Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Dixie Chicks
Die Dixie Chicks, bestehend aus Natalie Maines, Emily Robison und Martie Maguire, mischen bereits seit 1998 mächtig mit im so genannten Country Music-Business. Zwar hatten sie vor einigen Jahren mit ihrer Äusserung über den damaligen US-Präsidenten George W. Bush – “Wir schämen uns aus dem selben Bundesstaat (Texas war gemeint) zu stammen wie Bush”, den Zorn aus dem Lager der konservativen Country-Fans ordentlich zu spüren bekommen, doch über 30 Millionen verkaufte Alben zeugen davon, dass das texanische Trio zu den erfolgreichsten Interpreten des Genres gehört.
Blicken wir kurz zurück: Damals wurden ihre CDs öffentlich verbrannt und es folgten fast nur negative Schlagzeilen in den US-Medien (Medien ausserhalb der USA fanden den Spruch allerdings großartig). Klar war natürlich auch, dass die erzkonservativen amerikanischen Country-Radiosstationen ihre Songs nicht mehr spielten – mit der Begründung, dass eine Countryband sowas nicht zu sagen hätte – typisch USA!
Wie die Dixie Chicks soeben vermelden, hat Martie Maguire eine gesunde Tochter zur Welt gebracht. Harper Rosie Maguire, so ihr Name, erblickte heute Morgen in Austin (Texas), das Licht der Welt. Mutter und Tochter sind wohl auf. Für die, die es genau wissen wollen: Die Kleine wiegt ca. 7 Pfund und ist 50,5 cm (groß). Martie und ihr Ehemann Gareth (seit 2001 verheiratet und haben bereits Zwillinge) freuen sich riesig über den Familienzuwachs.
Sie ist wieder schwanger und es wird wieder ein Mädchen. Martie Maguire (Dixie Chicks) und ihr Ehemann Gareth, werden in einigen Monaten Familien-Zuwachs erwarten. So steht’s wenigstens seit gesternabend auf ihrer offiziellen Webseite. Der genaue Geburtstermin ist für den Spätsommer angegeben. Maguire (bei den Dixie Chicks spielt sie die Mandoline und Fiddle), die im Oktober 39 Jahre alt wird, freut sich sehr auf das Baby. Die beiden Töchter von Martie, Eva Ruth und Kathleen Emilie, fiebern ebenfalls der Geburt der kleinen Schwester entgegen. Sie meinen: “Dann sind wir auch ein Trio”.
In der Musik der USA gibt es das häufig gebrauchte Wort “Politics”, auch in der Country Music. Gemeint ist damit das Gebaren der Plattenkonzerne. Im Fall der Dixie Chicks aber muss man es sogar wörtlich nehmen. Immer noch werden sie in ihrer Heimat von teilen der Medien boykottiert wegen ihrer vor allem in Europa geübten Kritik an Präsident George W. Bush. Auch oder gerade im 21. Jahrhundert ist so etwas verbreiterter als man annimmt. Dabei sollte es doch eigentlich um die schönste Nebensache der Welt, um die Musik gehen. Scheinbar unbeirrt setzen die drei Girls aus Texas ihren Weg fort, sowohl musikalisch als auch in ihrer Einstellung zu den Dingen des Lebens. Die Dixie Chicks packen ihre Musik einfach anders an als man es gewohnt ist. Auch wenn ihnen nicht die volle Unterstützung der Medien zuteil wird, lässt sich ihr Erfolg nicht verhindern. Das aktuelle Album belegte sofort Platz 1 und wurde mit Platin dekoriert.
“Es ist leichter, Lieder über andere Menschen zu schreiben”, sagt Natalie Maines. “Sich selbst zu öffnen, das Innerste zu zeigen, verletzbar zu sein, das ist schwer. Aber die Lieder, die auf diese Weise entstehen, sind so viel besser.” Mit “Taking The Long Way” legen die Dixie Chicks ihr bislang persönlichstes Album vor. Die Gruppe aus dem US-Bundesstaat Texas hat im Verlauf ihrer Karriere mehr Platten verkauft als jede andere “All Female”-Popband in der Musikgeschichte. Zum ersten mal hat die Band für das neue Album an allen vierzehn Titeln mitgeschrieben. Und jedes Stück, egal ob es sich mit privaten oder politischen Themen befasst, hat eine ganz besondere Tiefe. Für “Taking The Long Way” arbeitete das Trio mit dem genreübergreifend hochgeschätzten US-Produzenten Rick Rubin (Johnny Cash, Red Hot Chili Peppers, Run DMC, Neil Diamond) zusammen.
“Diesmal war alles intimer”, sagt Maines. “Die neuen Stücke haben viel mehr Tiefgang, sind reifer und erwachsener als das, was wir früher gemacht haben.” Der Einfluss von klassischen Rockbands wie den Eagles, Tom Petty And The Heartbreakers und The Mamas and The Papas ist auf “Taking The Long Way” unüberhörbar. Ein entspannter Southern-California-Vibe blitzt unter dem vertrauten Dixie-Chicks-Sound hervor. Die Texte befassen sich mit der unverbesserlichen Engstirnigkeit mancher Kleinstädter (“Lubbock Or Leave It”) oder der Psychologie des Berühmtseins (“Everybody Knows”). “Uns ging es darum, thematisch eine Balance zu finden zwischen den verschiedenen Aspekten unseres Lebens”, sagt Emily Robison. “Es gibt einen roten Faden, eine Grundhaltung, die sich durch das ganze Album zieht – wir sind dreist, zielstrebig und riskieren etwas.”


