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Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Waylon Jennings
[9. März. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Various Artists: The Music Inside – A Collaboration Dedicated To Waylon Jennings, Vol. 1

Nun ist sie also endlich auf dem Markt, die lang angekündigte CD. Teil eins einer Serie von drei CDs soll sie sein, und viele Fans haben bestimmt gespannt darauf gewartet. Elf Songs, vierzehn Künstler, ein Songkatalog. Sowas ist immer spannend. Wie mögen diese unterschiedlichen Künstler wohl die Musik von Waylon Jennings interpretieren?

Bei so manchem Namen konnte ich mir das sehr gut vorstellen, und gleich der erste Song auf dieser CD hat genau das gehalten, was ich mir davon versprochen habe. Jamey Johnson, ein ausgemachter und bekennender Fan von Waylon, der auf seinen Alben ja schon einige alte Waylon Klassiker veröffentlicht hat, braucht sich nicht zu verstellen oder mit diesem Material an zu freunden – das passt einfach! Man merkt ihm an, er ist in dieser Musik zu Hause. “This Time”, Waylons erste Nummer 1 aus dem Jahr 1974, passt auch perfekt zu Jamey Johnson, wenn man sich dessen Songkatalog anschaut.

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[10. Januar. 2011 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: News]
Neues Waylon Jennings Tribute Album erscheint im Februar

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Diese alte und oft überstrapazierte Weisheit bewahrheitet sich erneut. Im Februar, genau am 08.02.2011, wird ein brandneues Waylon Jennings Tribute Album erscheinen. Der Titel dieser CD lautet The Music Inside: A Collaboration Dedicated To Waylon Jennings, Vol. 1. Dieses Album soll der erste Teil einer Serie von insgesamt 3 CDs sein, die alle für das Jahr 2011 angekündigt sind.

Auf dem ersten Album im Februar werden u.a. Trace Adkins, Jamey Johnson, Kris Kristofferson, und James Otto vertreten sein. Dazu kommen noch Waylons Witwe Jessi Colter und der gemeinsame Sohn der Beiden, Shooter Jennings, der zusammen mit seiner Mutter die Songs und die Künstler selbst ausgewählt hat.

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[13. April. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Der Song ist einer der vielen Hits, die Waylon Jennings sich selbst geschrieben hat. Der Titel ist Umgangssprache und jedem Englisch-Lehrer ein Dorn im Auge, denn richtig müsste es heißen: “Are You Sure Hank Would Have Done It That Way?” Was sich aber nicht gut singen lässt. Frei übersetzt bedeutet es: “Bist du sicher, Hank würde das auch so gemacht haben?”

Jennings greift hier die Situation auf, die er vorfand als er nach Nashville kam. Hank Williams war (und ist es immer noch) der große Übervater der Countrynation. Er, der so voller Gegensätze und menschlicher Schwächen war, wurde so glorifiziert, dass immer dann, wenn Jemand etwas anders machte als alle Anderen oder auch etwas falsch machte, gefragt wurde, ob den Hank es auch so gemacht hätte. Womit man suggerierte, dass Hank Williams beinahe unfehlbar war und immer das Richtige getan hat. Wer sich mit der kurzen Lebensgeschichte der Legende auskennt, der weiß, dass er alles andere als unfehlbar war, Vieles richtig aber noch mehr falsch gemacht hat.

Diese eigentlich widersinnige Situation griff Waylon Jennings auf seine unnachahmlich durchaus auch satirische Art auf und schrieb innerhalb weniger Stunden diesen Song. Ausgestattet mit einem stampfenden, treibenden Beat wurde es 1975 ein Top Hit für den Texaner, mit dem er selbst in dieser Form nicht gerechnet hatte.

[24. Mai. 2005 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: Specials]

Deutlich mehr als 3 Jahre ist es nun schon her, dass mich die Nachricht tief betrübte: Waylon Jennings war verstorben. Zeit mag ja manche Wunden heilen, ich will auch nicht behaupten, dass mich die Nachricht verwundet hätte aber ein Gefühl der Leere hat sie schon verursacht. Insbesondere im Wissen, dass wieder ein Stück dessen weggebrochen war, das mich einen Teil meines Lebens angenehm begleitet hat. Country Music gehört nun mal seit Jahrzehnten zu meinem Leben. Es hat sich so ergeben, dass Gelegenheit dazu war, tief in die Materie einzusteigen und viele der Menschen kennenlernen zu können, die diese Musik formen. Es liegt in der Natur der Sache, dass genau sie aber mit fortschreitender Zeit immer weniger werden. Viele – für mein Empfinden zu viele – sind inzwischen aus den unterschiedlichsten Gründen und zu früh von uns gegangen. Unwiderruflich. Das verursacht auf der einen Seite das Gefühl der Leere – gibt aber auch Gelegenheit, sich mit dem musikalischen Nachlass und den damit verbundenen Erinnerungen zu trösten.

Waylon Jennings – mit ihm verbinden sich bei mir Schlagworte wie Rebell, Eigenbrötler, schwieriger Zeitgenosse, einfühlsamer Songschreiber, Gitarrist und Sänger. Aber er hatte auch eine andere, weitaus weiniger bekannte Seite, eine vor allem menschliche. Kinder lagen ihm sehr am Herzen, ihnen erfüllte er so manchen Wunsch. Auch behinderte Menschen genossen seine besondere Zuneigung, für sie hatte er immer ein tröstendes Wort und oft auch Zeit. Jennings gehörte zu den Ikonen, die sich nicht verbiegen ließen, es mit Kompromissen versuchten und am Ende doch mit ihrer Philosophie zum Erfolg fanden. Mitläufer war der Texaner nie, er war stets bemüht, das Konzept des Handelns in eigenen Händen zu halten – was freilich nicht immer gelingt und richtig ist und auch zu Problemen führen muss. Seine Biographie ist oft genug publiziert werden, so dass ich an dieser Stelle nur einige wichtige Punkte ansprechen möchte. 1937 im texanischen Panhandle im Großraum von Lubbock geboren, wurde der junge Mann von der eigenständigen Musikszene der Gegend geprägt, die eine Reihe von Musiklegenden hervorgebracht hat. Wie Buddy Holly, der so etwas wie erster Mentor des Waylon Jennings wurde. In Holly’s Band zupfte Jennings den Bass, Holly ermöglichte ihm seine ersten Plattenaufnahmen, Holly’s Unfalltod 1959 warf zeitlebens Schatten auf Jennings’ Leben. Nur einem Zufall zufolge war er nicht im abgestürzten Flugzeug – daher rührte Jennings lebenslange Aversion gegen das Fliegen. Wenn es möglich war, wählte er eine andere Art, geographische Entfernungen zu überbrücken. Hier schleichen sich angenehme Erinnerungen ein. Auch Waylon Jennings gehörte in den 70er Jahren zu den Stars, die bei den im Dunstkreis der legendären Wembley Festivals auch in anderen Ländern Europas durchgeführten Festivals auftraten. Natürlich bestieg er innerhalb Europas kein Flugzeug sondern reiste z.B. mit der Bahn. Auch nach Zürich. In Kenntnis der Umstände ergab sich so für mich und einige wenige Eingeweihte Gelegenheit zu einem intensiven Gespräch abseits des ansonsten mit einer Großveranstaltung verbundenen Trubels.

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