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Lorrie Morgan wurde am 27 Juni 1959 in Nashville, Tennessee, USA geboren. Obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens mit Singen verbrachte, wurde Lorrie erst in den frühen Neunzigern zum Star, als sie eine Reihe Top 10 Country Hits landete. Loretta Lynn Morgan, die Tochter des Grand Ole Opry-Stars Georg Morgan, debütierte mit zarten 13 Lenzen an der Opry, wo sie mit ihrer Aufführung von “Paper Roses” stehende Ovationen erntete. Als ihr Vater 1975 starb, übernahm sie seine Band und trat in verschiedenen Clubs auf. Nach wenigen Jahren löste sich die Gruppe auf und sie spielte ab 1977 mit der Roy Wiggins Band weiter. Sie wurde Studiomusikerin und Demosängerin bei Acuff-Rose, wo sie auch eigene Songs schrieb.
1978 hatte sie einen kleineren Singlehit und im darauffolgenden Jahr einen weiteren Hit mit “I’m Completely Satisfied”, einem elektronisch gedubbten Duett mit ihrem Vater. Sie begann durch die Nachtclubs von Nashville zu touren und trat gemeinsam mit Jack Greene auf. Weiterhin war sie als Duettpartnerin von George Jones auf Tournee und sie verbrachte 2 Jahre im Ensemble der “Opryland USA Bluegrass Show”.
Rodney Crowell, der am 07. August 1950 in Houston (Texas) geboren wurde, ist einer der begabtesten und herausragendsten Countrykünstler der USA. Ein Singer, Songwriter, Produzent und Entertainer, der einer Familie mit langer musikalischer Tradition entstammt und ständig musikalische und thematische Herausforderungen sucht. Bereits mit 11 Jahren spielte er als Schlagzeuger in der Band seines Vaters. Während seiner High School-Zeit gründete er seine eigene Kombo, die Arbitrators. Mit 22 Jahren (1972) schmiß er sein Studium und zog nach Nashville im Bundesstaat Tennessee.
Mit Auftritten in lokalen Clubs verdiente er mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt. Eines Tages saß der Schauspieler, Sänger und Songschreiber Jerry Reed im Publikum und fand Gefallen an “You Can’t Keep Me Here In Tennessee”. Einem Song, den Crowell selbst geschrieben hatte. Reed nahm den Song auf und bot dem Nachwuchsmusiker eine Stelle in seinem Musikverlag an. Doch mit dem “über Nacht zum Country-Star” wurde nichts. Es sollte noch drei lange Jahre dauern, bis er in Music City den Ehemann von Emmylou Harris kennenlernen sollte, der ihm einen Job als Gitarrist bei Emmylou anbot. Kurzerhand zog Rodney nach Los Angeles und nahm die Arbeit dort an.
Immer noch treibt es Merle Haggard die Zornesröte ins Gesicht, wenn er auf Lefty Frizzell angesprochen wird, der für Hag ein großes, wenn nicht sogar das Vorbild gewesen ist. Trauer umflort seinen Blick und die Stimme wird ebenso nachdenklich wie vorwurfsvoll: “Es tut immer noch weh, daran zu denken. Lefty wurde von fast seinem gesamten Umfeld vergessen, ja im Stich gelassen. Ich bin mir sicher, dies hat wesentlich zu dem Schlaganfall beigetragen, der ihn das Leben kostete. Seine Gefühle waren tief verletzt worden, man hatte ihm alles genommen, wirklich alles. Seinen wachen Geist ebenso wie sein Geld und schließlich auch seine Songs. Er hätte ganz oben stehen müssen, stattdessen haben sie ihn zerstört. Gnaden- und rücksichtslos wurde seine Gutmütigkeit ausgenutzt. Lefty war ein sehr in sich gekehrter, angenehmer Mensch. Es hat ihn innerlich wohl so sehr angefressen wie man ihn behandelte. Er zog sich immer mehr zurück, wurde antriebslos, er sah keinen Sinn mehr im Leben. Er ist für mich an einem gebrochenen Herzen gestorben, so banal das klingen mag. In seiner Ehe klappte es nicht mehr, sein Ruf als Künstler zählte nicht mehr, die Musikindustrie hatte ihn abgeschrieben, er fühlte sich ausgenutzt und überflüssig. Das Leben machte für ihn keinen Sinn mehr. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, ist man anfällig, dann kann das Ende eine Erlösung sein. Ich könnte verzweifeln an der Tatsache, welches Talent die Industrie mit Lefty Frizzell verschleudert hat. Dabei war er ganz sicher noch nicht künstlerisch ausgebrannt, er war ja nur 47 Jahre.”
