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Beiträge der Kategorie: Storys zum Song
[16. August. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Wir haben es mit einem Evergreen der Country Music zu tun. Einem Lied aus der Kategorie des Sprechgesangs, wie es sie in diesem Genre immer wieder und auch erfolgreich gegeben hat. Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Story, nicht die Musik. Um damit einem Hit zu landen, braucht man also eine gute Geschichte und eine markante Stimme. Beides traf bei Jimmy Dean zusammen, der das Lied geschrieben und gesungen hat.

Es geht um einen sonderbaren Zeitgenossen, der zum tragischen Helden wird. Niemand weiß, wo der grobschlächtige, wortkarge aber gutmütige Hüne eigentlich her kam. Man munkelt, er habe in Louisiana im Streit um eine Frau einen Widersacher erschlagen. Nun arbeitet er im Bergwerk tief unter Tage. Eines Tages ereignet sich ein Grubenunglück, bei dem alle Kumpel gerettet werden, dank des selbstlosen Einsatzes des Mannes mit den Riesenkräften. “Big Bad John” wird als Einziger nicht gerettet und wird so zum Helden, an den nur noch ein Gedenkstein erinnert.

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[9. Juli. 2007 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Es gibt ganz einfach Lieder, die zwar nie ein großer Hit wurden, die aber immer wieder aufgenommen wurden, weil sie etwas Besonderes haben. Der große Songschreiber Hank Cochran hat Beides aufzuweisen. Eine Reihe seiner Songs wurden nicht nur echte Hits sondern sogar Klassiker. Andere seiner Werke sind weniger bekannt aber immer mal wieder auf einem Album zu finden. Cochran ist zudem in der Lage, Lieder aufgrund eigener Erlebnisse zu schreiben aber auch ohne bestimmten Anlass.

Dieser Song war nicht nur eine No.1 sondern er taucht auch Jahrzehnte nach seiner Entsehung noch auf neuen Produktionen auf. Hintergrund ist in diesem Fall ein ebenso einschneidender wie schmerzliches Erleben des Autoren. Dennoch nennt er es als eines jener Lieder, das ihm besonders ans Herz gewachsen ist. Und er ist froh, dass die Zeit die Wunden einigermaßen geheilt hat und dieses Lied sie nicht stets wieder neu aufreißt. Frei übersetzt heißt der Titel soviel wie “Kannst Du nicht aufhören, mir Schmerz zuzufügen?”.

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[10. Juni. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Die Eisenbahn, insbesondere in ihren Anfängen, hat Autoren immer wieder zu Songs animiert. Keiner dieser Songs mit Ausnahme des “Orange Blossom Special” hat jedoch eine solche Beliebtheit erreicht wie der “Wabash Cannon Ball”. Populär gemacht hat ihn Roy Acuff bereits Mitte der 1930er Jahre, oft wird er deshalb auch als Autor des Liedes vermutet. Diese Ehre jedoch wird allgemein einer anderen Country Music Ikone zuteil, A.P. Carter nämlich.

Doch dürfte auch er dieses Lied nicht erfunden haben, denn die Ursprünge des Liedes dürften im vorigen Jahrhundert zu suchen sein. Tatsache ist, dass es die Wabash Railroad nicht nur gegeben hat, sondern es auch eine bekannte Gesellschaft war. Tatsache ist auch, dass das Copyright A.P. Carter als Autoren des Songs ausweist. Bis in die Gegenwart hinein wird der “Wabash Cannon Ball” nicht nur in aller Welt live besungen sondern auch auf neuen Alben veröffentlicht. Diverse Male tauchte eine Version des Songs in den Charts von Billboard auf.

Der Erfolg des Liedes liegt vermutlich in der Faszination der Eisenbahn, die diese auf die Menschen ausübte sowie in einer einfachen, eingängigen Melodie. Der Name Wabash taucht in den USA übrigens durchaus öfter auf, Städte tragen ebenso diesen Namen wie ein Fluss, ein Gebirge und ein County.

