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George Strait, der seine Karriere als Rodeoreiter begann, wurde als George Harvey Strait am 18. Mai 1952 in Poteet (Texas) geboren. Heute ist der sympathische Sänger einer der gefragtesten Countrykünstler der Gegenwart. Aufgewachsen ist er auf einer Ranch in Texas, die weit mehr als 100 Jahre in Familienbesitz ist. Den ersten, eher zufälligen, Kontakt mit der Country Music, hatte George als er zwei Jahre auf Hawai seinen Militärdienst absolvierte. Als Mitglied in einer Armee-Band, die sich “Rambling Country” nannte, sammelte er die ersten musikalischen Erfahrungen. Nach seinem Militärdienst im Jahre 1975 studierte er in Texas Landwirtschaft.
Da aber “Studieren” nicht das Einzige ist, was einen Cowboy und Farmer glücklich macht, gründete er mit ein paar Freunden die Band “Ace in the Hole”. Allerdings hatte die zusammengewürfelten Musiker wenig kommerziellen Erfolg als Kombo. Erst als er sich Anfang der 1980er Jahre mehr und mehr auf seine Solo-Karriere konzentrierte, stellten sich die ersten Erfolge ein.
Der Shootingstar des Jahres 2007, Jason Michael Carroll, geboren am 13. Juni 1978, wuchs in Franklinton, North Carolina als Sohn eines Predigers auf. Sein Vater verbot in seinen vier Wänden jegliche Art weltlicher Musik. Ergo war es für den jungen Mann sehr schwer, sich für eine bestimmte Musik, bzw. Musikrichtung festzulegen. Erst als er einen Job in einem Motorengeschäft annahm, bekam er überhaupt erst mit, wie facettenreich die moderne Musik sein kann. Er hörte überall hinein und nach einiger Zeit entdeckte er die Country Music für sich. Die konnte gleichzeitig rockig, melodiös, aber auch traditionell sein.
Vom Country-Virus “gepackt”, wollte er auch mehr. Zwar hatte er bis dato “nur” im trauten Heim gesungen, doch er glaubte, dass die Musik seine Berufung sei. Bei einem Karaoke-Wettbewerb, welcher von einem regionalen Radiosender veranstaltet wurde, versuchte er sein Glück. Wie sollte es anders sein, er gewann diesen Contest. Etwa zu dieser Zeit versuchte eine regional recht erfolgreiche Band, die Stelle ihres Leadsängers neu zu besetzen. Die Stimme von Jason passte sehr zur Band, so wurde er vom Fleck weg engagiert. Doch die gemeinsame Zeit verging genauso schnell, wie sie zustande kam, kurze Zeit später trennten sie sich.
Brad Paisley wurde am 28. Oktober 1972 in Glen Dale (West Virginia) als Sohn eines freiwilligen Feuerwehrmanns und einer Grundschullehrerin geboren. Die Wurzeln seiner Familie liegen in Schottland, Irland, Italien und sogar Deutschland. Für Brads Interesse an der Musik war in erster Linie sein Großvater verantwortlich. So kam es, dass er bereits im Alter von acht Jahren begann Gitarre zu spielen. Gemeinsam mit seinem Gitarrenlehrer Clarence “Hank” Goddard gründete er seine erste Band “C-Notes”. Mit zwölf Jahren schrieb er bereits seinen ersten Song “Born On Christmas Day”, mit dem er in der örtlichen Kirche und in lokalen Clubs auftrat. Im Rotary Club entdeckte ihn schließlich Tom Miller, der Programmdirektor des Radiosenders WWVA in Wheeling, West Virginia. Er war sofort von Brads Talent begeistert und lud ihn zu einem Gastauftritt in der samstäglichen Radioshow “Jamboree USA” ein. Brads erster Auftritt dort rief dermaßen positive Reaktionen hervor, dass man ihn auf der Stelle für weitere Shows verpflichtete.
In den folgenden acht Jahren spielte er dann im Vorprogramm von Countrystars wie Roy Clark, Reba McEntire, George Jones, den Judds, Steve Wariner und Little Jimmy Dickens. Brad nutzte diese Zeit, um sich von diesen bereits etablierten Künstlern das ein oder andere abzuschauen und seine eigene Performance weiter auszubauen. Nach einem Praktikum bei der ASCAP (American Society of Composers, Authors and Publishers) unterschrieb er einen Songwriting-Vertrag bei der EMI und nahm einige Demotapes auf. Eine dieser Demoaufnahmen bekam Alan Jackson in die Hände und machte darauf hin seine Plattenfirma Arista Nashville auf Brads Talent aufmerksam.
