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Konzertberichte



Großartiger Auftritt ohne Widersprüche – Paul Overstreet am 16. Juli 2010 im Four Corners

20. Juli 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Zum zweiten Mal kommt der US-Songwriter und -Interpret in den Club nach Untermeitingen und präsentiert seine Spielfertigkeiten, wie bei seinem Debüt dort vor vier Jahren, mit grundgefestigter Lässigkeit. Da steht kein Star aus Nashville auf der Bühne, der nach vorgefertigtem Konzept arbeitet, vielmehr ein Typ mit Gitarre, der mal eben in einen Club geht, um ein bisschen das Publikum zu unterhalten und darüber hinaus selbst Spaß zu haben.

Seine Songs bilden sich aus einfachen Grundformen, die die Glaubenssätze ihres Erschaffers darlegen. Dabei hinterfragt Paul Overstreet die Basisgefühle des Lebens, beleuchtet Beziehungen und erkennt die Feinheiten mit Humor. Er gibt sich als Erzähler, weit entfernt von übertriebenem Entertainment.

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Ein Event der Superlative: Das Trucker und Country-Festival in Interlaken

1. Juli 2010 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: Konzertberichte

Bereits zum 17. Mal fand am vergangenen Wochenende in Interlaken (Schweiz) das internationale Trucker & Country-Festival statt. Ein Event der Superlative, welches in dieser Form wohl einmalig in Europa ist. Es treffen sich Jahr für Jahr zigtausende Biker, Trucker und Countryfans um drei Tage gemeinsam zu Feiern und ihrem “Hobby” zu fröhnen – Musik und Motoren!

Auf Hochglanz polierte Bikes und Trucks stehen zu tausenden auf dem ehemaligen Air Base-Gelände (Matten bei Interlaken) und wurden – in diesem Jahr von über 50.000 Besuchern, bestaunt. Dutzende von Showtrucks, Musikbühnen, Verkaufsständen sowie Grillbuden zäumen den Weg und man hatte wirklich das Gefühl, als sei man bei einem der großen Festivals in den Vereingten Staaten.

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Willie Nelson in Selbstperfektion am 19. Juni in Stuttgart

22. Juni 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Die denkmalgeschützte Freilichtbühne Killesberg ist ein perfekter Rahmen für die Outlaw-Legende. Ein bisschen wie er selbst – gezeichnet von diversen Lebensphasen, rauh und schlicht, bedeutend und persönlich. Ebenso wie Willie Nelsons durchlöcherte Gitarre, die die Spuren der Jahre trägt, der man kaum zutrauen mag, dass ihr noch ein brauchbarer Ton zu entlocken ist und die dennoch fasziniert, sobald sie von ihm zum Leben erweckt wird.

Die Präsentation des Amerikaners ist durchweg gleichwertig wunderbar. Minimalisiert auf ihn selbst als zentralen Mittelpunkt, gänzlich auf seine Stimme und Person ausgelegt. Umrahmt von einer ungewöhnlichen Bandbesetzung. Ein Steinway Flügel, honky-tonk-stilistisch bearbeitet von Nelsons Schwester Bobbie. Snare Drum, ein bisschen Percussion, Mundharmonika. Einfachstes Handwerk, mehr ist auch nicht nötig. Keine zeitraubende Vorgruppe, keine nervtötende Animation eines Stadion-Ansagers, keine überflüssige Werbung. Wohltuend.

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Der Flut zum Trotz – erfolgreichstes CMA-Festival aller Zeiten in Nashville

22. Juni 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Anfang Mai 2010 war in mehreren Bundesstaaten im Süden der USA aufgrund starker Unwetter und daraus resultierender Überflutungen der Notstand ausgerufen worden. Auch der Cumberland River war im Bereich von Nashville über seine Ufer getreten und setzte Teile der Stadt meterhoch unter Wasser. Eine menschliche Katastrophe in erster Linie, eine wirtschaftliche dazu, wären die enormen Einnahmen durch das CMA-Festival für den Tourismus weggefallen.

