Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Rosanne Cash
Die Tochter von Country-Ikone Johnny Cash zieht Zwischenbilanz. Nach ihrem hervorragenden letzten Album “The List” – sie sang Songs, die von einer ihr vom Vater überlassenen Liste mit 100 essentiellen Country- und Folksongs stammten – setzt sich Rosanne Cash nun noch übergreifender mit ihrer Biografie auseinander.
In “Composed: A Memoir” erzählt sie u.a. über ihre Kindheit in Südkalifornien als Tochter eines Countrystars sowie mit der Beziehung zu ihrer leiblichen Mutter Vivian Liberto und ihrer Stiefmutter June Carter-Cash auseinander. Und sie geht auf ihre ersten Erfolge und ihre Entfremdung von Nashville und ihr Leben in New York mit ihrem Ehemann und musikalischen Partner John Leventhal ein.
Laut Promo-Text handelt es sich bei diesen Memoiren um miteinander verbundene Bruchstücke, die ein brillantes Ganzes ergeben. Wie auch immer: Das Buch, das am 10. August erscheint, ist für alle, die sich mit der großen Country-Dynastie Cash verbunden fühlen, Pflichtlektüre.
Sehr viele Alben hat sie nicht gemacht im Laufe ihrer auch schon über 30 Jahre andauernden Karriere. Meist wurde dabei etwas Besonderes von ihr erwartet. Immer wieder ist es ihr gelungen, den Ansprüchen gerecht zu werden. Denen des Publikums und vor allem ihren eigenen Ansprüchen und Erwartungen. Das ist ganz gewiss nicht leicht, wenn man die Tochter einer Legende wie Johnny Cash ist. Die Musik-Geschichte ist gespickt mit Beispielen, bei denen es nicht geklappt hat. Nur selten schaffen es Kinder von Superstars, im gleichen Metier ebenfalls zu Stars zu werden. Rosanne Cash ist sozusagen das Gegenbeispiel. Sie wurde zum Country-Star und ist musikalisch dennoch nicht mit ihrem Vater zu vergleichen.
Immer wieder testet sie Randgebiete aus und sieht sich zwangsläufig auch heftiger Kritik ausgesetzt, sie würde die Wurzeln verlassen, zu weit abdriften. Es hat ihr erkennbar nichts ausgemacht, denn einen festen Willen hatte sie schon als Kind. Rosanne Cash wollte gar nicht ins Fahrwasser ihres Vaters und schon gar nicht deshalb erfolgreich sein, weil sie seine Tochter ist.
Erstmals stellte Rosanne Cash dieser Tage im New Yorker Stadtteil Brooklyn live ihr neues Album “The List” vor. Country.de-Redakteur Thomas Waldherr war vor Ort und berichtet über die Uraufführung der zwölf aus Vater Johnny Cashs Liste ausgewählten Songs.
Premierenatmopshäre im vollbesetzten St. Ann’s Warehouse im angesagten New Yorker “Dumbo-Viertel” in Brooklyn. Rosanne Cash stellte dort ihr neues Album “The List” vor. Ihr Vater – Country-Überlegende Johnny Cash” hatte ihr eine Liste mit 100 “Essential Conutry-Songs” hinterlassen, um Sie im Alter von fast 20 Jahren an ihre musikalischen Wurzeln zu erinnern. 12 davon nahm sie für ihr neues, von den Kritikern sehr gelobtes Album auf.
Sie ist Johnny Cashs Tochter und hat von ihm nicht nur das musikalische Talent und einen kritischen Kopf geerbt, sondern auch eine Liste mit “100 essential country tunes”. 12 davon veröffentlicht Rosanne Cash nun am 06. Oktober 2009 auf ihrem neuen Album “The List”. Porträt einer Grenzgängerin zwischen Country und Singer-/Songwriting.
“The List” ist ein Projekt wie es in der amerikanischen Populärmusik eigentlich momentan nur wenige Künstler stemmen können. Rosanne Cash, eindeutig die Begabteste unter den Sprösslingen der Cash-Familie, ist auch die nachdenklichste und sensibelste. Eine, die zugleich Bodenhaftung, Tiefgang und gedankliche Höhenflüge in sich vereint. Eine, die sich ihrer Verantwortung als amerikanische Künstlerin stellt und mittlerweile auch mit der Bürde eine Tochter des großen Johnny Cash zu sein, ihren Frieden gemacht hat. Auch deswegen ist dieses Album jetzt möglich geworden.



