Mark Bender: Weitere Infos, hier klicken!

CD-Besprechungen



Meg Pfeiffer: Bullrider

27. August 2010 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: CD-Besprechungen

Es steht fest in Fels gemeiselt – bei Meg Pfeiffer werden sich die Geister wieder streiten. Für einige Musikfreunde wird es großartig sein was die sympathische junge Sängerin auf CD gepresst hat, bei der Fraktion “traditionelle Country Music” sieht’s demnach gegenteilig aus – das ist doch gar kein Country, so darf das nicht klingen – dort wird sie komplett durchfallen!

Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die junge, durchaus talentierte Sängerin und Songschreiberin Meg Pfeiffer, das Zeug zu einer großen Karriere hat – ja, auch und bestimmt im Genre Country Music! Das beweist sehr eindrucksvoll ihr Debütalbum “Bullrider”, erschienen bei Columbia (Sony Music), auf dem neben vielen “gewollten” Cover-Songs auch drei eigene Kompositionen zu finden sind.

» Weiterlesen



Mark Bender: Irgendjemand

27. August 2010 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: CD-Besprechungen

Er nennt seine Musik, seine Interpretation von Country Music – “German New Country”. Damit trifft der hochgewachsene, aus Neumarkt in der Oberpfalz stammende Komponist, Texter und Sänger Mark Bender genau des Pudels Kern! Er ist ein Meister der Worte und hat dies auch schon dutzendfach unter Beweis gestellt. Seine Songs finden sich u.a. auf Alben von Lena Valaitis, Ireen Sheer, Truck Stop und Roland Kaiser wieder.

Auf seinem aktuellen Silberling “Irgendjemand” dreht sich vieles ums leidige Thema Zeit. Man ist unterwegs, versucht Termine einzuhalten, was – die eigene Erfahrung mehr als deutlich zeigt, nicht immer einfach ist. Doch in der Ruhe liegt letztendlich die Kraft, mal zurücklehnen, das Leben in vollen Zügen genießen, weg vom Alltagsstress und mal fünfe gerade sein lassen! Sie kennen das doch auch, immer klingelt irgendwo ein Handy – war das früher noch schön, so ganz ohne die mobilen Kommunikationshelfer!

» Weiterlesen



Sammy Kershaw: Better Than I Used To Be

26. August 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: CD-Besprechungen

Louisiana-Cowboy Sammy Kershaw legt nach vier Jahren mit “Better Than I Used To Be” mal wieder ein neues Album vor. Zwar ist in der Zwischenzeit einiges in Kershaws Privat- und Berufsleben passiert – die Platte knüpft jedoch mit ihrer gefälligen Mischung aus Country, Honky-Tonk und langsamen Balladen fast nahtlos an die Musik seiner erfolgreichsten Alben an.

Anders als bei uns sind in den USA die Grenzen zwischen Politik und Showbusiness stets fließend gewesen, da muss man gar nicht Ronald Reagan oder Arnold Schwarzenegger bemühen. Auch die Musikbranche hatte stets ihren Anteil daran, man denke nur an den singenden Gouverneur von Louisiana, Jimmie Davies (You Are My Sunshine). Und heutzutage werden ja beispielsweise John Mellencamp immer wieder mal politische Ambitionen unterstellt und Cindy Bullens kandidiert als Demokratin in Maine für den Senat ihres Heimatdistrikts. Auch Country-Sänger Sammy Kershaw bemüht sich schon seit einigen Jahren um den Start ins Politikerleben und tritt damit in die Fußstapfen von Davies, dem ehemaligen Gouverneur seines Heimatstaates, der ja aufgrund seiner musikalischen Meriten auch in die “Country Music Hall Of Fame” berufen wurde.

» Weiterlesen



Charlie Daniels: The Land That I Love

26. August 2010 | Von Heinz Scheller | Kategorie: CD-Besprechungen

Patriotismus pur, mit diesen kurzen Worten wäre inhaltlich eigentlich schon fast alles über Charlie Daniels neuestes Werk gesagt. Nun, über die Bilder die Charlie Daniels mit seiner neusten CD “The Land That I Love” heraufbeschwört kann man geteilter Meinung sein. Die Einen mögen sie als kitschig und oberflächliche Schönmalerei empfinden; Andere wiederum werden sie sicherlich träumerisch geniessen. Auf jeden Fall sieht es stark danach aus als möchte Charlie dem Land, welches ihn über Jahrzehnte erfolgreich schaffen liess, ein musikalisches Denkmal setzen.