Chris LeDoux, der am 02. Oktober 1948 in Biloxi, Mississippi geboren wurde, ist ein vielseitiger Bursche gewesen. Er war nicht nur ein erfolgreicher Countrysänger und Songwriter, sondern auch ein Meister im Rodeoreiten. Geboren und aufgewachsen ist er in Biloxi, Mississippi. Im Alter von 12 Jahren zog er mit seiner Familie nach Austin, Texas.
LeDoux: “Ich erlebte dort in Texas die schönste Zeit meines Lebens. Ich bekam von meinen Eltern ein Pferd geschenkt und reitete von morgens bis abends in der Gegend umher, später nahm ich Unterricht und lernte mit dem Pferd umzugehen.” Nach zwei Jahren bereits konnte Chris so gut reiten das er an einem nationalen Turnier teilnahm und sich dort den ersten Platz erkämpfte! Den Sommer über arbeitete er auf verschieden Farmen, bei denen er richtige Cowboyarbeiten übernahm.
Jason Aldean wurde am 28. Februar 1977 in Macon, Georgia geboren. In den Sommermonaten lebte er bei seinem Vater in Florida, die restliche Zeit verbrachte er bei seiner Mutter in Georgia. Mit seinem Vater, einem Gitarrenlehrer, besuchte er schon früh Konzerte von Kenny Rogers, den Gatlin Brothers und Alabama.
Dementsprechend früh fand er den Bezug zur Country Music und lernte Gitarre spielen. Seine ersten Songs die er auf der Gitarre spielen konnte waren George Strait’s “The Cowboy Rides Away”, Hank Williams Jr. “The Blues Man” und Alabama’s “My Home’s in Alabama”. Im Jahr 1991 saß Jason abends vor dem Fernseher und verfolgte eine Country Music Award Show, die inspirierte in so sehr, dass er ebenfalls Sänger werden wollte.
Sicher gibt es keinen Countrykünstler, der weltweit bekannter wäre als er. Es gibt auch keinen Künstler, der einen so einfach zu erkennenden eigenen Sound entwickelte. Egal, welche Sachen er im Studio produzierte, egal, mit welchen Musikern er auf irgendeiner Bühne stand, es ist immer unverwechselbar “sein” Sound, den man hört. Johnny Cash, der am 26. Februar 1932 in Kingsland (Arkansas) geboren wurde, war und ist Vorbild für mehrere Generationen von Sängern auf der ganzen Welt, insbesondere auch für deutsche Künstler. Viele Menschen haben die Country Music durch ihn erst zu schätzen gelernt und das gerade in den letzten Jahren, in denen Cash-Alben veröffentlicht wurden, die an Schlichtheit, Ehrlichkeit, Tradition nicht zu überbieten sind.
Dass er damit grösseren Zuspruch bei der Jugend finden würde, hätte er vermutlich selbst nicht erwartet. Er wollte sich ganz einfach wieder zurück zu den Ursprüngen orientieren und Lieder in den Mittelpunkt stellen, die zum amerikanischen Kulturgut gehören und dabei sogar neueren Datums sein könnten. Ihm nahm man das unbesehen ab, denn es ist sicher keine Übertreibung, stellt man ihn auf eine Stufe mit Jimmie Rodgers und dem legendären Hank Williams.
Gary LeVox, geboren am 10. Juni 1970 in Columbus (Ohio), Joe Don Rooney, geboren am 13. September 1975 in Baxter Springs (Kansas) und Jay DeMarcus, geboren am 27. April 1971 in Columbus (Ohio) sind – Rascal Flatts. Eine Band die mit ihrem vorletzten Studioalbum “Me And My Gang” in nur 4 Wochen nach Erscheinen der CD, von der RIAA (Recording Industry Association of America) bereits mit Doppelplatin, für 2 Millionen verkaufte Einheiten ausgezeichnet wurde. Damit gehören Rascal Flatts zu den Top-Künstlern in den USA und das nicht nur für das Genre “Country”, sondern generell. Es gibt nur wenige Künstler, die solche Hausnummern setzen.
