Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Texas Lightning
Freunde der rastlosen Büffelherde, auf unserer Texas Lightning Ranch hat sich wieder einiges getan: So gibt die Countryband Eures Vertrauens bekannt, dass sich Jonny “The Flame” Olsen nach unzähligen Monden gemeinsamen musikalischen Schaffens entschieden hat, die Band zu verlassen und neue kreative Jagdgründe zu erkunden.
Yeehaw, Jonny! Wir danken Dir für die lange und aufregende gemeinsame Reise. Mögen die neuen Weiden fruchtbar sein und Du auch weiterhin immer die richtige Menge texanischer Erde in Deinen Satteltaschen tragen. Wer Jonnys Spuren folgen möchte, erfährt übrigens hier mehr: www.jfolsen.de
Eigentlich war eine längere kreative Pause angedacht. Doch manchmal kommt es anders und zweitens als man denkt. So auch im Fall von Texas Lightning. Die Hamburger Kombo, die mit “No No Never” einen Megaseller vorzuweisen hat, wollte sich eine Auszeit nehmen. Wie lange wurde nicht gesagt – jetzt wissen wir, lang hat’s nicht gedauert.
Jane Comerford, die schon für “No No Never” verantwortlich war, hat ein paar wirklich tolle Kompositionen abgeliefert. Angefangen von der aktuellen Single “Seven Ways To Heaven” über “Summer Kiss” und “Hurricane Of Love” bis hin zu “Out There Somewhere”, sind die Songs durchweg gelungen. Melodie und Text sind absolut stimmig und begeistern von Beginn an. Hochachtung Frau Comerford, da dürfte unter Garantie der ein oder andere Radiohit dabei sein.
In wenigen Tagen ist es soweit, nach einer eigentlich angedachten kreativen Pause, gibt’s nun doch neue Musik von Texas Lightning. In Zusammenarbeit mit Universal Music können wir Ihnen vier Songs des neuen Silberlings “Western Bound” (Soundtrack: WinneToons – Die Legende vom Schatz im Silbersee) als Pre-Listening präsentieren. Bei den Hörproben handelt es sich um “Hurricane Of Love”, “Summer Kiss”, “The Unknown Stuntman” und “Gentle On My Mind”. Das Album erscheint am 17. April 2009. Eine ausführliche Besprechung der CD “Western Bound” finden Sie in Kürze in der Rubrik “CD-Besprechungen”.
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Im Rahmen des Films “Winnetoons – die Legende vom Schatz im Silbersee”, der am 16. April 2009 in die deutschen Kinos kommt, wird die norddeutsche Kombo Texas Lightning ihre kreative Pause beenden. Der Grund ist schnell erklärt; sie liefern zum Kinofilm die Single “Seven Ways To Heaven”, die am 03. April 2009 erscheint. Im dazugehörigen Video verwandelt sich die Band in Cartoon-Figuren, die neben Winnetou und Old Shatterhand gegen das Böse kämpfen.
Und wem das noch nicht genug ist, der sollte sich den 17. April 2009 “rot” im Kalender ankreuzen, es wird ein neues Album von Texas Lightning geben. Einige Aufnahmen, welche die Band mit dem Babelsberger Filmorchester aufnahm, werden – plus zwei neuer Songs, neben “Seven Ways To Heaven” ebenfalls auf dem Album zu finden sein.
Die Hamburger Formation Texas Lightning legt zum Jahreswechsel eine schöpferische Pause ein. Diese Pause ist nicht befristet und es werden in dieser Zeit auch keine Liveauftritte absolviert. Jon Flemming Olsen: “Wir haben nach “No No Never” und “Meanwhile Back At The Golden Ranch” keinen gemeinsamen künstlerischen roten Faden mehr gefunden. Aus diesem Grund hatten wir Anfang 2008 beschlossen, bis auf weiteres auch keine neuen Tonträger mehr zu veröffentlichen und uns stattdessen auf das zu konzentrieren, was wir immer in erster Linie waren und sind – eine Liveband.”
Wer Texas Lighning noch einmal vor der “großen Pause” live und in Farbe erleben will, sollte sich den 17. Dezember 2008 notieren, dann sind sie ihm Grünspan (Hamburg) zu Gast und geben dort ihr vorläufiges Abschiedskonzert. Es sollen einige bekannte Gäste zugegen sein, mehr wurde im Vorfeld aber nicht verraten.
