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Beiträge der Kategorie: Storys zum Song
[4. März. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Verkehrschaos empfindet man wohl überall auf der Welt als lästig und eigentlich unnötig. In diesem Fall aber hatte der Stau durchaus etwas Gutes, denn er verhalf Larry Gatlin zu seinem größten Hit überhaupt. 1979 platzierte er sich (gemeinsam mit seinen Brüdern Steve und Rudy) mit diesem Song auf Platz 1 der Country Singles Charts von Billboard. Es gelangen ihm davor und danach zwar noch jeweils eine weitere Nummer 1 – aber keiner der Songs hinterließ einen so nachhaltigen, zeitlosen Eindruck wie dieser.

Larry Gatlin gehörte in jenen Jahren zu den gefragtesten Autoren und Sängern der Countryszene. Der Texaner mit der ausgesprochen schönen Stimme war in jungen Jahren schon ein intelligenter, belesener Bursche, der mit offenen Augen durch das Leben ging. Er verstand es, mit wenigen, wohl gesetzten Worten eine packende Geschichte in einem Song zu erzählen. Nicht von ungefähr griffen Elvis Presley, Kris Kristofferson, Tom Jones und andere große Stars von seine Lieder zurück. Doch “All The Gold In California” blieb “sein” Song – er wurde kaum einmal von einem anderen Sänger gecovert.

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[13. Januar. 2009 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Nicht der Song selbst ist das Besondere sondern das, was mit ihm geschah. Aus der Country Music stammt er auch nicht, wurde dort aber dennoch eine Nummer 1. Auch an der Spitze der Pop Charts biss “Young Love” sich fest – in unterschiedlichen Versionen freilich. Das Kuriose an der Sache: auch auf Platz 2 stand der gleiche Song zur gleichen Zeit mit einem anderen Interpreten. Lang, lang ist’s her.

1956 nahm ein junger Sänger namens Sonny James (geboren als James Loden), Spross einer richtigen Musiker-Familie, das unscheinbare “Young Love” auf. Mit richtig spartanischer Instrumentierung. Der attraktive Gitarrensound, der die Aufnahme unverkennbar machte, wurde erst später von Pete Wade drauf gespielt. Man hatte das richtige Näschen, denn die Aufnahme kletterte ab Dezember 1956 kontinuierlich nach oben und hielt sich sagenhafte 9 Wochen auf Platz 1 im Bereich “Country”.

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[28. Dezember. 2008 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Mehr als jedes andere Lied wurde dieses zur Hymne der Country-Interessierten in Deutschland. Es ist so beliebt, dass manch einem Interpreten schon gar nicht mehr der Sinn danach steht, dass sie es sogar ablehnen, den Song noch zu spielen. Wie immer man es letztendlich sieht, es ist einer der erfolgreichsten Countrysongs aller Zeiten. Man kennt ihn weit über die Country Music hinaus und in unzähligen Versionen.

Als Autoren zeichnen das Ehepaar Taffy und Bill Danoff verantwortlich, John Denver gab dem Lied nicht nur seine Stimme sondern auch den letzten Schliff. Natürlich wurden die Danoffs von Dorothy Horstman für ihr Buch “Sing Your Heart Out Country Boy” (Country Music Foundation Press) in dieser Sache befragt. “Wir hatten Briefe von einem befreundeten Künstler bekommen, der in den Bergen West Virginias lebte und uns die Schönheit der Landschaft in schillernden Farben beschrieb. Auf dem Weg zu einem Treffen mit Taffy’s Verwandten in Maryland schrieb ich ein Lied über die kleinen, kurvenreichen Strassen, über die wir fuhren. Eine Weile schwirrte der Song unter den beiden Worten “Country Roads” im Kopf herum. Später beschloss ich, das Lied über unseren Künstlerfreund zu schreiben.

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[25. Dezember. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Der Song war kein Riesenknaller aber ein solider Hit. Verbunden bleibt er auf immer mit “Little” Jimmy Dickens. Der hochbetagte Veteran zementierte damit seinen Status als einer der beliebtesten Countrysänger der späten 1940er und 1950er Jahre. Dickens, Jahrgang 1920, tritt auch Anno 2008 noch immer in der Grand Ole Opry auf. Mit Novelty-Songs wie diesem, feierte er die meisten seiner Erfolge. Im Jahr 1950 schob er sich damit bis auf Platz 6 in den Billboard Charts.

