man von jeder guten Bluegrass-Band auch ab und zu mal eine Swing Nummer. Dass im Station Inn seit Jahren schon regelmässig eine Swing-Band, die Time Jumpers, auftritt, ist sicherlich ein Ergebnis dieser Entwicklung.

Doch was die Amerikaner können, das beherrschen die Europäer ganz genau so und so verstehen sich europäische Bands wie etwa “4 Wheel Drive” oder die britischen “Toy Hearts” bestens auf das, was man in der Country Music als “Western Swing” kennt und im Bluegrass-Stil gerne “Acoustic Swing” genannt wird.

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[19. Juli. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: News]

Ein Riesenerfolg für die europäische Bluegrass-Szene: In der Runde 2 der IBMA Awards 2010 tauchen in der Sparte “Emerging Artist Of The Year” zwei bekannte europäische Bands auf, die schwedische “G2 Bluegrass Band” und die britische “The Toy Hearts”.

Da es bekanntlich europäische Bands in den USA sehr schwer haben, bei den Award-Wettbewerben überhaupt wahrgenommen zu werden, ist dies bereits als Riesenerfolg zu werten. Man kann nur hoffen, dass die beiden Bands auch in der nächsten Runde weiterkommen. Wir drücken die Daumen.

Die auch aus Europa stammenden “Krüger Brothers” tauchen ebenfalls auf unter der Rubrik “Instrumental Group Of The Year” und Jens Krüger ist unter den Banjospielern der “Instrumental Performers Of The Year” gelistet. Doch da die “Krügers” bereits vor vielen Jahren aus der Schweiz in die USA übergesiedelt sind und sich in der US-Szene prächtig integriert haben, gelten die beiden vermutlich in den USA bereits als einheimische Musiker.

[7. Juni. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Es war eine faszinierende Sternstunde der Country Music und jetzt ist es noch einmal mitzuerleben, jenes denkwürdige Zusammentreffen zweier Legenden: Hedy West “The Banjo Lady” und Bill Clifton, der Bluegrass-Star. Hedy West, die im Jahr 2005 starb und Bill Clifton, der 2008 in Nashville in die Bluegrass Hall Of Fame aufgenommen wurde, hatten sich 1972 in einem Studio in London getroffen, um ein gemeinsames Album zu produzieren. Diese Produktion wurde 1974 in Deutschland auf einer LP veröffentlicht und hatte damals für sehr viel Aufsehen in der Szene gesorgt. Ja, man sprach sogar von einer ungewöhnlichen Sternstunde der Country Music.

Schließlich kamen beide Künstler aus grundverschiedenen Gesellschaftsschichten und sehr unterschiedlichen Musikszenen, Bill Clifton aus der Oberschicht, Hedy West eher aus der Unterschicht. Beide hatten sie eine akademische Ausbildung genossen, doch beide engagierten sich künstlerisch für die Folklore der Unterprivilegierten. Hedy West, Komponistin, Sängerin, Banjo- und Gitarrenvirtuosin bewegte sich im Bereich des amerikanischen Folksongs und Bill Clifton, Komponist, Sänger und Gitarren- und Autoharpvirtuose, leitete viele Jahre lang mit großem Erfolg eine Bluegrass Band, die Dixie Mountain Boys, organisierte das erste Bluegrass Festival und konzentrierte sich später ausschließlich auf die akustische Country Music. Aus heutiger Sicht würde man die Musik der beiden unter der Bezeichnung “Singer & Songwriter” oder noch besser unter “Americana” zusammenfassen.

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[1. Juni. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Seit etwa zwei Jahren geistert der Name der Schweizerin Tabea Anderfuhren durch die europäische Country Music-Szene und selbst in den USA und Australien werden ihre Songs am Radio gespielt. Und tatsächlich, die temperamentvolle und geradezu urige Sängerin, die auch Gitarre und Dulcimer spielt, begeistert durch eine wunderschöne, begnadete Stimme, die durch ihre Modulationsfähigkeit zu einem hohen Wiedererkennungswert führt. Hinter einer rauen Schale verbirgt sich ja oftmals ein weicher Kern und so wirkt auch bei Tabea Anderfuhren ihr burschikoses Auftreten als interessanter Kontrapunkt zu ihrer einfühlsamen Stimme und ihren sensiblen, tiefschürfenden Songs.

Es ist das zweite Album, das Tabea Anderfuhren nun ihrer inzwischen grossen Fangemeinde vorlegt. Dabei fällt sofort auf, dass sie ein ganz besonderes Verhältnis zum Abschiednehmen haben muss, denn allein in den sieben von ihr selbst geschriebenen Liedern, aber auch in den anderen Songs, hängt stets Abschiedsstimmung in der Luft, auch wenn dies manchmal nur indirekt angedeutet wird.

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[27. Mai. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Wer die amerikanische Gruppe Crooked Still 2009 im Rahmen ihrer Europatournee erlebt hat, der wird sich mit der außergewöhnlichen Musik dieser Band aus Boston nicht allzu schwer tun. Wer dagegen dieses neue Album völlig unvorbereitet in den CD-Player schiebt, der wird mit Sicherheit zunächst Anlaufschwierigkeiten haben.