Bittere Worte eines Mannes, der wohl wie kein Zweiter die seelische Verfassung nachempfinden konnte, in der sich Lefty Frizzell befunden haben muss. Ein Diamant, dessen Wert zu spät erkannt wurde – wenn man ihn überhaupt jemals ermessen können wird. Eine Legende wird er inzwischen genannt, als einer der einflussreichsten Künstler der Country Music anerkannt – er selbst hatte nichts mehr davon. So sensibel er auch war, er blieb seiner Linie und seinem Naturell stets treu. Nie brach er aus der ursprünglichen Country Music aus, stets war das, was er sang (und teilweise selbst schrieb), “Country” und nichts anderes als “Country”. Selbst von Jimmie Rodgers beeinflusst, entwickelte Frizzell eine Art des Singens, die ihn unverkennbar machte und heraushob aus der Masse der “nur Country-Sänger”. Wenn ein Künstler von derartiger Bedeutung dennoch ganz einfach so vernachlässigt wurde wie Frizzell, ist das nicht zu begreifen. Nur wenige seiner doch recht zahlreichen klassischen Hits sind nach seinem Tod noch mal aufgegriffen worden. Eine kleine “Frizzell-Nostalgie” wurde in den 1980er Jahren durch die neuen Traditionalisten noch einmal ausgelöst.
Slow Horses – Dieser Name ist in der deutschen und künftig auch internationalen Country-Szene nicht mehr wegzudenken. Mit ihrem bei AGR / Universal erschienenden Debüt-Album “Move On” bewiesen sie der deutschen Country Szene, dass sich Mut, Ausdauer und Können letztendlich lohnt. “Weg vom Covern und eigene Songs kreieren”, das haben sich die 5 Bandmitglieder auf ihre Fahne geschrieben. Und der Erfolg gibt ihnen recht.
12 der insgesamt 14 Songs des Albums “Move On” stammen aus der Feder von Slow Horses. “I’m still falling” und “Three Times Over You” wurden u.a. von Label-Kollegin Sherrié Austin und Erfolgskomponist Kostas Lazarides exklusiv für Slow Horses geschrieben. Bereits im Juni 2003 wurde “I’m Still Falling” die Nr. 1 der deutschen Country Airplay Charts. Dieser Erfolg bescherte auch den Fans die erste Single-Auskopplung, die unter dem gleichnamigen Titel erschien. Pünktlich zur CD folgte auch das Video zu “I’m Still Falling”, das Slow Horses in Nashville, Tennessee drehte und bei namhaften Country-Sendungen u.a. bei “Music City USA” im MDR-Fernsehen, “Country Roads” auf 3Sat und bei “Country 4U” auf BTV gesendet wurde.
