Country Music Hot News

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Beiträge der Kategorie: Konzertberichte
[8. März. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Am Freitag, den 05. März 2010 gastierten auf Einladung der Country & Western Friends Kötz Laurie Lewis und Tom Rozum aus Kalifornien im Saal im Hotel zur Post in Leipheim. Die zahlreich erschienenen Besucher waren aus etlichen Teilen Süddeutschlands nach Leipheim gekommen, um dieses hochkarätige Duo aus dem Westcoast-Bluegrass live erleben zu können. Die virtuos vorgetragene Musik fand regen Zuspruch.

Der Bluegrass entstand 1946 in Kentucky, hat sich Dank Laurie Lewis vor Jahrzehnten bis Kalifornien ausgebreitet und findet offensichtlich auch in Europa mehr und mehr Beachtung. Er ist wesentlich jünger als der Jazz, kann mithin nicht auf eine so reichhaltige Geschichte in Deutschland zurückblicken wie jene amerikanische Musikform aus New Orleans, die schon in den 1920er bzw. 1930er Jahren Fuß fassen konnte.

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[8. März. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Billy Yates ist seit rund 15 Jahren einer der besten Songschreiber in Nashville. Seit einigen Jahren bereist er regelmäßig Europa und beweist jeweils, dass mit echter Country Music, die Seele und Inhalte hat, das Publikum in Begeisterung versetzt werden kann. Mit seiner markanten Stimme, einem freundlichen, aber bestimmten Charisma und seinen Liedern, die von George Jones und anderen Größen aufgenommen werden, lässt er die Herzen höher schlagen.

Am Freitag, den 26. Februar 2010 war er wieder einmal im gut besuchten Four Corners in Untermeitingen aufgetreten, und lieferte dort seinen bisher besten Four-Corners-Auftritt ab.

Eröffnet wurde der Abend gegen 20:30 Uhr von Savannah aus Holland, die gewohnt zuverlässig, aber zunächst relativ lautstark aufspielten. Ihre Highlights waren mithin auch die leiseren Lieder wie “My Baby’s Gone” von den Louvin Brothers” oder Shawn Camp’s “K-I-S-S-I-N-G”. Dass sie aus der Feder von Billy Yates auch etwas spielten, z.B. “I Like My Music Country”, belegt schon, dass dieser ein riesiges Repertoire geschaffen hat, und nicht auf jedes seiner Lieder angewiesen ist. Sehr schön kam “When You Say Nothing At All” aus der Feder von Paul Overstreet herüber.

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[27. Februar. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Ein ruhiges und schönes Konzert mit dem sie am Ende wieder einmal ihre Fans begeisterte, absolvierte Folk-Ikone Joan Baez dieser Tage in Mannheim. Im vollbesetzten Rosengarten spielte sie Songs aus all ihren Schaffensperioden und bewies damit einmal mehr ihre Ausnahmestellung.

Referenz an Johnny Cash

Einer der bewegendsten Momente ereignet sich gegen Mitte des Konzerts. “This Song is dedicated to Johnny Cash”, lautet ihre Ansage. Die Country-Legende wäre an diesem Freitag (26. Februar) 78 Jahre alt geworden. Der Saal applaudiert. Es folgt das bitter-süße Folk-Traditional “Long Black Veil”. Ein Song, den Cash stets im Programm hatte und auch auf der Liste der 100 Songs steht, die er seiner Tochter Rosanne Cash vermacht hat. Joan Baez zeigt mit der Verbeugung vor dem großen Kollegen auch auf, aus welcher gemeinsamen Tradition so unterschiedliche Musikertypen wie Cash und Sie geschöpft haben. Ihr gelingt es, sich das Lied – geschrieben aus der Sicht eines jungen Mannes – gefühlvoll anzueignen. Anrührende Augenblicke eines Konzerts, dessen dichte Atmosphäre sich aus der gelungenen Auswahl der durchweg langsamen oder midtempo-Stücken und der immer noch faszinierenden Performance der Künstlerin ergibt.

Klare Stimme, intensive Darbietung

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[16. Februar. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

In der sehr gut besuchten Holzwerkstatt Langenau haben der in Nashville, Tennessee lebende John Francis und der in Ulm beheimatete Mandy Strobel gemeinsam das Publikum zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Sie haben alle Erwartungen übertroffen und ihr Thema “Johnny Cash In The Round” sehr gut mit Auszeichnung bearbeitet. Insbesondere die Tatsache, dass die beiden Ausnahmekünstler sich erst 20 Minuten vor ihrem gemeinsamen Auftritt erstmals kennengelernt hatten, unterstreicht den sensationellen Erfolg des Duos.

