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Randy Scruggs

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Als Sohn der Country-Legende Earl Scruggs wuchs er von Kindesbeinen an in die Musik hinein. Am 3. August 1953 in Nashville geboren, war Randy Scruggs stets vor Ort und bekam nicht nur das aktive Musizieren mit der Muttermilch auf den Lebensweg sondern er lernte das Music Business von der Pike auf. Bald stellte sich heraus, dass er nicht unbedingt eine Solo-Karriere als Sänger anstrebte, dazu war er anderweitig zu vielseitig talentiert. Und dazu bot das Business zu viele andere Möglichkeiten.

Als Sohn eines Innovators wie Earl Scruggs wuchs Randy Scruggs natürlich mit Bluegrass und traditioneller amerikanischer Musik auf. Sein Vater war Neuem gegenüber stets aufgeschlossen und beteiligte sich an Projekten, die man ihm nicht unbedingt zugetraut hätte. Da versteht es sich fast von selbst, dass die Kinder ähnlich gestrickt sind. Randy Scruggs interessierte sich u.a. auch für die Musik der Byrds, Neil Young, Allman Brothers, Eric Clapton, um nur einige zu nennen.

Randy ScruggsRandy Scruggs macht Musik, solange er sich erinnern kann. Noch keine zehn Jahre alt holte ihn sein Vater erstmals vor eine TV-Kamera. Von den Scruggs-Kindern erwies sich Randy als das wissbegierigste – er ist es bis heute geblieben. Bald spielte er diverse Instrumente und debütierte mit 13 als Studio-Musiker. Er lernte rasch und viel. Von Waylon Jennings z.B. Scruggs: „Waylon wollte mich bei einem Album unbedingt als Gitarrist dabei haben. Dafür holte man mich extra aus der Schule. Waylon war ein guter Lehrer, er zeigte mir, wie man als Teamplayer sich dennoch individuell ausdrücken und den Sound prägen kann.“

Ende der 1960er Jahre taten sich Randy und Gary Scruggs zusammen und nahmen zwei Alben für Vanguard auf. Dann stiegen Nesthäkchen Steven und Daddy Earl Scruggs ein. Damit war die legendäre „Earl Scruggs Revue“ geboren, mit der sie etliche Jahre unterwegs waren. Drei Singles der „Revue“ schafften die Country Charts, live galten sie als Sensation, denn man präsentierte eine aufregende Mischung aus Tradition und Country Rock.

Derweil blieb Randy Scruggs weiter als Studiomusiker tätig, Stars wie Johnny Cash, Ricky Skaggs, die Nitty Gritty Dirt Band und sogar Linda Ronstadt wollten ihn unbedingt dabei haben. Er hatte sich endgültig zu einem Top-Gitarristen im Music Business gemausert. Anfang der 1980er Jahre begann Scruggs auch als Produzent zu arbeiten. In diesem Metier wurde er nicht minder erfolgreich. Neben Alben von Stars wie Moe Bandy, Earl Thomas Conley, Carl Perkins, Bobby Bare, Sawyer Brown oder Waylon Jennings wurde er Spezialist für besondere Projekte. Hier sind zu nennen vor allem die Folge 2 von „Will The Circle Be Unbroken“ der Nitty Gritty Dirt Band, „Red Hot & Country“ (Compilation zugunsten der AIDS-Forschung) oder die Compilation „Keith Whitley: A Tribute Album“. Die enthielt u.a. die Aufnahme „When You Say Nothing At All“ gesungen von Alison Krauss und ihrer Band Union Station. Für die ausgekoppelte Single gab es den CMA Award als beste Single des Jahres.

Noch nicht erwähnt wurde bisher der Songschreiber Randy Scruggs. Deutlich mehr als 100 von ihm verfasste Lieder sind im Laufe der letzten 30 Jahre aufgenommen worden.

Eine Karriere als Sänger hat Randy Scruggs nie ins Auge gefasst, weil er seine Talente auf anderen Gebieten wähnte und damit richtig lag. Dann strengte er zur Erfüllung eines jahrelangen Traumes für ein Projekt doch die Stimmbänder an: 1998 produzierte er das Album „Crown Of Jewels“, eines der eindrucksvollsten Alben der Country Music überhaupt. Scruggs: Daran habe ich viele Jahre gearbeitet. Das Album spiegelt mein Leben mit und in der Musik wieder, es zeichnet meinen Werdegang nach, angefangen von den ersten Gehversuchen als Knirps auf der Autoharp. Hier konnte ich meine ganze Erfahrung als Musiker, Songschreiber und Produzent einbringen. Ich bin stolz und dankbar, dass so viele Kollegen dabei mitgemacht haben.“ Das waren Vince Gill. Trisha Yearwood, Travis Tritt, Bruce Hornsby, Lee Roy Parnell, John Prine, Emmylou Harris, Iris Dement, Earl Scruggs, Jerry Douglas, Joan Osborne, Rosanne Cash und Mary Chapin Carpenter. Mit ihr sang er It’s Only Love”, die ausgekoppelte Single wurde seine einzige Notierung in den Country Charts (Nr. 67), sieht man von der Earl Scruggs Revue ab. Das Album: eine Mischung aus alten Songs und ganz neuen. Den Titelsong hatte Bruce Hornsby eigens für dieses Album und auf Wunsch von Randy Scruggs geschrieben.

Das in höchsten Tönen gelobte Album wurde zwar kein Verkaufsschlager, es hat aber einen festen Stellenwert in der Country Music, an dem sich viele andere Produktionen seither messen lassen müssen.
Randy Scruggs kehrte wieder zurück in die Anonymität des Produzenten, Musikers und Songschreibers. In all diesen Eigenschaften wurde er bisher mehrfach dekoriert, inclusive zwei Grammys. Dort in der relativen Anonymität fühlt er sich am wohlsten, da kann er außerhalb des Rampenlichtes seiner Arbeit in einigermaßen Ruhe nachgehen. Und das hoffentlich noch sehr lange.

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