Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Hank Cochran
Der Songwriter Hank Cochran ist tot. Er verstarb am Donnerstag im Alter von 74 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung. Cochran schrieb u.a. die Megahits “I Fall To Pieces” und “Make The World Go Away”. Willie Nelson verdankt Cochran seine ersten Dollars als Songschreiber – die Beiden verband eine tiefe Freundschaft, die bis in die Gegenwart anhielt. Ausserdem profitierten u.a. Elvis Presley, George Strait, Lee Ann Womack, Eddy Arnold, Merle Haggard, Ray Price und Linda Ronstadt von seinen Songschreiberqualitäten.
Noch vor zwei Jahren war Hank Cochran sehr zuversichtlich, dass er den Krebs besiegen würde. Die Werte stimmten wieder, jedoch ist diese Krankheit unberrechenbar – sie kehrte zurück und dieses Mal sollte der Songschreiber den Kampf gegen die heimtückische Krankheit verlieren.
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Erfolgreiche Autoren haben meist das Problem, nach einem Hit einen Nachfolger zu schreiben. Den ganz Großen der Zunft gelingt das und sie halten sich über viele Jahre im Geschäft. Hank Cochran ist einer dieser ganz Großen.
Er hat die Gabe, in einem Satz, einer Redensarzt, einer Begebenheit, einer Beobachtung das Potenzial für einen guten Song zu erkennen. Und dann eben auch umzusetzen. Das muss man nicht allein machen, oft tut man sich mit Kollegen zusammen und entwickelt den Song. In diesem Fall allerdings hatte Cochran keine Hilfe nötig, denn der Song entstand aufgrund eigenen Erlebnisses.
Cochran war Mitbegründer eines erfolgreichen Musikverlages, den man eines Tages gewinnbringend verkaufte. Nicht mit verkauft wurde eine kleine Hütte, die Cochran zusammen mit Willie Nelson gebaut hatte – diese Hütte ließ er auf sein eigenes Grundstück bringen. Beim Auspacken einer Umzugskiste fiel ihm ein altes Foto in die Hände. Es zeigte eine Freundin, mit der er viele Jahre früher verbandelt war, die dann aber mit einem Anderen auf und davon ging. Das reichte, um daraus ein Lied zu machen, denn Cochran sagte sich: “Ich habe ihr Bild – er aber hat sie.”
Cochran erzählt, er habe die Idee zu diesem Lied im Kino bekommen. Warum dies so war, kann er sich nicht erklären, denn der Film hatte mit der Thematik überhaupt nichts zu tun.
Was tut man, wenn man überzeugt ist, einen richtig guten Song im Kopf zu haben? Man sucht sich einen Ort, an dem man die noch frische Idee zu bearbeiten. Hank Cochran verließ also sehr zum Unmut seiner damaligen Freundin das Kino und fuhr heim. Als er dort ankam, hatte er das Lied im Kopf bereits fertig, musste es nur noch aufschreiben.
Cochran war von diesem Song absolut überzeugt und fuhr gleich am nächsten Morgen in den Musikverlag. Doch sein Boss Hal Smith teilte Cochran’s Enthusiasmus überhaupt nicht. Smith schimpfte, dies sei der schlechteste Song, den Cochran ihm bisher angeboten hätte, den Niemand würde sich die Welt weg wünschen.
Der legendäre Songwriter Hank Cochran hat den Krebs besiegt. Letzte Woche unterzog er sich einer Computer-Tomographie, die ihm bescheinigte, dass der Krebs verschwunden sei. Cochran erkrankte an pankreatischen Krebs (das Pankreaskarzinom ist ein maligner Tumor, der aus dem exokrinen Teil der Bauchspeicheldrüse entsteht) er muss im Frühstadium endeckt werden, damit überhaupt eine Überlebenschance besteht. Großes Glück für den Musiker, der u.a. Songs für Elvis Presley, George Strait, Lee Ann Womack, Eddy Arnold, Merle Haggard, Ray Price, Willie Nelson und Linda Ronstadt schrieb.