Aus unglaublicher Motivation heraus wurde das Möglichste getan, um zumindest die wichtigsten Anlaufpunkte in aller Kürze wieder in Stand zu setzen. Der Fleiß wurde belohnt, Besucher aus 26 Ländern unterstützten die Stadt durch ihr Kommen. Laut Veranstalter handelte es sich um das bisher erfolgreichste Festival in der Geschichte der CMA. Die Single Night-Tickets waren für alle Abende ausverkauft.

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Bühler Bluegrass Festival 2010

31. Mai 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Das 8. Internationale Bühler Bluegrass Festival am 14. und 15. Mai 2010 hat sich erneut als großartiger Erfolg erwiesen. Mit Singer-Songwriter-Legende James Talley, der Old Time Formation Uncle Earl und den Überraschungsgewinnern The Sons Of Navarone aus Belgien waren zum klassischen und modernen Bluegrass sowohl große Vielfalt, als auch hoher Unterhaltungswert hinzugetreten.

Die zweitägige Auslegung erweist sich als segensreich und bietet den Besuchern ausgedehnte Gelegenheit, Stadt und Umgebung zu ergründen. Am Samstag fand ein historischer Moment statt, als die German Bluegrass Music Association gegründet wurde, die rasch auf mehrere Dutzend Mitglieder angewachsen ist.

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Uncle Earl: Neo Old Time Music live in Europa zu erleben

4. Mai 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Mit viel Enthusiasmus wird in den USA von jungen weißen und farbigen Bands die Old Time String Band Music derzeit neu entdeckt. Die farbigen Carolina Chocolate Drops standen kürzlich wochenlang auf Platz 1 der Bluegrass Album Hitparade im Billboard mit ihrer aktuellen CD “Genuine Negro Jig”. Bei den weißen Formationen sind Uncle Earl eine der Vorreiter.

Die Musik dieser Formationen setzt regelmäßig dort an, wo auch Bill Monroe 1946 seinen Bluegrass aus der Taufe gehoben hat. Monroe hat durch das Hervorheben der einzelnen Instrumente im Wege des Einräumens von Soli und einem hohen “high lonesome” Gesang einen Standard geschaffen, der bis heute Gültigkeit hat, diverse Weiterentwicklungen eingeschlossen. Neu ist derzeit, dass junge Bands die String Band Music jener Zeit, also der 1920er bis 1940er Jahre zugrundelegen und eigenständige Fortentwicklungen schaffen, völlig unabhängig von Bill Monroe. Sie erfinden die Old Time Music neu, Neo Old Time nennt man dies.

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Modern Earl im “Salute Club” in Weiden

21. April 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Weiden (Oberpfalz), 16. April 2010: Auch, wenn man aktiv im Rahmen von Live-Konzerten unterwegs ist, erlebt man immer wieder Überraschungen hinsichtlich Lokalitäten – sowohl erfreuliche als auch unerfreuliche. Diese war mehr als positiv, denn ausgerechnet in der oberpfälzischen Provinz hätte man keine derart liebevoll und behütet behandelte Musik-Kneipe erwartet.

Der Salute Rock-Musik-Club trat in puncto Country bisher auch nie in Erscheinung, bis man dort darauf kam, dass auch in diesem Musikbereich rocklastige Gruppen zu finden sind, die zur ganz eigenen Philosophie passen. Denn genau das möchte man dort bieten – Abwechslung und Kreativität, jedoch immer im Bezug zum Rock.

