Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Clint Black
Es kam fast einem Urknall gleich als Clint Black 1989 mit seinem ersten RCA-Album in das Geschehen eingriff. Gleich die vier ersten Singles schossen auf Platz 1. Clint Black kam von Null auf Hundert und reihte sich in die Phalanx der Großen der Country Music ein. Zehn Jahre später – man hatte sich längst an ihn gewöhnt, wurde es um den Sänger Clint Black etwas ruhiger, denn nun spielte er auch seine anderen Talente nach und nach aus. Von Anfang an hat Black nie Zweifel daran gelassen, dass er nur seinen eigenen Weg gehen würde.
Am 4. Februar 1962 wurde Clint Black als jüngstes von vier Kindern in Long Branch, New Jersey geboren, einer Region, die nicht unbedingt für Country Music bekannt ist. Seine Einflüsse kamen aus Texas, denn die Blacks zogen 1963 nach Houston, wo Clint Black dann aufwuchs in einer Familie, in der Musik eine wichtige Rolle spielte.
Clint Black verklagt seinen Geschäftspartner Charlie Sussman, der ist seines Zeichens Buchhalter und Manager vom Independent-Label Equity Music Group, welches zu großen Teilen ihm gehört. Wie “The City Paper” (Nashville) berichtet, soll Sussman dem Sänger Geld in unbekannter Höhe schulden. Die Klage wurde bereits am 07. Nobember 2008 beim Davidson County Chancery Court in Nashville eingereicht. Clint Black hat zur Gründung des Labels seinerzeit 500.000 Dollar investiert. Ausserdem eine persönliche Bürgschaft von 1.000.000 Dollar übernommen, jedoch bis zum heutigen Tag keine Dividenden ausgeschüttet bekommen. Ein weiterer Streitpunkt ist die Band Little Big Town, die bereits nach zwei Alben Equity verließen und bei einem anderen Label unterschrieben. Black hätte nicht gewußt, dass die Band nach zwei Studioalben gehen durfte. Immerhin war die Band der erfolgreichste Deal bei Equity Music.
Clint Black wurde zwar am 04. Februar 1962 in New Yersey geboren, wuchs aber in Texas als jüngster von vier Brüdern auf. Mit 15 lernte er Gitarre und spielte bald darauf als Bassist in der Band seines Bruders Kevin. 1987 lernte er den Gitarristen und Songwriter Hayden Nicholas kennen. Sie begannen gemeinsam Songs zu schreiben und schafften es ein Jahr später Bill Ham, den Manager von ZZ Top, auf sich aufmerksam zu machen. Bill Ham vermittelte Clint Black noch im gleichen Jahr einen Vertrag mit RCA Records.
1989 war das Jahr von Clint Black, denn in diesem Jahr veröffentlichte er sein Debutalbum “Killin’ Time”. Nie zuvor in der Geschichte der Country Music hatte ein Newcomer einen furioseren Start hingelegt als Clint Black. Seine erste Single “A Better Man” erreichte 1989 auf Anhieb Nummer 1 der Billboard Country Charts. Seine kurz darauf erschienene CD “Killin’ Time” verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal und erreicht Gold- und Platin-Status. Außerdem wurden drei weitere Nummer-1-Singles ausgekoppelt. Am Ende gab es dann noch zahlreiche Auszeichnungen der CMA als Bestes Album, Beste Single, Bester männlicher Sänger, Artist of the Year, Songwriter of the Year usw. Innerhalb weniger Monate erhielt es Platin. Es wurden fünf Singles ausgekoppelt die alle den ersten Platz der Country Charts erreichten. Im selben Jahr bekam er von der CMA den “Horizon Award”.