Niemals in ihrem Leben wird Gretchen Wilson die kühle Novembernacht im Jahr 2003 vergessen, in der sie zum ersten Mal auf der Bühne des legendären Ryman Auditorium in Nashville stand. Es waren nur wenige Minuten in einem leeren Saal, aber für die junge Countrysängerin ging ein Traum in Erfüllung. “Es war eines dieser Erlebnisse, nach denen du am nächsten Tag aufwachst und dich fragst: “Habe ich das geträumt oder ist das wirklich passiert?” Es war so unwirklich, da zu stehen, wo Stars wie Patsy Cline gestanden haben.” Ganz leise fing Gretchen schließlich an den Patsy-Cline-Song “If You’ve Got Leaving On Your Mind” zu singen: “Es war komisch. Der Saal war ganz leer, nur Holzbänke vor mir. Als würde ich vor einem sehr geduldigen Geisterpublikum singen.”
Gretchen Wilson ist geboren und aufgewachsen in Pocahontas, einer nordamerikanischen Provinzstadt mit siebenhundert Einwohnern, sechsunddreißig Meilen östlich von St. Louis, wo Trailer Parks, Felder und Schweinefarmen das Bild bestimmen. Ihre Vorfahren waren zum einen Black Foot-Ureinwohner sowie deutsche Einwanderer. Ihre Mutter war kaum sechzehn Jahre alt, als Gretchen zur Welt kam. Ihr Vater verließ die Familie nur kurze Zeit später. “Ich wünschte, ich könnte sagen, ich hätte mehr von der Welt gesehen,” so Gretchen. “Aber ich bin eigentlich den größten Teil meines Lebens dort in der Gegend gewesen. Es ist kein besonders schöner Ort, eine normale Kleinstadt wie viele andere auch. Ich fühl mich sehr wohl dort, es ist mein Zuhause. Die Gesichter, in die ich dort blicke, das sind die meiner Leute. Wenn ich woanders bin, fühlt es sich fremd an. Dort ist meine Heimat.”
Mit 17 Jahren spielte Mark Bender bereits in seiner ersten Coverband und mit 21 Jahren wurde er zum erstmals Mitglied einer Countryband. Als Sänger und Rhythmusgitarrist war der gelernte Einzelhandelskaufmann in dieser Zeit fast jedes Wochenende in den NCO Clubs der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte “Live on Stage” und konnte viel Erfahrung in Bezug auf Countrymusik und Liveatmosphäre sammeln. Gefragt waren die Songs aus den amerikanischen Countrycharts, vor allem Hits von Alabama, Waylon Jennings, Hank Williams Junior, George Strait, George Jones, Merle Haggard.
Aufgewachsen ist Mark, der am 26. August 1959 Neumarkt in der Oberpfalz geboren wurde, mit der Musik von Elvis Presley, Bill Haley, Rolling Stones sowie den Hitparadensongs der damaligen Teenie-Idole Smokie, Slade, Nazareth und Middle Of The Road. Später kamen dann Maffay, Westernhagen, Waggershausen, Dire Straits, Bruce Springsteen, Eric Clapton, Katie Melua u.v.m. hinzu. Vor allem Mark Knopfler zählt neben den Countryacts Garth Brooks, Johnny Cash, Keith Urban, Darryl Worley, Dixie Chicks, Linda Ronstadt, Toby Keith, Dwight Yoakam, Mark Chesnutt, Tracy Lawrence, Tim McGraw, Jimmy Buffett, Vince Gill, Hal Ketchum u.s.w. bis heute zu seinen Lieblingsinterpreten.
Die kanadische Sängerin Terri Lynne Clark, so ihr Geburtsname, wurde am 5. August 1968 in Montreal geboren und wuchs in Medicine Hat, Alberta auf. Ihre Großeltern Ray und Betty Gauthier waren erfolgreiche Countrykünstler in Kanada. 1987 nach der High School zog Terri Clark nach Nashville, Tennessee und arbeitete dort in einem chinesischen Restaurant, bevor sie entdeckt wurde. Die Liebe kam, in dieser meist nicht so leichten Zeit, auch nicht zu kurz. Terri heirate Ted Stevenson, doch die Ehe sollte nicht lange halten und sie trennten sich nach kurzer Zeit wieder.
