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Kid Rock: First Kiss

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Kid Rock (Bildrechte, Warner Bros.)

Bei Kid Rock scheiden sich die Geister – gerade in den letzten Wochen hat der US-Lokalpatriot wieder mal öfters in das ein oder andere Fettnäpfchen getreten. Als er beispielsweise „stolz wie Oskar“ mit Ted Nugent zusammen neben einem erschossenen Berglöwen (Puma) posierte. Gerade hier in Deutschland ist diese Art des Jagens ein „geht gar nicht“ – ein absolutes „no-go“! Wollen wir uns an dieser Stelle mehr mit der musikalischen Seite des Musikers befassen. Am vergangenen Wochenende erschien der Longplayer First Kiss. Kann er mit den äusserst erfolgreichen Alben „Rock’n’Roll Jesus“ (2007), „Born Free“ (2010) und „Rebel Soul“ (2012) mithalten? Schauen wir mal genauer hin!

Robert James Ritchie, so heißt der Musiker aus Michigan mit bürgerlichen Namen, hatte schon immer eine Affinität zur Country Music und zum Southern Rock. Eine gute Mischung, die auch „First Kiss“ wieder sehr abwechslungsreich werden ließ. Nebenbei angemerkt, mit „First Kiss“ feiert Kid Rock auch ein kleines Jubiläum, es ist sein mittlerweile 10. Studioalbum. Und auch dieses Mal produzierte und komponierte Kid Rock viele Songs selbst: „Es ist eine Fleißarbeit. Das Beste, was ich derzeit abliefern kann. Ich war fokussiert und entschlossen. Und ich habe eine Menge selbst geschrieben.“

Gut, mit den Vorgängeralben kann „First Kiss“ tatsächlich nicht mithalten. Die Songs sind zwar sauber produziert, es fehlt aber irgendwie das gewisse Etwas. Bis auf einige wenige Ausnahmen wie „Johnny Cash“, „Best Of Me“, „One More Song“ und „Jesus And Bocephus“ sowie „FOAD“, klingen die anderen Titel eher weichgespült und teilweise sehr mainstream-lastig. Trotzalledem ist der Longplayer über die meiste Zeit recht unterhaltsam. Auch Songs – gerade sehr modern in den Staaten, über – auf der Veranda sitzend mit Dad, biertrinkende „Rednecks“, die gerne mit ihrem Pick-Up und ihrem Mädel durch die Stadt cruisen, können unterhaltsam sein. Vorneweg natürlich der Titelsong (klingt ein bisschen nach Bryan Adams) „First Kiss“, „Good Times, Cheap Wine“, „Ain’t Enough Whiskey“, „Drinking Beer With Dad“ und „Good Time Lookin‘ For Me“. Deshalb sollte man nicht alles auf „First Kiss“ bierernst nehmen. Es ist nichts weiter als Mainstream-Unterhaltungsmusik, die eine bestimmte Klientel ansprechen soll. Dieses Mal halt aus der Feder und gesungen von Kid Rock!

Fazit: Kid Rock erzählt auf „First Kiss“ die ein oder andere (wahre) Geschichte aus seinem bewegten Leben. Und, erlebt hat der Bursche ’ne Menge … die 10 Tracks des aktuellen Silberlings sprechen Bände. Aufgepasst, gut die Hälfte der Songs kann man ohne Umschweife dem Genre Country Music zuordnen. Für Fans des Sängers aus Michigan ein Pflichtkauf – die anderen sollten auf jeden Fall mal reinhören und selbst entscheiden!

Kid Rock - First Kiss

Künstler / Albumtitel: Kid Rock – First Kiss
Format / Label / Veröffentlicht: CD, Vinyl & Digital (Warner Bros. 2015)
Bewertung: 3,5 von 5 möglichen Punkten

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Trackliste:

01. First Kiss
02. Good Times, Cheap Wine
03. Johnny Cash
04. Ain’t Enough Whiskey
05. Drinking Beer With Dad
06. Good Time Lookin‘ For Me
07. Best Of Me
08. One More Song
09. Jesus And Bocephus
10. Foad

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Über Dirk Neuhaus (884 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.