[11. Mai. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Es ist schon seltsam, welche Wege manche Hits gehen, vielleicht sogar gehen müssen, ehe sie dort landen, wohin sie gehören. Hätte George Jones detailliertere Kenntnisse über die Herkunft von “I Always Get Lucky With You” gehabt, mit einiger Sicherheit wäre ihm dann ein No. 1-Hit durch die Lappen gegangen. Denn dieses unscheinbare Liebeslied bescherte ihm 1983 – allerdings auch dank seiner unnachahmlichen Interpretation – einen Spitzenplatz.

Ausgangspunkt für den Song ist Freddy Powers. Der Autor, Gitarrist und Sänger gehört zum direkten Umfeld des Merle Haggard. Powers hat den einen oder anderen guten Song geschrieben und selbst auch einige Alben veröffentlicht. Er hat diesen Song geschrieben und natürlich zunächst Merle Haggard damit konfrontiert. Dem gefiel der Song grundsätzlich, veränderte ihn aber an einigen Stellen. Dann nahm er das Lied für sein Album “A Friend in California” auf. Ausgerechnet Haggard’s Manager gab dem Erfolgs-Produzenten Billy Sherrill dann “I Always Get Lucky With You”. Sherrill arbeitete u.a. mit George Jones. Als er dem den Song vorspielte und erkannte, dass Jones Gefallen daran fand, verschwieg er ihm die Herkunft. Denn damals waren Jones und Haggrad sich nicht gerade “grün”, was sich allerdings längst gegeben hat. Damit war der Weg frei für einen weiteren Hit in der so langen und erfolgreichen Karriere des George Jones.

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[13. April. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Der Song ist einer der vielen Hits, die Waylon Jennings sich selbst geschrieben hat. Der Titel ist Umgangssprache und jedem Englisch-Lehrer ein Dorn im Auge, denn richtig müsste es heißen: “Are You Sure Hank Would Have Done It That Way?” Was sich aber nicht gut singen lässt. Frei übersetzt bedeutet es: “Bist du sicher, Hank würde das auch so gemacht haben?”

Jennings greift hier die Situation auf, die er vorfand als er nach Nashville kam. Hank Williams war (und ist es immer noch) der große Übervater der Countrynation. Er, der so voller Gegensätze und menschlicher Schwächen war, wurde so glorifiziert, dass immer dann, wenn Jemand etwas anders machte als alle Anderen oder auch etwas falsch machte, gefragt wurde, ob den Hank es auch so gemacht hätte. Womit man suggerierte, dass Hank Williams beinahe unfehlbar war und immer das Richtige getan hat. Wer sich mit der kurzen Lebensgeschichte der Legende auskennt, der weiß, dass er alles andere als unfehlbar war, Vieles richtig aber noch mehr falsch gemacht hat.

Diese eigentlich widersinnige Situation griff Waylon Jennings auf seine unnachahmlich durchaus auch satirische Art auf und schrieb innerhalb weniger Stunden diesen Song. Ausgestattet mit einem stampfenden, treibenden Beat wurde es 1975 ein Top Hit für den Texaner, mit dem er selbst in dieser Form nicht gerechnet hatte.

[15. März. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

“Act Naturally” ist ein Song, den man auch außerhalb der Country Music bestens kennt, denn immerhin war das ein Hit mit den Beatles. Gleichwohl kommt das Lied aus der Country Music und wurde zuerst von seinem Autoren Johnny Russell veröffentlicht. Der schwergewichtige und mit großartigem Humor ausgestattete Russell war von seinem Liedchen überzeugt, sein Problem lag darin, dass er lange Zeit der Einzige war. Denn er bot “Act Naturally” an wie saueres Bier und erst der Zufall führte ans Ziel.

