Beiträge der Kategorie: Biografien
Die Zeit ist reif für mitreißende Helden, ganze Kerle und wahre Großstadtcowboys. Wer geglaubt hat, der Sound des Wilden Westens verweigert sich musikalischen Innovationen, wie ein Stier dem Rodeo, kann beruhigt umsatteln. The BossHoss erobern mit ihrem Sound die Weiten der Musiklandschaft schneller, als Billy The Kid seinen Ruf aufbauen konnte.
Jetzt ist Schluss mit verschnarchter Lagerfeuerromantik, die nur noch an Pfadfindertreffen erinnert, und angestaubtem Saloonsound, der mit dem modernen Großstadtcowboy wenig gemein hat. The BossHoss präsentieren auf ihrem Debütalbum “Internashville Urban Hymns” die moderne, andere Definition von Country Music. Mit neuen, packenden Arrangements von Hits wie “Hey Ya” (Outkast), “Sabotage” (Beastie Boys) und “Without Me” (Eminem) schaffen The BossHoss das Unmögliche – Country cool, Country für alle, Country jetzt!
Lee Ann Womack, die am 19. August 1966 in Jacksonville (Texas) das Licht der Welt erblickte, hatte schon immer die drei wichtigsten Voraussetzungen, um eine erfolgreiche Sängerin zu werden: Talent, Tatendrang und den Traum von einer Karriere als Sängerin. Als Kind schon war sie von Musik umgeben. Ihr Vater war Direktor an einer High School, der nebenbei bei einem kleinen Radiosender Musik auflegte. Dort verbrachte sie viel Zeit und hörte die Musik von Sängern, die großen Einfluss auf sie hatten: Vern Gosdin, Glenn Campbell, Ray Price, Loretta Lynn und Dolly Parton. Ihre Mutter war eine Grundschullehrerin, die Musicals liebte und seit ihrer Teenagerzeit von Stars wie Gene Kelly und Fred Astaire begeistert war.
Lee Ann kann nicht genau sagen, seit wann sie wusste, dass sie Sängerin werden wollte, weil sie es einfach immer schon wollte. Lee Ann beendete bereits mit 17 Jahren die High School und ging auf’s College. Ihre Eltern ließen sie ans andere Ende des Bundesstaates ziehen, um an dem berühmten Musikprogramm des South Plains Junior College teilzunehmen. Dort wurde sie Mitglied der schuleigenen Country Caravan Band.
Bereits im zarten Alter von 10 Jahren “schleppte” Taylor Swift, die am 13. Dezember 1989 in Wyomissing, Pennsylvania das Licht der Welt erblickte, ihre Eltern zu den großen Festivals und Karaoke-Shows. Zum einen wollte das junge Mädchen gute Musik hören und den Stars zusehen, wie sie sich “verkauften”, zum anderen schon erste Kontakte knüpfen.
Am liebsten hätte sie selbst auf diesen Bühnen gestanden und gesungen, doch da war der Wunsch größer, als die Möglichkeiten. Hier kristalisierte sich bereits heraus, dass sie ganz genau wußte, was sie wollte. Sie war und ist, nicht der Typ, welcher ein Leben zu Hause auf dem Sofa sitzt und auf den großen Entdecker wartet. Im Gegenteil, sie war in diesem zarten Alter schon sehr selbstbewußt und nahm ihr Glück stets selbst in die Hand.
Tim McGraw erblickte am 01. Mai 1967 in Delhi, Louisiana als Sohn des bekannten und sehr beliebten Baseball-Spielers Frank Edwin “Tug” McGraw († 2004) das Licht der Welt. Er wuchs in Start, Louisiana auf und interessierte sich gleichermaßen für Musik und Sport. Nach seiner Schulzeit begann er an der Northeast Louisiana University mit einem Jura-Studium. Doch sein Leben wurde zunehmend von der Country Music bestimmt und geprägt. Ab 1987 trat er regelmäßig in Clubs auf. 1989 brach er das Studium ab und zog nach Nashville, Tennessee um sich ganz und gar der Musik zu widmen.
