Albert & Gage: Dakota Lullaby
Da wäre gleich das erste Lied „Dakota Lullaby“ mit einem Spaziergang durch die Prairie, dann „Hell Or High Water“ uptempo mit einem Hauch von Bluegrass. Es folgt „Cuttin’ A Rug“, eine perfekte Swingnummer mit wundervoll swingender Fiddle und einem herrlichen Piano. „Say Yes To Love“ ist eine Rock-Jazz-Nummer mit dominierendem Saxophon. „There’ll be one less poor drunken mess than the day before I die“, singt Chris und plant seine eigene Beerdigung im New Orleans Beat.
„Like A River Loves A Waterfall“ besticht durch ein funky Piano und bei „True Love Knows“ handelt es sich um nichts anderes als eine klassisch arrangierte Country-Nummer, die auch durchaus zu den Everly Brothers gepasst hätte, mit der wunderbaren Steel Guitar von Lloyd Maines, Vater von Natalie Maines von den Dixie Chicks. „Tender Loving Care“ ist eine geradezu göttliche Ballade, getragen von Christine Alberts ausdrucksstarker Stimme und umrahmt von Lloyd Maines seelenvoller Steel Guitar. Bei „Annie“ handelt es sich um einen packenden Train-Song, Tom Peterson’s Ode an eine verlorene Liebe, überzeugend gesungen von Chris Gage.
Bei „Does She Have A Future With Me“ sind Albert & Gage wieder beim Swing angekommen und im „Goodnight Blues“ watet Chris Gage knietief im Blues, wenn er singt „Goodnight Blues, I’ll see you in the morning“.
Fazit: Erfreuen Sie sich also an Songs, die in den vergangenen 30 Jahren kaum gesungen wurden, einfach vergessen waren und die jetzt von Christine Albert und Chris Gage ans Tageslicht befördert und zu neuem Leben erweckt wurden. Ja, man gewinnt sogar den Eindruck, diese Lieder könnten von Tom Peterson aus Sioux Falls, South Dakota eigens für Christine und Chris geschrieben worden sein. Bleibt zum Schluss die Frage, wie man diese Musik bezeichnen soll? Ich würde sagen: „Pure Americana“.