Das Lied erzählt eine Geschichte aus dem wirklichen Leben in den mageren Jahren der Regierungszeit von Präsident Hoover. In den späten 1920er und auch in den 1930er Jahren fristeten viele Menschen nicht nur in den USA ein Dasein am Existenzminimum. Wer sich nicht an die Situation anpassen konnte und mit Wenig sich und die Familie über die Runden brachte, der war verloren. Als “Symbol” für den Alltag einer Landarbeiterfamilie beschreiben die Autoren wie es ist, wenn man am Fußende des Bettes schlafen muss, während draußen der Wind ums Haus pfeift. Ist dann die liebe Verwandtschaft zu Besuch, muss auch noch die Bettdecke geteilt werden. So schön auch die regelmäßig stattfindenden Familientreffen waren, so gern man mit den anderen Kindern tagsüber spielte, Neues lernte, gemeinsam Leckereien aß, wenn es dunkel wurde und die Kinder ins Bett geschickt wurden, blieb für unseren braven Knaben stets nur das Fußende des Bettes übrig. Das hat schließlich Auswirkungen für das Leben, denn auch als Erwachsener hat er immer das Gefühl, sich dagegen wehren zu müssen, zurück zu stehen.

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[23. Dezember. 2008 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Wir haben es mit einem wahrhaft kolossalen Song zu tun, einem Lied, das Zeichen gesetzt und Türen geöffnet hat. Der Titelsong zum vielleicht legendärsten Westernfilm überhaupt ist ebenso unsterblich geworden wie der Film und seine Hauptdarsteller. Als der Film 1952 Premiere feierte hatte es nicht viele Spielfilme mit einem Song gegeben, “High Noon” änderte dies grundlegend. Danach gab es vor allem im Westerngenre kaum einen Streifen ohne einen Titelsong und auch die Soundtracks kamen zunehmend in Mode.

Sinn und Zweck eines solchen Titel-Songs war und ist es, Werbung für den Film zu machen. Das ist “High Noon” in idealer Weise gelungen, denn auch thematisch wird der Inhalt des Films behandelt, wenn man so will, liefert er eine kleine Vorschau. Da hat es offenbar nicht geschadet, dass es nicht der Hauptdarsteller Gary Cooper war, der das Lied sang. Der Hörer konnte sich offenbar dennoch und dank der Stimme von Tex Ritter mit der Filmfigur identifizieren. Hinzu kommt die eingängige Melodie. Alles passt einfach zusammen.

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[23. November. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Wir haben es wieder mal mit einem Song zu tun, der nicht viele dafür aber wohl gesetzte Worte benötigt, um die Botschaft rüber zu bringen, mit der der Autor sich auseinander setzt. Throckmorton war zeitweise einer der gefragtesten Autoren in Nashville. Er versteht es, Themen aufzuschnappen und in Lieder umzusetzen, die dem Alltag entnommen sind und die meisten von uns kennen. Die Crux dabei ist, den Augenblick zu erkennen, wenn einem eine Idee frei Haus geliefert wird. Das ist oft bei einem Gespräch, an dem man entweder selbst beteiligt ist oder das man zufällig mitbekommt der Fall.

Sonny Throckmorton liebt Altertümchen. Deshalb lässt er sich einen Antiquitätenladen selten entgehen. Bei einem solchen Besuch kam er mit dem betagten Händler ins Gespräch und erwähnte, dass er sich richtig alte Stücke nicht leisten könne. Irgendwie kam man dabei auf das Lebensalter zu sprechen als der alte Mann plötzlich fragte: “Hast du dir schon mal gewünscht, wieder 18 zu sein?” Throckmorton, damals etwa Mitte 30 und voller Tatendrang, wurde von dieser unvermittelten Frage auf dem falschen Fuß erwischt, denn er hat daran nie einen Gedanken verschwendet. Der Alte aber bekräftigte, er würde sich das von Woche zu Woche mehr wünschen, denn die Lebensuhr laufe immer schneller ab.

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[14. November. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Ein unverwüstlicher Song, dieser von Harlan Howard bereits 1958 veröffentlichte Evergreen. Zugrunde liegt ihm eine Redensart, die es in ähnlichen Varianten in vielen Lebensbereichen gibt. Im Show Business lautet sie etwa so: “Sei auf dem Weg nach oben lieb und nett zu den Leuten, denn sie begegnen dir auf dem Weg nach unten alle wieder!” Eine ähnliche Lebensweisheit lautet: “Man begegnet sich im Leben immer zwei Mal!” Und in die gleiche Richtung zielt auch “Hochmut kommt vor dem Fall!”