Gern erzählte Johnny Russell, die Idee sei aus einer Verlegenheit entstanden. Eigentlich habe er sich mit einer Freundin verabredet, diese Verabredung aber absagen müssen, weil man ihn für eine Studio-Session gebucht hatte. Scherzhaft aber er das Date mit der Begründung abgesagt, man wolle ihn zum Film holen und einen großen Star aus ihm machen. Darüber hätten sie beide sehr gelacht. Später dachte er, man könne ein Lied aus der Idee machen. Gedacht, getan und überall angeboten. Niemand biss an, das Lied passe nicht in den Trend. Seine mit ihm befreundete Kollegin Voeni Morrison allerdings fand das Ding gut und sorgte dafür, dass “Act Naturally” bei Buck Owens landete (wofür sie auch als Co-Autorin eingesetzt wurde). Auch Owens mochte das Lied gar nicht – wohl aber seine “rechte Hand” Don Rich. Der ließ nicht locker, summte die Melodie immer wieder bis auch Buck Owens einstimmte. Und “Act Naturally” aufnahm. Vier Wochen stand der dann auf Platz 1, insgesamt hielt sich “Act Naturally” 1963 mehr als ein halbes Jahr in den Charts. Zwei Jahre später nahmen dann die Beatles den Song auf, Ringo Starr trat dabei als Sänger in Erscheinung. Für Johnny Russell bedeutete das einen “warmen Regen” an Tantiemen. 1989 erschien schließlich noch eine Duett-Version von “Act Naturally” als sich Ringo Starr und Buck Owens zusammen taten. Ein richtiger Hit allerdings wurde das nicht mehr.

[24. Februar. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Ein schönes Beispiel dafür, dass ein Lied bekannter geblieben ist als sein Autor und Interpret. “Gonna Find Me A Bluebird” ist seit der Erstveröffentlichung im Jahr 1957 immer wieder mal aufgenommen worden, er gilt als ein Evergreen – wer aber kennt noch Marvin Rainwater? Der Künstler indianischer Abstammung, wurde 1925 in Wichita, Kansas geboren und hat im Laufe seiner Karriere einige durchaus bemerkenswerte Aufnahmen gemacht. So war er es, an dessen Seite eine noch unbekannte, blutjunge Connie Francis ihre ersten Platten veröffentlichte. Rainwater’s erfolgreichste Zeit lag in den 1950er Jahren. In den späten 1960er Jahren lernte ich ihn bei einer seiner Tourneen durch US Militär-Clubs in Deutschland kennen. Es war ein durchaus hartes Brot, das ein einstmals erfolgreicher Sänger sich da verdienen mußte – mit bis zu 4 Auftritten am Tag an 4 verschiedenen Orten!

Noch härter müssen die Jahre gewesen sein, bevor ihm “Gonna Find Me A Bluebird” einfiel. Denn schon in den 1940er Jahren begann er damit, seinen Unterhalt mit Musik zu verdienen. “Es waren Jahre voller Frust. Okay, ich hatte Auftritte und durchaus auch kleinere Erfolge -aber ich verdiente nicht genug, um davon leben zu können. Wenn man ständig arbeitet aber nichts vom Verdienst übrig bleibt, dann kommen die Zweifel und es endet in Verzweiflung. Ich gehörte damals zur Show von Red Foley und hatte schon beschlossen, nach Oregon zu gehen und als Holzarbeiter mein Glück zu versuchen.

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[17. Februar. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Große Songs sind oft aus banalen Dingen entstanden – wir hören es immer wieder von den erfolgreichen Autoren. Auch der geniale Hank Williams stellt keine Ausnahme dar. Seine Genialität lag u.a. darin, mit ganz einfachen, wenigen Worten die Dinge auf den Punkt zu bringen. Und eine Melodie dazu zu komponieren, die im Ohr haften bleibt. Kaum ein anderer Autor hat in so wenigen Jahren so viele zeitlose, große Songs zu schreiben.