Ihre Auftritte in Tootsie’s Orchid Lounge (bekannte “Musik-Kneipe” in Nashville), immerhin fast sieben lange Jahre trat sie mehrmals die Woche dort auf, und ein Demo-Band mit vier Songs, erregten im Jahr 1994 die Aufmerksamkeit von Keith Stegall, der sie für Mercury Records unter Vertrag nahm. Gleich ihre erste Single “Better Things to Do” schoss in den Charts nach oben, ihr erstes Album "Terri Clark" wurde vergoldet.
Sammy Kershaw, der am 24. Februar 1958 in Abbeville (Louisiana) das Licht der Welt erblickte, begann seine Karriere Anfang der 1990er Jahre und ist ein Cousin des legendären Fiddlers Doug Kershaw. Schon in seiner Kindheit hörte er verstärkt Country Music, besonders gerne die Songs von Hank Williams Senior, Conway Twitty, Buck Owens und seinem grossen Idol, George Jones. Zum Weihnachtsfest im Jahr 1969 schenkte ihm sein Grossvater eine elektrische Gitarre.
Samuel Paul Kershaw, so sein Geburtsname, war gerade elf Jahre alt und freute sich sehr über das Geschenk. Kaum ein Jahr später beherrschte Sammy die Gitarre so gut das er mit einem Freund (J.B. Pere) fortan auf kleineren Veranstaltungen spielte. Allerdings stellte sich der Erfolg nicht so recht ein und daher jobte er für knapp drei Jahre bei der US-Supermarktkette Wal-Mart.
Glen Campbell (70), der bereits mit sechs Jahren Gitarre spielen konnte, erlangte nicht nur als Countrysänger Weltruhm, grosse Erfolge verbuchte er auch neben John Wayne in dem Kinofilm “True Grit (Der Marshall)”. Als Teenager sang er schon im lokalen Radiosender, sowie im Kirchenchor. Eigentlich hätte Glen Travis Campbell, der am 22. April 1936 in Delight, Arkansas, das Licht der Welt erblickte, mit seinen vielen Geschwistern, immerhin 11 an der Zahl, einen eigenen Chor gründen können. Seine ersten Auftritte als Gitarrist und Sänger absolvierte er mit der Dick Bills Band. Eine Band die sein Onkel ins Leben rief.
Mit 18 Lenzen gründete Glen seine erste eigene Band, die Western Wranglers. Mit denen tourte er durch den Süden, bzw. Süd-Westen der USA. Nachdem er als Backroundsänger u.a. bei den Rocklegenden Elvis Presley, Bobby Darin und Ricky Nelson in Los Angeles seine ersten “Big-Dollars” verdiente, fing er an sich auf seine Solokarriere vorzubereiten. Sein erstes Highlight war eine 18-monatige Tournee mit den Beach Boys. Dort sprang er seinerzeit für den erkrankten Brian Wilson ein. Die Tour mit den Beach Boys machte ihn schlagartig berühmt. Das folgende Angebot, doch der Band beizutreten, lehnte er ab, er wolle sich mehr auf seine Karriere als Studiomusiker konzentrieren. Das sahen aber einige Scouts der Label anders, wenig später folgte ein Plattenvertrag bei Capitol Records.
Jim Reeves wurde am 20. August 1923 als James Travis Reeves in Galloway (Carthage im Panola County, Texas) geboren und stammt aus einer armen, kinderreichen Familie, die nach dem frühen Tod des Vaters von der Mutter alleine großgezogen wurde. Er begann bereits mit fünf Jahren Gitarre zu spielen. Sein Idol war der legendäre Jimmie Rodgers. Neben seiner musikalischen Begabung war er auch als Sportler erfolgreich und strebte zunächst eine Karriere als professioneller Baseballspieler an. Eine Knöchelverletzung bedeutete aber das Ende seiner sportlichen Ambitionen.