Ein langer Weg und einige Umbesetzungen lagen vor Texas Lightning, bis der Erfolg sich einstellte. Heute steht die Formation, wie keine zweite Countryband in Deutschland, im Rampenlicht vieler großer TV-Events. Ihr großer Durchbruch stellte sich ein, als die Band am 9. März 2006 beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest antrat und gegen die großen Namen Vicky Leandros und Thomas Anders am Ende als Gewinner den Vorentscheid für sich entschied.
Nach Truck Stop (belegten in den Siebzigern einen guten zweiten Platz) überhaupt erst zum zweiten Mal ein Country-Act, der bei einem Vorentscheid dabei war. Vorgetragen, wie auch die Titel der Mitbewerber Anders und Leandros, in englischer Sprache, warfen Jon Flemming Olsen, Olli Dittrich, Markus Schmidt, Uwe Frenzel sowie die hübsche Jane Comerford, ihr ganzes Können in die Waagschale, um am Ende, wie bereits erwähnt, mit dem Song “No, No, Never”, als Sieger des Vorentscheides, die Fahrkarte nach Athen zu ziehen. Leider reichte es beim “Eurovision Song Contest” am Ende nur für einen 15. Platz, doch in Deutschland waren sie die Gewinner der Herzen und starteten eine Bilderbuchkarriere.
Platin- und Goldauszeichnungen pflasterten ihren sehr erfolgreichen Weg. Ihr Grand Prix-Song und No. 1-Hit “No, No, Never” startete, trotz misarablen Abschneidens im Jahr 2006 beim Eurovision Song Contest in Athen (Griechenland), in Deutschland voll durch. Schon nach dem Vorentscheid zum Contest (Thomas Anders und Vicky Leandros traten ebenfalls an - Texas Lightning konnte zwei Drittel der Anrufer von sich überzeugen) war klar, dass es sich hier um einen Song handelte, den ganz Deutschland mögen wird. Über Nacht waren Uwe Frenzel, Markus Schmidt, Jon Flemming Olsen, Olli Dittrich und Jane Comerford als Texas Lightning in ganz Deutschland ein Begriff. Das Album, und auch die Single, verkaufte sich wie geschnitten Brot. Selbst nach einem nicht erfreulichen 15. Platz in Athen, standen die Fans der Kombo wie eine Wand hinter ihnen. Eine Single – “I Promise” – wurde nachgeschoben, konnte aber der ersten Single bei weitem nicht das Wasser reichen und verschwand genauso schnell wie sie veröffentlicht wurde aus den Single-Charts. Verblüffend dabei war, dass “No, No, Never” noch immer in den Charts war, als “I Promise”, schon längst vergessen war. Den Sommer über tourte die Band durch Deutschland, trat bei der ein oder anderen TV-Show auf, veröffentlichte zur Weihnachtszeit noch einmal das Album Meanwhile, Back At The Golden Ranch in einer Deluxe-Version. Danach passierte fast gar nichts mehr.
Eine CD-Besprechung für ein Album, welches nun zum dritten Mal veröffentlicht wird, fällt eigentlich immer schwer. Nicht so bei dieser CD / DVD-Kombi im Doppelpack. Im August 2005 erschien “Meanwhile, Back At The Ranch”, noch in der Fassung ohne den Eurovision Song Contest-Beitrag “No No Never”. Ging ja auch nicht anders, damals dachte noch keiner von Texas Lightning, oder ihr Label X-Cell, an diese Veranstaltung, geschweige daran teilzunehmen. Jedoch später, nach dem Vorentscheid-Sieg, musste das Album wiederveröffentlicht werden, denn der “neue” Fan wollte ein Werk inklusive Hit-Single. Der Tonträger verkaufte sich prächtig und wurde mit Gold ausgezeichnet. Die Single wurde ein No. 1 Hit und dafür gab’s eine Doppel-Platin-Auszeichnung. Jetzt, knapp neun Monate später, steht das Werk wieder im Regal, aber als Deluxe-Version mit prächtigem Zubehör.
Texas Lightning haben ein wunderschönes Digi-Pack in den Handel gestellt, was wirklich den Namen “Deluxe-Version” verdient. Eine Live-DVD mit dem legendären “Rock-Palast-Auftritt” beim WDR. Und damit nicht genug, ebenfalls mit als Zugabe finden wir die Video’s von “No No Never”, Like A Virgin” und “I Promise”. Zudem ein Interview mit Olli Dittrich, Jane Comerford und Jon Flemming Olsen. Interessant, und deshalb auch genau hingeschaut habe ich bei der CD, auf der befinden sich sogar sechs nagelneue Songs. Neben der aktuellen Single “I Promise”, sind noch Sinead O’Connor’s “Nothing Compares 2 U”, Depeche Mode’s “Enjoy The Silence”, John Farnham’s “You’re The Voice” und Jane Comerford’s “Out There Somewhere” verteten. Als weiteres Highlight eine ganz spezielle Version des Rosenstolz-Songs “Ich bin Ich”, der bei Texas Lightning ebenso kurz, “This Is Me” heißt.