Die Anfänge, damals in Nashville, vor ‘ner handvoll Leuten in kleinen Clubs, waren nicht wirklich rosig. Heute spielen sie vor Zehntausenden, doch noch immer achten sie darauf, dass die Musikalität sowie das Entertainment nicht auf der Strecke bleiben. Jedes Konzert wird genau geplant und optimal vorbereitet. Der Gesang, die Instrumentierung, alles muss auf den Punkt genau stimmen. Das sind die Gründe, warum die Jungs von Rascal Flatts seit Beginn ihrer Karriere im Jahr 2000, in der Oberliga des US-Musik-Business mitspielen.
Noch vor knapp viereinhalb Jahren übernahm Chris Young jeden Abend den Part des Leadsängers in der Hausband eines Honky Tonk-Saloon’s in Arlington, Texas. Nebenbei träumte er davon, einmal den Contest “Nashville Star” zu gewinnen. Tja, träumen tun viele, aber er hat sich bei der Vorauswahl angemeldet und jede Entscheidung für sich entscheiden. Den ersten nationalen Vorentscheid in Houston, Texas, konnte er ebenfalls gewinnen. Seinen unbedingten Siegeswillen, gepaart mit Entertainer-Qualitäten sowie seine sehr guten Gesangsleistungen beim Finale des “Nashville Star”, ließen ihn am Ende als Sieger von der Bühne gehen.
Am 10. November 1983 erblickte Miranda Lambert in Lindale, Texas das Licht der Welt. Die Eltern, Vater Rick arbeitete als Gitarrist & Songschreiber, war aber hauptberuflich eigentlich Polizist, die Mutter Beverly betreute den Haushalt und jobte nebenbei als Dektetivin, haben dem jungen Mädchen die Country Music förmlich in die Wiege gelegt. Ihr Vater klimperte ständig Songs von Guy Clark, Jerry Jeff Walker, Merle Haggard und seine eigenen Songs auf der Gitarre. Es war also unmöglich einen Bogen um die Musik zu machen.
Als eines Tages Garth Brooks ein Konzert in Dallas gab, besuchte die damals 10-jährige Miranda jenes Konzert und war von dem Mann, sowie seiner überragenden Musik begeistert. So wollte sie auch sein, auf der Bühne stehen, gute Musik machen und ein Entertainer sein. Die Möglichkeit ihr “Können” unter Beweis zu stellen, ergab sich bei einem Talentwettbewerb. Vor einigen hundert Zuschauern sang sie von Holly Dunn “Daddy’s Hands”, ihr Vater begleitete sie mit der Gitarre. Immer mehr fühlte sie sich der Country Music hingezogen, das Zimmer bzw. die Wände waren voll mit Postern “ihrer” Stars.
Geboren in Sachsen, leben sie heute alle drei in Niedersachsen. Carina und Anja in Bad Zwischenahn und Maria im Ammerland an der Nordseeküste – Schwesterherz. Musiziert haben sie schon von Kindesbeinen an. Bereits im Jahr 1989 sangen sie zur Vorweihnachtszeit in Fußgängerzonen, um sich mit ihren Liedern ein paar Mark zu verdienen. Überraschender Nebeneffekt; sie merkten, dass man mit dem Musizieren gutes Geld verdienen konnte.
Später in ihrem Leben half ihnen das sehr, denn bereits mit 12 Jahren standen sie mit ihrer Mutter (Margitta & Töchter) auf den berühmten Brettern, die die Welt bedeuten. Langsam stellte sich der Erfolg ein und die großen TV-Sendungen rissen sich um das Familienquartett. Über eine Dekade später entschlossen sich die Töchter, den Rockzipfel der Mutter loszulassen, um auf eigenen Beinen zu stehen. Die Mädels beschlossen einen eigenen, neuen Weg, fernab des volkstümlichen Schlagers, zu gehen.
Man nennt ihn kurz und bündig “Hag”. Was soviel heißt wie “Hexer”. Hinter diesen drei Buchstaben steckt einer der ganz Großen der Country Music, den man mit Fug und Recht schon zu Lebzeiten eine Legende nennt. Ein Mann, dessen Leben wie ein Abenteuerroman verlaufen ist, das ganz sicher irgendwann auch Gegenstand einer Verfilmung sein dürfte. Es gibt nur wenige Country-Entertainer, die sich in so vielen verschiedenen Facetten ihres Berufes hervor getan haben wie er. “Hag” erwarb sich Verdienste als Sänger, Songschreiber, Bandleader, Instrumentalist und sogar als Musikhistoriker.