Der US-Songschreiber Hank Cochran erholt sich derzeit in einem Krankenhaus in Nashville von einer sehr schweren Krebsoperation. Ein Team von Ärzten hat ihm Tumore an der Bauchspeicheldrüse und Lymphknoten entfernt. Cochran geht es den Umständen entsprechend gut: “Der Krebs wurde frühzeitig entdeckt und ich werde wieder völlig gesund.” Hank Cochran hat die Countryklassiker “Make The World Go Away” (Eddy Arnold) und “I Fall To Pieces” (Patsy Cline) geschrieben und arbeite u.a. mit Willie Nelson und Merle Haggard zusammen.
Es gibt ganz einfach Lieder, die zwar nie ein großer Hit wurden, die aber immer wieder aufgenommen wurden, weil sie etwas Besonderes haben. Der große Songschreiber Hank Cochran hat Beides aufzuweisen. Eine Reihe seiner Songs wurden nicht nur echte Hits sondern sogar Klassiker. Andere seiner Werke sind weniger bekannt aber immer mal wieder auf einem Album zu finden. Cochran ist zudem in der Lage, Lieder aufgrund eigener Erlebnisse zu schreiben aber auch ohne bestimmten Anlass.
Dieser Song war nicht nur eine No.1 sondern er taucht auch Jahrzehnte nach seiner Entsehung noch auf neuen Produktionen auf. Hintergrund ist in diesem Fall ein ebenso einschneidender wie schmerzliches Erleben des Autoren. Dennoch nennt er es als eines jener Lieder, das ihm besonders ans Herz gewachsen ist. Und er ist froh, dass die Zeit die Wunden einigermaßen geheilt hat und dieses Lied sie nicht stets wieder neu aufreißt. Frei übersetzt heißt der Titel soviel wie “Kannst Du nicht aufhören, mir Schmerz zuzufügen?”.
Sage und schreibe 42 Jahre lebt er bereits in Nashville. Dort gehört er zu den geschätzten und verehrten Meistern unter den Songschreibern. Lang ist die Liste der Lieder, die seinem Gedankengut entsprangen. Im Jahr 2002 macht er immer noch von sich reden, diesmal einmal mehr auch als Sänger. “Livin’ For A Song” darf man nicht unbedingt in den Charts erwarten – zumindest nicht in seiner Version. Mit diesem eher für den europäischen Markt geschneiderten Song versucht Hank Cochran in wenigen Minuten das Auf und Ab eines Zeitgenossen darzustellen, der sein Leben dem Schreiben von Liedern gewidmet hat. Cochran beherrscht diese Kunst, er kennt alles, was damit einher geht und kann deshalb ungemein viel Emotion in seine Darbietung legen. “Livin’ For A Song” – das könnte auch die Überschrift über seine bemerkenswerte Karriere sein.
Eigentlich heißt er Garland Perry Cochran. Als Kind soll er ein ruheloser Gast gewesen sein, 1959 landete er in Nashville, in der Karriere von Willie Nelson spielte er eine wichtige Rolle, vor allem aber schrieb er große Hits. Doch gehen wir der Reihe nach. Isola in Mississippi ist die Gegend, in der Cochran aufwuchs. Mit 9 Jahren schrieb er nicht nur seine ersten Gedichte, wichtiger war, dass die turbulente Ehe seiner Eltern in der Scheidung endete. Cochran wurde zwischen den Eltern hin- und her gereicht, war einige Wochen hier, dann dort und schließlich in einem Waisenhaus in Memphis. Irgendwann mit 12 oder 13 Jahren hatte er die Nase voll und riss aus. Per Anhalter landete er in Hobbs, New Mexico. Begleitet wurde er von einem Onkel, gemeinsam arbeiteten sie in den Ölfeldern. Auf die Frage, wer ihn erzogen habe, meint er in seiner typischen Art: “Ich glaube, ich selbst und alle anderen!”