“Trauer-Grass”, so schoss es mir durch den Kopf. Und tatsächlich, die Musik von “Crooked Still” ist total auf die Texte und Botschaften der einzelnen Songs abgestimmt und diese Texte reflektieren eine unsägliche Traurigkeit auf der Basis der Old-Time-Music, der sich diese Band ja verpflichtet fühlt, auch wenn ab und zu auch ganz bewusst Anklänge an Folk oder Rock herauszuhören sind.

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[4. Mai. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Wenn es den Terminus “Bluegrass Kammermusik” schon gäbe, dann wäre er mit ziemlicher Sicherheit die korrekte Bezeichnung für eine Art Bluegrass Music, wie sie von Volker Fisher auf diesem neuen Album vorgestellt wird. Volker Fisher ist ja bekanntlich der Banjospieler und Dobrovirtuose der deutschen Bluegrassband “Covered Grass”, deren Name schon darauf hinweist, dass diese Gruppe auf mehr oder weniger bekannte Songs zurückgreift anstatt neues Material vorzustellen, aber da die Interpretationsweise von “Covered Grass” ohnehin viel Raum für neue Ideen bietet, wird die Kreativität der Bandmitglieder dabei auch nicht ungebührlich unterfordert.

Doch dem Multiinstrumentalisten und Sänger Volker Fisher schien dies nicht zu genügen und so spielte er nun sein erstes Bluegrass-Soloalbum ein. Dabei folgt Fisher nicht dem derzeit angesagten Trend, bei der Old-Time Music anzufangen und nach etwas ganz Neuem zu suchen, sondern er versucht dort weiterzumachen, wo Bill Monroe einst aufgehört hat bezw. die zweite und dritte Bluegrassgeneration heute steht. Bluegrass-Intellektuelle wie Bill Keith, Tony Trischka oder Bela Fleck haben das ja bereits vor vielen Jahren mit Erfolg ausprobiert und jeder für sich neue künstlerische Wege gefunden.

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[20. April. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Auch das vierte Konzert der Reihe “Bluegrass im Staatstheater” kann nun als großer Erfolg abgehakt werden. Verpflichtet waren in diesem Jahr die bekannten Gibson Brothers mit ihrer Band, die eigens aus den USA eingeflogen wurden, um am Sonntag, 11. April 2010, im ehrwürdigen Oldenburgischen Staatstheater ihr Europadebut zu feiern, nur um sofort am nächsten Vormittag wieder in die USA zurückzufliegen. Wie sagte doch Eric Gibson, als er sich am Ende des Abends von einem begeisterten Publikum verabschiedete: “Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, morgens frühstücken wir noch in Deutschland und zum Abendessen sind wir schon wieder in den USA.”

Pünktlich um 19:30 Uhr begrüsste Klaus Grotelüschen, der musikalische Leiter und Moderator des Konzerts, das Publikum im sehr gut besetzten Staatstheater, erbaut im Jahre 1891 als Großherzogliches Hoftheater im neu-barocken Stil, und man kann sich gut vorstellen, wie beim Anblick dieses Prunkbaus den amerikanischen Musikern die Gläser aus den Brillen sprangen. Grotelüschen bedankte sich artig beim Generalintendanten des Theaters Markus Müller sowie bei Peter Reimers, einem treuen Freund und Berater, und schon legten die Gibson Brothers mit ihrer Band los. Das Publikum war dann auch bereits bei den ersten Tönen hin und her gerissen. Die Formation in der klassischen Bluegrass Besetzung: Eric Gibson, Banjo, Gitarre, Gesang; Leigh Gibson, Gitarre, Gesang; Clayton Campbell, Fiddle; Joe Walsh, Mandoline und Mike Barber, Bass.

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[17. Februar. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Seit 12. Januar 2010 ist Randy Kohrs‘ langerwartetes fünftes Solo-Album auf dem Markt und wer die diesjährigen Grammynominierungen aufmerksam durchgelesen hatte, der hat auch festgestellt, dass Randy wieder an Jim Lauderdale’s aktuellem Album als Produzent beteiligt war. 2008 hatte es sogar zu einem Grammy gereicht mit Lauderdale’s Album “The Bluegrass Diaries”.

Randy Kohrs ist ein begnadeter Resonatorgitarrenvirtuose und ein ausgezeichneter Sänger und Produzent. 1994 war Randy Kohrs nach Nashville gekommen, hatte wie so viele andere Musiker am Lower Broadway in einer Kneipe begonnen, in seinem Falle war es “Maggie Magee’s”, heute “Nashville Crossroads”. 1995 wurde er von Hank Williams III für dessen Band entdeckt und wenig später ging Kohrs mit Tom T. Hall auf grosse Tournee. Doch als Hall aus gesundheitlichen Gründen ab 1997 nicht mehr touren konnte, schloss sich Randy Kohrs für die nächsten zwei Jahre der Band von David Parmley an, nur, um wiederum für zwei Jahre in der Band von Holly Dunn zu arbeiten. Der zwei-jährige Rhythmus schien sich einzupendeln. Daneben war Randy Kohrs als Resonatorgitarren-Virtuose längst in den Studios von Nashville ein begehrter Session-Musiker.

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