Wenn er etwas anpackt, dann beschäftigt er sich voller Hingabe damit und versucht, ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Auch wenn dies nicht immer gelingt, so ist sein bemühen darum deutlich zu spüren. Hinter dem feinfühligen, sensiblen Künstler steckt allerdings eine komplexe Persönlichkeit, mit der sein Umfeld aber vor allem auch er selbst nicht immer klar gekommen ist. Die so genannten normalen Spielregeln des Lebens haben für ihn nur selten gegolten. Mag er heute auch deutlich ruhiger geworden sein, viele Jahre seines Lebens war er rebellisch oder auf der Flucht vor sich selbst.
Man mag mitunter wirklich glauben, erfolgreiche Künstler müssen auch ungewöhnliche Menschen sein. Dies trifft auf den Mann, der als Johnny Paycheck Karriere machen sollte, mehr zu als auf die meisten anderen. Mögen manche seiner Kollegen wegen ihrer Eskapaden berüchtigt gewesen sein, so sehr aus dem Ruder wie Johnny Paycheck sind nur wenige gelaufen. Er tat es immer wieder. Aber er war auch ein begnadeter Sänger und Entertainer, dem man deswegen auch immer wieder verzieh.
Der als Donald Eugene Lytle am 31. Mai 1938 in Greenfield, Ohio geborene Künstler, der sich später Donny Young und Johnny Paycheck nannte, war ganz unter, kam wieder hoch und stürzte erneut ab. Egal wie er sich nannte, er schien einen Hang zum Fatalismus zu haben, Exzesse zu suchen, um daraus die Kraft für den Künstler in ihm zu finden. Denn der reifte zu einem gnadenlos guten Sänger heran.
George Canyon wuchs als Fred George Lays in Nova Scotia in Canada auf. Bereits im Alter von fünf Jahren schenkten ihm seine Eltern eine Akkustik-Gitarre und brachten ihm die ersten Akkorde bei. Nach einigen Monaten des Probens, absolvierte er seinen ersten öffentlichen Auftritt, er sang “The Rose” und “A Hard Day’s Night” bei einer regionalen Schulaufführung. Mit 12 Jahren trat er den Air Cadets bei, eine militärische Einrichtung für junge Menschen, die eine Karriere in der kanadischen Armee anstreben. Doch dieser Traum fand ein jähes Ende als er mit 14 Jahren erfuhr, dass er an Diabetes erkrankt ist. Er war sehr frustiert und hatte eine Zeitlang auf gar nichts mehr Bock. Doch als der erste Schock überstanden war, schloß er sich den Leuten einer Organisation an, die junge Menschen unterstützten die auch an Diabetes erkrankt sind. Er selbst fand die Idee so gut, dass er fortan dieser Organisation seine Freizeit opferte um selbst anderen Erkrankten zu helfen.
Es ist die Geschichte von dem kleinen gelähmten Jungen und dem LKW-Fahrer, die ihn berühmt machte. Sein Megahit “Ruf Teddybär Eins-Vier” verkaufte sich in den letzten 30 Jahren millionenfach. Jonny Hill ist aber nicht nur Sänger, auch als Entertainer, Schauspieler und Moderator erlebte er eine Welt voller Höhen und Tiefen.
Jonny Hill, der am 27. Juli 1940 in Graz, Österreich als Ferry Gillming das Licht der Welt erblickte, begann nach der Schule zunächst eine Karriere als Schauspieler. Er spielte einige kleinere Rollen beim Theater, doch das sollte nicht die Erfüllung seiner Träume sein. Vor seiner Karriere als Sänger arbeitete er in verschiedenen Berufen und fand schließlich einen Job als Discjockey beim österreichischen Rundfunk. Einige Zeit später wurde Jonny von Lothar Olias als Sänger entdeckt, der nahm ihn unter seine “Fittiche” und promt stellte sich der Erfolg als Schlagersänger ein. Doch ein Freddy Quinn-Double (ähnliche Stimme, er sollte entsprechend als Sänger der leichten Muse aufgebaut werden) wollte Jonny keineswegs sein, er wollte lieber ins “Countryfach”.