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Bluegrass im Oldenburgischen Staatstheater stürmisch gefeiert

20. April 2010 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Konzertberichte

Auch das vierte Konzert der Reihe “Bluegrass im Staatstheater” kann nun als großer Erfolg abgehakt werden. Verpflichtet waren in diesem Jahr die bekannten Gibson Brothers mit ihrer Band, die eigens aus den USA eingeflogen wurden, um am Sonntag, 11. April 2010, im ehrwürdigen Oldenburgischen Staatstheater ihr Europadebut zu feiern, nur um sofort am nächsten Vormittag wieder in die USA zurückzufliegen. Wie sagte doch Eric Gibson, als er sich am Ende des Abends von einem begeisterten Publikum verabschiedete: “Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, morgens frühstücken wir noch in Deutschland und zum Abendessen sind wir schon wieder in den USA.”

Pünktlich um 19:30 Uhr begrüsste Klaus Grotelüschen, der musikalische Leiter und Moderator des Konzerts, das Publikum im sehr gut besetzten Staatstheater, erbaut im Jahre 1891 als Großherzogliches Hoftheater im neu-barocken Stil, und man kann sich gut vorstellen, wie beim Anblick dieses Prunkbaus den amerikanischen Musikern die Gläser aus den Brillen sprangen. Grotelüschen bedankte sich artig beim Generalintendanten des Theaters Markus Müller sowie bei Peter Reimers, einem treuen Freund und Berater, und schon legten die Gibson Brothers mit ihrer Band los. Das Publikum war dann auch bereits bei den ersten Tönen hin und her gerissen. Die Formation in der klassischen Bluegrass Besetzung: Eric Gibson, Banjo, Gitarre, Gesang; Leigh Gibson, Gitarre, Gesang; Clayton Campbell, Fiddle; Joe Walsh, Mandoline und Mike Barber, Bass.

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17. Country-Fest des Reutlinger Country Clubs e. V.

31. März 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Reutlingen, 27. März 2010: Die Arbeit des RCC verdient Respekt. Den Fleiß und die liebevolle Hingabe für ihr Hobby, dass der 1. Vorsitzende Edmund Idziorek und seine Truppe seit 22. Jahren aufbringen, sind enorme und heutzutage seltene Eigenschaften.

Für das mittlerweile 17. Country-Fest war man in die minimal kleinere, jedoch um einiges gemütlichere Julius-Kemmler-Halle in Betzingen umgezogen. Ich bin sicher, der überwiegende Teil der Gäste hatte dort auch Freude. Der nämlich bestand aus Line Dancern, die einmal mehr bewiesen, dass sie fähig sind, sich von ihrer Umwelt komplett zu dissoziieren.

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Zurück zu den Ursprüngen – Country-Fest der Hot Potatoe Stompers e. V. mit Amarillo und Britta T. Band

23. März 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Mistelgau (Oberfranken), 20. März 2010: Was haben sie uns genervt, diese prozedurorientierten Line Dance-Events mit stundenlanger Fremd- und Selbsthuldigung für ein Tun, das in der Weite des Country-Universums wenn überhaupt nur eine wirklich geringe Position einnimmt.

Der Kommunikationsfaktor war zeitweise viel zu lange nicht mehr die Musik, statt dessen war die Aufmerksamkeit auf das eigene Vereins-Ich gerichtet, mit dem man sich gegenseitig überbieten wollte. Live-Musik war, teilweise sogar als lästig empfundenes, Beiwerk auf Sport- und Party-Veranstaltungen. Viele haben bis heute nicht begriffen, dass sie dem Status der Country Music bei uns damit keinerlei Dienst erweisen, andere haben jedoch zum Glück nun adäquat auf diese Fehlentwicklung reagiert.

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Crystal Gayle, ein Hauch von Ryman in Albisgütli

21. März 2010 | Von Frank Rickal | Kategorie: Konzertberichte

Wer sich auf den Weg macht, das längste Country Music Festival der Welt zu besuchen, dem wird es nicht immer leicht gemacht sich festzulegen. Wie in jedem Jahr, war auch diesmal das Programm abwechslungsreich in den Stilrichtungen und mit nationalen und internationalen Bands besetzt. Die Macher des Festivals bewiesen bereits zum 26. Mal, dass sie mit der kreativen Auswahl des Programms den Geschmack des Publikums getroffen haben.