“I Saw The Light” gehört zu den meist gesungenen und aufgenommenen Songs mit religiösem Inhalt. Was hat man nicht alles hinein interpretiert – dabei geht die Idee zu diesem Lied auf einen ganz alltäglichen und keineswegs angenehmen Vorgang zurück. Countrykünstler reisten in den Nachkriegsjahren nicht gerade komfortabel – das ließen die Verdienstmöglichkeiten auch nicht zu. Hank Williams, die Lichtgestalt der Country Music, war erst in den letzten Jahren seines so kurzen Lebens ein wenig begütert. Doch auch er musste in die Tretmühle des Tourens. Man war wieder einmal mit der kompletten Band in einem klapprigen Vehikel auf dem Heimweg von einem Gig. Etliche Male hat das Auto auf der Tour schon gestreikt. So begleitete die Musiker ständig die Furcht, es könne den Geist ganz aufgeben. Immerhin hielt diese Spannung die Burschen im Auto, vor allem dem am Steuer, wach. Dann sah Hank Williams die Scheinwerfer des Flugplatzes von Montgomery und rief total erleichtert: “Jungs, wir haben es geschafft – ich habe die Lichter (des Flugplatzes) gesehen!”

Diese Worte blieben ihm selbst so im Kopf, dass er sie nur loswerden konnte, indem er daraus einen Song machte. Mit einem gänzlich anderen Inhalt freilich, denn übrig blieben nur die prägnanten Worte “I Saw The Light”. Die aber wurden zu einem Evergreen der Unterhaltungsmusik, den man allerdings in den Billboard Charts vergeblich sucht.

[5. Januar. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Es ist ganz sicher eines der bekanntesten und beliebtesten Lieder der Country Music. Seine Herkunft wirft allerdings einige Fragen auf, auf die es offenbar keine eindeutige Antwort gibt. Als Autor gilt allgemein A.P.Carter, Mitglied der legendären original Carter Family, zu der noch seine Frau Sara Carter sowie Schwägerin Maybelle Carter, geborene Addington gehörten. Die historische Aufnahme der Carter Family entstand im Mai 1928 bei den legendären frühen Plattenaufnahmen in Camden, New Jersey.

Das Lied, darüber gibt es keinen Zweifel, gab es aber schon früher. Maybelle Carter erzählte mir dazu, dies sei eine Volksweise gewesen, die man insbesondere in ihrer Heimat Virginia in ganz unterschiedlichen Versionen spielte und sang. Sie kannte es jedenfalls schon als Kind, denn ihr Eltern und Großeltern hatten es oft genug gesungen. Vermutlich stamme das erste festgehaltene Original von den beiden Autoren Maud Irving und J.P.Webster. Ihr Schwager A.P. habe diese Melodie irgendwann aufgegriffen und völlig umgearbeitet. Daraus ist schließlich die Version der Carter Family geworden, die so bekannt und mit dem Trio assoziiert wurde, dass kurzerhand A.P.Carter als Autor festgeschrieben worden ist.

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[16. Dezember. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Die Thematik dieses Klassikers ist in diesen Tagen wieder aktueller denn je. Bereits 1947 geschrieben verdeutlicht das Lied, dass das so genannte “Raucher-Problem” seit Generationen in der Diskussion steht. Aus diesem Grunde aber auch, weil es einfach ein richtig guter Song ist, wird “Smoke Smoke Smoke” immer wieder aufgenommen. So auch von Texas Lightning. Ich hatte das Glück, beide Autoren noch kennen zu lernen, ehe sie starben (beide übrigens nicht aufgrund von Nikotinkonsum). Tex Williams war der ideale Interpret für diesen Song. Mit seiner dunklen, tiefen Stimme verlieh er ihm genau die richtige Würze. 1947 stand er damit sowohl im Country- wie im Pop-Bereich auf Platz 1 in USA, es war gleichzeitig Capitol Records erster Millionseller überhaupt. Bei jedem Auftritt des in Illinois geborenen und besonders im Western Swing erfolgreichen Künstlers gehörte dieser Song zu den Höhepunkten. Tex Williams starb am 10. Oktober 1985.