1947 heiratete er die Lehrerin Mary White, die Ehe blieb kinderlos. Er versuchte sich in verschiedenen Jobs und trat nebenher als Sänger auf. Es wurden auch einige erfolglose Singles produziert. Schließlich arbeitete er als Diskjockey für verschiedene Radiosender. 1952 wurde er Ansager der populären Show Lousiana Hayride. Hier ergaben sich auch Gelegenheiten für eigene Auftritte. Eines Tages musste der Star des Abends – Hank Williams – kurzfristig absagen. Jim Reeves sprang für ihn ein und wurde an diesem Abend von Fabor Robinson, dem Besitzer des kleinen Abbott-Labels, entdeckt.
Irgendwie denkt man bei Roger Miller immer wieder an “Max und Moritz” oder auch an “Tom Sawyer & Huckleberry Finn”. Nicht nur, weil er für sein Broadway Musical “Big River”, in dem es um Mark Twain geht, höchste Anerkennung erhielt. Denn Miller blieb zeitlebens ein Lausbub, ein Mann, der es faustdick hinter den Ohren sitzen hatte und sich nie für einen Schabernack zu schade war. Kaum zu glauben, dass ein einziger Mensch so viele Facetten zu bieten hat, sowohl als Person wie auch als Künstler. Er war ein begnadeter Songschreiber, erfolgreicher Sänger, umwerfender Komiker, passabler Schauspieler und vorzüglicher Entertainer. Was ist das für ein Mann, der solche Sachen schreibt wie “Man kann in einer Büffelherde nicht Rollschuhlaufen” oder auch “Mein Onkel hatte mich gern aber sie starb”.
Okay, Roger Miller hatte seine Blütezeit in den 1960er Jahren, einer der Superstars und Trendsetter wurde er dennoch nicht. Dafür bleibt er als eine Ulknudel als ein unberechenbarer Hans Dampf in bester Erinnerung. Ein bemerkenswerter Mensch, der in seinem abenteuerlichen Leben manche Höhen und Tiefen durchgemacht hat. Sensationell, welch völlig verschiedene Lieder er zu schreiben imstande war. Man denkt an solche Wortspielereien wie “Dang Me”, “Do Wacka Do” oder “Chug-A-Lug”, denen so tiefgehende, gefühlsbetonte Songs gegenüber stehen wie “The Last Word In Lonesome Is Me”, “When Two Worlds Collide” , “Lock Stock And Teardrops” und “One Dyin’ And A Buryin’” Er selbst sah seine Musik so: “Das ist eine Mischung von Vielem. Ich hörte als Kind Bing Crosby und Bob Wills und alles, was dazwischen lag. Ich bin ein Sammelbecken für Pop, Jazz, Western Swing, Bluegrass und Comedy. Das ist der Nährboden, aus dem ich schöpfe.”
Country Music kennt viele Stars, die auf ihre Weise einzigartig und unverwechselbar waren bzw. immer noch sind. Manche wurden zu Legenden, manche gerieten rasch in Vergessenheit, nachdem sie in den Hillbilly Heaven einzogen. Ein Künstler, der auch zu Lebzeiten nie den Stellenwert erreichte, den er eigentlich verdient gehabt hätte, ist Faron Young. Zumindest in Europa konnte er sich nie so richtig in Szene setzen. Dabei war dieser aus Shreveport, Louisiana stammende Vollblutsänger so facettenreich wie ein Chamäleon. Young vereinigte so manche der Eigenschaften in seiner Person, die man eher einem Rock- oder Filmstar zudenkt denn einem Countrysänger der 1950er, 1960er und 1970er Jahre. Das gilt für seine Musik, sein Privatleben und seine Persönlichkeit. Kaum ein anderer seiner zeitgenössischen Kollegen hat musikalisch soviel versucht wie der Mann, den man auch den “singenden Sheriff” nannte. Und er war erfolgreich damit. Mehr noch, Faron Young war einer der ersten und wenigen Country Stars der sich im Aufbruch befindenden und neu orientierenden Country Music, die auch als Geschäftsmann kräftig mitmischten.