Mit Crystal Gayle kam zum Abschlusswochenende ein Superstar der Country Music nach Albisgütli. Auch wenn ihre musikalischen Erfolge schon etwas zurückliegen, so hat sie die Geschichte der Country Music mitgestaltet. Sie ist eine Vertreterin des Countrypop der 1970er und 1980er Jahre, auch wenn hin und wieder ebenso klassische Elemente in ihre Arrangements einfließen. Von 1970 bis 1990 war sie gegelmäßig in den US-Charts vertreten.

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Kevin Costner begeisterte seine Fans

19. März 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Konzertberichte

Bei seiner Deutschland-Tournee verzückt Hollywood-Star Kevin Costner dieser Tage seine große, vor allem weibliche Fangemeinde. Seine Melange aus Mainstream-, Westcoast- und Country-Rock, aber vor allem seine Bühnenpräsenz, findet beim Publikum großen Anklang und sorgt für gefeierte Auftritte quer durch die Republik. So auch zur Monatsmitte im Offenbacher Capitol.

Mit “Turn It On” brachte der Schauspieler und Sänger jüngst seine zweite Platte mit seiner Band “Modern West” heraus. Wie schon der Vorgänger “Untold Truths” ist die Musik solide, aber unspektakulär und folgt oft gehörten Mustern. “Modern West” – das sind John Coinman, Teddy Morgan, Park Chisholm, Blair Forward, Larry Cobb und Bobby Yang. Die gut eingespielte Band, schnurrt wie eine geölte Rock-Maschine und trägt Costners sonoren Gesang über Texte, die ganz dem gängigen Bild des amerikanischen “Heartlands” entsprechen: Es geht um Liebe, den Highway, den Sonnenuntergang und den Samstagabend.

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“…back to the bad old days…” – Jackson Taylor & The Sinners

9. März 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Untermeitingen, Four Corners, am 6. März 2010. Dieses Konzert hat es gebraucht! Wie einen Sturm, der die Atmosphäre endlich frei bläst von verfestigten Gewohnheiten und die Kanäle reinigt! Was wir in Deutschland an amerikanischer Country Music konsumieren, hat seinen Ursprung zum überwiegenden Teil in der Nashville-Maschinerie. Und wir lieben es, weil wir es eben kennen und es uns vertraut ist. Unter dem ganzen Material ist sicher ein großer Anteil an wirklich guter und ihren Wurzeln noch naher Country Music.

Doch uns wird auch jede Menge Schrott angeboten, auf dessen Verpackung zwar Country steht, das Produkt jedoch aus inhaltsleerem Pop-Rock-Schlager-was-auch-immer besteht. Und dann kommt da ein wilder Typ namens Jackson Taylor aus Austin, Texas, ignoriert sämtliche Regeln und schreibt einen Text darüber, dass er auf das alles sch …

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Laurie Lewis & Tom Rozum überzeugen mit gepflegtem Bluegrass

8. März 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Am Freitag, den 05. März 2010 gastierten auf Einladung der Country & Western Friends Kötz Laurie Lewis und Tom Rozum aus Kalifornien im Saal im Hotel zur Post in Leipheim. Die zahlreich erschienenen Besucher waren aus etlichen Teilen Süddeutschlands nach Leipheim gekommen, um dieses hochkarätige Duo aus dem Westcoast-Bluegrass live erleben zu können. Die virtuos vorgetragene Musik fand regen Zuspruch.

Der Bluegrass entstand 1946 in Kentucky, hat sich Dank Laurie Lewis vor Jahrzehnten bis Kalifornien ausgebreitet und findet offensichtlich auch in Europa mehr und mehr Beachtung. Er ist wesentlich jünger als der Jazz, kann mithin nicht auf eine so reichhaltige Geschichte in Deutschland zurückblicken wie jene amerikanische Musikform aus New Orleans, die schon in den 1920er bzw. 1930er Jahren Fuß fassen konnte.