Die Songs auf der “The Land That I Love” sind nicht wirklich neu; es ist ein Sammelsurium seiner über Jahre produzierten patriotischen Songs. Musikalisch gesehen ist also alles beim Alten, Charlie Daniels Fans könnten also höchstens durch das Fehlen wirklich neuer Songs etwas enttäuscht sein. Dies hat natürlich auch einen grossen Vorteil; allfällige fragwürdige musikalische Experimente nach jahrzehntelangem erfolgreichem stiltreuem Schaffen entfallen. Der Charlie Daniels-Fan kommt also in dieser Beziehung voll auf seine Kosten. Teilweise akustisch instrumentierte Balladen wechseln sich ab mit Southern- oder Country-Rock Songs; wobei die letzteren beiden Stilrichtungen klar überwiegen. Der Renegade lässt grüssen.

» Weiterlesen



Dailey & Vincent: Sing The Statler Brothers

26. August 2010 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Im Jahre 2008 brach das Duo Jamie Dailey und Darrin Vincent zusammen mit seiner Band mit einem Knall in die Bluegrass-Szene ein. Dailey, der mit seiner wunderbaren Tenorstimme jahrelang in der Band von Doyle Lawson aufgefallen war und Darrin Vincent, der bei Ricky Skaggs gesungen und musiziert hatte, hatten sich zusammengetan und schon ihr erstes Album brachte ihnen den “Emerging Artist of the Year Award” ein zusätzlich zur “Entertainer of the Year”-Auszeichnung.

Dies war ein sensationeller Einstieg und seither fahren die beiden einen Erfolgskurs, der nicht abzureißen scheint. Die geschmeidigen Stimmen der beiden Frontmänner passen tatsächlich ideal zusammen, auch wenn sie zu oft ins etwas Süßliche abgleiten. Doch in den USA kommt das Duo unheimlich gut an und auch dieses neueste Album stieg nach seiner Veröffentlichung sofort auf Position 1 der Billboard Top Bluegrass Album Charts ein und verweilte dort neun Wochen, ja sogar in den Billboard Country Album Charts stieg die Produktion auf Platz 19 ein.

» Weiterlesen



Jerrod Niemann: Judge Jerrod & The Hung Jury

18. August 2010 | Von Heinz Scheller | Kategorie: CD-Besprechungen

Obwohl “Judge Jerrod & The Hung Jury” Jerrods erstes Album ist welches in den Bilboard-Charts auftaucht, kann man den aus Harper, Kansas stammenden Singer & Songwriter Jerrod Niemann eigentlich nicht mehr als Newcomer bezeichnen. Bereits in den Jahren 1999 und 2004 veröffentlichte Niemann zwei Alben unter eigenem Label, welche leider nicht vom Erfolg gekrönt waren.

Entschieden erfolgreicher war Niemann jedoch in den letzten Jahren als Songschreiber. Bereits während seiner Collegezeit schrieb Jerrod Songs zusammen mit Nashville-Grössen wie Whitey Shafer, Dean Dillan oder Paul Overstreet. Drei Songs für Garth Brooks, einige Hits für Jamey Johnson, Neal McCoy, Julie Roberts, John Anderson und Flynnville Train; eine Bilanz die sich sehen lassen kann.

» Weiterlesen



The Toy Hearts: Femme Fatale

12. August 2010 | Von Walter Fuchs | Kategorie: CD-Besprechungen

Es hatte spätestens ab Mitte der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts damit begonnen, dass amerikanische Bluegrass-Bands mehr und mehr den Swing entdeckt und verstärkt Swing-Nummern in ihr Repertoire geschmuggelt hatten, sehr zum Vergnügen der Besucher des Bluegrass-Heiligtums “Station Inn” in Nashville, und ich erinnere mich noch lebhaft an den Jubelschrei eines Besuchers, als der Fiddler Stuart Duncan zu swingen begann: “Der swingt ja wie einst Stephane Grappelli”. Ja, genau so war es und seither erwartet man von jeder guten Bluegrass-Band auch ab und zu mal eine Swing Nummer. Dass im Station Inn seit Jahren schon regelmässig eine Swing-Band, die Time Jumpers, auftritt, ist sicherlich ein Ergebnis dieser Entwicklung.