Am 2. April 1947 wurde Emmylou Harris in Birmingham (Alabama) geboren. In Washington D.C. liegen ihre ersten musikalischen Anfänge. Nach Abschluß der Highschool versuchte sie sich zunächst mit einem Schauspielstudium. Aber bald wurde ihr klar, daß ihr Hauptinteresse in der Musik lag. 1967 zog es Sie nach New York um dort in Folk-Clubs Musik zu machen. 1969 wurde ihr erstes Album “Gliding Bird” veröffentlicht. Leider kommerziell ein Mißerfolg. Nach einer längeren Durststrecke traf sie Gram Parson mit dem sie 2 Alben einspielte! 1974 stellte sich Emmylou Harris eine Band zusammen und brachte das Album “Pieces In The Sky” heraus. Langsam aber sicher stellte sich der Erfolg ein. Heute gehört Emmylou Harris zu den ganz Großen des Musikgeschäfts.
Emmylou Harris darf guten Gewissens zu den Protagonisten nicht nur einer sondern gleich diverser US-amerikanischer Musikbewegungen in den letzten drei Jahrzehnten gezählt werden. Als brillante Stilistin und Hüterin der Songschreiber-Tradition kann sie auf eine quantitativ enorme sowie qualitativ ihres Gleichen suchende Zahl von bewundernden Kollaborateuren blicken. Harris’ individueller Beitrag zur Popularität des Country-Rocks, des Bluegrass-Revivals, der Folkmusik als auch der Americana-Welle sind weitläufig bekannt. Doch das 1995er-Opus “Wrecking Ball” stellte selbst für sie einen kreativen Meilenstein dar. Hier kombinierte die Künstlerin erstmals diverse Worldmusic-Stile mit traditionellen Akustik-Instrumenten, treibender Rhythmik und Folk-Ethos. Dieser neue Sound sollte auf Werken à la “Spyboy” (1998), “Western Wall” (1999, mit Linda Ronstadt) oder dem umjubelten “Red Dirt Girl” aus dem Folgejahr seine Fortsetzung finden, sogar noch signifikant weiterentwickelt werden.
Es gab eine Zeit, da wurde “Outlaw Country Music” geschickt zur Mode lanciert. Was allerdings ganz genau damit gemeint war, konnte niemand so recht erklären. Vermarktungsstrategie war sicher im Spiel, für eine Country Music, die gegen die herrschenden Trends von Künstlern gemacht wurde, die sich nicht in ein Schema pressen lassen wollten. Dutzende Namen wurden in diesem Zusammenhang gehandelt – einer tauchte dabei nie auf: The Bellamy Brothers.
Dabei sind Howard (geboren am 02.02.1946) und David Bellamy (geboren am 16.09.1950) in meinen Augen Rebellen. Ganze Kerle, die stur und unbeirrbar ihren Weg gingen, dabei sicher manches Lehrgeld zahlen mußten aber schließlich doch ihr Ziel erreichten. Die Musik der beiden Florida Boys war immer anders als das, was gerade in Nashville “in” war. Sie setzten auf ihre eigenen Songs, bastelten ihren eigenen, unverkennbaren Sound, lagen damit immer sehr nah am Publikum und zwar weltweit. Um das geschehen in Nashville kümmerten sich die Bellamys herzlich wenig.
Dolly Parton erblickte am 19. Januar 1946 das Licht der Welt im kleinen Ort Locust Ridge, in der Nähe von Sevier County, Tennessee. Sie war das vierte von zwölf Kindern, in deren Adern holländisches, irisches und Cherokee-Blut floß. Ihr Vater war nur ein einfacher Farmer und verdiente sich hin und wieder etwas als Bauarbeiter dazu, deshalb herrschte ständig Geldnot im Hause Parton. Dolly musste, so wie alle Kinder der Partons, schon als Kind mit zum Unterhalt der Familie beitragen.