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Billy Yates mit bisher bester Show im Four Corners

8. März 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

Billy Yates ist seit rund 15 Jahren einer der besten Songschreiber in Nashville. Seit einigen Jahren bereist er regelmäßig Europa und beweist jeweils, dass mit echter Country Music, die Seele und Inhalte hat, das Publikum in Begeisterung versetzt werden kann. Mit seiner markanten Stimme, einem freundlichen, aber bestimmten Charisma und seinen Liedern, die von George Jones und anderen Größen aufgenommen werden, lässt er die Herzen höher schlagen.

Am Freitag, den 26. Februar 2010 war er wieder einmal im gut besuchten Four Corners in Untermeitingen aufgetreten, und lieferte dort seinen bisher besten Four-Corners-Auftritt ab.

Eröffnet wurde der Abend gegen 20:30 Uhr von Savannah aus Holland, die gewohnt zuverlässig, aber zunächst relativ lautstark aufspielten. Ihre Highlights waren mithin auch die leiseren Lieder wie “My Baby’s Gone” von den Louvin Brothers” oder Shawn Camp’s “K-I-S-S-I-N-G”. Dass sie aus der Feder von Billy Yates auch etwas spielten, z.B. “I Like My Music Country”, belegt schon, dass dieser ein riesiges Repertoire geschaffen hat, und nicht auf jedes seiner Lieder angewiesen ist. Sehr schön kam “When You Say Nothing At All” aus der Feder von Paul Overstreet herüber.

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Joan Baez begeistert in Mannheim

27. Februar 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Konzertberichte

Ein ruhiges und schönes Konzert mit dem sie am Ende wieder einmal ihre Fans begeisterte, absolvierte Folk-Ikone Joan Baez dieser Tage in Mannheim. Im vollbesetzten Rosengarten spielte sie Songs aus all ihren Schaffensperioden und bewies damit einmal mehr ihre Ausnahmestellung.

Referenz an Johnny Cash

Einer der bewegendsten Momente ereignet sich gegen Mitte des Konzerts. “This Song is dedicated to Johnny Cash”, lautet ihre Ansage. Die Country-Legende wäre an diesem Freitag (26. Februar) 78 Jahre alt geworden. Der Saal applaudiert. Es folgt das bitter-süße Folk-Traditional “Long Black Veil”. Ein Song, den Cash stets im Programm hatte und auch auf der Liste der 100 Songs steht, die er seiner Tochter Rosanne Cash vermacht hat. Joan Baez zeigt mit der Verbeugung vor dem großen Kollegen auch auf, aus welcher gemeinsamen Tradition so unterschiedliche Musikertypen wie Cash und Sie geschöpft haben. Ihr gelingt es, sich das Lied – geschrieben aus der Sicht eines jungen Mannes – gefühlvoll anzueignen. Anrührende Augenblicke eines Konzerts, dessen dichte Atmosphäre sich aus der gelungenen Auswahl der durchweg langsamen oder midtempo-Stücken und der immer noch faszinierenden Performance der Künstlerin ergibt.

Klare Stimme, intensive Darbietung

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Johnny Cash In The Round: John Francis und Mandy Strobel begeistern

16. Februar 2010 | Von Friedrich Hog | Kategorie: Konzertberichte

In der sehr gut besuchten Holzwerkstatt Langenau haben der in Nashville, Tennessee lebende John Francis und der in Ulm beheimatete Mandy Strobel gemeinsam das Publikum zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Sie haben alle Erwartungen übertroffen und ihr Thema “Johnny Cash In The Round” sehr gut mit Auszeichnung bearbeitet. Insbesondere die Tatsache, dass die beiden Ausnahmekünstler sich erst 20 Minuten vor ihrem gemeinsamen Auftritt erstmals kennengelernt hatten, unterstreicht den sensationellen Erfolg des Duos.