Nach zwei Jahren unterschrieb er beim Label Curb Records (dem er bis zum heutigen Tag die Treue hält) einen Plattenvertrag. Seine erste Single “Welcome To The Club” erreichte 1993 einen mittleren Platz in den Country-Charts. Sein Debüt-Album “Tim McGraw” erschien 1993. Der Durchbruch kam ein Jahr später mit dem zweiten Album “Not A Moment To Soon”. Die Single-Auskopplung “Indian Outlaw” war in kürzester Zeit in den Top Ten und kletterte unaufhörlich immer weiter nach vorne. Die zweite Single aus diesem Album, das sentimentale “Don’t Take That Girl”, wurde zu seinem ersten Nummer-1-Hit und platzierte sich auch in den Billboard-Pop-Charts. Das Album selbst wurde über drei Millionen Mal verkauft und mit dreifach Platin ausgezeichnet.
Tom Astor ist einer der beliebtsten Countrykünstler Deutschlands. Er hat bereits 40 Alben und mehr als 600 eigene Songs aufgenommen. Seine Alben spielt er allesamt in Nashville, Tennesse ein und sein “Hallo guten Morgen Deutschland” machte ihn zum Superstar! Tja, auch wenn man mit dem Begriff vorsichtig umgehen sollte – spätestens seit 1995 ist Tom Astor, der am 27. Februar 1943 in Schmallenberg (Sauerland) geboren wurde und mit bürgerlichem Namen Willi Bräutigam heißt, Deutschlands erster Country Music Superstar. Seine auch in Europas Country-Szene einmalige Erfolgsbilanz hat dafür gesorgt, daß die Country-Music ein ganz neues Publikum gefunden hat. Seine Fans hat der sympathische, publikumsnahe Star in allen Altersklassen.
Tom hat einen Status erreicht, von dem er vor 20 Jahren allenfalls träumen durfte. Es war ein langer Weg, gesäumt von Meilensteinen unterschiedlicher Art, wie es der Titel seines Albums von 1995 zum Ausdruck bringt. Den gelernten Hotelkaufmann zog es in jungen Jahre schon mit Macht zur Musik. Erste Erfolge als Sänger gaben ihm Selbstvertrauen und wichtige Einblicke ins Music-Business. Dieses Metier lernte Tom von der Pike auf, gründete einen Musikverlag, schrieb Songs, verwirklichte eigene Ideen.
Keinen geringeren als Countrystar Garth Brooks hat Martina McBride, die am 29. Juli 1966 in Medicine Lodge (Kansas) geboren wurde, ihren Einstieg ins Musikgeschäft zu verdanken. Erst verkaufte sie T-Shirts vor und nach den Konzerten von Mr. Brooks, später als ihr Mann John McBride, die Beiden heirateten bereits 1988, als Produkt-Manager für Garth arbeitete, durfte Martina sogar (eine Hand wäscht die andere) als Opener auf Garth’s Weltour ihr Können unter Beweis stellen. Das verschaffte ihr einen enormen Wettbewerbsvorteil, denn Garth füllte die größten Stadien der USA und die größten Hallen in Europa. Die Garth-Brooks-Fans, mochten wohl auch Martina’s Musik sehr, die CDs gingen weg, wie die berühmten warmen Semmeln. Sie avancierte Anfang / Mitte der Neunziger Jahre zum Superstar der Country Music.
Geboren und aufgewachsen ist Martina, wie bereits erwähnt, in Medicine Lodge, Kansas. Ihre Eltern Jeanne und Daryl McBride waren recht erfolgreiche Musiker, schon in den Siebzigern gründeten sie die Gruppe “The Shifters”. Martina konnte kaum auf den Beinen stehen, da wollte sie schon mit musizieren. Bis ins Teenager-Alter “half” sie immer wieder bei den Schifters aus. Während der Highschool heuerte sie in verschiedenen Bands an, aber so richtig glücklich war sie dort nie. Welchen Beruf Martina nach der Highschool letztendlich erlernte, ist nicht bekannt.
Mark Chesnutt, der am 6. September 1963 in Beaumont (Texas) das Licht der Welt erblickte, gehört zweifelsohne zu den musikalischen Juwelen der traditionellen Country Music. Für die Kritiker ist er ein klassischer Countrysänger ersten Ranges, und einige der bekanntesten Country-Entertainer, von George Jones bis George Strait, schließen sich diesen Lobeshymnen an. Für die modernen Fans, die mehr auf die “jungen wilden” stehen, eher genau das Gegenteil. Die Bedeutung von Mark Chesnutt lässt sich leicht in Zahlen ausdrücken: 14 Nummer-1-Hits, 23 Top-Ten-Singles, vier Platinalben und fünf goldene Schallplatten. Für Kritiker und Fans, denen es um klassischen, authentischen Country geht, führt an Chesnutt kein Weg vorbei. Er selbst sagt zu seinen Erfolgen: “Ich lebe nur für die Musik. Sie gibt meinem Leben einen Sinn. Nur dank der Musik habe ich so lange durchgehalten.”