Doch was die Amerikaner können, das beherrschen die Europäer ganz genau so und so verstehen sich europäische Bands wie etwa “4 Wheel Drive” oder die britischen “Toy Hearts” bestens auf das, was man in der Country Music als “Western Swing” kennt und im Bluegrass-Stil gerne “Acoustic Swing” genannt wird.

» Weiterlesen



Jewel: Sweet & Wild

4. August 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: CD-Besprechungen

Mit “Sweet & Wild” legt die Singer-Songwriterin Jewel Kilcher nach “Perfectly Clear” nun ihr zweites Country-Album vor. Entstanden ist eine radiotaugliche, perfekt arrangierte und produzierte Country-Folk-Pop-Scheibe mit vielen eingängigen Songs.

Jewels Stern ging 1995 auf, als eine der typischen “Mädchen mit Gitarre” des “Coffeehouse-Folks”. “Pieces of you” hieß ihr Erstling, randvoll mit gefühlvollen Balladen und schöner Songlyrik. Doch während so viele der Newcomerinnen wieder von der Bildfläche verschwanden, setzte sich die Tochter eines Deutsch-Schweizers und einer Amerikanerin mit irischer Herkunft auf dem Musikmarkt nachhaltig durch. Mittlerweile hat sie neun Alben herausgebracht und gut 25 Millionen Tonträger verkauft. In den letzten Jahren hat sie immer wieder mit verschiedenen Musikstilen gespielt und brachte 2008 – möglicherweise beeinflusst durch die damalige Heirat mit dem Rodeo-Star Ty Murray – ihr erstes Country-Album heraus.

» Weiterlesen



John Mellencamp: No Better Than This

4. August 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: CD-Besprechungen

Endlich ist es wieder soweit. Heartland-Sänger John Mellencamp und Americana-Produzenten-König T-Bone Burnett haben gemeinsam ein Album erstellt. Kurzum: Das Ergebnis ist fantastisch. Ex-Mainstream-Rocker Mellencamp, der schon seit geraumer Zeit seine Wurzeln im Country-Folk sucht, ist diesmal mit Hilfe Burnetts auf eine besondere Zeitreise aufgebrochen. Die CD “No Better Than This”, die bei uns am am 27. August 2010 erscheint, greift nicht nur musikalisch die traditionellen Klänge von Country, Blues, Rockabilly und Folk auf, sie ist sogar mit antiquarischem technischen Equipment an musikhistorischen Schauplätzen entstanden.

Eingespielt worden sind die Songs bereits im letzten Jahr, als Mellencamp zusammen mit Bob Dylan und Willie Nelson auf Tour war. An auftrittsfreien Tagen nahm er zusammen mit den Musikern seiner Band die Lieder für “No Better Than This” auf. Aufnahmegerät war ein 55 Jahres altes Ampex-Tonband mit nur einem Mikrofon. Die Aufnahmen entstanden im legendären Sun Studio in Memphis, in der nicht nur Elvis Presley, sondern auch Country-Ikone Johnny Cash entdeckt wurden, in der First African Baptist Church in Savannah, sowie im Zimmer 414 des Gunter Hotels in San Antonio, wo Blues-Urvater Robert Johnson das erste Mal für eine Schallplatte ins Mikro sang. Als alles im Kasten war machte sich T-Bone Burnett daran, die Monobänder zu mastern. “Und zwar so dass die Aufnahmen in sich geschlossen klingen”, erklärt Mellencamp. Burnett legte dann die Reihenfolge der Tracks fest – und das Ergebnis ist perfekt.

» Weiterlesen



Bluegrass Soul Pickers: If I Ever Get Home

4. August 2010 | Von Manfred Vogel | Kategorie: CD-Besprechungen

Bluegrass ist eine Live-Musik. Sie lebt von Spontanität und instrumentaler Virtuosität. Es ist schwierig, diese Musik im Studio so zu produzieren wie sie live beim Zuschauer bzw. Hörer ankommt. Beispiele gibt es genug, die zeigen, dass eine gute Live Band nicht unbedingt auch die gleichen Qualitäten im Studio hat. Die Bluegrass Soul Pickers haben es mit diesem Album geschafft, ihr längst bekannten Stärken als Live Act ins Studio zu retten. Nicht unbeteiligt daran ist Dixie Hall, die der Gruppe ihre ganze reichliche Erfahrung zur Verfügung stellte und auch einige Songs zum Album beisteuerte.