Am Valentinstag, den 14. Februar 2010, war die Holzwerkstatt in Langenau gegen 17:00 Uhr mit erwartungsfreudigen Zuschauern gefüllt. Die Country & Western Friends Kötz hatten zu “Johnny Cash In The Round” eingeladen und John Francis und Mandy Strobel gebeten, gemeinsam mit nur je einem Werkzeug in der Hand, der jeweiligen akustischen Gitarre, den Spirit von Johnny Cash auf die Bühne zu zaubern. Die Künstler haben unterschiedlichen Bezug zu Cash, Mandy Strobel ist mit einer Baritonstimme ausgestattet, die jener von Johnny Cash verflixt nahe kommt, und er hat 2005 im Sun Studio in Memphis, Tennessee seine CD “The Way I Feel” aufgenommen, dort wo der “Man In Black” in den 1950er Jahren “I Walk The Line” und seine weiteren frühen Aufnahmen eingespielt hat.

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Holly Williams in Frankfurt

5. Februar 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Konzertberichte

Auf ihrer Deutschland-Tour machte Holly Williams am 4. Februar auch Station in Frankfurt. Dem Publikum bot sie ein Konzert mit intimer Musik und schönen Momenten, das leider viel zu schnell schon wieder zu Ende war.

Den Auftakt an diesem Abend in der urigen “Brotfabrik” in Frankfurt-Hausen macht der kanadische Musiker Colin Moore. Mit rauer Stimme arbeitet er sich in Singer-Songwriter-Manier durch sein Repertoire und gibt überwiegend nachdenkliche, ruhige Songs zum Besten. Eine ordentliche Darbietung, man möchte dem Künstler jedoch raten, auch einmal mutiger zu sein und es wagen, allzu gut beschrittene Wege des Musizierens zu verlassen.

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Exklusiv im Four Corners: Phil Vassar

2. Februar 2010 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Sein bisher erstes und einziges Konzert in Deutschland gab Phil Vassar am 1. Februar 2010 im Four Corners (Untermeitingen) und machte in diesem Rahmen entschieden deutlich, dass er, wenngleich nicht kommerziell in der Oberliga zu finden, in seiner sehr speziellen musikalischen Welt zu den Besten gehört.

Auch diesmal bekam der Gast für sein Ticket nicht einfach die Show eines Top-Stars geboten, sondern ein abendumfassendes Gesamtpaket bemerkenswerter Country Music. Vom Auftritt der Schweizerin Britta T. bekam ich durch schneebedingt spätes Ankommen nur noch das Ende mit, wurde jedoch von einer unglaublich ruhig-zufriedenen Stimmung in der Music Hall empfangen, die sicher auch durch sie bedingt war.

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Michael Peterson in der Four Corners Music Hall

16. November 2009 | Von Bettina Granegger | Kategorie: Konzertberichte

Der Konsum von Country Music beinhaltet oftmals mehrere Symptome ihrer Entäußerung. Dass man einem amerikanischen Top-Star besser keine europäische Band zur Seite stellt, die nicht haargenau auf dessen Musik eingespielt ist, ist das Fazit der jüngsten Tour von Michael Peterson.

Wie man trotz nicht idealster Bedingungen als Gesamtziel dennoch eine in sich stimmige und meisterliche Konzertnacht konstruiert, zeigte das Zusammenspiel aller Bands mit dem Konzept und den Ansprüchen des Four Corners. Der Veranstalter war sich seiner Vorarbeit wie immer sicher und konnte dem Abend mit gleich zwei Opening Acts ruhig und gelassen entgegen sehen. Beide hatte man dort schon ein- oder mehrmals gehört, beide waren sich ihres Tuns im Klaren.

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