Harlan Howard siedelte diese Situation dort an, worüber es so viele Lieder gibt: in der zwischenmenschlichen Beziehung. Es geht darum, dass sie ihn verlassen hat, ohne auch nur einen Blick zurück zu werfen, um sich zu einem vermeintlich Besseren zu orientieren. Sie ist Mittelpunkt des Tratsches, es stört sie nicht. Doch wenn der Andere sie in den Dreck geworfen hat, wird er wieder für sie da sein. Das neue trügerische Umfeld hat ihren Charakter total verändert, die raue Schale täuscht, denn darunter ist sie die Gleiche geblieben. Und so hofft er, dass sie die Wahrheit erkennen wird, ehe sie am Boden zerschellt – dann soll sie ihn wieder aufgreifen. Wenn sie ihrer überdrüssig geworden und sie wie ein überflüssiges Spielzeug wegwerfen- dann soll sie ihn wie einen Rettungsanker aufgreifen. Dies sinngemäß der zeitlose Inhalt dieses Klassikers.

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[13. Oktober. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Wir haben es hier unzweifelhaft mit dem erfolgreichsten Song zu tun, den der legendäre Johnny Cash geschrieben und gesungen hat. Er stammt aus der ganz frühen Zeit seiner Karriere und verschaffte ihm den Durchbruch zum absoluten Countrystar.

Ich hatte das Glück, häufig mit Johnny Cash und seiner Familie sprechen zu können. Daher weiß ich, dass der “Man in Black” Journalisten und Discjockeys gegenüber auch schon mal flunkerte, wenn es z.B. darum ging, wie ein bestimmter Song zustande gekommen ist. Oder wer ihn geschrieben hat. Gerade in der Country Music der 1950er und 1960er Jahre war es durchaus üblich, dass die Rechte an einem Song für einige wenige Dollar verkauft wurden, weil der Autor dringend Geld benötigte. Auch Johnny Cash hat das Urheberrecht des einen oder anderen Liedes aus ganz unterschiedlichen Gründen jemand Anderem übertragen.

Bei “I Walk The Line” freilich ist die Situation eindeutig. Er hat es ziemlich spontan geschrieben und drückt darin auf poetische Weise aus, dass er seiner Liebsten immer treu sein wird und nicht vom Pfad der Tugend abkommen wird, egal, welche Versuchungen sich ihm auch in den Weg stellen. Eine überzeugend Liebeserklärung, die ihm 1956 seine erste No. 1 einbrachte und ihn zeitlebens begleitete.

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[29. September. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Dies ist nicht nur ein erfolgreiches Lied sondern eines der besonderen Art. Von jener Sorte, die Tom T. Hall trefflich beherrscht. Man kann seine Art des Liederschreibens als in Songs verpackten Journalismus beschreiben. In diesem Fall hat das Lied, wie so oft bei Hall, einen sehr realistischen Hintergrund, denn es beschreibt einen Mann und sein Tun, der maßgeblich dafür verantwortlich zeichnet, dass es den Songschreiber und Sänger Tom T. Hall gibt.

Als Kind lernte er ihn kennen. Delany spielte Lieder und sang mit Vorliebe aktuelle Hits. Aber er brachte sie auf seine ganz eigene Art. Mit anderen Arrangements, verändertem Tempo, er machte sie einfach zu seinen eigenen Titeln. Daran mußte sich der junge Hall erst gewöhnen, fand das aber ungemein interessant. So interessant, dass er sich sagte, wenn jemand wie Delany solche Musik machen kann, dann sollte ich es auch können. Und auch selbst neue Lieder schreiben. Das, so betonte Hall stets, sei der eigentlich Anlass für ihn gewesen, Musiker zu werden.