Am Valentinstag, den 14. Februar 2010, war die Holzwerkstatt in Langenau gegen 17:00 Uhr mit erwartungsfreudigen Zuschauern gefüllt. Die Country & Western Friends Kötz hatten zu “Johnny Cash In The Round” eingeladen und John Francis und Mandy Strobel gebeten, gemeinsam mit nur je einem Werkzeug in der Hand, der jeweiligen akustischen Gitarre, den Spirit von Johnny Cash auf die Bühne zu zaubern. Die Künstler haben unterschiedlichen Bezug zu Cash, Mandy Strobel ist mit einer Baritonstimme ausgestattet, die jener von Johnny Cash verflixt nahe kommt, und er hat 2005 im Sun Studio in Memphis, Tennessee seine CD “The Way I Feel” aufgenommen, dort wo der “Man In Black” in den 1950er Jahren “I Walk The Line” und seine weiteren frühen Aufnahmen eingespielt hat.

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[5. Februar. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Auf ihrer Deutschland-Tour machte Holly Williams am 4. Februar auch Station in Frankfurt. Dem Publikum bot sie ein Konzert mit intimer Musik und schönen Momenten, das leider viel zu schnell schon wieder zu Ende war.

Den Auftakt an diesem Abend in der urigen “Brotfabrik” in Frankfurt-Hausen macht der kanadische Musiker Colin Moore. Mit rauer Stimme arbeitet er sich in Singer-Songwriter-Manier durch sein Repertoire und gibt überwiegend nachdenkliche, ruhige Songs zum Besten. Eine ordentliche Darbietung, man möchte dem Künstler jedoch raten, auch einmal mutiger zu sein und es wagen, allzu gut beschrittene Wege des Musizierens zu verlassen.

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[2. Februar. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Sein bisher erstes und einziges Konzert in Deutschland gab Phil Vassar am 1. Februar 2010 im Four Corners (Untermeitingen) und machte in diesem Rahmen entschieden deutlich, dass er, wenngleich nicht kommerziell in der Oberliga zu finden, in seiner sehr speziellen musikalischen Welt zu den Besten gehört.

Auch diesmal bekam der Gast für sein Ticket nicht einfach die Show eines Top-Stars geboten, sondern ein abendumfassendes Gesamtpaket bemerkenswerter Country Music. Vom Auftritt der Schweizerin Britta T. bekam ich durch schneebedingt spätes Ankommen nur noch das Ende mit, wurde jedoch von einer unglaublich ruhig-zufriedenen Stimmung in der Music Hall empfangen, die sicher auch durch sie bedingt war.

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[16. November. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Der Konsum von Country Music beinhaltet oftmals mehrere Symptome ihrer Entäußerung. Dass man einem amerikanischen Top-Star besser keine europäische Band zur Seite stellt, die nicht haargenau auf dessen Musik eingespielt ist, ist das Fazit der jüngsten Tour von Michael Peterson.

Wie man trotz nicht idealster Bedingungen als Gesamtziel dennoch eine in sich stimmige und meisterliche Konzertnacht konstruiert, zeigte das Zusammenspiel aller Bands mit dem Konzept und den Ansprüchen des Four Corners. Der Veranstalter war sich seiner Vorarbeit wie immer sicher und konnte dem Abend mit gleich zwei Opening Acts ruhig und gelassen entgegen sehen. Beide hatte man dort schon ein- oder mehrmals gehört, beide waren sich ihres Tuns im Klaren.

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[12. Oktober. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Erstmals stellte Rosanne Cash dieser Tage im New Yorker Stadtteil Brooklyn live ihr neues Album “The List” vor. Country.de-Redakteur Thomas Waldherr war vor Ort und berichtet über die Uraufführung der zwölf aus Vater Johnny Cashs Liste ausgewählten Songs.

Premierenatmopshäre im vollbesetzten St. Ann’s Warehouse im angesagten New Yorker “Dumbo-Viertel” in Brooklyn. Rosanne Cash stellte dort ihr neues Album “The List” vor. Ihr Vater – Country-Überlegende Johnny Cash” hatte ihr eine Liste mit 100 “Essential Conutry-Songs” hinterlassen, um Sie im Alter von fast 20 Jahren an ihre musikalischen Wurzeln zu erinnern. 12 davon nahm sie für ihr neues, von den Kritikern sehr gelobtes Album auf.