Ausgestattet mit einem starken Ego, einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein und dem richtigen Instinkt ging er konsequent seinen Weg, der ihn an die Spitze der Country Music brachte. Dabei nutzer er jede sich bietende Chance, war aber auch kein Kind von Traurigkeit. Ein Faron Young lebte sein Leben in vollen Zügen. Er war alles andere als ein Kind von Traurigkeit. Wer wie er das Schicksal immer wieder einmal heraus forderte, der musste auch Niederlagen verdauen und Rückschläge einstecken. Getreu dem Motto “Wein, Weib und Gesang” lebte er ein Leben, das auch einem Rockstar alle Ehre gemacht hätte. Alkohol, Pillen und die holde Weiblichkeit spielten oft und immer wieder Hauptrollen in seinem Leben. Young stand im Ruf eines Schürzenjägers, der es mit der Treue nicht so genau nahm. Handgreiflich konnte er durchaus auch schon mal werden. Er liess kaum eine Gelegenheit aus, sowohl wenn es galt, über die Stränge zu schlagen aber auch in künstlerischer Hinsicht. Wenn er eine Chance sah, als Sänger ein Stück voran zu kommen, zögerte Young nicht lange. Selbst wenn er eine Art von Musik machen musste, die er eigentlich ablehnte. Die Karriere des Faron Young geriet so auf eine Art Achterbahnkurs und machte aus ihm einen Künstler, der nie ein Superstar wurde, der aber in vielen Aspekten Anderen vormachte, wie man in der seinerzeit noch bescheidenen Country Szene auch wirtschaftlich zu Wohlstand kommen konnte. Da passt dann auch das Ende zum Gesamtbild dieses Mannes: Faron Young beging Selbstmord. All die menschlichen Schwächen wurden allerdings überstrahlt vom Künstler Faron Young, den es hier zu würdigen gilt.
Billy Currington, der als William Matthew Currington am 19. November 1973 geboren wurde, wuchs mit zwei Brüdern und vier Schwestern (Charles, Jason und Lexie, Ann, Kim, Kelly) in Rincon auf, einer Kleinstadt die ca. 30 Autominuten westlich von Savannah im Bundesstaat Georgia zu finden ist. Als Billy eineinhalb Jahre war, heiratete seine Mutter einen Mann namens Larry Currington. Sein leiblicher Vater ist nicht bekannt.
In den nächsten Jahren war bei Familie Currington daheim mehr Trouble als eitel Sonnenschein. Sein Stiefvater hatte sich Jahr für Jahr mehr mit dem Alkohol angefreundet und wenn er angetrunken war, und dies passierte immer öfter, schlug er Billy und seine Mutter. “Diese Sucht und der daraus resultierende Krebs, brachten ihn schliesslich um”, so Billy.
George Jones erblickte am 12. September 1931 in Saratoga (Texas) spätnachmittags das Licht der Welt. Er war das jüngste Kind von insgesamt acht Geschwistern. Seine Eltern, die beide Musiker waren, verdienten sich allabendlich ihr Geld in regionalen Night-Clubs. Sein Vater schenkte George mit neun Jahren seine erste Gitarre und bereits 12 Monate später spielte er schon ganz passabel. In den 1940er Jahren arbeitete Jones als Maler und Maurer. Ende der Vierziger hatte er keine Lust mehr Häuser und Hallen anzustreichen und wechselte ins Showbusiness. So schulterte er seine Gitarre und tingelte durchs Land, bei einigen Clubs bekam er die Chance und durfte am Nachmittag, später dann auch am Abend, auftreten. Die Clubgäste waren überrascht vom Gesang des jungen Mannes, der am liebsten Songs von Hank Williams (Senior) sang.