Fast auf den Tag genau zwei Jahre früher (20.10.1983) bereits war Merle Travis gestorben, der die Idee zu dem Song hatte und ihn auch größtenteils schrieb. Travis, aus der Kohleregion von Kentucky stammend, verstand es vorzüglich, sowohl Spott als auch Sozialkritik, Satire und Augenzwinkern in seine Songs zu packen. “Divorce Me C.O.D.” und “Sixteen Tons” seien hier genannt. Aber eben auch “Smoke Smoke Smoke”. Travis nimmt nämlich gegen das Rauchen Stellung nicht etwa aus gesundheitlichen Gründen sondern weil Raucher in jeder noch so unpassenden Situation erst mal eine Zigarette anstecken müssen. So lässt er den Erzähler, der auch kein Nichtraucher ist, dann von den unterschiedlichsten Begebenheiten berichten, in denen er sich darüber maßlos geärgert hat, weil Jemand erst mal Eine anstecken musste, dadurch für Verzögerung und unnötige Spannung sorgte. Das nervt ganz einfach … und so heißt es im Refrain dann folgerichtig:

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[5. November. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Der ohnehin immer populäre Song, der ganz eng mit Johnny Cash verbunden ist, wurde durch den Film “Walk The Line” noch beliebter. Das Lied zieht sich wie ein roter Faden nicht nur durch die Karriere des “Man in Black”, sondern vor allem auch durch seine Beziehung zu June Carter. Um die Entstehung dieses Songs gibt es unterschiedliche Darstellungen. Gesichert scheint, dass June Carter die Idee dazu hatte, nicht eindeutig geklärt ist, ob sie das Lied speziell für Johnny Cash schrieb oder zumindest mit ihm im Hinterkopf. Das spielt letztlich auch keine Rolle, wichtig ist, was Cash daraus gemacht hat.

Johnny Cash war auch nicht der erste, der den Song aufnahm, der ursprünglich “Love’s Burning Ring Of Fire” hieß. Die erste und damit die eigentliche Original-Version nahm June Carter’s Schwester Anita auf. Im November 1962. Diese Aufnahme ist auf dem eindrucksvollen Bear Family Album “Ring Of Fire” von Anita Carter (BCD 15434) von 1989 zu finden. Im Booklet zur CD wird zum Entstehen des Songs einiges berichtet. Danach war June Carter 1962 erstmals mit Cash auf dessen Tour unterwegs. Mit dabei auch Merle Kilgore, der nur einige Häuser entfernt von June Carter wohnte.

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[30. Oktober. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Ein echter “Hammer-Song” und der sicher größte Erfolg für den mit Hits reichlich gesegneten Conway Twitty. 1970 war es, als er mit diesem bittersüßen Love-Song einen Monat lang auf Platz 1 regierte – “Hello Darlin’” ist in den Top-Ten der erfolgreichsten Titel der 1970er Jahre. Relativ nah bei einer Schnulze angesiedelt hält Twitty hier den Augenblick fest, in dem er seine große Liebe wiedertrifft, die sich von ihm getrennt hat, nachdem er ihr ganz offenkundig sehr weh getan hatte. Auch wenn der Verstand etwas anderes suggeriert ist das Kapitel für ihn noch nicht endgültig beendet. Er klammert sich an den Funken Hoffnung, dass sie ihm eines Tages vergeben kann und zu ihm zurückkehren möchte.

Auch Conway Twitty hatte offenbar so seine Bedenken, der Song könnte eventuell doch zu emotionsbeladen sein, denn geschrieben hatte er ihn schon lange vor der Veröffentlichung. Mag sein, dass Twitty damals auch noch zu sehr auf den Rock’n'Roll setzte, mit dem er ja schon richtig gut gefahren war. Nachdem sich Twitty der Country Music zugewandt und mit Owen Bradley einen genialen Produzenten im Rücken hatte, kramte er diesen Titel hervor. Man bearbeitete ihn ein wenig vom Arrangement her und setzte darauf, dass “Hello Darlin’” ganz einfach ungewöhnlich vom Aufbau her ist. Denn es gibt keinen Refrain, der Songtitel taucht nur einmal auf und zwar gleich zu Beginn, wenn Twitty die beiden Worte nicht singt sondern spricht und sich der Song erst danach entwickelt. Die Rechnung von Twitty und Bradley ging voll auf – der Sänger, der eigentlich Harold Jenkins heißt, konnte sich zwar über so manche weitere Nummer 1 noch freuen, nie wieder aber hielt er sich so lange an der Spitze.