Die Bluegrass Soul Pickers sind in Hazel Green, Alabama unweit der Grenze zu Tennessee beheimatet. Seit ca. 2003 gibt es die Gruppe, die sich zunehmend bei Festivals und mit Konzerten in den Vordergrund spielt. Zur Gruppe gehören Shane Norman (Gesang, Mandoline), der nach wie vor in Hazel Green lebt. Buddy Mason (Gesang, Gitarre) wuchs mit Bluegrass Music auf, denn sein Dad hatte eine entsprechende Band. Er brachte viel Erfahrung mit ein, u.a. acht Jahre bei der Gruppe “Out and Runnin’” ist ein versierter Songschreiber, fünf Songs des Albums stammen von ihm.

» Weiterlesen



Tom Jones: Praise & Blame

31. Juli 2010 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: CD-Besprechungen

Er ist eine lebende Musiklegende, am 7. Juni 2010 wurde er 70 Jahre – Tom Jones. Jetzt meldet sich der Sänger mit seinem kongenialen Album “Praise & Blame” zurück und präsentiert eine brillante Mischung aus Country, Gospel und Blues. In den englischen Trendcharts steht er – kurz nach der Veröffentlichung, mit seinem neuen Silberling bereits unangefochten auf Platz 1. Die Chancen stehen also sehr gut, dass nächste Woche die neue Nr. 1 der offiziellen englischen Album-Charts “Praise & Blame” heißen könnte.

Tom Jones hat in seiner 40-jährigen Musikkarriere viel gewagt, hat sich immer wieder neuen Herausforderungen gestellt und ist immer neue musikalische Wege gegangen. Mit “Praise & Blame”, seinem neuesten Werk, hat er sich einen großen Traum erfüllt und besinnt sich seiner musikalischen Wurzeln. Die Songs der neuen CD klingen ehrlich, echt und ergreifend.

» Weiterlesen



Hank Williams lll: Rebel Within

31. Juli 2010 | Von Heinz Scheller | Kategorie: CD-Besprechungen

Der 1972 in Nashville, Tennessee geborene Schlagzeuger, Sänger, Gitarrist und Songschreiber Hank lll hat musikalisch ein nicht ganz einfaches Erbe mit in die Wiege bekommen. Als Enkel des legendären Hank Williams und Sohn von Hank Williams Jr. wird doch einiges an songschreiberischen, wie entertainerischen Qualitäten von ihm gefordert. Diesen Erwartungen gerecht zu werden dürfte sicherlich nicht ganz einfach sein. Vielleicht hat Hank lll gerade aus diesem Grund zwischendurch nach Alternativen gesucht und sich in Stilrichtungen wie Country-Punk oder Death Metal “verirrt”.

Hat aber nicht Papa Jr. bereits in den 1980er Jahren schon seinen Hang zu härteren Sachen demonstriert? Nun es kommt einem vor als wären im dritten Hank beide Seelen vereint, wenn auch die des Rebellen eher überwiegt. Diese Charakteristik passt auch zu seinem neusten Werk. Was er hier jedoch beweist, sind seine Fähigkeiten gute Country-Songs zu schreiben. Von den 12 Songs stammen elf aus der Feder von Hank lll.

» Weiterlesen



Dierks Bentley: Up On The Ridge

30. Juli 2010 | Von Manfred Vogel | Kategorie: CD-Besprechungen

Vier Alben Anlauf hat er genommen, dieser eher unscheinbare Sänger. Zu der jüngeren Generation jener Interpreten, die sich der traditionellen Country Music im modernen Gewand verschrieben haben. Da Erfolg immer das beste Argument ist, sammelte Dierks Bentley fleißig genügend Pluspunkte, um bei diesem Album die Freiheiten zu bekommen, die er brauchte und auf die er gewartet hat.

Er wusste sie zu nutzen. Der Titel des Albums deutet es an; akustische Musik mit starken Bluegrass-Einflüssen ist angesagt. Damit kehrt Bentley zu seinen Wurzeln zurück, denn diese Musik liegt ihm im Blut, sie fasziniert ihn. Das hört man dem Album an, für das er nicht nur hochkarätige Kollegen wie Vince Gill, Miranda Lambert, Alison Krauss und den legendären Kristofferson gewinnen konnte.