Warum erst jetzt? Die Frage steht im Raum, denn er seit Texas Lightning für Furore sorgt, wird man auch auf die “Stimme von Texas Lightning” aufmerksam. Dabei gilt Jane Comerford schon seit etlichen Jahren als exzellente, einfühlsame Sängerin – leider nur in Insiderkreisen. Die gebürtige Australierin ist eine “gelernte” Musikerin und Sängerin, sie hat u.a. auch als Musik- und Gesangslehrerin einen Namen. Nicht nur in Hamburg, wo sie seit Mitte der 1980er Jahre lebt. Jane Comerford besitzt Charisma, eine unverkennbare, sehr wandlungsfähige Stimme und beherrscht eine breite musikalische Palette. Die reicht von Musical über Jazz, Pop-Balladen bis hin zu Country.
So darf man auch nicht erwarten, mit “Somebody Sent Me An Angel” ein Countryalbum zu bekommen. Ursprünglich schon 1998 veröffentlicht wird die CD im Sog der derzeitigen Popularität von Texas Lightning wieder ins Rennen geschickt. Gott sei Dank, denn vielleicht findet es nun die Beachtung, die es schon früher verdient gehabt hätte. “Somebody Sent Me An Angel” zelebriert sowohl eine Stimme und ihre “Chefin” als auch eine Frau, die prächtige Songs schreiben kann. Nicht von ungefähr kommt der Grand Prix Beitrag von Miss Comerford. Experten behaupten, bei langsamen, gefühlsbetonten Balladen zeige sich, ob Jemand wirklich singen kann. Diesen Beweis tritt sie hier immer wieder an. Wie sie mit ihrer Interpretation mal Schutzbedürftigkeit, mal stille Zufriedenheit ausdrückt, dann wieder Zerbrechlichkeit aber auch Lebensfreude, das hat etwas. Da kann man sich gegen die Gänsehaut nicht wehren. Jane Comerford spielt mit ihren Gefühlen und erreicht damit auch die des Hörers. Wer so emotional und feinfühlig Songs und deren Inhalte umsetzt, ohne dabei schnulzig zu werden, der ist eine Könnerin.
Mit dem beziehungsreichen Titel ihres ersten Albums erinnert die Band an Buck Owens & the Buckaroos, die ebenfalls ein Album unter diesem Titel veröffentlichten. Doch auf den Spuren des Superstars aus Bakersfield wandelt Texas Lightning deshalb nicht. Im Gegenteil, die Gruppe macht eine gediegene Country Music, die geprägt wird von nicht unbedingt wunderbaren dafür aber unverwechselbaren Stimmen (was jede Menge Abwechslung bringt). Hinzu kommen eigenwillige, eindeutig auf traditionellen Elementen basierende Arrangements mit entsprechender Instrumentierung. Und nicht zuletzt eine Song-Auswahl, die es in sich hat. Denn die meisten der Titel kennt Jeder, freilich nicht in dieser Version. Das Aha-Erlebnis ist somit garantiert.
Okay, das Konzept ist nicht neu, es hat immer wieder mal Alben und Gruppen gegeben, die sich Songs aus anderen Bereichen holten und sie in ein Country-Gewand kleideten. Warum auch nicht, es ist nicht verboten und schließlich bedienen sich seit Jahrzehnten Stars anderer Musik-Szenen regelmäßig der Songs aus der Country Music. So wie Texas Lightning diese Songs aufbereitet, und auch live darbietet, so hat es das für Deutschland noch nicht gegeben. Da nimmt es nicht wunder, dass man die Gruppe in den letzten Monat immer wieder in einer TV-Sendung erleben konnte. Geholfen hat dabei mit Sicherheit auch der Bekanntheitsgrad eines Olli Dittrich. Doch nutzt auch der Bonus nicht viel und schon gar nicht lange, wenn man nichts Originelles, Ausgefallenes und Gutes zu bieten hat. Wir wissen, wie schwer es Country Music in den Medien, speziell im Fernsehen hat. Angesichts dieser Umstände hat Texas Lightning gerade dort eine erstaunliche Resonanz gefunden.