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[19. September. 2009 | 3 Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]
“Humor doesn’t translate” – und er tut es doch … die 21. Country Night Gstaad

Texas Lightning eröffnete am Freitagabend in neuer Besetzung das Festival. Da die Bandänderung sehr kurzfristig vor dem Festival in einer Pressemitteilung (29.08.2009) bekannt gegeben wurde, konnte diese auch beim Druck der Broschüre nicht mehr berücksichtigt werden. So waren einige Zuhörer doch sehr überrascht, Marshall “Malte” Pittner als Sänger und nicht Gründer der Band, Jon Flemming Olsen zu erleben. Die Frage nach dem “Warum?” wurde auf der Pressekonferenz, mit angeblich persönlichen Gründen seitens Jon Flemming Olsens, beantwortet.

Im Vorfeld der Country Night wurden speziell in Deutschland Stimmen laut, dass Texas Lightning für Gstaad nicht der richtige Act sei. Hier hatten einige Deutsche Festivalbesucher und vor allem “Nichtbesucher” wohl vergessen, dass die Country Night Gstaad kein deutsches, sondern ein internationales, schweizer Festival ist. Folglich ist Texas Lightning auch ein internationaler Act.

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[22. Juli. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Schon nach wenigen Takten des Openers “My Back Pages” ging der ganze Colos-Saal mit und es stand fest: Dies wird ein Abend unter Freunden. Roger McGuinn – Vater der legendären Byrds – hielt Hof in Aschaffenburg und traf auf ein begeistertes und sangesfreudiges Publikum.

McGuinn hat in den 1960er und 1970er Jahren drei unverzichtbare Beiträge zur Musikgeschichte geleistet: Erstens hat er mit seiner Rickenbacker-Gitarre dem Folk-Rock-Sound der Byrds ein unverwechselbares Erkennungszeichen gegeben, zweitens hat er einige der Song-Rohdiamanten von Bob Dylan geschliffen und damit einem breiten Publikum zugänglich gemacht und drittens hat er mit den Byrds mit dem Album “Sweetheart Of The Rodeo” auch eines der ersten Country-Rock-Alben überhaupt herausgebracht. Wobei hier Gram Parsons bekanntermaßen einen mindestens ebenso großen Anteil der Meriten verdient.

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[14. Juli. 2009 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Mit Billy Dean hat der Veranstalter auch heuer wieder nicht nur ein glückliches, sondern vor allem fachkundiges Händchen bewiesen. Auf der sehr gut besuchten internationalen Pressekonferenz erzählte Billy Dean sehr offen aus seinem Leben als glücklicher Familienvater, beantwortete alle Fragen ausführlich und freundlich. Begeistert berichtete er von der Gründung seiner eigenen Plattenfirma und die dadurch entstandene Unabhängigkeit. Gerade ist seine neue CD: “Billy Dean sings Richard Leigh” bei seinem Label erschienen.

In den 1990er Jahren gehörte Billy Dean zu den viel versprechenden Nachwuchssängern die neu auf den Markt drängten. Mit “Only Here For A Litte While” (1990) hatte er seine erste Chartsplazierung. Mit “Somewhere In My Broken Heart” (wurde 1992 von der Academy of Country Music zum Song des Jahres gewählt) sollte gleich ein weiterer Hit folgen. Beide Songs stammen von seinem Debütalbum “Young Man” und erreichten Platz 3 der Charts.

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[8. Juni. 2009 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Am Samstag, den 06. Juni 2009 kamen die Offenbacher Truck Stop-Fans voll auf ihre Kosten. Ihre Stadt “schenkte” ihnen, anlässlich der 14. Offenbacher Woche, ein Truck Stop-Konzert. Bei freiem Eintritt und Schafskälte inklusive, boten die “Cowboys der Nation” ihrem Publikum eine musikalische Zeitreise aus über 35 Jahren Truck Stop. Wer erinnert sich nicht an Songs wie “Der wilde, wilde Westen, “Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n” oder “Easy Rider”, um nur einige zu nennen.

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[2. Juni. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

“Wer nicht wagt, der nicht gewinnt”, so lautet ein altes deutsches Sprichwort. Die Veranstalter des Jazztime-Festivals in Hildesheim (vom 29.05. – 01.06.2009) haben sich getraut – und gewonnen. Mit der norddeutschen Formation Slow Horses wurde zum ersten Mal eine Countryband verpflichtet. Dies entpuppte sich letztendlich zum absoluten Glücksfall bzw. Glücksgriff.