» Weiterlesen



Laurie Lewis: Blossoms

17. Juli 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: CD-Besprechungen

Laurie Lewis verkörpert Westcoast Bluegrass, ist die “Mutter” aller progressiven Bluegrass-Sängerinnen und legt mit “Blossoms” ein gehaltvolles Album vor, Nummer 17, zählt man “Blue Rose” von 1989 mit. Geboren wurde sie 1950 in Long Beach, Kalifornien. Inzwischen lebt sie im kalifornischen Berkeley. Ihre Tourneen führen sie regelmäßig auch nach Europa, mit ihrer Band oder im März 2010 im Duett mit Lebenspartner Tom Rozum.

Die Berkeley Folk Festivals in den 1960er Jahren hatten sie musikalisch inspiriert und geprägt, abends Konzerte, tagsüber die Nähe der Künstler spüren und erleben, die an einer Ecke für sich und einige Zuhörer gespielt haben, Doc Watson, Greenbriar Boys. Rasch startete sie mit Gitarre, die Fiddle wurde aber bald schon ihr Hauptinstrument. Die Bluegrass-Szene in der Bay Area zog sie magisch an.

» Weiterlesen



BBQ: Grossstadt-Cowboys

14. Juli 2010 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: CD-Besprechungen

Es gibt die ein oder andere Band in unserem Land, die sich bereits erfoglreich daran versuchte – bekannte Hits werden in ein neues Soundgewand gepackt um aus ihnen einen astreinen Countrysong zu machen. Vorreiter waren hier zum einen die beiden norddeutschen Formationen Texas Lightning und The Twang, als auch die aus Berlin stammende Kombo The BossHoss. Alle drei genannten Bands versuchten sich bisher aber ausschließlich an englischsprachigen Songs.

BBQ (gesprochen Barbecue), ein Trio aus Berlin, geht einen ähnlichen Weg, bedient sich aber ausschließlich im Genre “Deutscher Schlager” und deutschsprachigem Pop. Doch wer steckt eigentlich hinter den drei Buchstaben – BBQ und der Idee zu “Schlager & Pop meets Country”? Zum einen natürlich die drei Jungs Christoph, Mitch und Marcel, alles gestandene Profimusiker, die über viele Jahre hinweg ein Faible für das Genre Country Music entwickelten – zum anderen der Wunsch mal die bekannten deutschen Schlager- bzw. Pophits – die meist nur mit elektronischen Musikinstrumenten (kein echtes Schlagzeug, Keyboard, etc.) eingespielt werden, mit Fiddle, Pedal-Steel und Banjo zu versehen.

» Weiterlesen



Confederate Railroad: Live – Back To The Barroom

12. Juli 2010 | Von Manfred Vogel | Kategorie: CD-Besprechungen

Wir erinnern uns – 1992 tauchte eine wild aussehende Gruppe aus Georgia mit dem ungewöhnlichen Namen “Confederate Railroad” und dem Titel “She Took It Like A Man” in den Country-Charts auf. Einige Jahre hielt sich die Gruppe um Danny Shirley im Focus, ohne dass ein wirklicher Knaller gelang. Mit “Jesus And Mama”, “Queen Of Memphis”, “Daddy Never Was The Cadillac Kind” und dem frechen “Trashy Women” rangierten sie immerhin in den Top Ten. Mitte der 1990er Jahre ebbten die Chart-Notierungen langsam ab, fast ein Jahrzehnt hat man in dieser Beziehung nichts mehr von Confederate Railroad gehört. Bis jetzt.

Das Neue Album enthält zwar nichts wirklich Neues, es zeigt die Band aber so, wie sie in der ganzen Zeit tätig war. Als ausgesprochene Live Band, der es keine Probleme bereit, das Publikum anzuheizen. Dazu reichen offenbar ihre alten Songs aus. Sobald die Gruppe in einem Honky Tonk oder in einer Bar auf der Bühne steht, geht die Post ab. Mit richtig naturgetreuem Country Sound, inclusive Twang in der Stimme, mit Fiddle und Steel Guitar. Wer schon einmal im Four Corners in Untermeitingen zu Gast war, der weiß, was gemeint ist.

» Weiterlesen



Mark Chesnutt: Outlaw

11. Juli 2010 | Von Heinz Scheller | Kategorie: CD-Besprechungen

Mark Chesnutt wurde am 6. September 1963 in Beaumont, Texas geboren. Mit 16 Jahren stieg er in die Band seines Vaters ein, verliess kurze Zeit später die Schule und spielte in lokalen Country-Schuppen um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Jahr 1990 gelang ihm dann mit seinem ersten, von Mark Wright produzierten und bei MCA Nashville veröffentlichten Album “Too Cold At Home” der Durchbruch. Das Werk erreichte in den USA sogar Goldstatus.