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[29. September. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Das Lied mit dem eigenartigen Titel wurde von Billy Joe Shaver geschrieben. Wie so oft bei ihm liegt auch hier Selbsterlebtes zugrunde. Dorothy Horstman zitiert ihn in ihrem Buch “Sing Your Heart Out Country Boy” (Country Music Foundation Press) so: “Ich war schon eine ganze Weile allein in Nashville gewesen als ich zu meiner Frau und unserem Sohn zurückkehrte. Einige Male waren wir schon geschieden. Sie betrieb einen Schönheits-Salon und ich ging zu ihr dort hin und sagte, sie solle in den Truck steigen und mitkommen. Sie las mir kräftig die Leviten aber schließlich brachte ich sie so weit, nach Nashville zu kommen. Wir mieteten ein altes Haus draußen auf dem Land. Es war ziemlich heruntergekommen, kostete aber nur 50,- Dollar im Monat. Als wir gerade dabei waren, das Haus anzustreichen, bekamen wir Hunger und fuhren zu einem Imbiß. Als wir zurück kamen hatte jemand alles geklaut außer meinen Klamotten. Die waren so schäbig, dass niemand sie haben wollte. Meine Frau setzte sich auf den Boden und heulte, ich ging raus und schrieb “Old Five And Dimers Like Me” (was in etwa bedeutet: Arme Schlucker und Strolche wie ich). Wir waren so weit unten, tiefer ging es nicht. Wenn es deinen Lieben dreckig geht, dann bist du wirklich unten und in meinen eigenen Worten sagte ich; zuviel ist nicht genug für mich! Denn ich mache einfach weiter, es muss weiter gehen. Die Rechnung ging für mich auf. Am nächsten Tag habe ich den Song aufgenommen.”

Andere taten es danach ebenfalls. Interessante Versionen des Liedes von:

Tom T. Hall: The Rhymer & Other Five Dimers (Mercury)
Waylon Jennings: “Honky Tonk Heroes” und “Most Wanted Rebel” (RCA)

[14. September. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Am Beispiel dieses in den frühen 1960er Jahren entstandene Liedes lässt sich schön verdeutlichen, mit welchen profanen Problemen man sich als Songschreiber auseinander setzen musste. In jenen Jahren standen die beiden Autoren ganz am Anfang ihrer glanzvollen, langen Karriere. Allgemein ist festzuhalten, dass insbesondere in der Country Music kaum ein Künstler Noten lesen oder gar schreiben konnte. Das war auch nicht nötig.

Grundlage für einen Song ist in der Regel erst einmal eine Idee. Mitunter dauert es Jahre, ehe aus einer solchen Idee ein Lied wird. In diesem Fall war es ähnlich. Bill Anderson erinnert sich, dass Roger Miller sich mit dem Gedanken herumschlug, ein Lied darüber zu schreiben wie zwei Gegensätze aufeinander prallen, seit er den Film “When Worlds Collide” gesehen hatte. Auf der langen Fahrt von Nashville zu einem Auftritt ins texanische San Antonio haben sie sich die Zeit damit vertrieben, aus Miller’s Idee irgendwie ein Lied zu basteln. Und das gelang tatsächlich. Sie erzählen die Geschichte zweier Menschen, die versuchen, ihre Gefühle miteinander zu verbinden und ein gemeinsames Leben zu führen. Doch müssen sie erkennen, dass sie in ganz verschiedenen Welten leben, die einfach nicht zueinander passen. Im Gegenteil, sie prallen aufeinander und verhindern so, dass die Beiden zueinander finden. Leider kommen die Menschen oft zu spät zu dieser Erkenntnis wie die hohe Anzahl gescheiterter Ehen beweist.

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[20. Juli. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Nicht immer tritt das wahre Potenzial eines Songs sofort zutage. Mitunter dauert es Jahre oder Jahrzehnte, ehe ein Lied zum Hit oder Evergreen wird. Manchmal muss nur der richtige Interpret daherkommen. Das Schöne am Songschreiben ist die Ungewissheit, was daraus wird. “Before The Next Teardrop Falls” wäre beinahe in der Grauzone der Mittelmäßigkeit untergegangen. Denn immer wieder hatte es Jemand versucht, aus dem Song einen Hit zu machen – vergeblich bis 1975. Zwar tauchte der Song schon 1968 in den Charts auf. In der Version eines gewissen Duane Dee strandete er auf Platz 44. Fast zwei Jahre später brachte Linda Martell das Lied immerhin bis Position 33, doch kann man von einem wirklichen Hit nicht sprechen und auch von Linda Martell war bald nichts mehr zu hören. So blieb es einem Mann vorbehalten, der mit bürgerlichem Namen Baldemar Huerta hieß und als Freddy Fender ein Star wurde, aus “Before The Next Teardrop Falls” einen internationalen Hit zu machen. Und das, obwohl Fender weder Country Music mochte, noch sich für den Song erwärmen konnte.