Heute wird Stil häufig mit Substanz verwechselt. Chesnutt hat beides. Er bleibt sich und dem traditionellen Country treu und hat den Finger trotzdem immer am Puls der Zeit. Mit untrüglichem Instinkt gelingen ihm auf diese Weise immer wieder tolle Songs, die er mit großer stimmlicher Ausdruckskraft und echtem Gefühl vorträgt. Mark ist der Maßstab, an dem sich seine gesamte Generation messen lassen muss, und zwar nicht nur, weil er einen Hit nach dem anderen hatte, sondern wegen seiner Liebe für die “echte” Country Music.
Als Willie Nelson (geboren am 30. April 1933 in Fort Worth, Texas) gerade fünf Jahre alt war, starb sein Vater. Seine Mutter ließ ihn und seine Schwester Bobbie im Stich. So wuchsen Sie bei ihren Großeltern auf. Als er sechs Jahre alt war, bekam er von seinen Grosseltern eine Gitarre geschenkt. Sie waren es auch die sein grosses musikalisches Talent entdeckten und immer wieder förderten.
Bereits mit sieben Jahren schrieb er seine ersten Songs. Mit zehn Jahren hatte er schon seinen ersten öffentlichen Auftritt. “Die Musik ist immer der Mittelpunkt meines Lebens gewesen”, sagte er einmal in einem CBS Interview. 1954 arbeitete Willie Nelson in einer Radiostation (KCNC) in Fort Worth als Country DJ später bekam er seine eigene Radioshow. Als er mit 22 Jahren seinen Wehrdienst absolviert hatte, heiratete er. Zwei Kinder gingen aus dieser Ehe hervor.
Wie kann man sich den dauerhaften Erfolg von Truck Stop erklären, die trotz der heutigen kurzlebigen Trends der Musikszene ihren festen Platz dauerhaft behaupten? Kleines Erfolgsrezept: Man nehme sechs Spitzen-Musiker, eine gute Idee deutsche Country-Musik zu schreiben und garniere das Ganze mit viel Elan und Spaß, den diese Country-Stars ihren Fans auf Konzerten bieten. Und dass die Herren Truck Stop Heute als auch vor 30 Jahren nichts von ihrer Genialität eingebüßt haben beweist, dass sie mit ihrer Musik voll im Trend liegen. Nach gut drei Jahrzehnten gemeinsamer Bühnenaktivitäten der Elbecowboys, wie sie liebevoll von ihren Fans genannt werden, sei es erlaubt, einmal zurückzublicken und an die Anfänge von Deutschlands Country Band Nr. 1 zu erinnern.
35 Jahre Truck Stop, dass sind 36 Alben geballte Country-Music Power. Und niemand hatte voraussagen können, dass diese Musik einmal zu einer Lebenseinstellung werden könnte. Doch bis dahin war es noch ein schweres Stück Arbeit. Truck Stop spielte am Anfang englischsprachige Songs und tourte mit bekannten Stars u.a. mit Gilbert O’ Sullivan durch Europa. Die ersten Platten-Produktionen kamen nur in englischer Sprache heraus. Zu der Zeit dachte noch niemand daran, einmal deutsche Country-Texte zu schreiben. Im Jahr 1976 kam es bei der Band zu einem Karriere-Knick. Die Schallplattenverkäufe gingen merklich zurück und Truck Stop dachte schon daran, sich aufzulösen.
Conway Twitty wurde als Harold Jenkins am 01. September 1933 in der Kleinstadt Friars Point, Mississippi, geboren. Die Familie zog nach Helena, Arkansas, als er 10 Jahre war. Einige Jahre später stellte er in Helena seine erste Band, die Phillips County Ramblers, zusammen. Zwei Jahre später hatte er jeden Samstagmorgen eine eigene Show im lokalen Radio. Während seiner Zeit in Arkansas trieb er sehr viel Sport, u.a. spielte er Baseball und bekam nach seiner High School-Zeit ein Angebot der Philadelphia Phillies, welches er aber ausschlug, stattdessen ging er zur US-Armee.
