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Silverada: Silverada

Der neue Bandname der ehemaligen Moonpies, ändert nichts an der musikalischen Vielfalt dieser charismatischen Band.

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Silverada Bildrechte: © Edgewater Music Group

„Wir wollen weder unseren Sound verändern, geschweige denn in Richtung Mainstream gehen oder auf Verkaufszahlen schielen. Wir sind einfach nur fünf erwachsene Männer, die nicht mehr ‚Moonpies‘ heißen wollen.“ Mit dieser simplen Erklärung hatte Leadsänger Mike Harmeier der besorgten Fangemeinde die Namensänderung seiner in der Szene beliebten Bandformation verkündet. Über mehr als ein Jahrzehnt hatten sich Mike & The Moonpies zu einem der heißesten Acts der Austiner Honkytonk-Szene emporgearbeitet. Mit den beiden Alben „Cheap Silver & Solid Country Gold“ (2019) und „One To Grow On“ (2021) war ihnen der Sprung auf die nationale Bühne gelungen – mit dem Grand Ole Opry-Debüt im September 2022 als vorläufige Krönung.

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Seit Januar 2024 heißt die Band Silverada. Mit dem Leader und alten Namensgeber Mike Harmeier, dem Steeler Zachary Moulton, dem Gitarristen Catlin Rutherford, Omar Oyoque am Bass sowie Taylor Englert an den Drums, ist die Besetzung unverändert geblieben. Hier folgen sie dem prominenten Beispiel des Texas-Quintetts The Wilder Blue, das – als regionaler Act unter dem Namen Hill Country gestartet – Luke Combs auf dessen 2024er Sommertour begleitet hat. Ob der neue Name tatsächlich eine Stiländerung nach sich zieht oder lediglich eine bessere Vermarktung über die Grenzen von Texas hinaus ermöglicht, kann nun mit Erscheinen des neuen Albums ergründet werden.

Mit einer kompakten Sammlung von 10 Titeln marschiert das Lone-Star-Quintett in Richtung Zukunft. Hier darf zunächst Entwarnung gegeben werden. Unter den Fittichen von Texas-Country-Mastermind Adam Odor überzeugen Silverada in bester Moonpie-Manier durch Stiltreue, Originalität und Kreativität. Ein stärkerer Americana-Einfluss durch akzentuierte Rockelemente ist dennoch nicht zu überhören und zieht den Soundradius auf geschmeidige Art und Weise weiter.

Als Pre-Release erschienen offenbart der Opener „Radio Wave“ eine wunderbare Soundperle, bei der der Roots-Einfluss den Country-Spirit der Band perfekt „matcht“. Akustikintro, Steelbeigabe, eine grandiose Melodik, clevere Lyrics, dazu Harmeiers angerautes Texas-Timbre, besser kann man sich einen Albumauftakt kaum vorstellen. Das Musikvideo mit der Galveston-Beach-Szenerie und dem Pleasure Pier im Hintergrund lässt an den Lone-Star-Roots der Band wenig Zweifel. Das nachfolgende „Anywhere But Here“ verfügt über ein perfektes Radio-Design und kann das hohe Anfangsniveau mit Zach Moultons geschmackvoller Steeluntermalung problemlos halten.

„Eagle Rare“ sprengt mit seinem funky Beat und dem deftigen Roots-Rock-Break den vorgegebenen Rahmen, bevor der alte Moonpies-Sound auf den folgenden beiden Songs wieder auflebt. „Doing It Right“ ist eine Texas-Barroom-Ballade vom Allerfeinsten, „Stubborn Son“ ist reinrassigster Honkytonk, wie man ihn mit seiner urwüchsigen Fiddle-Steel-Kombi im Herzen des Hill Country vorfindet. „Wallflower“ fällt mit seinem fancy Urban-Cowboy-Spirit komplett aus der Reihe. „Stay By My Side“ ist ein Waylon-stylisher Dreivierteltakter, der mit authentischer Willie-Nelson-Phrasierung die Outlaw-Seele berührt. Der rootsy Dancefloor-Upbeat auf „Something I’m Working On“ an der Seite von Brent Cobb oder der mit einer folkigen Harmonica unterlegte Roadtrip auf „Load Out“, dies alles sind Musterbeispiele des weiten Spektrum mit dem Silverada seine wachsende Fangemeinde bedient. Die Krönung eines der wohl stärksten Country-Alben des laufenden Jahres bildet das abschließende „Hell Bent For Leather“ mit Mike Harmeiers tiefen Bekenntnis eines vom Leben geprägten Texas-Singer-Songwriters.

Top-Tracks: „Radio Wave“, „Stubborn Son“, „Load Out“, „Hell Bent For Leather“.

Fazit: Silverada sind als Honkytonk-Band textlich, instrumentell und stilistisch eine Klasse für sich. Auf ihrem neuen Album zeigen die fünf Ex-Moonpies, dass ihrer Weiterentwicklung zu einer universellen Country-Americana-Formation keine Grenzen gesetzt sind.

Silverada: Das 2024er Album

Silverada

Künstler: Silverada
Album: Silverada
Veröffentlichung: 26. Juni 2024
Label: Edgewater Music Group
Formate: CD, Vinyl, Stream & Download
Tracks: 10
Genre: Country, Americana
Bewertung: 5 von 5 möglichen Punkten

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Trackliste: (Silverada)

01. Radio Wave
02. Anywhere But Here
03. Eagle Rare
04. Doing It Right
05. Stubborn Son
06. Wallflower
07. Stay By My Side
08. Something I’m Working On
09. Load Out
10. Hell Bent For Leather

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Über Bernd Wenserski (607 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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