“Vater” der “Träne” war der 2005 verstorbene, sehr erfolgreiche Songschreiber Ben Peters, der eine Idee der Sekretärin des Musikverlages, Vivian Keith, aufgriff und verfeinerte. Die beiden Autoren waren sich keineswegs sicher, einen Song geschrieben zu haben, der zum Riesenhit werden könnte. Dazu war die Idee zum Song zu simpel und das Schreiben zu einfach gewesen – glaubten sie jedenfalls. Und etliche Jahre wurden sie in diesem Glauben auch bestärkt. Fender’s Produzent und enger Freund Huey Meaux allerdings war fasziniert von diesem Lied. Immer wieder versuchte er, seinen Klienten dazu zu überreden, es aufzunehmen. Bis Fender schließlich einwilligte und es am Ende einer Session für ein R & B Album noch aufnahm.

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[6. Juni. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Songs von Tom T. Hall sind fast immer besonders. Denn wie kaum ein anderer Autor versteht es der Mann aus Kentucky direkt aus dem Leben zu schreiben und dabei oft ganz banale Dinge auf seine humorige bisweilen auch satirische Weise festzuhalten. Dabei hält der der Gesellschaft auch schon mal den Spiegel vor die Nase. Hall geht mit offenen Augen durch’s Leben und findet Ideen für Songs wo immer er auch hinschaut.

Auch dieses Lied trägt deutliche biographische Züge, denn es geht auf eine Begebenheit zurück, die seinerzeit nicht gerade amüsant war. Entstanden ist es aber aufgrund eines Auftrages. Denn Kollege Stonewall Jackson arbeitete an einem Album, dass das Thema “Prison” (Gefängnis) verarbeitete. Da er noch Songs suchte, fragte er bei Tom T. Hall an, ob der etwas Passendes habe oder noch schreiben könne. Für Hall eine Herausforderung. Daheim sprach er Ehefrau Dixie darauf an. Man muss wissen, dass Dixie und Tom T. Hall seit vielen Jahren ein perfekt eingespieltes Autorenteam sind. Was unlängst dadurch noch einmal deutlich gemacht wurde, dass Mr. Hall das grandiose Album “Tom T. Sings Miss Dixie & Tom T. Hall” auf seinem eigenen Label veröffentlichte.

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[29. März. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Zwei der erfolgreichsten Autoren der Country Music zeichnen für diesen Song verantwortlich, der es über Umwege zur No. 1 in den Country Charts brachte. Anfang 1976 bedeutete er für Dave & Sugar den Durchbruch. Dave Rowland holte sich mit Vicki Hackman und Jackie Frantz zwei attraktive Sängerinnen, gemeinsam arbeiteten sie als Background-Chor. Nachdem sie bei RCA einen eigenen Plattenvertrag erhielten, schnupperte das Trio mit “Queen Of The Silver Dollar” am Erfolg, ehe “The Door Is Always Open” ihren neuen Sound zum Erfolg führte.

Gute 5 Jahre blieben sie in der Erfolgsspur. Rowland versuchte vergeblich, mit anderen Sängerinnen das Trio im Geschäft zu halten. “The Door Is Always Open” hatte zuvor schon angedeutet, dass es ein Song mit Hit-Potenzial war, denn u.a. “Tennessee Pulleybone” (später Band von Bobby Bare) und Lois Johnson waren damit in den hinteren Bereichen der Charts aufgetaucht. Auch Waylon Jennings hatte den Song für ein Album aufgenommen.

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[11. Februar. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Der Song basiert auf einer wahren Geschichte, die in ihren wesentlichen Teilen von Pete LaFarge festgehalten wurde. Berühmt gemacht wurde der Song von Johnny Cash, der damit 1964 immerhin Platz 3 der Country Charts erreichte. Cash hatte bekanntermaßen eine besondere Affinität zu den Indianern, ihrer Geschichte und ihrem Schicksal. Von diesem Song war er ebenso begeistert wie angetan, denn nach Cash’s Verständnis erzählte er fast schmerzhaft realistisch das, was vielen Indianern widerfahren ist. LaFarge griff in seinen Liedern diese Thematik immer wieder ungeschminkt und mit beißender Ironie auf. Cash war von der “Ballad of Ira Hayes” so überzeugt, dass er mit “Bitter Tears” ein ganzes Album zu dieser Thematik aufnahm.