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[22. Oktober. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Das Lied kennen vielen Menschen, auch außerhalb der Country Music. Es gibt ihn in ganz unterschiedlichen Versionen und Sprachen. Obwohl es ein moderner Klassiker ist, gibt es ihn schon mehr als 30 Jahre, das Lied ist so etwas wie ein Spätzünder.

Es geht schlicht und einfach darum, dass sich Jemand bei seiner Liebsten dafür entschuldigte, in der Vergangenheit nicht die nötige Aufmerksamkeit habe walten lassen, dass man einfach zu Vieles als selbstverständlich hinnimmt. Ein kleines Wort, ein Lächeln, auch einfach mal nur da zu sein können für den jeweils Anderen soviel bedeuten. Es ist auch eine Bitte um Vergebung und das Versprechen, sich künftig anders zu verhalten. Die Kunst liegt darin, die richtigen Worte zu finden, um diese Gedanken wirkungsvoll mitzuteilen. Die Botschaft ist angekommen, viele, sehr viele Mitmenschen fühlen sich immer noch angesprochen wie die Reaktionen auf den Song immer wieder zeigen.

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[14. Oktober. 2006 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Es gibt keinen besonderen Grund, warum ich dieses Lied ausgewählt habe. Es ist auch kein besonderer Song – oder doch? Roger Bowling schrieb einfach nur ein wunderschönes Liebeslied, ein Loblied auf das, was zwei Menschen verbindet, die sich immer noch so lieben wie am ersten Tag. Und die gern wieder dorthin zurück gehen, wo alles seinen Anfang nahm, um daraus Kraft für weitere Jahre der Zweisamkeit zu schöpfen. Offenbar war der Song auch für die Künstler und Produzenten unscheinbar, denn mehrere Jahre existierte er in Nashville, doch Niemand konnte sich dafür erwärmen.

Auch Billie Jo Spears hatte so ihre Zweifel und traute sich nur zögerlich daran. Erst als sie begriff, dass der Song inhaltlich nicht provozierend war (wie man auf den ersten Blick glauben könnte). War sie überzeugt. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme verlieh sie dem Song genau das Timbre und Feeling, das ihn so unwiderstehlich machte. Obwohl Billie Jo Spears noch einige passable Hits mit eingängigen Melodien hatte (manche davon auch in deutsch mit Daliah Lavi), blieb die musikalische Decke ihr einziger Nummer 1-Hit in ihrer Karriere.

[4. Oktober. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Merle Haggard hat bekanntlich eine ganze Menge von guten Songs geschrieben. Oft konnte er dabei auf seine eigene, bewegte Vergangenheit zurückgreifen. Ein Song sticht dabei besonders heraus: “Mama Tried”. Inhaltlich geht es darum, wie eine alleinerziehende Mutter einen nicht leicht erziehbaren Sohn auf das Leben vorbereitet. Wenn es dabei Rückschläge gegeben hat, dann lag das nicht am Unvermögen oder an Versäumnissen der Mutter sondern am Sohn selbst und an dem schwierigen Umfeld. Das Lied hebt immer wieder hervor, dass Mama ihr Bestes gegeben hat. Merle Haggard war und ist diese Botschaft besonders wichtig.

Natürlich hat er sich die eine oder andere künstlerische Freiheit genommen, den Song so aufzubereiten, dass es passt. Er hat in seiner Jugend wiederholt Bekanntschaft mit Besserungseinrichtungen und Erziehungsanstalten gemacht. Auch den Knast kennt er von innen. In San Quentin ist er schließlich gelandet. Zu einer Zeit als der aufgrund von Indizien zum Tode verurteilte und nach jahrelangen Verfahren gegen weltweite Proteste hingerichtete Caryl Chesman dort in der Todeszelle saß. Die Zeit gerade in diesem Gefängnis habe ihn zum Umdenken gebracht, was dann dazu führte, dass er sein Leben in den Griff bekam. Man hatte Haggard für eine Zeit von 1 bis 15 Jahre eingebuchtet (nicht lebenslang wie der Song suggeriert) – die tatsächliche Strafdauer richtete sich u.a. nach seinem Verhalten. Der seinerzeit sehr rebellische Haggard verbrachte dann knapp drei Jahre in San Quentin. Später bekannte er, er habe sehr viel nachgedacht in dieser Zeit und vor allem auch viel dabei gelernt. Dinge, die er in Freiheit so nie hätte lernen können. Diesen Lernprozess würde er gegen nichts eintauschen wollen.