Ungefähr zu dieser Zeit lernte er auch seine erste Frau Dorothy Bonvillion kennen. Doch so schnell sie geheiratet hatten, genau so schnell waren sie auch wieder geschieden. George war sehr enttäuscht von seiner ersten großen Liebe, so dass er sich aus Frust beim Militär für vier Jahre verpflichtete. Drei Jahre seiner Militärzeit verbrachte George in Korea. Nach seiner Zeit bei der Army klappte es nicht mehr so mit dem Musikmachen und er fing wieder an Häuser anzustreichen. Musik machte er nur noch nebenbei. Zwischendurch musste George ein paarmal ins Gefängnis, da er regelmäßig vergaß Alimente an seine erste Frau zu bezahlen.
Jaime Hanna und Jonathan McEuen, kurz Hanna-McEuen tragen große Namen, ihre Väter sind keine geringeren als Jeff Hanna und John McEuen von der Nitty Gritty Dirt Band. Die Geschichte ist schnell erzählt, die damals 16-jährigen eineiigen Zwillinge Rae und Kae (Groupies) lauerten in einer schwülen Sommernacht den beiden Musikern (nach einem Radio-Konzert in Salt Lake City ) auf – der Rest war nach ein paar Monaten eine rein biologische Sache!
Jamie und Jonathan sind demnach nicht nur sehr gute Freunde, sondern Cousins. Das Talent wurde den beiden Musikern förmlich in die Wiege gelegt, oder noch besser, es ist fest in ihren Genen verankert. Ein musikalisches Verwandtschaftsverhältnis halt.
In Deutschland gehört Gudrun Lange und ihre Band Kactus längst zur Country-Elite. Sie zeigt, dass diese Musikrichtung niveauvoll klingen und dennoch mächtig abgehen kann. Selbst in den USA gab die sympathische Sängerin mit ihrer Band Konzerte, die allesamt vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Ihre ersten tonträger erschienen im Jahr 1989 beim legendären DDR-Label Amiga.
Erika Jo wurde am 02. November 1986 als Erika Jo Heriges in Angelton, Texas geboren. Kaum zwei Jahre alt, zogen ihre Eltern Bo und Paige nach Nashville, Tennessee. Erika hat noch eine jüngere Schwester – Shelby (15), sie geht noch zur Schule.
Schon als Kind schnupperte Erika Bühnenluft, das kommt auch nicht von ungefähr, ihr Vater hat schon viele Jahre eine Country-Cover-Band, in der sie die weiblichen Parts sang und Akkustik-Gitarre spielte. So vergingen viele Jahre und sie wurde eine richtig gute Sängerin, immer jenes Ziel vor Augen, einmal eine große und berühmte Musikerin zu werden.
Mein Gott, wie lange begleitet einen dieser Name schon in der Country Music, dabei ist er nie ein richtig großer Star geworden – aber seit rund 50 Jahren ist er präsent, begegnet man seinem Namen immer wieder. In unterschiedlichen Bereichen und Konstellationen kam der Mann ins Blickfeld. Das Jahr 2003 lieferte dabei den wohl traurigsten Grund, weshalb man den Namen Merle Kilgore des öfteren lesen und hören konnte: den Tod von June Carter Cash. Denn entgegen landläufiger Meinung waren es June Carter und Merle Kilgore, die mit “Ring Of Fire” den vielleicht populärsten Johnny Cash-Hit schrieben. Cash war auch keineswegs der Erste, der den Song aufnahm. Und es war nicht der einzige Hit, der Merle Kilgore eingefallen ist. Ein liebevoller Brauch ist es auch in der Country Music, Persönlichkeiten mit einem Beinamen zu dekorieren, der einiges über sie aussagt. Seit vielen Jahren nennt man Kilgore in Insider-Kreisen nur “Senator” – das ist durchaus so etwas wie eine Ehrenbezeugung und verdeutlicht den Respekt, den der lange Boy aus Louisiana genießt.