Nicht nur diese Ballade wurde immer wieder von Cash auch live gesungen und auf seinen Alben platziert, er machte in seinen Songs und durch sein Engagement immer wieder auf die unhaltbare soziale Situation vieler Indianer aufmerksam. Ira Hamilton Hayes war ein Pima Indianer, der im Reservat von Sacaton, Arizona am 12. Januar 1923 geboren wurde. Im Reservat fristete man ein vom Weißen Mann aufgezwungenes karges Dasein am Existenzminimum, vor allem, nachdem die Regierung die Wasserversorgung versagte. Dennoch meldete sich Ira Hayes im 2. Weltkrieg zur Marine, um dem Reservat entfliehen zu können und beim Dienst am, Vaterland seinem Stamm Ehre zu machen. Er wurde im Pazifik eingesetzt und kämpfte tapfer für sein Land und seine Kameraden. Der Zufall ließ ihn zu einer Legende werden. Am 23. Februar 1943 gehörte er zu den 250 Marines, die unter schweren Verlusten die Insel Iwo Jima von den Japanern eroberten. Als die US Flagge auf dem Hügel gehisst wurde, war Ira Hayes mit seinen ausgestreckten Händen auf dem Foto davon zu sehen. Einer von 6 Marines … nur 27 überlebten den Einsatz.

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[3. Februar. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Er hat einmal gesagt, einen Song kann man über nahezu alles schreiben, man muss nur die Idee dazu haben, diese in die richtigen Worte kleiden und eine passende Melodie dazu finden. Tom T. Hall setzte dies in die Tat um. Jahrelang war er einer der erfolgreichsten Songschreiber und Sänger. Man nannte ihn auch den “singenden Reporter”, weil er sein Umfeld genau beobachtete, den Leuten aufs Maul schaute und darüber Lieder schrieb.

Mir erzählte Hall einmal, dass er sich einfach in einen Bus setzt und durch die Gegend fährt, um die Menschen dabei zu beobachten. Keiner schrieb authentischere Songs wie Hall, keiner war näher am geschehen. Hier hat er sich hingesetzt und ganz einfach und scheinbar wahllos Dinge aufgeschrieben, die er mag. Eine spezielle Art, seiner Lebensgefährtin zu sagen, dass er sie liebt, denn sie ist das Einzige, was sich im Lied wiederholt. Ein Psychologe habe ihm gesagt, man könne das Gefühl, unglücklich zu sein, dadurch überwinden, dass man alle Dinge aufschreibt, die einen stören. Er habe den Gedanken aufgegriffen und das festgehalten, was ihm wichtig ist.

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[25. August. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Das Show-Business steckt voller Geschichten und Anekdoten über den Erfindungsreichtum, mit dem man versuchte, irgendwie auf sich aufmerksam zu machen und so in die Erfolgsspur zu gelangen. Man muss clever genug sein, die dazu geeigneten Möglichkeiten zu erkennen und dann auch zu nutzen. Wozu das führen kann, wenn man diese Fähigkeit zur Perfektion entwickelt, zeigt seit Jahren ein Stefan Raab.

Auch dieser Song diente als Vehikel, um einen talentierten, jungen Sänger namens Ricky Nelson aus den Startlöchern zu katapultieren. Dem Vernehmen nach hatte der gut aussehende junge Mann seinen Vater gebeten, ihm dabei zu helfen, Plattensänger zu werden, weil er seine Freundin damit beeindrucken wollte. Daddy Ozzie Nelson hatte die Möglichkeiten dazu, denn er war im Show-Business keine unbekannte Größe. Daddy war angetan vom Vorhaben seines Sprösslings und nahm deshalb ein Filmchen auf, das die Sangeskünste von Ricky festhielt. Bei den Plattenfirmen allerdings konnte er damit kein Interesse wecken. So war er schließlich froh, dass Verve Records sich auf einen Deal einließ, genau eine Single zu veröffentlichen. Daraufhin trommelte Ozzie Nelson einige Musiker zusammen – unter ihnen auch Merle Travis – und produzierte den Song “I’m Walkin’”. Damit die Single dann auch auf Interesse stieß, ließ sich Daddy Nelson eine höchst wirkungsvolle “flankierende Maßnahme” einfallen. Er nutzte seine populäre TV-Serie “The Adventures Of Ozzie And Harriet” als ideale Promotion-Plattform. Denn er bastelte eine komplette Episode der Serie um das Gesangstalent seines Sohnes Ricky. Im April 1957 lief die Folge “Ricky The Drummer” über die US Bildschirme. Auch wenn das Fernsehen noch in den Kinderschuhen steckte, ging die Rechnung auf. Von der Single “I’m Walkin’” wurden innerhalb weniger Wochen über als 500.000 verkauft.