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[5. September. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Wir haben es mit einem der größten Hits des großen Marty Robbins zu tun. Einem Künstler, der mit Liedern ganz unterschiedlicher Couleur Erfolge sammelte. Viele davon schrieb der hagere Alleskönner aus Arizona selbst. Dass es sich hier um eine Liebeserklärung der besonderen Art handelt, ist ebenso wenig verwunderlich wie die Tatsache, dass Robbins es aus besonderem Anlass schrieb. Zwar hat er gesagt, das Lied sage einfach das aus, was jeder Mann seiner Frau sagen möchte und was jede Frau von ihrem Mann gern hören würde.

Dies sind fast geflügelte Worte geworden. Aber Robbins erzählte auch, dass er zum Lied animiert wurde, nachdem er kurz zuvor dem Teufel von der Schippe gesprungen war. Er hatte mit einem Herzinfarkt im Krankenhaus gelegen, da seien ihm so manche Gedanken durch den Kopf gegangen. Vor allem solche, die seine Frau Marizona betrafen, der er soviel zu verdanken habe. Ohne sie hätte er, so Robbins, manch kritische Situation nicht überstanden und auch seine Karriere wohl nicht so gestalten können.

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[14. Juli. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Diesmal wurde ein Lied ausgesucht, das kein großer Hit geworden ist. Ein Lied aber mit einer ganz besondere Botschaft, die mir sehr zu Herzen geht. Auch heute noch, jedes Mal, wenn ich es höre und egal in welcher Version. Holly Dunn war die Erste, die die Ballade aufgenommen hat. Später folgten u.a. Roger Whittaker und auch Reba McEntire.

Erzählt wird die Szenerie, die sich tagtäglich in ähnlicher Weise an der langen Grenze zwischen den USA und Mexico wiederholt. Hier prallen zwei Welten aufeinander. Der Rio Grande, einer der längsten Flüsse der amerikanischen Kontinents, wurde oft besungen. Über viele hundert Meilen bildet der Fluss die Grenze zwischen den beiden Staaten. Der legendäre Rio Grande ist dort oft nicht viel mehr als ein schmutziges Rinnsal und kaum ein Hindernis, das ein Mensch nicht auch ohne Hilfsmittel überwinden könnte. Doch auf der einen Seite die Wohlstandsgesellschaft und auf der anderen Armut, Elend, Not. Wer schon einmal auf einer der Brücken zwischen Texas und Mexico gestanden hat und den Weg auf beide Seiten ging, der hat vermutlich nahezu körperlich die Spannung gespürt. Denn der Mexikaner hat so gut wie keine Chance, seine Situation zu verbessern. Das muss der Verstand auch erst einmal verarbeiten, denn es wäre doch nur ein paar Schritte über die Brücke hinein in eine andere Welt und in eine bessere Zukunft.

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[2. Juni. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Das Lied ist Roger Miller’s kommerziell erfolgreichster Song als Autor. Es hat Eingang in völlig unterschiedliche Musikrichtungen gefunden und ist beinahe so etwas wie eine Hymne für alle Menschen geworden, die ihre persönliche Freiheit über alles lieben. In knappen aber ebenso prägnanten wie originellen Worten, teils aus der Umgangssprache und teils auch doppelsinnig, vermittelt Miller das Gefühl des “Was kostet die Welt” Lebens.