“Die letzten 12 Monate waren die aufregensten und schönsten Monate in meinem Leben”, so äusserte sich Carrie Underwood in einer Talk-Show im US-Fernsehen. “Ich kann es manchmal gar nicht richtig begreifen, was in der letzten Zeit so passierte”. Nachdem sie den “American Idol” – Contest (Deutschland sucht den Superstar in der USA-Variante) gewann, folgte ein Major-Label-Vertrag, demnächst eine Filmrolle und für ihr Debüt-Album “Some Hearts” wurde sie von der RIAA mit Gold ausgezeichnet. Wie kommt ein Mädchen zur Musik, wenn weder der Vater (Papiermacher), noch die Mutter (Lehrerin), keine musikalischen Kenntnisse vorzuweisen haben, selbst ihre Geschwister sind vollkommen unmusikalisch.
Darwin David Pedruska, so sein Geburtsname, erblickte am 3. Mai 1928 in Spencer, Wisconsin das Licht der Welt. Aufgewachsen in Stevens Point, Wisconsin, bekam Dave bereits im Alter von 11 Jahren von seinem Grossvater eine Gitarre geschenkt. Fortan übte er die Akkorde bis im die Finger bluteten. Dave Dudley sagte vor einigen Jahren in einem Interview: “Nun ja, es stimmt schon, dass ich meine Fingerkuppen “wund und blutig” gespielt habe. Allerdings wurde mein Spiel dadurch nicht besser.” Lachend fügt Dave hinzu: “Aber ich denke, dass es für einen elfjährigen Jungen ganz in Ordnung war”!
Eigentlich wollte Mr. Dudley ein grosser Baseballstar werden, dieser Sport hatte es ihm wirklich angetan. Doch aus der Karriere wurde nichts, durch einen Muskelfaserriss in seinem rechten Wurfarm war’s aus mit dem Traum, noch bevor er Realität wurde. Um etwas Essbares auf den Tisch zu bekommen, nahm er kurzfristig einen Job als Hafenarbeiter an, um sich finanziell über Wasser halten zu können. Eines Morgens nach Beendigung seiner Nachtschicht, besuchte er einen Freund der beim örtlichen Rundfunksender arbeitete. Dave setzte sich in die Lobby und wartete vergeblich, sein Freund erschien nicht.
Joe Nichols wurde am 26. November 1976 in Rogers, Arkansas geboren. Seine Jugend prägte schon sehr früh die Musik, verantwortlich hier für waren sein Dad und besonders der Großvater. Beide waren sehr musikalisch, so spielte sein Dad (LKW-Fahrer) in der Band des Großvaters den Bass und einige seiner Onkel waren an den Drums, Fiddeln und Gitarren zu finden, sie tourten jedes Wochenende in einem anderen County (Bezirk) und spielten traditionelle Country Music.
Doch der junge Joe Nichols interessierte sich anfangs wenig für die Country Music, er hörte lieber Rock & Pop-Musik. Nach beenden der High School arbeitete er tagsüber als Automechaniker und am Abend legte er Platten auf – als DJ verdiente er sich ein paar Dollar nebenbei.
Das Licht der Welt erblickte Tracy Lawrence am 27. Januar 1968, in Atlanta, Texas, aufgewachsen ist er allerdings in Foreman, Arkansas. Seit seinem 14. Lebensjahr macht er Musik, seine musikalischen Einflüße in dieser Zeit – Lynyrd Skynyrd und ZZ-Top, George Strait und Merle Haggard. Schon früh war ihm klar, dass er mit dem “Musikmachen” seinen Lebensunterhalt verdienen wollte. Mehrmals in der Woche trat er abends in Bars der Region auf, weit durften die nicht weg sein, denn ohne Führerschein war sein Einzugsgebiet stark eingegrenzt. Heute sagt er über diese Zeit, dass sie ihm beim “Erwachsenwerden”, sehr geholfen hat.