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[16. August. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Wir haben es mit einem Evergreen der Country Music zu tun. Einem Lied aus der Kategorie des Sprechgesangs, wie es sie in diesem Genre immer wieder und auch erfolgreich gegeben hat. Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Story, nicht die Musik. Um damit einem Hit zu landen, braucht man also eine gute Geschichte und eine markante Stimme. Beides traf bei Jimmy Dean zusammen, der das Lied geschrieben und gesungen hat.

Es geht um einen sonderbaren Zeitgenossen, der zum tragischen Helden wird. Niemand weiß, wo der grobschlächtige, wortkarge aber gutmütige Hüne eigentlich her kam. Man munkelt, er habe in Louisiana im Streit um eine Frau einen Widersacher erschlagen. Nun arbeitet er im Bergwerk tief unter Tage. Eines Tages ereignet sich ein Grubenunglück, bei dem alle Kumpel gerettet werden, dank des selbstlosen Einsatzes des Mannes mit den Riesenkräften. “Big Bad John” wird als Einziger nicht gerettet und wird so zum Helden, an den nur noch ein Gedenkstein erinnert.

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[9. Juli. 2007 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Es gibt ganz einfach Lieder, die zwar nie ein großer Hit wurden, die aber immer wieder aufgenommen wurden, weil sie etwas Besonderes haben. Der große Songschreiber Hank Cochran hat Beides aufzuweisen. Eine Reihe seiner Songs wurden nicht nur echte Hits sondern sogar Klassiker. Andere seiner Werke sind weniger bekannt aber immer mal wieder auf einem Album zu finden. Cochran ist zudem in der Lage, Lieder aufgrund eigener Erlebnisse zu schreiben aber auch ohne bestimmten Anlass.

Dieser Song war nicht nur eine No.1 sondern er taucht auch Jahrzehnte nach seiner Entsehung noch auf neuen Produktionen auf. Hintergrund ist in diesem Fall ein ebenso einschneidender wie schmerzliches Erleben des Autoren. Dennoch nennt er es als eines jener Lieder, das ihm besonders ans Herz gewachsen ist. Und er ist froh, dass die Zeit die Wunden einigermaßen geheilt hat und dieses Lied sie nicht stets wieder neu aufreißt. Frei übersetzt heißt der Titel soviel wie “Kannst Du nicht aufhören, mir Schmerz zuzufügen?”.

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[10. Juni. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Die Eisenbahn, insbesondere in ihren Anfängen, hat Autoren immer wieder zu Songs animiert. Keiner dieser Songs mit Ausnahme des “Orange Blossom Special” hat jedoch eine solche Beliebtheit erreicht wie der “Wabash Cannon Ball”. Populär gemacht hat ihn Roy Acuff bereits Mitte der 1930er Jahre, oft wird er deshalb auch als Autor des Liedes vermutet. Diese Ehre jedoch wird allgemein einer anderen Country Music Ikone zuteil, A.P. Carter nämlich.

Doch dürfte auch er dieses Lied nicht erfunden haben, denn die Ursprünge des Liedes dürften im vorigen Jahrhundert zu suchen sein. Tatsache ist, dass es die Wabash Railroad nicht nur gegeben hat, sondern es auch eine bekannte Gesellschaft war. Tatsache ist auch, dass das Copyright A.P. Carter als Autoren des Songs ausweist. Bis in die Gegenwart hinein wird der “Wabash Cannon Ball” nicht nur in aller Welt live besungen sondern auch auf neuen Alben veröffentlicht. Diverse Male tauchte eine Version des Songs in den Charts von Billboard auf.

Der Erfolg des Liedes liegt vermutlich in der Faszination der Eisenbahn, die diese auf die Menschen ausübte sowie in einer einfachen, eingängigen Melodie. Der Name Wabash taucht in den USA übrigens durchaus öfter auf, Städte tragen ebenso diesen Namen wie ein Fluss, ein Gebirge und ein County.