Seitdem hat Mark dreizehn weitere Alben auf den Markt gebracht, welche allesamt gute, bis sehr gute Chart-Platzierungen verbuchen konnten. 1993 erhielt er den “Horizon Award” der CMA (Country Music Association) als vielversprechendster Nachwuchskünstler.

» Weiterlesen



Bo Bice: 3

11. Juli 2010 | Von Heinz Scheller | Kategorie: CD-Besprechungen

Was macht ein American Idol-Finallist dessen Stern in der Rockmusik nicht wirklich aufgehen will? Klar er geht nach Nashville. Nun, gar so sarkastisch muss man die Angelegenheit nicht betrachten, denn sein neues Album wird jedem Fan der Modern-Country-Music sicherlich viel Freude bereiten.

Bo Bice wurde als Harold Elwin Bice in Huntsville Alabama geboren. Seinen ersten musikalischen Erfolg verbuchte er mit 13 Jahren, als er in der Schule einen Wettbewerb gewann. Seine Teenage-Jahre verbrachte Bo in England, in der Nachbarschaft des Alt-Rockers und Sitcom-Stars Ozzy Osbourne. Vermutlich hat diese Bekanntschaft anfänglich etwas abgefärbt, denn Bo’s ersten beiden Alben sind klar dem Southern- und Hard-Rock-Genre zuzuordnen. Aber, der Mensch wird ja bekanntlich älter, weiser und somit auch ein bisschen ruhiger.

» Weiterlesen



Cindy Bullens: Howling Trains And Barking Dogs

1. Juli 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: CD-Besprechungen

Cindy Bullens ist mittlerweile schon seit mehr als 30 Jahren im Geschäft und legt nun mit “Howling Trains And Barking Dogs” eine neue, wunderschöne Country-Roots-Rock-Platte ab. Als musikalische Unterstützer sind Weggefährten wie Radney Foster, Deborah Holland und Wendy Waldman ebenso mit dabei wie Geigen-Virtuose David Mansfield.

Kurzer Rückblick: Nach ihren ersten Karriereschritten – sie tourte mit Elton John (obwohl auch Bob Dylan angefragt hatte) und ging mit Bob Crewe ins Studio – schaffte sie 1979 im Alter von 24 Jahren mit dem Song “Survivor” einen veritablen Hit und damit den Durchbruch. Danach veröffentlichte sie in den 1980ern zwei Alben, die vor allem Kritikererfolge waren. In den 1990er Jahren ging die in Massachusetts aufgewachsene Künstlerin nach Nashville und erlebte dort als Songwriterin arbeitsintensive, glückliche Jahre und war an mehreren Country-Hits mitbeteiligt.

» Weiterlesen



Hermann Lammers Meyer: Nashville Is Rough On The Living

16. Juni 2010 | Von Manfred Vogel | Kategorie: CD-Besprechungen

Er hat es wieder getan! Ein Album ganz nach seinen Vorstellungen produziert, maßgeschneidert von ihm für ihn. Country Music der traditionellen Spielart ganz im Sinne seiner Vorbilder Willie Nelson, Ray Price oder Jimmy Dickens. Dementsprechend auch die Auswahl der Songs, unter die er ein halbes Dutzend eigene gemischt hat, die dorthin passen wie die berühmte Faust auf’s Auge. Wer Hermann Lammers Meyer kennt, der weiß, was ihn erwartet, wer ein HLM-Fan ist, der erwartet genau dieses.

Mich verblüfft es immer wieder, wie zielsicher Herman The German sich die Songs für ein Album aussucht, denn diese Songs charakterisieren ihn als Künstler wie als Menschen. Da sind Balladen – meist traurige – und auch mal eine Recitation (ein mehr gesprochener denn gesungener Text). Da sind flotte Titel mit fetzigen Fiddles und Banjo. Und es gibt Wortspielereien und auch einen Song voller Sarkasmus wie den Titelsong. So etwas kann nur der unvergleichliche Shel Silverstein schreiben. Wobei “Nashville” stellvertretend für das Business und die Gesellschaft weltweit steht. Diese Aufnahme im Duett mit Johnny Bush und die Backgroundstimme von Sandra Caroll ist den Kauf der CD allein wert. Überhaupt Sandra Caroll – sie verleiht dem Album zusätzliche Würze und sorgt für höchst unterhaltsame Abwechslung.

» Weiterlesen