Countrystar Clint Black will eine eigene Sitcom beim Fernsehen. Im April nahm der Sänger sehr erfolgreich als Stand-Up-Comedian bei der CBS-Sendung “Secret Talents of the Stars” teil. Dort sollten Stars ihre verborgenen Talente vortragen. Die Show wurde zwar wegen einer schlechten Quote wieder gestrichen, doch viele Zuschauer fanden Blacks Auftritt überragend. Verschiedene Agenten bombardierten den Künstler mit Anrufen, er könnte in verschiedenen TV-Shows auftreten. Zurzeit steht er in Verhandlungen mit einigen Sendern. Es sieht, laut eigener Aussage von Clint Black, sehr gut aus. Am liebsten wär ihm eine Sitcom, in der auch seine Ehefrau Lisa Hartman Black mitwirken könnte. Die Art der Zusammenarbeit wäre ihm am liebsten. Tja, die US-Sängerin und Schauspielerin Reba McEntire (Reba) hat es erfolgreich vorgemacht … drücken wir ihm die Daumen.
Am 04. März 2008 veröffentlicht Clint Black in den USA ein EP (Extended Play, ein Tonträger mit einer mittleren Spielzeit zwischen einer Single und einem Album). Die aktuelle Single-Auskopplung ist ein Cover der Pop-Band The Hollies aus dem Jahr 1972 und heißt “Long Cool Woman (In a Black Dress)”. Ausserdem befindet sich die Vorgänger-Single “The Strong One” genauso darauf, wie das Duett “You Still Get to Me”, welches er mit seiner Frau Lisa Hartman Black eingesungen hat. Wer sich das EP bei iTunes herunterlädt, bekommt sogar noch eine Single oben drauf. Der vierte zusätzliche Single-Track “Everybody’s Talkin’” ist ein Coversong, der im Original bereits 1969 von Harry Nilsson seinen Weg in die Charts fand. Wer jedoch noch einige Zeit warten möchte, sollte sich auf jeden Fall den 27. Mai 2008 vormerken, dann erscheint bei Equity Music Group, Blacks eigenem Label, sein neues Studio-Album, auf dem die hier genannten Titel ebenfalls enthalten sind.
Anfang der 1990er Jahre stand Clint Black auf einer Stufe mit Garth Brooks. Doch dieser Zustand war nur von kurzer Dauer. Garth Brooks entwickelte sich zum Megastar und die Verkaufszahlen von Clint Black gingen von Album zu Album immer mehr zurück. Nach zehn Alben trennte sich seine Plattenfirma RCA Records von ihm und versetzte seiner Karriere erstmal eine Zwangspause. 2004 erschien dann mit “Spend My Time” sein erstes Album für Equity Records. Mal abgesehen vom gleichnamigen Titelsong enthielt das Album allerdings nur wenig, wofür es sich gelohnt hätte seine Zeit zu spenden. Ganz anders verhält es sich da auf “Drinkin’ Songs & Other Logic”. Ein potenzieller Hit reiht sich an den nächsten und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glatt meinen, es handle sich hierbei um ein Greatest Hits-Album.
Zugegeben, Clint Black erfindet die Country Music auf diesem Album nicht neu. Ganz im Gegenteil. Er macht einen großen Rundumschlag und bedient sich einmal bei allen countrytypischen Songmustern, die sich im Laufe der Jahrzehnte so angesammelt haben. Dies macht er allerdings so großartig und dezent, dass man ihm gar nicht böse sein kann. Da gibt es beispielsweise jede Menge Honky Tonk-Titel, wie den Titelsong, “Heartaches”, “A Big One” und “Longnecks and Rednecks” genauso wie die beiden wunderschönen Balladen “Go It Alone” und “Back Home in Heaven”. Die erste Singleauskopplung “Rainbow In The Rain” bietet radiofreundliches Countryflair, welches selbst George Strait oder Alan Jackson nicht besser hinbekommen hätte. Echte Westernatmosphäre kommt auf bei “Code Of The West”, übrigens die zweite Singleauskopplung des Albums. Das kurze Intro klingt verdächtig nach “The Good, The Bad and The Ugly” und nimmt zugleich jeden Zweifel, dass es sich hier vielleicht doch nicht um einen Westernsong handeln könnte.