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[22. Mai. 2009 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Man kann sich kaum etwas Gegensätzlicheres vorstellen als die beiden dominierenden Bluegrass Festivals in Westeuropa: Willisau in der Schweiz und Bühl/Baden in Deutschland, jedes dieser Festivals mit ganz eigenem Charakter und eigener Atmosphäre. Bühl mit seinem Bürgerhaus im Zentrum der Stadt, einem Konzertsaal mit vorzüglicher Akustik, zwei grossen Foyers, einem einladenden Vorplatz und dem benachbarten Stadtgarten zum Jammen.

Das Festival Willisau dagegen im Schweizerischen Landwirtschaftlichen Museum Burgrain weit ausserhalb bei Alberswil auf einem kleinen Hügel gelegen inmitten einer malerischen Landschaft, wie man sie auch irgendwo in Virginia oder North Carolina finden kann. Die Atmosphäre also total ländlich, ideal zur dargebotenen Musik passend, denn in einer solchen Umgebung hat sie sich ja einmal entwickelt, die Old Time Music und die daraus resultierende Bluegrass Music.

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[5. Mai. 2009 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Erstmals in der Geschichte des Internationalen Bühler Bluegrass Festivals fand am 01. und 02. Mai 2009 die Veranstaltung zweitägig statt. Angesichts der hochkarätigen Künstler und des zahlreich erschienenen Publikums darf die Ausdehnung auf zwei Tage als voller Erfolg gewertet werden. Für die Jahre 2010 und 2011 stehen bereits die Daten fest.

Es war schon lange Wunsch von Oberbürgermeister Hans Striebel, das Bluegrass Festival in seiner Stadt auf zwei Tage auszudehnen. Nachdem dieses Jahr der Freitag vor dem klassischen Festivalsamstag ein Feiertag war, lag es nahe, jetzt das Festival auf zwei Tage auszulegen. Mit 460 Gästen am Freitag, den 01. Mai 2009 und einem nahezu ausverkauften Samstag wurden die Veranstalter in ihrer Entscheidung bestätigt.

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[27. April. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Die Kult-Kneipe “Weißer Holunder” in Köln war Schauplatz der Release-Party der Band Texas Heat. Über die Jahre hinweg zusammen getragene Gegenstände aus der “Wirtschaftswunderzeit” prägen das Erscheinungsbild des Lokals. Durch die Patina, die den Raum durchzieht, wird man irgendwie unweigerlich ans legendäre Tootsie’s Orchid Lounge in Nashville erinnert. Auch hier hängen über die Jahre liebevoll gesammelte Accessoires an den Wänden. Musikfreunde und Wegbegleiter füllten den Raum; ebenso waren Fachjournalisten, Musikerkollegen und Musikagenten anwesend.

“One Trick Pony” heißt die neue CD von Texas Heat, die sich erfrischend von den aktuellen deutschen Produktionen abhebt. Bernd “Marty” Wolfe und seine Formation müssen auch den Vergleich mit Nashville nicht scheuen. (s. auch CD-Besprechung von Manfred Vogel).

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[7. April. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Der Mann strotzt nur so vor Spielfreude. Engagiert im Gesang und treibend im Orgelspiel jagt er in gut zwei Stunden durch 17 Songs aus fast allen seinen Schaffensperioden. Drei Schwerpunkte halten das Programm in der ausverkauften Saarlandhalle zusammen. Zum einen spielt er überraschend alleine fünf Songs vom 2001er Album Love and Theft. Dazu drei Songs von seiner letzten Veröffentlichung “Modern Times” (2006). Und noch eine Überraschung: Mit “Gotta Serve Somebody”, “I Believe In You” und “Every Grain Of Sand” bringt er drei Lieder zur Aufführung, die für den Höhepunkt als auch für die Abwendung von seiner ebenso kurzen wie heftigen Liaison mit den “wiedergeborenen Christen” stehen. Dazwischen Klassiker wie “Like A Rolling Stone, “All Along The Watchtower”, “Blowin’ In The Wind” sowie “Lay, Lady, Lay” von seinem Country-Album “Nashville Skyline”.

Bob Dylans Band spielt momentan dichten Rock, mit Folk und Country-Einflüssen, ab und zu wird es sogar jazzig. Seine Crew – die Gitarristen Stu Kimball und Denny Freeman, Bassist Tony Garnier, Schlagzeuger Georg Recile sowie Donnie Herron an Pedal-Steel, Mandoline und Geige weben den Klangteppich, auf dem Dylan sich austoben kann. Denn die Soli spielt fast ausnahmslos der Chef. Am Keyboard (überwiegend), auf der Mundharmonika (sehr häufig) oder einmal auch bei “Lay, Lady, Lay” auf der Gitarre. Und Dylan zeigt auch hier gute Form, seine Mundharmonika-Soli sind inspiriert, sein Orgelspiel untermalt er immer wieder mit leicht angedeuteten Tanzschritten, hier und da scheint er mit dem Publikum auf einer spaßhaften Ebene zu kommunizieren, grinst leicht, betreibt regelrecht Posing am Instrument. Sogar seine Gitarrenriffs bei “Lay, Lady, Lay” wirken stimmig.