Seine Wiege stand in Chickasha, Oklahoma (geb. 9. August 1934), aufgewachsen aber ist er unweit einer Lokalität, die der Country Music in ihrem frühen kommerziellen Stadium wertvolle Impulse gegeben hat – der “Louisiana Hayride” in Shreveport. Da er sich als Jugendlicher schon stark für die Musik und das Show Business interessierte, trieb er sich natürlich beim Hayride herum. Und machte sich nützlich z.B. dadurch, dass er den Musikern ihre Instrumente in die Garderoben schleppte. Dabei reifte der Gedanke, dass er es auch versuchen sollte, mit Musik die Brötchen zu verdienen. Einer der Musiker rief ihm ganz einfach: “Wenn du eine Chance haben willst, dann häng dich an irgendeine Berühmtheit!”. Was ein Scherz sein sollte, erwies sich für Kilgore als Wink mit dem berühmten Zaunpfahl. Als mit Hank Williams ein Star nach Shreveport kam, der gerade mit “Move It On Over” einen Riesenhit feierte, verdingte sich Kilgore auch bei ihm als Kofferträger – und freundete sich mit ihm an. Kilgore erinnert sich: “Ich habe Hank zwar nicht oft gesehen aber wir mochten einander. Hank gab mir sogar wertvolle Tips. So meinte er, ich solle ruhig Comic-Hefte lesen. Die würden ihm auch gute Ideen für Songs liefern. Und ich solle schmerzhafte Erlebnisse wie etwa eine in Scherben liegende Liebesbeziehung dazu nutzen, meine verletzten Gefühle in einen Song zu verarbeiten. Das sei das Material, aus dem Hits geschmiedet werden.”
Geboren wurde die Country- und Schlagersängerin Nancy Wood (Renate Kern) am 23.1.1945 in Tann in der Rhön als Tochter einer Pianistin und eines Raketentechnikers. Aufgewachsen ist sie im niedersächsischen Städtchen Wildeshausen, welches zwischen Oldenburg und Bremen liegt. Von der Mutter erlernt Renate schon früh das Klavierspielen, später noch Gitarre und Violine. Den Besuch des Gymnasiums in Delmenhorst unterbricht sie 1962 um für ein Jahr in die USA zu gehen. Dort macht sie bei einem lokalen Rundfunksender ihre ersten Bandaufnahmen und gibt anschliessend ihr halbstündiges Fernsehdebüt beim Sender WJR in Detroit. Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich ihr stetes Interesse an Countrysongs.
Ermutigt durch das unverhoffte Interesse an ihrem Talent lässt sie ihren ursprünglichen Berufswunsch (sie wollte Lehrerin werden) fallen und konzentriert sich auf den Gesang. Bei einem Auftritt mit ihrer Band “The Foot-Tappers” ist zufällig Werner Last (Bruder von James Last) anwesend und von der ungewöhnlichen Stimme der jungen Sängerin beeindruckt. Aus der frischgebackenen Abiturientin Renate Poggensee wird über Nacht die Schlagersängerin Renate Kern.
Aaron Benward und Scott Reeves sind schon seit vielen Jahren im Showgeschäft und mischen jetzt gemeinsam als Blue County die Countryszene nicht nur in ihren Bundesstaaten auf, sondern zeigen bereits den Verantwortlichen in Nashville, dass mit ihnen auf jedem Fall zu rechnen ist.
Aaron Benward geboren und aufgewachsen in Auburn, Indiana, wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf, lernte verschiedene Instrumente zu spielen und macht noch heute gerne Musik mit der ganzen Familie. Sein Vater, ein professioneller Gospel-Sänger, war es dann auch der ihn dazu drängte die Musik zum Beruf zu machen. Die Beiden waren auch zusammen sehr erfolgreich, bis zu 130 Konzerte absolvierten Vater und Sohn im Jahr und das überaus erfolgreich. Sogar drei CD-Alben wurden aufgenommen und verkauften sich recht ordentlich.