Mit einem 10 Jahre alten Toyota (250.000 Meilen hatte der Wagen runter, lief auf drei Zylindern und versichert war er auch nicht) machte sich Tracy 1990 auf den Weg, um in Nashville Fuß zu fassen. Er spielte für ein paar Dollar im Bluebird Café, trat live im Radio auf, tingelte durch die Clubs, nur um auf sich aufmerksam zu machen. Ein Jahr später nahm ihn Atlantic Records unter seine Fittiche und gab ihm einen Vertrag, der Grundstein zur großen Karriere war gelegt.
Clint Black wurde zwar am 04. Februar 1962 in New Yersey geboren, wuchs aber in Texas als jüngster von vier Brüdern auf. Mit 15 lernte er Gitarre und spielte bald darauf als Bassist in der Band seines Bruders Kevin. 1987 lernte er den Gitarristen und Songwriter Hayden Nicholas kennen. Sie begannen gemeinsam Songs zu schreiben und schafften es ein Jahr später Bill Ham, den Manager von ZZ Top, auf sich aufmerksam zu machen. Bill Ham vermittelte Clint Black noch im gleichen Jahr einen Vertrag mit RCA Records.
1989 war das Jahr von Clint Black, denn in diesem Jahr veröffentlichte er sein Debutalbum “Killin’ Time”. Nie zuvor in der Geschichte der Country Music hatte ein Newcomer einen furioseren Start hingelegt als Clint Black. Seine erste Single “A Better Man” erreichte 1989 auf Anhieb Nummer 1 der Billboard Country Charts. Seine kurz darauf erschienene CD “Killin’ Time” verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal und erreicht Gold- und Platin-Status. Außerdem wurden drei weitere Nummer-1-Singles ausgekoppelt. Am Ende gab es dann noch zahlreiche Auszeichnungen der CMA als Bestes Album, Beste Single, Bester männlicher Sänger, Artist of the Year, Songwriter of the Year usw. Innerhalb weniger Monate erhielt es Platin. Es wurden fünf Singles ausgekoppelt die alle den ersten Platz der Country Charts erreichten. Im selben Jahr bekam er von der CMA den “Horizon Award”.
Obwohl er in den vergangenen drei Jahren die Erfolgsleiter weit nach oben geklettert ist und inzwischen zu den beliebtesten jungen Country-Acts in Amerika zählt, hat Dierks Bentley die Bodenhaftung nicht verloren. Starallüren sind dem sympathischen Lockenkopf völlig fremd. Den Auftritt in einem verräucherten kleinen Club zieht er jeder Gala im besten Haus am Platze vor, statt Designerklamotten trägt er weiterhin Baumwollhemden und verwaschene Jeans, ein Bier vom Fass schmeckt ihm nach wie vor besser als Champagner.
Der Sänger und Songschreiber arbeitet hart, ist ständig auf Tournee und will es auch gar nicht anders haben, selbst wenn er wegen der nicht enden wollenden Konzertreisen auf gewisse Dinge verzichten muss. Dass all dies authentisch ist, begreift man, sobald man einen Blick in Dierks Bentleys Terminkalender geworfen hat. An dreihundert Tagen im Jahr ist er unterwegs, kreuz und quer durch die Bundesstaaten. Zweihundert Mal steht er auf der Bühne, die restlichen Tage auf Achse widmet er der Promotionarbeit. In seiner Wahlheimat Nashville, Tennessee hält sich der emsige Künstler mittlerweile nur noch so selten auf, so dass er sein Haus kurzerhand verkauft hat. Ein Hausboot am Percy Priest Lake genügt ihm und seinem Hund Jake für die kurzen Stippvisiten als Domizil. Die Zeit des leidenschaftlichen Tourmusikers ist derart knapp bemessen, dass selbst für die Einspielung des aktuellen Albums “Modern Day Drifter” nur eineinhalb Wochen freigeschaufelt werden konnten.
Kenny Chesney ist ein richtiges Tennessee-State-Kind. Geboren wurde er am 26. Mai 1968 in Knoxville, liegt wie bereits erwähnt im Bundesstaat Tennessee. In Lutrell ist er zur Schule gegangen und in Johnson City besuchte er das College. Es blieb nicht aus, dass auch er über kurz oder lang dem Virus Country Music nicht entkommen konnte. Die großen Legenden George Jones und Hank Williams Jr. waren die ersten Künstler die ihn auf den Weg brachten. Kenny Chesney im Interview: “Die dudelten den ganzen lieben Tag im Radio. Ob du wolltest oder nicht, man kam nicht umher die Musik zu lieben.” Dann fügte er lachend hinzu: “Ich glaube es gibt in Tennessee nur Country-Radio-Stationen.” Der Weg zum Musiker gestaltete sich jedoch ganz anders.