Das Lied lässt einen Vagabunden von seinem Leben schwärmen, der überall und nirgends zu Hause ist. Als Hobo mit den Zügen unterwegs, heute hier, morgen da. Zwei Stunden Straße fegen bringen Geld für eine Übernachtung in irgendeinem Heim. In alten Klamotten ist er unterwegs, hat immer eine billige Zigarre und muss nicht hungern. Irdische Reichtümer kennt er nicht, dafür aber die grenzenlose Freiheit des “Königs der Straße”. Offenbar sehnen sich viele Menschen danach oder zollen einem so lebenden Zeitgenossen eine Menge Bewunderung, denn “King Of The Road” wurde und ist immer noch ein Welthit. Roger Miller hat die Entstehung des Liedes immer wieder erzählen müssen. Ihm blieb einfach der Satz “Trailers for sale or rent” (Wohnwagen zu verkaufen oder zu vermieten) im Kopf hängen, den er auf einem Schild gesehen hatte. Doch es dauerte ziemlich lange, ehe er den kompletten Song schließlich fertig hatte.

Angesichts der zahlreichen Versionen, in denen es diesen Song gibt, will ich hier auf Tips verzichten, auf welchen Alben man ihn finden kann.

[5. März. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Country Music erzählt Geschichten. Countrysongs befassen sich gern mit den Schattenseiten des Lebens. Immer wieder greifen die Autoren Schicksale auf, die der Alltag steuert. Oft genug steht die eigene Erfahrung dabei Pate. Auch dieser Song befaßt sich mit einem Gestrandeten, mit jemandem, der zu denjenigen gehört, die immer den Kürzeren ziehen. Diese Verlierermentalität hat ihn zu einem Außenseiter der Gesellschaft gemacht. Sein Leben besteht aus Glücksspiel, Alkohol, Frauen, er ist immer unterwegs nach Nirgendwo, keine Perspektive, zu tief drin steckt er in diesem Sumpf. Wann er auf die Straße des Verlierers geraten ist, weiß er nicht, es spielt auch keine Rolle. Bezahlt hat er einen hohen Preis dafür. Grund genug, andere zu warnen, nicht den gleichen Weg zu gehen.

“Lost Highway”, geschrieben von Leon Payne, wurde in unterschiedlichen Versionen aufgenommen. Zumindest teilweise beruht er auf den Erfahrungen des Autoren. Von seiner Heimat in Texas aus, reist er den Jobs nach, dorthin, wo er sie bekam. Er reiste auf unbequeme aber sicher nicht langweilige Art, per Anhalter nämlich. Dabei machte Payne seine Beobachtungen und sich seine Gedanken über die Menschen an und auf der Straße. Dem Vernehmen nach soll er diesen Song 1949 geschrieben haben als er wieder einmal am Straßenrand stand, den Daumen nach oben und niemand Erbarmen zeigte.

[2. Februar. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Welch ein großartiger Love Song! Die wenigen wohl gesetzten Worte drehen sich nur um das eine Thema; wahre Liebe braucht keine Worte! Es geht um das blinde Verstehen zwischen zwei Menschen, die sich so nahe sind, dass man auch ohne ein Wort weiß, was der Andere denkt und fühlt.

Die beiden Autoren Paul Overstreet und Don Schlitz haben viele hochkarätige Songs geschrieben, gemeinsam, mit Anderen oder auch allein. Dieses Lied wurde weltweit ein Renner als Ronan Keating es für den Soundtrack des Films “Notting Hill” aufnahm. Es ist einer der vielen Songs, von denen kaum Jemand weiß, dass er aus der Country Music kommt und in vielen Versionen auf den Markt kam. Die wunderbare Allison Krauss brachte den Song schon in einer bemerkenswerten Version heraus. Doch begonnen hat “When You Say Nothing At All” seinen Weg schon 1988. Da stand Keith Whitley mit seiner so eindringlich gesungenen und mit reichlich Feeling ausgestatteten Aufnahme 2 Wochen auf Platz 1. Paul Overstreet nennt die Entstehung des Liedes einen Zufall, denn er habe mit Don Schlitz im Büro gesessen in der Absicht, wenigstens einen Song an dem Tag anzufertigen. Man habe dann, wie das so üblich ist, auf den Gitarren geklimpert, dies und das versucht und dann habe irgend Jemand gesagt, man könne auch ohne Worte eine Botschaft übermitteln. Getreu dem alten Sprichwort, das eine Tat meist lauter spreche als das Wort. Am Ende kam dieser Song dabei heraus.

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