Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: The Band
War “Dirt Farmer” verwurzelt in den traditionellen Folksongs mit denen Levon Helm in Arkansas seine Kindheit verbracht hat, so umfasst sein Nachfolger “Electric Dirt” in seiner Bandbreite die ganze Weite des Americana. Und somit ist Helms neues Album oftmals verblüffend Nahe am Sound von “The Band”, der Gruppe, der Levon Helm den Großteil seines musikalischen Lebens gewidmet hat.
Vor einigen Jahren war Levon Helms Leben vom Lungenkrebs bedroht. Er verlor seine Stimme, doch er kämpfte und überwand den Krebs. Schließlich fand er seine Stimme wieder und feierte mit dem Grammy-prämierten “Dirt Farmer” ein triumphales Comeback. Unermüdlich musiziert er seitdem bei den “Midnight Rambles” in seinem Heim in Woodstock mit den unterschiedlichsten Gastmusikern, geht immer mal wieder auf kleinere Konzertreisen und auch die Studioarbeit scheint ihm leicht von der Hand zu gehen.
The Band, vormals als “Levon and the Hawks” Begleitgruppe des kanadischen Rockers Ronnie Hawkins, war eine perfekte gleichberechtigte Mischung aus fünf meist multi-instrumentellen Musikern: Den vier Kanadiern Garth Hudson (* 2. August 1937), Richard Manuel (* 3. April 1943, † 4. März 1986), Rick Danko (* 29. Dezember 1942, † 10. Dezember 1999) und Robbie Robertson (* 5. Juli 1943) sowie Levon Helm (* 26. Mai 1940) aus Arkansas in den US-Südstaaten.
Ronnie Hawkins ließ sich Ende der 1950er von dem damals blutjungen Helm eine ebenso junge Begleittruppe zusammenstellen. Gemeinsam mit Hawkins tingelten sie durch Bars und Absteigen, Juke Joints und Honky Tonks. Eine echte Ochsentour. Hier lernten sie alle Genres der amerikanischen Populärkultur kennen: Country, Blues, Rock’n'Roll und mehr. Ab Herbst 1963 gingen sie dann ohne Hawkins auf Tour. Aber erst 1965 begegneten sie dem Mann, der nicht nur ihre eigene Karriere, sondern die Richtung der gesamten amerikanischen Musik Mitte des Jahrzehnts schier revolutionierte.