Am 28. März 1969 erblickte Rodney Atkins das Licht der Welt in Knoxville, Tennessee. Die ersten Lebensmonate gestalteten sich nicht nur positiv. Über seine leiblichen Eltern, oder ob er Geschwister hat, ist nichts bekannt, denn kurz nach seiner Geburt wurde er zur Adoption freigegeben. Rodney war ein sehr kränkliches Kind und so war es für das “Holston Methodist Home for Children” in Greeneville, Tennessee nicht einfach, geeignete Pflege-Eltern zu finden.
Die ersten beiden Ehepaare, wurden mit den Strapazen eines kränkelten Kindes nicht fertig. Jedoch beim dritten Anlauf, sollte der kleine Rodney endlich sein Zuhause gefunden haben. Obwohl auch sie, eine Bergarbeiterfamilie aus Cumberland Gap in Tennessee, anfangs viel mit Ärzten und Pflegeeinrichtungen zu tun hatten, brachten sie letztendlich die Energie auf, den kleinen Bub großzuziehen.
Er ist einer der beliebtsten Honky Tonker der Gegenwart und begann seine musikalische Laufbahn im Kirchenchor seiner Heimatstadt Newman. Seine CDs verkaufen sich wie “geschnitten Brot”. Schon mit zehn Jahren sang er auf Parties Countrysongs. Doch wie fing Alles an? Alan Jackson wurde als Alan Jackson am 17. Oktober 1958 in Newnan, Georgia. Er wuchs in einer Bilderbuch-Familie auf, in der die Zusammengehörigkeit an erster Stelle stand. Als er die Schule verliess machte er zuerst eine Lehre zum KFZ- Mechaniker und arbeitete später in der Konstruktion. Sein Vater arbeitete ebenfalls in der KFZ-Branche, seine Mutter versorgte den Haushalt, was nicht die einfachste Arbeit war, immerhin hatte sie fünf Kinder zu versorgen.
Auch Alan musste schon von Kindesbeinen an im Haushalt seinen Obulus beitragen, sonst wäre die Familie nicht über die “Runden” gekommen. Schon während dieser Zeit lernte er seine später Frau Denise kennen und lieben. Mit 20 gründete er seine erste Band, die Dixie Steel. In den Achtzigern hielt er sich mehr “Schlecht als Recht” mit kleinen Jobs (u.a. Auto-Verkäufer) und gelegentlichen Auftritten über Wasser. Schon in dieser Zeit saß er manchmal bis spät in die Nacht und schrieb Songs.
Es gibt in der Countryszene der USA viele Künstler, die über Jahre hinweg sehr erfolgreich sind oder waren. Es gibt Viele, die man mit Superlativen betiteln kann. Einige haben diese Attribute sogar verdient. Doch selbst bei objektiven Fachleuten ist Garth Brooks immer wieder ein Name, um den man einfach nicht herum kommt. Natürlich kann man nun Hunderte Statistiken, Preise und Verkaufslisten als Basis nehmen, aber Zahlen werden einem Mann nicht gerecht, der eine feste Größe des modernen Country ist. Wer ist also Garth Brooks?
Geboren unter dem Namen Troyal Garth Brooks am 07. Februar 1962, wuchs Garth als typischer Okie in Tulsa, OK auf. Er wuchs als “einer von vielen” in einer äußerst musikalischen Familie auf. Seine Schullaufbahn verläuft normal, er besucht das College und dann später die University of Oklahoma City, wo er einen Abschluss in Marketing macht. Seine Liebe gilt dem Sport und das Musik, doch nur bei Letzterer war diese Liebe beidseitig. Er finanzierte sein Studium mit Auftritten in Clubs und Bars, gründete dann 1984 um sich die Band “Santa Fe”. Seine musikalischen Wurzeln liegen nicht nur im Country, sondern auch im Folk, Pop und Rock. Er wandelt zwischen den Welten und spielt alles, was ihm gefällt. Erst durch den Song “Unwound” von George Strait wird ihm klar, das Countrymusic seine Zukunft sein wird.