Ihr grosser Traum mal eine berühmte Sängerin zu werden, ging ihr schon damals nicht aus dem Kopf. Mit elf Jahren trat sie im Radio von Knoxville auf, den ersten Plattenvertrag unterschrieb sie mit 13 Jahren. Ihre erste Single war “Puppy Love”. 1964 beendete Dolly Rebacca Parton, so ihr voller Name, die High School – sie war die erste in ihrer Familie, die die Schule mit Diplom abschloß. Noch am selben Tag setzte sie sich in den Bus nach Nashville, wild entschlossen, den scheinbar unerfüllbaren Traum wahr zu machen, als Country-Sängerin ein großer Star zu werden. Am ersten Tag im Mekka der Country-Musik, Nashville, lernte sie Carl Dean kennen, mit dem sie bis 2001 verheiratet war.
Langsam aber sicher – das ist mehr als nur der Titel von Linda Feller’s Studio-Album aus dem Jahr 2005. Es könnte auch ihr musikalisches Motto sein, mit dem die quirlige Thüringerin seit vielen Jahren die deutsche Country-Szene “aufmischt”. Mit ihrer ganz speziellen Mixtur aus amerikanischen Country- und deutschen Schlagerelementen hält sie mit mittlerweile 23 Alben ihre eigene Nische in der Szene konstant besetzt. Und “langsam aber sicher” entkommt dem Thüringer Energiebündel wirklich niemand mehr!
Neben Tom Astor, Jonny Hill und der Gruppe “Truck Stop” ist Linda, die am 23. September 1966 als Uta Weitzel in Thüringen geboren wurde, eine der ganz wenigen Interpreten, die nicht nur in der eingefleischten Country-Szene ein Begriff sind. Linda Feller ist regelmäßiger Gast in den großen Musik-Shows im deutschen Fernsehen und kann auf zwei eigene TV-Shows stolz zurückblicken.
Der am 25. August 1961 in Flatwoods (Kentucky) geborene Billy Ray Cyrus ist einer der wenigen Countrykünstler die es, wenn auch nur für kurze Zeit, zu Weltruhm brachten. Sein Super-Hit “Achy, Breaky, Heart” ging 1992 um die Welt und belegte in fast allen Charts vordere Plätze. Auch in Deutschland dröhnte es aus vielen Musikboxen und sogar in den Pop-Disco’s war es ein angesagter Song, welcher mehrmals am Abend gespielt wurde. Die Experten in “Ol’ Germany” waren sich einig, der Siegeszug der Country Music kam langsam in Fahrt.
Doch leider kommt es meistens anders und zweitens, als man denkt. Eine einzelne Schwalbe machte halt noch keinen Sommer. Zum einen wurde der Titel, das Album und eben auch der Künstler in das Genre Pop gepackt, womit das Wort “Country” ganz schnell verschwand. Schon seine zweite Single lief nicht mehr richtig, das Folgealbum sogar nur noch unter “ferner liefen” (gilt nur für Deutschland). Billy, der der mit Geburtsnamen eigentlich William Ray Cyrus heißt, konnte sich in den USA zwar noch einige Jahre halten, doch diesen Mega-Erfolg, konnte er bis zum heutigen Tag nicht wiederholen.
Ein langer Weg und einige Umbesetzungen lagen vor Texas Lightning, bis der Erfolg sich einstellte. Heute steht die Formation, wie keine zweite Countryband in Deutschland, im Rampenlicht vieler großer TV-Events. Ihr großer Durchbruch stellte sich ein, als die Band am 9. März 2006 beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest antrat und gegen die großen Namen Vicky Leandros und Thomas Anders am Ende als Gewinner den Vorentscheid für sich entschied.
Nach Truck Stop (belegten in den Siebzigern einen guten zweiten Platz) überhaupt erst zum zweiten Mal ein Country-Act, der bei einem Vorentscheid dabei war. Vorgetragen, wie auch die Titel der Mitbewerber Anders und Leandros, in englischer Sprache, warfen Jon Flemming Olsen, Olli Dittrich, Markus Schmidt, Uwe Frenzel sowie die hübsche Jane Comerford, ihr ganzes Können in die Waagschale, um am Ende, wie bereits erwähnt, mit dem Song “No, No, Never”, als Sieger des Vorentscheides, die Fahrkarte nach Athen zu ziehen. Leider reichte es beim “Eurovision Song Contest” am Ende nur für einen 15. Platz, doch in Deutschland waren sie die Gewinner der Herzen und starteten eine Bilderbuchkarriere.