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[3. Februar. 2009 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Mit Marty Stuart & Connie Smith startete am 30. & 31. Januar 2009 das 25. Internationale Country Music Festival im Züricher Schützenhaus Albisgütli. Sieben Wochen wird es dauern, mit wöchentlich fünf Tagen Livemusik, unvorstellbar für deutsche Verhältnisse. Am Samstag, den 31. Januar startete die Musik um 19.30 Uhr mit zwei Sets von Heinz Flückiger & Band (CH).

Im Anschluss betraten Marty Stuart & The Fabulous Superlatives die Bühne, denen immerhin Harry Stinson am Schlagzeug (einer der besten Schlagzeuger Amerikas, spielte z.B. bei “Guitar Town” von Steve Earle Schlagzeug) und Kenny Vaughan an der Gitarre angehören. Marty Stuart legte los mit “Sundown In Nashville”, den er naturgemäß häufig erlebt hat. Seine Position 2 aus den Country Charts von 1991/1992, “The Whiskey Ain’t Workin’” durfte nicht fehlen, ehe er sich mit großer Geschwindigkeit auf die “Rock Island Line” begab.

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[30. November. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Die junge Sängerin Tabea Anderfuhren aus der Schweiz und der bekannte Fiddler Aaron Till aus den USA waren am Samstag, den 29. November im Rahmen ihrer einmonatigen gemeinsamen Europatournee zu Gast in Großkötz. In der dortigen Sportgaststätte sangen und spielten sie für ein entzücktes Publikum, das die Gäste nicht ohne mehrere Zugaben weiterreisen ließ.

Aaron Till war von 1998 bis 2006 der Fiddler in der Band von Mark Chesnutt. In den 1990er Jahren gehörte Chesnutt zu den erfolgreichsten Hitjägern der Countryszene in Amerika. Als Begleitmusiker von Todd Fritsch hatte Aaron Till im August 2006 in der Schweiz gespielt und die dort aktive Countrysängerin Tabea Anderfuhren kennengelernt, deren damaliger Fiddler von Aaron Till geschwärmt und Tabea auf diese Weise zum Konzertbesuch bewegt hatte. Nach dem Gastspiel von Todd Fritsch hatte Tabea Aaron Till angesprochen. Seither ist kaum ein Tag vergangen, an dem die beiden nicht miteinander korrespondiert haben oder gemeinsam auf Tournee waren. Tabea Anderfuhren hat im Rahmen eines Besuchs in Nashville, Tennessee ihre CD “Who Can Ever Tell” eingespielt, produziert von Aaron Till, der auch als Musiker agierte und befreundete Topmusiker mit an Bord brachte, die im Übrigen u.a. auf der diesjährigen Grammy-CD “The Bluegrass Diaries” von Jim Lauderdale mitwirken.

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[10. Oktober. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Konzertberichte]

Flaco Jimenez & Los Texmaniacs waren angesagt am Samstag, den 04. Oktober 2008 im Four Corners in Untermeitingen. Barry P. Foley hatte als Opening Act versucht, die Kälte aus der Music Hall zu vertreiben, sehr schön ist seine selbst verfasste neue Single “Airport Love Story”. Inzwischen wohnt der amerikanische Singer & Songwriter nicht mehr in Stuttgart, sondern in Franken.

Los Texmaniacs heizten sodann ein, ein Quintett zwischen Blues, Rock, Tex-Mex und Country. Ein funky gespielter E-Bass, elektrische Gitarre eines farbigen Bluesman und vielseitig bedientes Schlagzeug verlangten dem Publikum einen großen Ausflug weg vom Country in andere Gegenden amerikanischer Roots Music ab, wie sie ergänzt durch Bajo Sexto und Akkordeon aber im heimatlichen San Antonio, Texas gerne gespielt wird. Sehr dynamisch, kraftvoll und laut startete die Formation mit “It Was Good While It Lasted”. Cumbia in spanischer Sprache, Tex-Mex bei “Open Up Your Heart” und Blues gaben sich die Ehre.

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